Windhagen
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Neuwied | |
| Verbandsgemeinde: | Asbach | |
| Höhe: | 290 m ü. NN | |
| Fläche: | 13,11 km² | |
| Einwohner: |
4.260 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 325 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 53578 | |
| Vorwahl: | 02645 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NR | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 1 38 077 | |
| Gemeindegliederung: | 16 Ortsteile | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Flammersfelder Straße 1 53567 Asbach |
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| Webpräsenz: | ||
| Ortsbürgermeister: | Josef Rüddel (CDU) | |
| Lage der Ortsgemeinde Windhagen im Landkreis Neuwied | ||
Windhagen ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Neuwied im nördlichen Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Asbach an.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
[Bearbeiten] Geographische Lage
Die Gemeinde Windhagen liegt am Übergang vom Siebengebirge in den sich nach Osten erstreckenden Westerwald, unmittelbar an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen. Der höchste Bodenpunkt des Gemeindegebietes wird mit 320 m ü. NN nahe der Ortschaft Vierwinden erreicht.
Nachbargemeinden von Windhagen sind Bad Honnef (Nordrhein-Westfalen) mit dem Stadtbezirk Aegidienberg im Nordwesten, Asbach im Nordosten, Neustadt (Wied) im Südosten, Vettelschoß im Südwesten sowie Erpel, Unkel und Rheinbreitbach im Westen. Die am nächsten gelegenen größeren Städte sind Neuwied, Bonn und Siegburg, jeweils etwa 30 km entfernt. Teile des Gemeindegebietes liegen im Naturpark Rhein-Westerwald.
[Bearbeiten] Gemeindegliederung
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[Bearbeiten] Geschichte
[Bearbeiten] Inventur 1660
Seit dem 13. Jahrhundert gehörte Windhagen zum Amt Altenwied. Das Amt Altenwied gehörte zum Erzstift Köln und gliederte sich in drei Kirchspiele: Asbach, Neustadt und Windhagen. Auf Anordnung des Erzbischofs Maximilian Heinrich von Bayern wurden im Jahr 1660 eine Inventur aller Honnschaften im Amt Altenwied durchgeführt. Hierbei wurden für das Kirchspiel Windhagen aufgezählt:
- „Winthahner Honschaft“:
Birken, Birkersiefen und das „alte Hunsberg“ je ein Haus; Hunsberg (Hüngsberg) vier Häuser; Hecken und Wiesplätzchen je drei Häuser; Stockhausen zehn Häuser; Winthahn (Windhagen) einschließlich des Wittumshofs fünf Häuser, Niederwinthahn neun Häuser; Hasenberg ein unbewohnter Hof. - „Hohner Honschaft“:
Frohnen und Hallerbach je zwei Häuser; Gunnerscheidt (Günterscheid) drei Häuser; Hohn, Schweyfeld (Schweifeld) und Redtscheid (Rederscheid) je fünf Häuser. Die Honnschaft wurde sonst meist Rederscheid genannt.[2]
[Bearbeiten] Eingemeindungen
Im Rahmen der rheinland-pfälzischen Kommunalreform wurde am 7. November 1970 die Gemeinde Windhagen mit der bis dahin eigenständigen Gemeinde Rederscheid (728 Einwohner) zusammengeführt und die neue Ortsgemeinde Windhagen gebildet.[3] Zur Gemeinde Windhagen (ohne Rederscheid) gehörten bis dahin die Ortsteile Adamstal, Birken, Hüngsberg, Johannisberg und Stockhausen.[4]
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Gemeinderat
Der Gemeinderat in Windhagen besteht aus 20 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.
Sitzverteilung im gewählten Gemeinderat:[5]
| SPD | CDU | FDP | Grüne | Gesamt | |
| 2009 | 5 | 12 | 2 | 1 | 20 Sitze |
| 2004 | 6 | 13 | 1 | − | 20 Sitze |
[Bearbeiten] Wappen
Seit dem 13. Mai 1986 ist die Ortsgemeinde Windhagen berechtigt ein Wappen zu führen.
Beschreibung des Wappens: „Schild durch geschweifte rote Spitze, darin goldener Brunnen gespalten, vorne im ersten Feld ein schwarzes Kreuz auf weißem (silbernen) Grund; hinten im zweiten Feld ein blauer Wellenbalken in silbernem Feld, drei 5-blättrige Rosen mit roten Butzen“.
Wappenerklärung: 1. Feld: Kurköln (frühere Zugehörigkeit zum Erzstift Köln), 2. Feld: Familie von Schoenebeck (steht für den Ortsteil Johannisberg, wo die noch heute im Windhagener Raum ansässige Familie Besitz hatte), 3. Feld: Douwen-Brunnen (die Heilkraft dieses Brunnens ist im Volksmund seit dem frühen Mittelalter bekannt).
[Bearbeiten] Gemeindepartnerschaft
Windhagen unterhält seit dem 3. Oktober 1991 eine Partnerschaft mit der Gemeinde Pfaffschwende in Thüringen.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Verkehr
Vom Windhagener Ortskern ist die Anschlussstelle 34 (Bad Honnef/Linz) der A 3 etwa drei Kilometer entfernt.
[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen
Windhagen ist Sitz des Maschinenbauunternehmens Wirtgen GmbH, die mit rund 1.200 Mitarbeitern zu einem der weltweit führenden Unternehmen für die Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Maschinen und Anlagen für den Straßenbau zählt. Des Weiteren befinden sich zahlreiche Unternehmen wie z.B. Nölken Hygiene-Products, JK-Ergoline und Geutebrück zu den „Großen“ in Windhagen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche kleine und mittelständische Unternehmen aus den Bereichen Handel, Dienstleistung, Produktion und Wellness in der Ortsgemeinde Windhagen.
[Bearbeiten] Öffentliche Einrichtungen
Das neue und moderne „Forum Windhagen“ bietet Platz für größere Veranstaltungen.
Windhagen verfügt über eine Grundschule, zwei Kindertagesstätten sowie einen Jugendtreff.
[Bearbeiten] Kulturdenkmäler
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- Bernhard Constantin von Schoenebeck (1760–1835), geboren in Johannisberg, Mediziner, Gelehrter, Bibliothekar und Autor
- Gisela Wirtgen (* 1944), Unternehmerin, Gründerin der Aktionsgruppe Kinder in Not, wirkt in Windhagen
- Erwin Rüddel (* 1955), Politiker, Mitglied des Bundestages, stammt aus Windhagen
[Bearbeiten] Literatur
- Windhagen - Ein Heimatbuch, Bonn 1994.
- Gerhard R. Petersohn: Familienbuch Windhagen, 2.Aufl./2008.
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2010 (PDF; 727 KB) (Hilfe dazu)
- ↑ August Welker: Inventur im Amt Altenwied anno 1660, in: Heimat-Jahrbuch des Landkreises Neuwied, 1977, S.101-103.
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Amtliches Gemeindeverzeichnis Rheinland-Pfalz 2006, Seite 200
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 31 (PDF)
- ↑ Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen
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