Melsbach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Melsbach
Melsbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Melsbach hervorgehoben
50.4908333333337.4783333333333170Koordinaten: 50° 29′ N, 7° 29′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Neuwied
Verbandsgemeinde: Rengsdorf
Höhe: 170 m ü. NN
Fläche: 2,8 km²
Einwohner:

2.031 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 725 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56581
Vorwahl: 02634
Kfz-Kennzeichen: NR
Gemeindeschlüssel: 07 1 38 043
Adresse der Verbandsverwaltung: Westerwaldstraße 32 - 34
56579 Rengsdorf
Webpräsenz: www.gemeinde-melsbach.de
Ortsbürgermeister: Joachim Herzog (SPD)
Lage der Ortsgemeinde Melsbach im Landkreis Neuwied
Neuwied Buchholz (Westerwald) Asbach (Westerwald) Windhagen Neustadt (Wied) Rheinbreitbach Unkel Bruchhausen (Landkreis Neuwied) Erpel Vettelschoß Linz am Rhein Kasbach-Ohlenberg Ockenfels Sankt Katharinen (Landkreis Neuwied) Dattenberg Leubsdorf (am Rhein) Bad Hönningen Rheinbrohl Hammerstein (am Rhein) Leutesdorf Isenburg (Westerwald) Kleinmaischeid Großmaischeid Stebach Marienhausen Dierdorf Oberdreis Woldert Rodenbach bei Puderbach Ratzert Niederwambach Steimel Döttesfeld Puderbach Dürrholz Hanroth Raubach Harschbach Niederhofen Dernbach (Landkreis Neuwied) Urbach (Westerwald) Linkenbach Breitscheid (Westerwald) Waldbreitbach Roßbach (Wied) Hausen (Wied) Datzeroth Niederbreitbach Hümmerich Oberhonnefeld-Gierend Oberraden Straßenhaus Kurtscheid Bonefeld Ehlscheid Rengsdorf Melsbach Hardert Anhausen Rüscheid Thalhausen Meinborn Nordrhein-Westfalen Landkreis Altenkirchen (Westerwald) Landkreis Ahrweiler Landkreis Mayen-Koblenz Koblenz Marienhausen WesterwaldkreisKarte
Über dieses Bild
Ruine Kreuzkirche in Melsbach

Melsbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Neuwied im Norden von Rheinland-Pfalz. Die Gemeinde gehört der Verbandsgemeinde Rengsdorf an. Melsbach ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographische Lage

Der Ort liegt am Rande des Westerwaldes direkt auf der Anhöhe des Neuwieder Beckens im Naturpark Rhein-Westerwald südwestlich von Rengsdorf an der Wied.

[Bearbeiten] Geschichte

Im Jahr 1956 wurde auf dem Gelände der damaligen Tongrube „Didier“ ein Bronzeeimer (Situla) gefunden, welcher der Hallstattzeit (600 bis 300 v. Chr.) zugeordnet wird und der sich heute im Kreismuseum Neuwied befindet.[2] Dies deutet darauf hin, dass der Raum um das heutige Melsbach bereits in der Bronzezeit bewohnt war. Die erste urkundliche Erwähnung Melsbachs datiert auf das Jahr 1267: Graf Gottfried von Eppstein, der Jüngere, verkauft seinen Erbhof.

Im Jahr 1278 gehörte Melsbach zum Kirchspiel Rengsdorf. 1357 wurde Melsbach Zollstation. Auf das Jahr 1399 fällt die erste Erwähnung der Kreuzkirche als Wallfahrtsort.

Zwischen 1692 und 1720 wurde in Melsbach eine eigene Schule errichtet. Im Jahr 1747 kam Melsbach zum Kirchspiel Altwied. 1789 entdeckte man Braunkohlenflöze und Tonschichten und von 1786 bis 1880 wurde Alaun im ersten Alaunwerk im Rheinland gefördert. Im Jahr 1850 erfolgte am Laubach die Gewinnung von blauem Dachschiefer.

Im Jahr 1863 fand die erste Melsbacher Kirmes mit dem Wein Melsbacher Goldberg statt. 1865 gründete sich der Burschenverein Melsbach. Im Jahr 1907 wurde die Freiwillige Feuerwehr Melsbach gegründet.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeinderat

Der Gemeinderat in Melsbach besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Sitzverteilung im gewählten Gemeinderat:[3]

  SPD CDU FWG Gesamt
2009 7 4 5 16 Sitze
2004 8 4 4 16 Sitze

[Bearbeiten] Gebietsreform 1970

Die Gemeinde Melsbach gehörte bis 1970 zur Verbandsgemeinde Niederbieber-Segendorf, welche im Rahmen der mit Wirkung vom 8. November 1970 ausgeführten Gebietsreform in Rheinland-Pfalz aufgelöst wurde. Mit gleichem Datum wurde Melsbach der Verbandsgemeinde Rengsdorf zugeordnet.

[Bearbeiten] Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: „Unter grünem Schildplatt, darin ein schrägliegender silberner Wellenbalken, in Silber auf grünem Dreiberg eine grüne Eiche“.

Erläuterung: Der Wellenbalken symbolisiert das Grundwort „-bach“ des Ortsnamens, der Dreiberg die Höhenlage des Ortes zwischen Wied- und Wallbachtal, die Eiche seine waldreiche Umgebung. Das Wappen ist rechtsgültig seit dem 31. August 1966 nach einem Entwurf von A. Brust, Kirn.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Kulturdenkmäler

Ton-Förderturm Melsbach

[Bearbeiten] Naturdenkmäler

[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen

Am zweiten Wochenende im August wird traditionell seit mehr als 140 Jahren, mit Ausnahme der Zeit der Weltkriege, die Kirmes in Melsbach gefeiert. Die Kirmes wird traditionell durch den Burschenverein 1865 Melsbach ausgerichtet. Derzeit gibt es in Melsbach 25 Burschen und 17 Maimädchen mit einem Maikönigspaar und einem "Schuldes".

Seit dem Jahr 2006 erfolgt die Ausrichtung der Kirmes in Kooperation mit einem eigens dafür gegründeten Verein. Die Kirmes- und Kulturgesellschaft Melsbach e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, neben der Kirmes das kulturelle Leben im Ort durch weitere Veranstaltungen zu bereichern. Im Jahr 2011 löste sich der Verein aufgrund von internen personellen Problemen wieder auf. Somit ist seit 2011 der Burschenverein wieder auf sich alleine gestellt.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Verkehr

Östlich der Gemeinde verläuft die Bundesstraße 256, die von Neuwied nach Altenkirchen (Westerwald) führt. Die nächste Autobahnanschlussstelle ist Neuwied an der Bundesautobahn 3. Der nächstgelegene ICE-Bahnhof befindet sich in Montabaur an der Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main.

[Bearbeiten] Öffentliche Einrichtungen

Seit 1907 existiert im Ort eine Freiwillige Feuerwehr.

[Bearbeiten] Literatur

  • Albert Hardt, Im Wiedischen Land, Rengsdorf 1989 (Geschichte der Orte in der Verbandsgemeinde Rengsdorf; darin: Melsbach und seine Geschichte, Seite 377 ff.)

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Melsbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2010 (PDF; 727 KB) (Hilfe dazu)
  2. Infotafel vor der ehemaligen Tongrube Didier in Melsbach
  3. Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat
Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen