Adria Airways

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Adria Airways
Logo der Adria Airways
Airbus A319-100 der Adria Airways
IATA-Code: JP
ICAO-Code: ADR
Rufzeichen: ADRIA
Gründung: 1961
Sitz: Ljubljana, SlowenienSlowenien Slowenien
Drehkreuz:
Heimatflughafen:

Ljubljana

Unternehmensform: Aktiengesellschaft
IATA-Prefixcode: 165
Leitung: Arno Schuster (CEO)
Mitarbeiterzahl: 375[1]
Umsatz: 146 Millionen[1] (2013)
Fluggastaufkommen: 1,03 Mio[1] (2013)
Allianz: Star Alliance
Vielfliegerprogramm: Miles & More
Flottenstärke: 11 (+ 3 Bestellungen)
Ziele: national und international
Website: www.adria.si

Adria Airways ist die größte Fluggesellschaft Sloweniens mit Sitz in Ljubljana und Basis auf dem Flughafen Ljubljana. Sie ist Mitglied der Luftfahrtallianz Star Alliance.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige Douglas DC-6 der Inex-Adria Airways

Im Jahr 1961 wurde Adria Aviopromet in Jugoslawien als Charterfluggesellschaft gegründet. Nach der Fusion mit InterExport firmierte das Unternehmen ab 1968 als Inex-Adria Aviopromet (Inex-Adria Airways). Im Juni 1976 wurde der Flughafen Maribor, nahe der österreichischen Grenze, eröffnet. Die Inex-Adria Airways konnte auf viele Kunden speziell aus Österreich zählen, da sie weit preisgünstigere Flüge in das europäische Ausland anbot als seinerzeit die Austrian Airlines. In den 1980er Jahren wurde dann auch der Liniendienst aufgenommen. 1985 wurde als erstes deutsches Ziel der Flughafen München-Riem in den Flugplan aufgenommen.

1986 änderte sich der Name in Adria Airways. 1989 übernahm die Airline ihren ersten Airbus A320-200; damit war sie der Erstkunde dieses Flugzeugmusters. Die Gesellschaft wurde im gleichen Jahr Mitglied der IATA. Als es 1991 beim Zerfall Jugoslawiens zum 10-Tage-Krieg in Slowenien kam, brachte die Adria Airways ihre Flugzeuge auf dem nahegelegenen österreichischen Flughafen Klagenfurt in Sicherheit und konnte sofort nach der Unabhängigkeit Sloweniens den Flugverkehr wieder aufnehmen.

Die Adria Airways wurde im Dezember 2004 regionales Mitglied und im Januar 2010 Vollmitglied der Star Alliance.[2]

Im Dezember 2010 wurde berichtet, dass die Adria Airways Schulden in Höhe von 86 Millionen Euro angehäuft habe.[3] Im Januar 2011 trat der langjährige CEO Tadej Tufek zurück. Nachfolger wurde Klemen Boštjančič.[4]

Hauptanteilseigner mit knapp 90 % waren die Republik Slowenien und die Nova Ljubljanska Banka.[5] Am 1. August 2012 wurde die Adria Airways offiziell zum Verkauf ausgeschrieben. Insgesamt sollten 74,87 % der Anteile, welche zuvor dem slowenischen Staat, dem slowenischen Investor PDP, dem Erzbistum Maribor und vier Banken gehörten, verkauft werden. Eine Privatisierung der Airline war schon seit längerer Zeit geplant. Nachdem in den letzten Jahren ständig Verluste eingeflogen wurden, sollte die Airline durch diese Maßnahmen bis 2013 wieder in die schwarzen Zahlen kommen.[6] Die Privatisierung kam nicht zustande. Für das erste Halbjahr 2013 konnte schließlich eine deutliche Reduzierung der Verluste von 7,7 auf unter 1,5 Millionen Euro sowie gestiegene Auslastung vermeldet werden. Dennoch plant man den Verkauf von Bürogebäuden und der eigenen Flugschule.[7].

Im Januar 2016 übernahm die deutsche 4K Invest AG 91,6 % der Adria Airways,[8] und bestellte den Österreicher Dr. Arno Schuster zum CEO.[9]

Flugziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flugziele der Adria Airways

Adria Airways bedient von ihrer Basis Ljubljana aus über 26 Ziele in ganz Europa. Im deutschsprachigen Raum werden in Deutschland Berlin, Frankfurt am Main, München und Köln/Bonn sowie in Österreich Wien bedient. In der Schweiz ist Zürich gegenwärtig einziges Ziel.[10]

Zudem bestehen Codeshare-Abkommen beispielsweise mit Austrian Airlines, Lufthansa und Swiss.

Flotte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bombardier CRJ900 der Adria Airways

Mit Stand Oktober 2015 besteht die Flotte der Adria Airways aus elf Flugzeugen[11]:

Flugzeugtyp aktiv bestellt[12] Anmerkungen Sitzplätze[13]
Airbus A319-100 03 142
144
Bombardier CRJ200 01 in Star Alliance-Sonderlackierung 48
Bombardier CRJ700 01 ehemalige Lufthansa CityLine-Maschine 70
Bombardier CRJ900 06 3 84
86
Gesamt 11 3

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Adria Airways, beziehungsweise die damalige Inex-Adria, verzeichnet in ihrer Geschichte drei Unfälle mit Todesopfern:

  • Am 30. Oktober 1975 zerschellte eine aus Tivat kommende Douglas DC-9-32 mit dem Luftfahrzeugkennzeichen YU-AJO beim Landeanflug acht km vor dem Flughafen Prag an einem Hügel. Während des Unfallzeitpunkts herrschte Nebel mit Sichtweiten unter 1500 m. 75 der 120 Flugzeuginsassen starben.[14]
  • Am 10. September 1976 kollidierte eine Douglas DC-9-32 mit dem Luftfahrzeugkennzeichen YU-AJR im Reiseflug auf dem Weg von Split nach Köln/Bonn mit einer Maschine der British Airways. Alle 108 Passagiere (darunter 107 Touristen aus Deutschland) sowie die fünf Besatzungsmitglieder der Inex-Adria-Maschine kamen ums Leben.[15] - Flugzeugkollision von Zagreb
  • Am 1. Dezember 1981 zerschellte eine McDonnell Douglas MD-81 mit dem Luftfahrzeugkennzeichen YU-ANA auf dem Weg von Ljubljana nach Ajaccio auf Korsika beim Landeanflug am Gipfel des San Pietro. Alle 173 Passagiere und sieben Crewmitglieder starben.[16]

Tochtergesellschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Amadeus Slovenia (95 % in Besitz von Adria Airways)[17]
  • Adria Airways Kosovo (100 % in Besitz von Adria Airways)[17]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Adria Airways – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Geschäftsjahresergebnisse der Adria Airways 2013 PDF-Datei (englisch) abgerufen am 1. Februar 2015
  2. staralliance.com - Adria Airways abgerufen am 27. Oktober 2010
  3. bloomberg.com – Slovenia’s Adria Airways May File for Bankruptcy, TVS Reports (englisch) 15. Dezember 2010
  4. aero.de - Atempause für Adria Airways abgerufen am 3. Oktober 2015
  5. Eigentümerstruktur
  6. aero.de - Adria Airways zum Verkauf ausgeschrieben abgerufen am 3. Oktober 2015
  7. austrianaviation.net - Adria: Flugschule lockt China Southern 26. August 2013
  8. Majority share takeover of Adria Airways d.d. completed. Adria.si. Abgerufen am 16. April 2016.
  9. Adria Airways - Company Profile. Adria.si. Abgerufen am 16. April 2016.
  10. adria.si - Unsere Flugziele abgerufen am 3. Oktober 2015
  11. ch-aviation - Adria Airways (englisch), abgerufen am 3. Oktober 2015
  12. Bombardier Aerospace - Commercial Aircraft Status Reports (englisch), abgerufen am 3. Oktober 2015
  13. adria.si - Flotte abgerufen am 3. April 2015
  14. Flugunfalldaten und -bericht des Inex-Adria-Aviopromet-Flugs 450 im Aviation Safety Network
  15. Flugunfalldaten und -bericht des Inex-Adria-Aviopromet-Flugs 550 im Aviation Safety Network
  16. Flugunfalldaten und -bericht des Inex-Adria-Aviopromet-Flugs 1308 im Aviation Safety Network
  17. a b Adria Airways – Annual Report 2009. adria.si, archiviert vom Original am 30. September 2011, abgerufen am 11. März 2016 (englisch).