Asiana Airlines

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Asiana Airlines
아시아나 항공
Logo der Asiana Airlines
Boeing 747-400M der Asiana Airlines
IATA-Code: OZ
ICAO-Code: AAR
Rufzeichen: ASIANA
Gründung: 1988
Sitz: Seoul, Korea SudSüdkorea Südkorea
Drehkreuz:
Heimatflughafen:

Seoul-Incheon

IATA-Prefixcode: 988
Leitung: Kim Soo-cheon (CEO)
Mitarbeiterzahl: 10.183[1]
Umsatz: US$ 5,72 Milliarden[1] (2014)
Fluggastaufkommen: 17 Millionen[1] (2014)
Allianz: Star Alliance
Vielfliegerprogramm: Asiana Club
Flottenstärke: 83 (+ 59 Bestellungen)
Ziele: National und international
Website: flyasiana.com

Asiana Airlines (koreanisch: 아시아나 항공) ist eine südkoreanische Fluggesellschaft mit Sitz in Seoul und Basis auf dem nahegelegenen Flughafen Incheon sowie Mitglied der Luftfahrtallianz Star Alliance.

Geschichte[Bearbeiten]

Logo der Asiana von 1988 bis 2006

Asiana Airlines wurde 1988 von der Kumho Asiana Group gegründet. Bis 1989 waren Überseeflüge für Koreaner durch die Militärregierung streng reglementiert und konnten nur durch den staatlichen Monopolisten Korean Air unternommen werden. Eine Lockerung erfolgte 1988 durch die Olympischen Spiele. Korean Air konnte den folgenden Ansturm nicht mehr bewältigen. Man erlaubte dem Mischkonzern Kumho Asiana Group die Gründung einer Fluggesellschaft mit Namen Asiana Airlines. Der Flugbetrieb begann am 23. Dezember 1988 mit sechs geleasten Boeing 737-400.

Der erste Auslandsflug erfolgte 1990 von Seoul nach Tokyo und ebenfalls 1990 konnte Asiana Airlines die erste Boeing 767 vom Hersteller in Empfang nehmen.[2] Nach und nach wurden die Flotte und das internationale Streckennetz ausgebaut. 1994 traf die erste Fracht-747 ein. Für Mittel- und Langstrecken werden neben Boeing seit 1996 auch Maschinen von Airbus eingesetzt.

Im März 2003 erfolgte der Beitritt zur Luftfahrtallianz Star Alliance.

2010 gewann Asiana den Airline-of-the-Year-Award von Skytrax.

Im Januar 2011 bestellte Asiana bei Airbus sechs Exemplare des Airbus A380-800 zum Listenpreis von insgesamt 1,4 Milliarden Euro, die auf den Langstrecken nach Nordamerika und Europa eingesetzt werden sollen.[3][4] Die erste Maschine wurde im Mai 2014 ausgeliefert.[5]

Die Billigfluggesellschaft Air Busan ist eine Tochter von Asiana Airlines.

Flugziele[Bearbeiten]

Flugziele der Asiana Airlines

Im internationalen Passagierverkehr bedient Asiana 20 Länder und 67 Städte auf 80 Strecken, national fliegt sie auf 17 Strecken 11 Städte an. Im Frachtverkehr fliegt sie weltweit 16 Strecken, 14 Länder und 19 Städte an. In Europa werden Paris, Frankfurt, Istanbul und London Heathrow im Passagierverkehr angeflogen und Wien, Brüssel, Moskau, Frankfurt, Amsterdam und London-Stansted sowie Mailand-Malpensa sind Frachtziele. Wien ist die Destination von Asiana in Europa, die am häufigsten mit Frachtflügen bedient wird.

Flotte[Bearbeiten]

Airbus A320-200 der Asiana
Airbus A330-300 der Asiana
Boeing 767-300 der Asiana
Boeing 777-200ER der Asiana

Mit Stand April 2015 besteht die Flotte der Asiana Airlines aus 83 Flugzeugen[6] mit einem Durchschnittsalter von 9,8 Jahren[7]:

Flugzeugtyp aktiv bestellt[8][9] Anmerkungen Sitzplätze[10]
(First/Business/Travel)
Airbus A320-200 07 143 (-/8/135)
162 (-/-/162)
Airbus A321-200 25 HL7730 in Star-Alliance-Sonderlackierung 171 (-/12/159)
177 (-/12/165)
191 (-/-/191)
195 (-/-/195)
200 (-/-/200)
Airbus A321neo 25 - offen -
Airbus A330-300 15 275 (-/30/245)
290 (-/30/260)
Airbus A350-800 08 - offen -
Airbus A350-900 12 - offen -
Airbus A350-1000 10 - offen -
Airbus A380-800 02 04 495 (12/66/417)
Boeing 747-400 02 359 (10/45/304)
Boeing 747-400M 02 Combi-Version mit Frachtraum hinter der Passagierkabine 264 (10/24/230)
Boeing 747-400F 10 Frachtmaschinen der Asiana Cargo
Boeing 767-300 07 HL7516 in Star-Alliance-Sonderlackierung 250 (-/15/235)
Boeing 767-300F 01 Frachtmaschine der Asiana Cargo
Boeing 777-200ER 12 246 (8/24/214)
262 (8/28/226)
294 (-/22/272)
295 (-/24/271)
299 (-/28/271)
300 (-/28/272)
Gesamt 83 59

Zwischenfälle[Bearbeiten]

  • Am 26. Juli 1993 flog die Boeing 737-500 auf dem Asiana-Airlines-Flug 733 im Landeanflug auf Mokpo bei Regen und schlechter Sicht zu tief und kollidierte mit einem Berg. Irrtümlich waren die Piloten davon ausgegangen, den Berg bereits überflogen zu haben. 66 Passagiere und 2 Crew-Mitglieder starben; nur 48 der 116 Menschen an Bord überlebten.[11]
  • Am 11. November 1998 rollte die Boeing 747-400 mit dem Kennzeichen HL7414 auf dem Asiana-Airlines-Flug 211 von Seoul nach New York zwecks Auftankens zur Parkposition in Anchorage. Beim Versuch, eine 180-Grad-Kurve zu machen, schlug Triebwerk 1 gegen die Tragfläche einer geparkten Iljuschin Il-62 der Aeroflot (Kennzeichen RA-86564). Unmittelbar danach bohrte sich die linke Tragfläche der Boeing in die Vorderseite des Seitenleitwerks der Iljuschin. Die Asiana-Piloten gaben noch mehr Gas, so dass ihre Tragfläche das Leitwerk der Iljuschin zur Hälfte durchschnitt. Als Hauptursache wurde exzessive Rollgeschwindigkeit festgestellt. Es gab keine Personenschäden; die Il-62 musste allerdings verschrottet werden.
Die am 6. Juli 2013 in San Francisco verunglückte Boeing 777-200ER der Asiana Airlines
  • Am 28. Juli 2011 um 4:12 Uhr Ortszeit, 67 Minuten nach dem Start, stürzte die Boeing 747-400F mit der Registrierung HL7604 auf dem Asiana-Airlines-Flug 991 von Seoul nach Shanghai mit zwei Mann Besatzung nahe der Insel Jejudo, ca. 250 Meilen südlich von Seoul, ins Meer. Die Crew hatte zuvor von einem Feueralarm im Frachtraum berichtet und eine Sicherheitslandung am Flughafen Jeju angestrebt. Die Frachtmaschine hatte nach Angaben des Transportministeriums in Seoul 58 Tonnen Fracht geladen, davon waren ca. 400 kg als „leicht brennbar“ eingestuft.[12] Es waren unter anderem Lithium-Batterien, Halbleiter sowie Farbe und Harzlösung geladen.[13]
  • Am 6. Juli 2013 verunglückte die Boeing 777-200ER mit der Registrierung HL7742 auf dem Asiana-Airlines-Flug 214 aus Incheon bei Seoul kommend beim Landeanflug auf den Flughafen von San Francisco. Die Maschine setzte vor der Landebahn 28L auf und kam schwer beschädigt auf dem Rollfeld zum Stehen. Es waren 291 Fluggäste und 16 Besatzungsmitglieder an Bord, 3 Personen wurden getötet und 181 Menschen verletzt, darunter 47 schwer.[14]
  • Am 14. April 2015 verunglückte ein Airbus A320 mit der Registrierung HL7762 auf Asiana-Airlines-Flug 162 aus Seoul beim Landeanflug auf den Flughafen Hiroshima. Das Flugzeug streifte eine Antennenanlage und berührte 330 m vor der Landebahn den Boden; die Maschine kam schließlich 130 m neben der Landebahn zum Stehen, nachdem sie sich um 180° gedreht hatte. 27 Insassen wurden verletzt und am Flugzeug entstand erheblicher Sachschaden.[15]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Asiana Airlines – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Factsheet Asiana Airlines (Star Alliance) 2014 (englisch), abgerufen am 7. Februar 2015
  2. boeing.com - Orders and Deliveries (englisch), abgerufen am 7. Juli 2013
  3. „Asiana Airlines bestellt sechs Airbus A380“, in: F.A.Z. vom 7. Januar 2011
  4. airbus.com - Asiana Airlines bestellt sechs A380-Großraumjets, 6. Januar 2011 (englisch), abgerufen am 7. Februar 2015
  5. aero.de Erster Airbus A380 für Asiana Airlines, 26. Mai 2014, abgerufen am 26. Mai 2014
  6. ch-aviation: Fleet (englisch), abgerufen am 18. April 2015
  7. airfleets.net - Fleet age Asiana Airlines (englisch), abgerufen am 18. April 2015
  8. airbus.com - Orders & deliveries (englisch), abgerufen am 7. Februar 2015
  9. aeroTELEGRAPH: Asiana Airlines bestellt 25 Airbus A321 Neo, abgerufen am 11. Februar 2015
  10. flyasiana.com - Flugzeug-Informationen, abgerufen am 7. Februar 2015
  11. Flugunfalldaten und -bericht im Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 29. Januar 2013
  12. avherald.com - Crash: Asiana B744 near Jeju on Jul 28th 2011, fire in cargo hold
  13. aero.de - Boeing-747-400F der Asiana Airlines vor Südkorea abgestürzt
  14. Flugunfalldaten und -bericht im Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 7. Juli 2013
  15. Asiana A320 at Hiroshima on Apr 14th 2015, touched down short of runway The Aviation Herald