Adrian Lewis

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Adrian Lewis Darts pictogram.svg
Adrian Lewis.jpg
Zur Person
Spitzname Jackpot
Nation EnglandEngland England
Geburtsdatum 21. Januar 1985
Geburtsort Stoke-on-Trent, England
Wohnort Stoke-on-Trent, England
Dartsport
Dart seit 2003
Wurfhand rechts
Darts Target 21g Gen 2 Adrian Lewis
Einlaufmusik „Reach Up“ von Perfecto Allstarz
BDO 2003
PDC seit 2003
Platz Weltrangliste 4.[1]
Wichtigste Erfolge
Infobox zuletzt aktualisiert: 3. Januar 2016

Adrian Lewis (* 21. Januar 1985 in Stoke-on-Trent, Staffordshire) ist ein englischer Dartspieler und zweifacher PDC-Weltmeister.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adrian Lewis startete seine Profikarriere bei der Professional Darts Corporation im Jahr 2003. Er ist ein Schützling von Phil Taylor, der wie Lewis in Stoke-on-Trent geboren wurde. Sie trainierten einige Jahre miteinander, seit der PDC World Darts Championship 2007 gehen sie allerdings getrennte Wege.

Sein Spitzname lautet „Jackpot“, diesen erhielt er, weil er in einem Casino in Las Vegas den Jackpot von 75.000 $ am Einarmigen Banditen knackte, diesen aber nicht ausgezahlt bekam, weil er noch nicht das notwendige Alter von 21 Jahren hatte, das man benötigt, um in Amerika an Glücksspielen teilnehmen zu dürfen.

Seine aktuelle Einlaufmusik ist „Reach Up“ von Perfecto Allstarz.

Bei seiner ersten Teilnahme an der Weltmeisterschaft im Jahr 2006 erreichte er gleich das Viertelfinale, musste sich dort allerdings Peter Manley geschlagen geben. Das Spiel sorgte für einige Kontroversen, da Lewis die Bühne zwischenzeitlich für einige Minuten verließ, als Manley ihn während dem Werfen angesprochen und somit irritiert hatte. Zudem warf Lewis in diesem Spiel eine blind-180, den dritten Pfeil warf er also schon im Wegschauen zusätzlich zu den ersten beiden Darts in das Triple-20er-Segment.

Sein erstes großes Finale erreichte Lewis im Jahr 2008, verlor jedoch das Finale der European Darts Championship gegen seinen früheren Mentor Taylor mit 5:11.

Beim World Grand Prix 2010 gelang ihm ein weiterer Einzug in ein Finale, wobei er Phil Taylor im Halbfinale bezwang. Dies war sein erster Sieg über seinen Mentor bei einem Major-Turnier und erst sein dritter Erfolg überhaupt gegen ihn in sechs Jahren, sowie der erste Sieg seit 3 Jahren gegen Taylor. Im Finale verlor er allerdings gegen James Wade.

Bei der PDC World Darts Championship 2011 gelang ihm der bis dato größte Erfolg in seiner Karriere: Er gewann das Finale gegen den Schotten Gary Anderson mit 7:5. Für den Sieg erhielt Lewis 200.000 £. Außerdem gelang ihm im dritten Leg des ersten Satzes als erstem Spieler in einem WM-Finale ein Nine dart finish, was ihm zusätzlich 10.000 £ einbrachte. Ein weiterer Neun-Darter vor laufenden Kameras in diesem Kalenderjahr gelang ihm im Halbfinale der European Darts Championship 2011 gegen Raymond van Barneveld.

Bei der PDC World Darts Championship 2012 erreichte er ein weiteres Mal das Finale. Dort traf er auf seinen Landsmann Andy Hamilton, den er mit 7:3 besiegte und somit seinen Titel erfolgreich verteidigen konnte. Er war nach Phil Taylor erst der zweite Dartspieler, dem dies gelang (inzwischen gelang Gary Anderson dies ebenfalls), und ist mit 26 Jahren der jüngste Doppelweltmeister in der Geschichte der PDC.

Bei der PDC World Darts Championship 2013 spielte Lewis nach einem zuvor eher schwächeren Jahr 2012 wieder auf höchstem Niveau, was Parallelen zu seinen bisherigen Saisons widerspiegelte, in denen er ebenfalls seine stärkste Form vor allem bei den Weltmeisterschaften zeigte. Im Viertelfinale dieses Turniers traf er auf Michael van Gerwen, dessen Durchbruch bei eben diesem Turnier und vor allem in diesem Match gelang. Beide spielten einen 3-Dart-Average von etwa 100 Punkten, was zu dieser Zeit als besonders stark eingeschätzt wurde. Für viele gilt es bis heute als das beste WM-Viertelfinale überhaupt. Die Begegnung lebte zudem von ihrer immensen Spannung, beide gewannen ihre Sätze quasi im Gleichschritt. Beim Stand von 4:4 sets und 2:1 legs schien sich der erfahrenere Lewis den entscheidenden Vorsprung herausgearbeitet zu haben und erspielte sich zwei Matchdarts auf die Doppel 20. Diese verfehlte er jedoch und van Gerwen schaffte daraufhin ein 83er-Finish und das 2:2 in den legs. Diesen mentalen Vorteil nutzte van Gerwen dann auch zum Sieg in der Verlängerung (4:2 legs). Lewis konnte nach einer 15 Spiele-Siegesserie bei Weltmeisterschaften seinen Titel nicht erneut verteidigen, van Gerwen wurde in diesem Jahr Vizeweltmeister.

Im Finale der European Darts Championship 2013 besiegte er Titelverteidiger Simon Whitlock mit 11:6 nach Legs und sicherte sich seinen ersten Major-Titel seiner Karriere, abgesehen von seinen WM-Triumphen.

Das World Matchplay konnte Adrian Lewis noch nicht für sich entscheiden, allerdings stand er im Jahre 2013 im Finale, in dem er Phil Taylor unterlag. Dabei nahm er auch Revanche an van Gerwen für das verlorene WM-Viertelfinale ein halbes Jahr zuvor, indem er ihn mit 17:15 legs im Halbfinale des Turniers bezwang.

Die WM 2014 lief dann erneut auf einen Zweikampf zwischen van Gerwen und Lewis hinaus, die sich im Halbfinale auch trafen. Das als vorgezogenes Finale deklarierte Duell ging dann allerdings mehr als deutlich an den späteren Weltmeister van Gerwen, der Lewis beim 6:0-Erfolg einen White Wash verpasste. Nach vielen hochklassigen Duellen werden die Duelle zwischen Michael van Gerwen und Adrian Lewis neben dem Vergleich von Taylor und van Barneveld als El Clásico des Dartsports bezeichnet.

2014 gewann Lewis mit den UK Open seinen vierten und bisher letzten Major-Titel.

Während der PDC World Darts Championship 2015 gelang Lewis das einzige Nine dart finish des Turniers, Gegner im Achtelfinale war hierbei erneut Raymond van Barneveld, gegen den er allerdings mit 3:4 verlor und aus dem Turnier ausschied.

Bei der PDC World Darts Championship 2016 erreichte Lewis zum 3. Mal in seiner Karriere das Finale, unterlag dort allerdings dem Vorjahressieger Gary Anderson in einer Neuauflage des Finals von 2011 mit 5:7.

PDC-Weltmeisterschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. PDC Order of Merit. 3. Januar 2016, abgerufen am 4. Januar 2016 (englisch).