Ahnatal

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ahnatal
Ahnatal
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ahnatal hervorgehoben
Koordinaten: 51° 22′ N, 9° 23′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Kassel
Höhe: 251 m ü. NHN
Fläche: 18,03 km2
Einwohner: 7980 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 443 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 34292,
34246 (Hof Mondschirm)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 05609
Kfz-Kennzeichen: KS, HOG, WOH
Gemeindeschlüssel: 06 6 33 001
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Wilhelmsthaler Straße 3
34292 Ahnatal
Webpräsenz: www.ahnatal.de
Bürgermeister: Michael Aufenanger (CDU)
Lage der Gemeinde Ahnatal im Landkreis Kassel
Bad KarlshafenGutsbezirk ReinhardswaldTrendelburgTrendelburgHofgeismarHofgeismarOberweserOberweserWahlsburgReinhardshagenLiebenauGrebensteinImmenhausenFuldatalEspenauVellmarCaldenBreunaZierenbergZierenbergAhnatalHabichtswaldWolfhagenNaumburgBad EmstalSchauenburgBaunatalFuldabrückLohfeldenSöhrewaldHelsaKaufungenNiesteNiestetalKasselKarte
Über dieses Bild

Ahnatal ist eine Gemeinde im nordhessischen Landkreis Kassel. Der Verwaltungssitz befindet sich im Ortsteil Weimar.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ahnatal liegt nördlich des Hohen Habichtswaldes bzw. am Nordrand des Naturparks Habichtswald. Die Gemeinde befindet sich nordwestlich von Kassel bzw. westlich von Vellmar und wird von der Ahne durchflossen. Ahnatal wird von mehreren Bergen umrahmt. Im Westen erhebt sich der Hohe Dörnberg, im Norden der Stahlberg und im Süden die Firnskuppe.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ahnatal grenzt im Norden an die Gemeinde Calden, im Nordosten an die Gemeinde Espenau, im Osten an die Stadt Vellmar (alle drei im Landkreis Kassel), im Süden an die kreisfreie Stadt Kassel, im Südwesten an die Gemeinde Habichtswald, sowie im Westen an die Stadt Zierenberg (beide im Landkreis Kassel).

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ahnatal besteht aus den Ortsteilen Heckershausen und Weimar.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Funde menschlicher Besiedlung stammen aus dem 4. Jahrhundert vor Christus. Der Ortsteil Weimar wurde erstmals im Jahre 1097 in einer Schenkungsurkunde des St.-Alban-Stifts in Mainz urkundlich erwähnt. Das Stift unterhielt in Weimar eine Benediktinerabtei. Der Ortsteil Heckershausen wurde erstmals im Jahre 1107 urkundlich erwähnt. Mit dem Aussterben des Wernerschen Grafengeschlechts orientierte sich Heckershausen von Thüringen zum Bistum Mainz, das hier eine Gegenposition zum Landgrafen von Thüringen schaffen wollte. Mit der wirtschaftlichen Erstarkung der Stadt Kassel unter Landgraf Karl verbesserte sich auch die wirtschaftliche Situation in Ahnatal. Viele junge Männer aus der Gemeinde nahmen 1776 am Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg teil.

Gemeindebildung

Am 1. August 1972 wurden die beiden ehemals eigenständigen Gemeinden Heckershausen und Weimar, im Zuge der Gebietsreform in Hessen, kraft Landesgesetz zur Großgemeinde Ahnatal zusammengeschlossen.[2][3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[4] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[5][6]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016
     
Insgesamt 23 Sitze
Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 38,5 9 42,6 13 46,3 15 47,7 15
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 33,4 8 30,4 10 26,7 8 25,1 8
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 16,7 4 23,0 7 20,3 6 22,7 7
LWG Liberale Wählergemeinschaft Ahnatal 5,8 1 4,0 1 6,7 2 4,5 1
ZiA Zukunftsinitiative Ahnatal[7] 5,5 1
Gesamt 100,0 23 100,0 31 100,0 31 100,0 31
Wahlbeteiligung in % 56,6 59,2 55,9 59,2

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der hessischen Kommunalverfassung ist der Bürgermeister Vorsitzender des Gemeindevorstands, dem in der Gemeinde Ahnatal neben dem Bürgermeister acht ehrenamtliche Beigeordnete angehören. Bürgermeister ist seit dem 1. April 2009 Michael Aufenanger (CDU).

Die Bürgermeister-Direktwahlen in Ahnatal brachten folgende Ergebnisse:[8]

Jahr Kandidaten Partei Ergebnis

in %

Wahlbeteiligung

in %

2014 Michael Aufenanger CDU 81,5 42,6
20081 Michael Aufenanger CDU 57,0 73,1
Regina Heldmann SPD 43,0
2008 Regina Heldmann SPD 46,3 72,0
Michael Aufenanger CDU 45,7
2002 Regina Heldmann SPD 81,1 85,1
1996 Regina Heldmann SPD 55,5 69,2
Siegfried Klöver CDU 30,5
Klaus-Dieter Sänger LWG 14,0

1 Stichwahl

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partnerschaften der Gemeinde Ahnatal
Wisches-Hersbach Frankreich 1990 FrankreichFrankreich
Burgstädt Sachsen 1990 Sachsen
Krummnußbaum Österreich 1996 OsterreichÖsterreich

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ahnatal verfügt über drei Haltepunkte an der Bahnstrecke Volkmarsen–Vellmar-Obervellmar: Ahnatal-Weimar, Ahnatal-Heckershausen und Ahnatal Casselbreite. Es verkehren Züge der RegioTram Kassel. Der Bahnhof Kassel Hbf ist in 16 Minuten und der Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe in 26 Minuten erreichbar. Ahnatal liegt im Verbundgebiet des NVV. Weiterhin besteht die Buslinie Ahnatal–VellmarKassel. Zudem gibt es eine zweite Buslinie, welche als reiner Ortsbus geführt wird. Besonders die A 44 und die B 7, B 83 und B 251, welche zum Beispiel den Bereich Kassel kreuzen, sind in meist kurzer Zeit erreichbar.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dörnberg – gute Aussichtsmöglichkeit (mit Segelflugplatz)
  • Schloss Wilhelmsthal – Rokokoschloss
  • Am Rand des Ortsteils Weimar liegt das Freizeitgelände Bühl, ein ehemaliger Basaltsteinbruch, der durch Funde von gediegenem Eisen um das Jahr 1900 in mineralogischen Kreisen Aufsehen erregte, heutzutage von einem See erfüllt ist und daher zum Baden geeignet ist.
  • Das Naturschutzgebiet Keischel bei Weimar (Kalkmagerrasen) ist durch Feldwege erschlossen und daher für Naturbeobachtungen gut geeignet.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ahnatal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Eco Pfad Ahne – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Aktuellster Bevölkerungsstand am 31.12.2017 (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Der Hessische Minister des Innern: Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Hofgeismar, Kassel und Wolfhagen (GVBl. II 330-17) vom 11. Juli 1972. In: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1972 Nr. 17, S. 225, § 8 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 1,2 MB]).
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 401.
  4. Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016 Hessisches Statistisches Landesamt
  5. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  6. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006
  7. Wahlergebnis der ZiA
  8. Direktwahlen in Ahnatal. In: www.statistik-hessen.de. Abgerufen am 28. April 2016.