Andrew Luck

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Andrew Luck
Andrew Luck.JPG
Luck 2014
Indianapolis ColtsNr. 12
Quarterback
Geburtsdatum: 12. September 1989
Geburtsort: Washington, D.C.
Größe: 1,93 m Gewicht: 106 kg
NFL-Debüt
2012 für die Indianapolis Colts
Karriere
College: Stanford
NFL Draft: 2012/Runde: 1/Pick: 1
 Teams:
Momentaner Status: aktiv
Karriere-Highlights und Auszeichnungen
College
Ausgewählte NFL-Statistiken
(in der 17. Woche der NFL-Saison 2016)
Touchdowns-Interceptions     132-68
Geworfene Yards     19.078
Passversuche     2.651
Angekommene Pässe     1.570
Angekommene Pässe in %     59,2%
Quarterback Rating     87,3
Statistiken bei NFL.com
Statistiken bei pro-football-reference.com

Andrew Austen Luck (* 12. September 1989 in Washington, D.C.) ist ein US-amerikanischer American-Football-Spieler auf der Position des Quarterbacks. Er spielt für die Indianapolis Colts in der National Football League (NFL). Andrew Luck ist der Sohn des ehemaligen Quarterbacks Oliver Luck, der von 1982 bis 1986 für die Houston Oilers in der NFL spielte.

Frühe Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lucks Vater, Oliver Luck, war zu Lucks Kindertagen Commissioner der NFL Europe. Deshalb wuchs Andrew Luck zunächst in Frankfurt am Main in Deutschland auf und besuchte dort eine internationale Schule.[1] Später zog die Familie nach London in Großbritannien um, bevor sie nach dem Ende der Commissioner-Tätigkeit des Vaters in die Vereinigten Staaten nach Texas zurückkehrte.[2]

High School[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luck besuchte die Stratford High School in Houston, Texas. Dort warf er Pässe für einen Raumgewinn von 7.139 Yards und 53 Touchdowns. Zudem erzielte er 2.085 Yards im Laufspiel. Nach der High School ging Luck auf die Stanford University, wo zu dieser Zeit der spätere Head Coach der San Francisco 49ers, Jim Harbaugh, Trainer war. Harbaugh überzeugte Luck nach Stanford zu gehen und sich somit gegen zahlreiche andere Universitäten, wie zum Beispiel die Oklahoma State University oder die University of Virginia, zu entscheiden.

College[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In seiner ersten Saison (2008) war Luck nur der zweite Mann hinter Starting-Quarterback Tavita Pritchard, der heute (2012) Defensive Assistant an der Stanford University ist. In der Saison 2009, seiner zweiten im College Football, verdrängte er Pritchard als Starting-Quarterback und erreichte mit dem Stanford Cardinal den Sun Bowl. Dieser ging allerdings gegen die Oklahoma Sooners mit 31 zu 27 verloren. In der folgenden Saison entwickelte sich Luck zu einem der besten College-Football-Quarterbacks der National Collegiate Athletic Association (NCAA) und erreichte mit seiner Mannschaft den Orange Bowl, den sie mit 40 zu 12 gegen die Virginia Tech Hokies gewannen. Dabei wurde Luck zum Spieler der Partie gekürt. In seiner vierten und letzten Saison am College spielte Luck mit dem Cardinal im Fiesta Bowl den sie allerdings mit 38 zu 41 gegen die Oklahoma State Cowboys verloren. Dennoch wurde Andrew Luck, zusammen mit Justin Blackmon als Offensive MVP ausgezeichnet.[3]

NFL[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

NFL Draft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im NFL Draft 2012 wurde Luck, wie schon davor prophezeit, in Runde eins an erster Stelle von den Indianapolis Colts ausgewählt.[4] Nachdem klar war, dass sie Luck draften werden, wurde der langjährige Quarterback Peyton Manning von den Colts entlassen. Manning war die gesamte Saison 2011 aufgrund einer Verletzung am Nacken außer Gefecht gesetzt, woraufhin die Colts von ihren 16 Partien nur zwei gewinnen konnten.

Indianapolis Colts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luck in seinem NFL-Debüt gegen die Chicago Bears

Am 19. Juli 2012 unterzeichnete Luck einen Vierjahresvertrag über die Summe von 22,1 Millionen US-Dollar.[5]

Am 7. Oktober drehten die Colts gegen die Green Bay Packers einen 3:21-Halbzeitstand in einen 30:27-Sieg. Es gelang zuvor nur drei anderen Rookie-Starting-Quarterbacks seit 1960 einen Halbzeitrückstand von 18 Punkten oder mehr noch zu drehen. John Elway (Denver Broncos gegen die Indianapolis Colts 1983), Vince Young (Tennessee Titans gegen die New York Giants 2006) und Matthew Stafford (Detroit Lions gegen die Cleveland Browns 2009). Am 4. November 2012, dem 9. Spieltag der Saison, besiegten die Indianapolis Colts die Miami Dolphins 23:20. Luck warf Pässe für 433 Yards. Damit brach er den NFL-Rekord für einen Rookie-Quarterback. Cam Newton erzielte im Jahr zuvor 432 Yards. Fünf Wochen vor Luck verpasste der Quarterback der Dolphins, Ryan Tannehill, den neuen Rekord mit 431 Yards gegen die Arizona Cardinals knapp. Mit den 290 Yards, die Tannehill im Spiel gegen die Colts erreichte, konnten er und Luck mit 723 Yards einen NFL-Rekord für erzielte Yards durch Rookie-Quarterbacks aufstellen. Ed Rubbert von den Washington Redskins und Shawn Halloran von den St. Louis Cardinals hielten seit 1987 mit 592 Yards die Bestmarke. Mit konstant guten Leistungen führte Luck die Colts mit einer Bilanz von 11:5-Siegen auf Anhieb in die Play-offs. Seine 4.347 erworfenen Yards bedeuteten einen neuen NFL-Rookie-Rekord.

In der Saison 2013 erreichte er mit den Colts abermals die Play-offs. Die Regular Season endete für Luck mit 3.822 Yards im Passspiel, 23 Touchdowns, 9 Interceptions und einem Quarterback Rating von 87,0.

Die Saison 2015 war für Luck sehr verletzungsgeplagt. Er erlitt unter anderem zur Mitte der Saison ein Abdominaltrauma, verletzte sich dabei Bauchmuskel und Niere und verpasste ab dem 11. Spieltag den Rest der Saison. Insgesamt fehlte er damit in 7 Spielen.[6]

Am 29. Juni 2016 unterschrieb Luck bei den Colts einen Sechs-Jahres-Vertrag mit einem Gehalt von 140 Mio. US-Dollar.[7]

NFL-Karrierestatistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Team Comp-Att Comp% Yards TD INT QB Rtg
2012 IND 339-627 54,1 4.374 23 18 76,5
2013 IND 343-570 60,2 3.822 23 9 87,0
2014 IND 380-616 61,7 4.761 40 16 96,5
2015 IND 162-293 55,3 1.881 15 12 74,9
2016 IND 346-545 63,5 4.240 31 13 96,4
Gesamt 1.570-2.651 59,2 19.078 132 68 87,3

[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Andrew Luck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cardinale Offense gets a little Luck this year – STANFORD PROFILE Andrew Luck. In: San Francisco Chronicle. 20. August 2009, abgerufen am 8. Juni 2017 (englisch).
  2. Andrew Luck keeps his head while all about lose theirs over Peyton Manning. In: The Guardian. 7. September 2014, abgerufen am 8. Juni 2017 (englisch).
  3. College-Statistiken auf sports-reference.com. Abgerufen am 8. Juni 2017.
  4. Andrew Luck and RG3 are top two picks at NFL 2012 Draft. In: The Guardian. 27. April 2012, abgerufen am 8. Juni 2017 (englisch).
  5. Andrew Luck signs $22.1M Indianapolis Colts contract. In: NFL.com. 19. Juli 2012, abgerufen am 8. Juni 2017 (englisch).
  6. Verletzungsstatistiken auf foxsports.com. Abgerufen am 8. Juni 2017.
  7. Andrew Luck Signs Richest Contract In NFL History Worth $140 Million. In: Forbes. 29. Juni 2016, abgerufen am 8. Juni 2017 (englisch).
  8. Karrierestatistik auf nfl.com. Abgerufen am 8. Juni 2017.