NFL 2013

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
NFL Saison 2013
Regular Season
Saison 5. September 2013 – 29. Dezember 2013
Play-offs
Datum 4. Januar 2014 – 2. Februar 2014
AFC Champions Denver Broncos
NFC Champions Seattle Seahawks
Super Bowl XLVIII
Datum 2. Februar 2014
Spielort MetLife Stadium, East Rutherford,
New Jersey
NFL Champion Seattle Seahawks
Pro Bowl
Datum 26. Januar 2014
Spielort Aloha Stadium, Honolulu, Hawaii
NFL Saison
 < 2012 2014 > 

Die NFL-Saison 2013 war die 94. Saison im American Football in der National Football League (NFL). Die Regular Season startete am 5. September 2013 und endete am 29. Dezember 2013. Die Play-offs begannen am 4. Januar 2014 und endeten mit dem Super Bowl XLVIII am 2. Februar 2014.

Regeländerungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor dieser Saison gab es folgende Regeländerungen:[1]

  • Sollte der Head Coach einen Videobeweis fordern, obwohl der Spielzug ohnehin bereits automatisch überprüft wird (Booth Review), wird der Spielzug dennoch überprüft. Eine Bestrafung mit 15 Yards bleibt, da der Schritt als unsportliches Verhalten (Spielverzögerung) angesehen wird. Im landesweit übertragenen Spiel an Thanksgiving Day 2012, warf der Head Coach der Detroit Lions, Jim Schwartz, die Challenge Flag nach einem Spielzug bei dem der Runningback der Houston Texans, Justin Forsett, mit seinem Knie den Boden berührte, aufstand und einen Touchdown erzielte. Die Strafe verhinderte einen Videobeweis und die Aberkennung des Touchdowns und die Texans gewannen das Spiel in der Overtime.
  • Long Snapper haben beim Field Goal keinen direkten Gegenspieler mehr, sie gelten als Defenseless Players. Außerdem dürfen sich nicht mehr als jeweils sechs Spieler auf einer Seite des Balls befinden (5 Yards Strafe). Spieler, die nicht an der Line of Scrimmage stehen, dürfen Gegenspieler nicht mehr in Blocker schieben (15 Yards Strafe).
  • Der sogenannte Peel-Back Block, bei dem ein Spieler des angreifenden Teams einen Spieler des verteidigenden Teams unterhalb der Taille (von hinten oder der Seite) blockt, während dieser sich in Richtung seiner eigenen Endzone bewegt, wurde auch innerhalb der Tackle Box verboten und endet in einer 15 Yards Strafe.[2] Die Regel wurde verschärft, da die Spieler einen Block dieser Art nicht kommen sehen und sich nicht schützen können. So musste der Linebacker Brian Cushing der Houston Texans 2012 seine Saison nach einem Peel-Back Block vom Guard der New York Jets, Matt Slauson, verletzungsbedingt beenden.
  • Auch Spieler des angreifenden Teams werden bestraft, wenn sie mit dem Helm voran agieren und sich außerhalb der Tackle Box befinden (15 Yards Strafe).
  • Die Nummernvergabe wurde leicht abgeändert. Nun können auch Tight Ends und H-Backs die Rückennummern 40–49 tragen.
  • Die Tuck Rule aus der Saison 1999 wurde abgeschafft. Wenn ein Quarterback einen Pass antäuscht (Pump Fake) und den Ball verliert, während er diesen zum Körper zurückzieht, wird dies als Fumble gewertet. Die alte Regel führte immer wieder zu strittigen Entscheidungen. Am bekanntesten ist das Play-offs-Spiel der Oakland Raiders bei den New England Patriots der Saison 2001. Im später Tuck-Rule-Game genannten Spiel wurde ein Passversuch vom Quarterback der Patriots, Tom Brady, als unvollständiger Pass gewertet. Diese Entscheidung und der 16:13-Sieg der Patriots führten dazu, dass das Spiel später zu einem der umstrittensten der NFL-Geschichte gewählt wurde.[3]

NFL Draft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der NFL Draft 2013 fand vom 25. bis 27. April in der Radio City Music Hall in New York statt. Da die Kansas City Chiefs in der abgelaufenen Saison 2012 den schlechtesten Record aufwiesen, hatten sie das Recht, den ersten Spieler im Draft auswählen. Mit dem Erstrunden-Pick wählten sie den Offensive Tackle Eric Fisher von der Central Michigan University. Insgesamt wurden in dem Draft 254 Spieler gedraftet, von denen elf Spieler nicht aus den Vereinigten Staaten kamen.

Reguläre Saison[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Regular Season war von historischen Offensivleistungen geprägt. Die Denver Broncos (13:3 Siege) durchbrachen als erstes Team der NFL-Historie die 600-Punkte-Grenze (606), stellten einen neuen Touchdown-Rekord auf (76) und wurden erst das fünfte Team, welches in drei Saisonspielen 50 und mehr Punkte erzielte. Broncos-Quarterback Peyton Manning brach sowohl die NFL-Saisonrekorde für Touchdowns (55) als auch für Raumgewinn (5.477 Yards). Manning warf zudem am 5. September 2013 beim Saisonauftakt gegen den amtierenden Super-Bowl-Sieger Baltimore Ravens sieben Touchdowns und stellte die NFL-Bestmarke ein. Diese Leistung wurde am 3. November 2013 von Nick Foles von den Philadelphia Eagles im Spiel gegen die Oakland Raiders (49:20) egalisiert. In diesem Spiel erzielte Foles das maximal mögliche Quarterback Rating von 158.3, was am 15. Dezember 2013 auch Alex Smith von den Kansas City Chiefs gelang, erneut gegen die Oakland Raiders (56:31). Durch Foles und Smith wurde dieser Bestwert seit 1960 erst zum insgesamt 42. beziehungsweise 43. Mal erreicht.[4] Zudem stellten die New Orleans Saints beim Spiel gegen die Dallas Cowboys 40 First Downs, was ebenfalls einen NFL-Rekord darstellte. Schließlich erzielte Broncos-Kicker Matt Prater ein Field Goal aus 64 Yards und verbesserte die bisherige Bestmarke um einen Yard.

Die 256 Spiele wurden in 17 Spielwochen ausgetragen, wobei jedes Team 16 Spiele absolvierte und eine spielfreie Woche (Bye Week) zwischen der vierten und der zwölften Woche hatte. Siebzehn Spiele wurden als Monday Night Game ausgetragen, davon zwei als Doubleheader in der ersten Woche. Am letzten Wochenende fanden alle Spiele am Sonntag statt. Es gab ebenfalls 17 Spiele am Donnerstag (Thursday Night) beginnend mit dem Eröffnungsspiel am 5. September und drei Spielen an Thanksgiving. In den 16 Spielen der 17. Woche am 29. Dezember 2013 trafen alle Mannschaften – wie seit 2010 üblich – auf einen Gegner aus ihrer Division.[5]

AFC East
Team S N U SQ P+ P− Diff. TD DIV CONF Serie
(2) New England Patriots 12 4 0 .750 444 338 +106 47 4-2 9-3 2S
New York Jets 8 8 0 .500 290 387 −97 27 3-3 5-7 2S
Miami Dolphins 8 8 0 .500 317 335 −18 34 2-4 7-5 2N
Buffalo Bills 6 10 0 .375 339 388 −49 34 3-3 5-7 1N
AFC North
Team S N U SQ P+ P− Diff. TD DIV CONF Serie
(3) Cincinnati Bengals 11 5 0 .688 430 305 +125 54 3-3 8-4 2S
Pittsburgh Steelers 8 8 0 .500 379 370 +9 41 4-2 6-6 3S
Baltimore Ravens 8 8 0 .500 320 352 −32 29 3-3 6-6 2N
Cleveland Browns 4 12 0 .250 308 406 −98 35 2-4 3-9 7N
AFC South
Team S N U SQ P+ P− Diff. TD DIV CONF Serie
(4) Indianapolis Colts 11 5 0 .688 391 336 +55 40 6-0 9-3 3S
Tennessee Titans 7 9 0 .438 362 381 −19 41 2-4 6-6 2S
Jacksonville Jaguars 4 12 0 .250 247 449 −202 25 3-3 4-8 3N
Houston Texans 2 14 0 .125 276 428 −152 28 1-5 2-10 14N
AFC West
Team S N U SQ P+ P− Diff. TD DIV CONF Serie
(1) Denver Broncos 13 3 0 .813 606 399 +207 76 5-1 9-3 2S
(5) Kansas City Chiefs 11 5 0 .688 430 305 +125 52 2-4 7-5 2N
(6) San Diego Chargers 9 7 0 .563 396 348 +48 42 4-2 6-6 4S
Oakland Raiders 4 12 0 .250 322 453 −131 37 1-5 4-8 6N
NFC East
Team S N U SQ P+ P− Diff. TD DIV CONF Serie
(3) Philadelphia Eagles 10 6 0 .625 442 382 +60 53 4-2 9-3 2S
Dallas Cowboys 8 8 0 .500 439 432 +7 51 5-1 7-5 1N
New York Giants 7 9 0 .438 294 383 −89 32 3-3 6-6 2S
Washington Redskins 3 13 0 .188 334 478 −144 39 0-6 1-11 8N
NFC North
Team S N U SQ P+ P− Diff. TD DIV CONF Serie
(4) Green Bay Packers 8 7 1 .531 417 428 −11 46 3-2-1 6-5-1 1S
Chicago Bears 8 8 0 .500 445 478 −33 52 2-4 4-8 2N
Detroit Lions 7 9 0 .438 395 376 +19 48 4-2 6-6 4N
Minnesota Vikings 5 10 1 .344 391 480 −89 45 2-3-1 4-7-1 1S
NFC South
Team S N U SQ P+ P− Diff. TD DIV CONF Serie
(2) Carolina Panthers 12 4 0 .750 366 241 +125 42 5-1 9-3 3S
(6) New Orleans Saints 11 5 0 .688 414 304 +110 49 5-1 9-3 1S
Atlanta Falcons 4 12 0 .250 353 443 −90 40 1-5 3-9 2N
Tampa Bay Buccaneers 4 12 0 .250 288 389 −101 31 1-5 2-10 3N
NFC West
Team S N U SQ P+ P− Diff. TD DIV CONF Serie
(1) Seattle Seahawks 13 3 0 .813 417 231 +186 45 4-2 10-2 1S
(5) San Francisco 49ers 12 4 0 .750 406 272 +134 44 5-1 9-3 6S
Arizona Cardinals 10 6 0 .625 379 324 +55 41 2-4 6-6 1N
St. Louis Rams 7 9 0 .438 348 364 −16 38 1-5 4-8 1N

Legende:

Siege Niederlagen Unentschieden SQ gewonnene Spiele (relativ) P+ gemachte Punkte P− gegnerische Punkte
Diff. Punktedifferenz TD erzielte Touchdowns DIV Sieg-Niederlagen-Verhältnis innerhalb der Division CONF Sieg-Niederlagen-Verhältnis innerhalb der Conference Playoff-Teilnehmer STK Gewonnene/ verlorene Spiele in Folge

Tie-Breaker 2013

  • Die New York Jets beendeten die Saison vor den Miami Dolphins aufgrund ihrer besseren Bilanz in der AFC East (Divisional Record) von 3:3 statt 2:4. Die direkten Duelle endeten mit einer 1:1 Bilanz.
  • Die Cincinnati Bengals wurden drittbester Division-Sieger der AFC vor den Indianapolis Colts aufgrund ihres 42:28-Sieges im direkten Duell in Woche 14.
  • Die Pittsburgh Steelers beendeten die Saison vor den Baltimore Ravens aufgrund ihrer besseren Bilanz in der AFC North von 4:2 statt 3:3. Die direkten Duelle endeten mit einer 1:1 Bilanz.
  • Die Atlanta Falcons beendeten die Saison in der NFC South vor den Tampa Bay Buccaneers aufgrund ihrer besseren Bilanz in der NFC (Conference Record) von 3:9 statt 2:10. Die direkten Duelle endeten mit einer 1:1 Bilanz und beide Teams hatten eine 1:5 Bilanz in der Division.

Besondere Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saisoneröffnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Saisoneröffnungsspiel, der „Kickoff“, fand am 5. September 2013 im Sports Authority Field at Mile High zwischen dem Titelverteidiger Baltimore Ravens und den Denver Broncos statt. Die Broncos besiegten die Ravens deutlich mit 49:27. Peyton Manning warf sieben Touchdown-Pässe und stellte damit den NFL-Rekord ein.

NFL International Series[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Saison 2013 fanden zum ersten Mal zwei Spiele im Rahmen der NFL International Series im Wembley-Stadion in London statt. Am 29. September trafen die Minnesota Vikings auf die Pittsburgh Steelers. Beide Teams waren bis vor diesem Spiel sieglos. Die Vikings, bei denen erstmals Quarterback Matt Cassel für den verletzten Christian Ponder spielte, siegten mit 34:27. Im zweiten Aufeinandertreffen spielten am 27. Oktober 2013 die San Francisco 49ers gegen die Jacksonville Jaguars und siegten mit 42:10.

Super Bowl XLVIII[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Super Bowl XLVIII

Der Super Bowl XLVIII, die 48. Ausgabe des Super Bowls, wurde am 2. Februar 2014 im MetLife Stadium in East Rutherford, New Jersey ausgetragen. Im Super Bowl XLVIII standen sich die Seattle Seahawks und die Denver Broncos gegenüber. Zudem standen sich dabei das offensiv stärkste Team (Denver) und das das defensiv stärkste Team (Seattle) der Saison gegenüber. Die Seahawks gewannen mit 43:8. Malcolm Smith wurde nach dem Spiel zum Super Bowl MVP gewählt.

Pro Bowl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Pro Bowl wurde am 26. Januar 2014, im Aloha Stadium auf Hawaii, ausgetragen. Das Team Rice gewann mit 22:21 gegen das Team Sanders. Als Most Valuable Player (MVP) wurden Quarterback Nick Foles (Offense, Philadelphia Eagles) und Linebacker Derrick Johnson (Defense, Kansas City Chiefs) gewählt.

Play-offs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Play-offs fanden vom 4. Januar 2014 bis zum 2. Februar 2014 statt.

Wild Card Round Divisional Round Conference Championships Super Bowl
5. Januar – Paul Brown Stadium 12. Januar – Sports Authority Field at Mile High
1 Denver 24
3 Cincinnati 10 19. Januar – Sports Authority Field at Mile High
6 San Diego 17
6 San Diego 27
11. Januar – Gillette Stadium
1 Denver 26
AFC
  2 New England 16  
4. Januar – Lucas Oil Stadium
AFC Championship
2 New England 43
4 Indianapolis 45 2. Februar – MetLife Stadium
4 Indianapolis 22
5 Kansas City 44
11. Januar – CenturyLink Field
4. Januar – Lincoln Financial Field A1 Denver 8
N1 Seattle 43
Super Bowl XLVIII
1 Seattle 23
3 Philadelphia 24 19. Januar – CenturyLink Field
6 New Orleans 15
6 New Orleans 26
12. Januar – Bank of America Stadium
1 Seattle 23
NFC
5 San Francisco 17
5. Januar – Lambeau Field
NFC Championship
2 Carolina 10
4 Green Bay 20
5 San Francisco 23
5 San Francisco 23


  • Die Mannschaft mit der niedrigeren Setznummer hat Heimrecht.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Februar, den Abend vor dem Super Bowl XLVIII, wurden die besten Spieler der abgelaufenden Saison 2013 geehrt.[6]

Award Gewinner Position Team
AP Most Valuable Player Peyton Manning Quarterback Denver Broncos
AP Offensive Player of the Year Peyton Manning Quarterback Denver Broncos
AP Defensive Player of the Year Luke Kuechly Linebacker Carolina Panthers
AP Coach of the Year Ron Rivera Head Coach Carolina Panthers
AP Offensive Rookie of the Year Eddie Lacy Runningback Green Bay Packers
AP Defensive Rookie of the Year Sheldon Richardson Defensive End New York Jets
AP Comeback Player of the Year Philip Rivers Quarterback San Diego Chargers
Walter Payton NFL Man of the Year Charles Tillman Cornerback Chicago Bears

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. thepewterplank.com: Rules Changes Proposed for 2013 NFL Season
  2. What is Peel-Back Block? Definition from SportingCharts.com. In: sportingcharts.com. Abgerufen am 7. September 2013 (englisch): „On March 20th 2013 the NFL voted to make peel-back blocks below the waste illegal inside the tackle box as well, resulting in a 15-yard penalty.“
  3. NFL -- Ten years later, 'Tuck Rule Game' still resonates. In: espn.go.com. 13. Januar 2012, abgerufen am 7. September 2013 (englisch): „Emotions still run high about one of the most controversial playoff games in NFL history“
  4. NFL Single Game Passer Rating Leaders. In: pro-football-reference.com. Abgerufen am 20. Januar 2014 (englisch).
  5. 2014 NFL Schedule announced. Flexible Scheduling Expanded. National Football League (NFL), 23. April 2014, S. 19, archiviert vom Original am 7. Mai 2014, abgerufen am 13. Oktober 2014 (PDF, englisch): „The NFL announced today its 17-week, 256-game regular-season schedule for 2014, which kicks off on Thursday night, September 4 in Seattle, includes expanded flexible scheduling, and concludes on Sunday, December 28 with 16 division games.“
  6. 'NFL Honors' complete list of winners. nfl.com, 1. Februar 2014, abgerufen am 6. Mai 2017 (englisch).