Bliesdorf

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Bliesdorf (Begriffsklärung) aufgeführt.


Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Bliesdorf führt kein Wappen
Bliesdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bliesdorf hervorgehoben
Koordinaten: 52° 42′ N, 14° 10′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Märkisch-Oderland
Amt: Barnim-Oderbruch
Höhe: 7 m ü. NHN
Fläche: 34,96 km²
Einwohner: 1223 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 35 Einwohner je km²
Postleitzahl: 16269
Vorwahl: 033456
Kfz-Kennzeichen: MOL, FRW, SEE, SRB
Gemeindeschlüssel: 12 0 64 061
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Freienwalder Straße 48
16269 Wriezen
Bürgermeister: Rainer Labitzke (CDU)
Lage der Gemeinde Bliesdorf im Landkreis Märkisch-Oderland
Altlandsberg Alt Tucheband Bad Freienwalde Beiersdorf-Freudenberg Bleyen-Genschmar Bliesdorf Buckow Falkenberg Falkenhagen Fichtenhöhe Fredersdorf-Vogelsdorf Garzau-Garzin Golzow Gusow-Platkow Heckelberg-Brunow Höhenland Hoppegarten Küstriner Vorland Lebus Letschin Lietzen Lindendorf Märkische Höhe Müncheberg Neuenhagen bei Berlin Neuhardenberg Neulewin Neutrebbin Oberbarnim Oderaue Petershagen/Eggersdorf Podelzig Prötzel Rehfelde Reichenow-Möglin Reitwein Rüdersdorf bei Berlin Seelow Strausberg Treplin Vierlinden Waldsieversdorf Wriezen Zechin Zeschdorf BrandenburgKarte
Über dieses Bild

Bliesdorf ist eine Gemeinde im Landkreis Märkisch-Oderland im Bundesland Brandenburg in Deutschland. Sie gehört dem Amt Barnim-Oderbruch an, das seinen Verwaltungssitz in der Stadt Wriezen hat.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt nördlich vom Naturpark Märkische Schweiz etwa 4 km südlich von Wriezen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Gemeinde Bliesdorf sind drei Ortsteile ausgewiesen:

  • Bliesdorf mit den bewohnten Gemeindeteilen Vevais, Sophienhof, Bochows Loos und Herrnhof
  • Kunersdorf mit dem bewohnten Gemeindeteil Katharinenhof
  • Metzdorf

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Neubildung der Gemeinde am 31. Dezember 1997 aus den Vorgängergemeinden Bliesdorf und Kunersdorf/Metzdorf erhielt sie den recht langen Namen Bliesdorf-Kunersdorf-Metzdorf.[2] Am 1. Mai 1998 wurde die Gemeinde in Bliesdorf umbenannt.[3]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1875 684
1890 603
1910 492
1925 668
1933 884
1939 827
1946 996
1950 1 041
1964 728
1971 668
Jahr Einwohner
1981 578
1985 540
1989 537
1990 541
1991 541
1992 546
1993 547
1994 571
1995 560
1996 586
Jahr Einwohner
1997 1 262
1998 1 296
1999 1 375
2000 1 270
2001 1 291
2002 1 334
2003 1 268
2004 1 208
2005 980
2006 992
Jahr Einwohner
2007 999
2008 1 012
2009 995
2010 999
2011 983
2012 964
2013 923
2014 923

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[4][5], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung besteht aus 10 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister.

Wahljahr CDU Einzelmandatsträger UWG Gesamt
2003 3 4 3 10 Sitze
2008 1 4 5 10 Sitze
2014 2 - 8 10 Sitze

2014: Unabhängige Wählergruppe Bliesdorf 5 Sitze, Unabhängige Wählergruppe Kunersdorf/Metzdorf 3 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 25. Mai 2014)[6]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rainer Labitzke (CDU) wurde in der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 mit 69,0 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren[7] gewählt.[8]

Sehenswürdigkeiten und Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche in Bliesdorf

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Bliesdorf stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.

Hauptsehenswürdigkeit von Bliesdorf ist die 1881/1882 entstandene neugotische Backsteinkirche. Ihr Turm wurde im Zweiten Weltkrieg beschädigt, er wurde aber wieder aufgebaut.

Im Ortsteil Kunersdorf wurde der Schlosspark, der 1824 nach Plänen von Peter Joseph Lenné gestaltet wurde, nach der Totalzerstörung im Jahr 1945 als Landschaftspark rekonstruiert. Im ehemaligen Schloss, das von der Gutsherrin Helene Charlotte von Friedland bewirtschaftet wurde, schrieb Adelbert von Chamisso sein Werk Peter Schlemihls wundersame Geschichte. Der Friedhof mit der Grabkolonnade derer von Lestwitz und Itzenplitz mit neun jeweils durch dorische Säulenpaare getrennten Nischen unter durchlaufendem Gesims ist bestückt mit Stelen, Reliefs und Marmorurnen der Bildhauer Johann Gottfried Schadow, Christian Daniel Rauch und Christian Friedrich Tieck.

Westlich des Ortsteils Kunersdorf wurde Anfang der 1980er Jahre vom Ministerium für Nationale Verteidigung der DDR der Bunker Kunersdorf errichtet.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ort sind ein Heimatverein und der SV Bliesdorf ansässig.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bliesdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden, siehe 1997
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1998
  4. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Märkisch-Oderland. S. 18–21
  5. Bevölkerung im Land Brandenburg nach kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden 1991 bis 2014
  6. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  7. § 73 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes
  8. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014