Bliesdorf

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Wappen Deutschlandkarte
?
Bliesdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bliesdorf hervorgehoben

Koordinaten: 52° 42′ N, 14° 10′ O

Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Märkisch-Oderland
Amt: Barnim-Oderbruch
Höhe: 7 m ü. NHN
Fläche: 34,97 km2
Einwohner: 1321 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 38 Einwohner je km2
Postleitzahl: 16269
Vorwahl: 033456
Kfz-Kennzeichen: MOL, FRW, SEE, SRB
Gemeindeschlüssel: 12 0 64 061
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Freienwalder Straße 48
16269 Wriezen
Bürgermeister: Reiner Labitzke
Lage der Gemeinde Bliesdorf im Landkreis Märkisch-Oderland
AltlandsbergAlt TuchebandBad FreienwaldeBeiersdorf-FreudenbergBleyen-GenschmarBliesdorfBuckowFalkenbergFalkenhagenFichtenhöheFredersdorf-VogelsdorfGarzau-GarzinGolzowGusow-PlatkowHeckelberg-BrunowHöhenlandHoppegartenKüstriner VorlandLebusLetschinLietzenLindendorfMärkische HöheMünchebergNeuenhagen bei BerlinNeuhardenbergNeulewinNeutrebbinOberbarnimOderauePetershagen/EggersdorfPodelzigPrötzelRehfeldeReichenow-MöglinReitweinRüdersdorf bei BerlinSeelowStrausbergTreplinVierlindenWaldsieversdorfWriezenZechinZeschdorfBrandenburgKarte
Über dieses Bild

Bliesdorf ist eine Gemeinde im Amt Barnim-Oderbruch im Landkreis Märkisch-Oderland (Bundesland Brandenburg, Deutschland).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt nördlich vom Naturpark Märkische Schweiz etwa 4 km südlich von Wriezen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Gemeinde Bliesdorf sind ausgewiesen:[2]

Ortsteile:

bewohnte Gemeindeteile:

  • Bliesdorf
  • Bochows-Loos
  • Emilienhof
  • Friedrichslust
  • Herrnhof
  • Katharinenhof
  • Kunersdorf
  • Marienhof

Wohnplätze:

  • Dammkrug
  • Dornbuschmühle

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bliesdorf, Kunersdorf und Metzdorf gehörten seit 1817 zum Kreis Oberbarnim in der Provinz Brandenburg und ab 1952 zum Kreis Bad Freienwalde im DDR-Bezirk Frankfurt (Oder). Seit 1993 liegen die Orte im brandenburgischen Landkreis Märkisch-Oderland.

Bei der Neubildung der Gemeinde am 31. Dezember 1997 aus den Vorgängergemeinden Bliesdorf und Kunersdorf/Metzdorf erhielt sie den recht langen Namen Bliesdorf-Kunersdorf-Metzdorf.[3] Am 1. Mai 1998 wurde die Gemeinde in Bliesdorf umbenannt.[4]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1875 684
1890 603
1910 492
1925 668
1933 884
1939 827
Jahr Einwohner
1946 0 996
1950 1 041
1964 0 728
1971 0 668
1981 0 578
1985 0 540
Jahr Einwohner
1990 0 541
1995 0 560
2000 1 270
2005 0 980
2010 0 999
2015 1 223
Jahr Einwohner
2016 1 146
2017 1 123
2018 1 195
2019 1 267
2020 1 290
2021 1 321

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991)[5][6][7], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Der starke Bevölkerungszuwachs 2000 ist auf den Zusammenschluss mit Kunersdorf und Metzdorf im Jahr 1997 zurückzuführen. 2015 wurde in der Gemeinde ein Asylbewerberheim eingerichtet.[8]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Bliesdorf besteht aus zehn Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte zu folgendem Ergebnis:[9]

Partei / Wählergruppe Sitze
2003
Sitze
2008
Sitze
2014
Sitze
2019
Stimmenanteil
2014[10]
Stimmenanteil
2019[11]
Unabhängige Wählergemeinschaft Bliesdorf 3 3 5 7 46,6 % 67,6 %
Unabhängige Wählergruppe Kunersdorf / Metzdorf 2 3 3 28,6 % 26,6 %
CDU 3 1 2 24,8 %
Bündnis 90/Die Grünen 05,8 %
Einzelbewerber 4 3
Insgesamt 10 9 10 10 100 % 100 %

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2003–2008: René Krone (CDU)
  • 2008–2014: Eva-Maria Andresen[12]
  • seit 2014: Reiner Labitzke (CDU)[13]

Labitzke wurde in der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019 ohne Gegenkandidat mit 77,6 % der gültigen Stimmen für eine weitere Amtszeit von fünf Jahren[14] gewählt.[15]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Bliesdorf stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.

Hauptsehenswürdigkeit von Bliesdorf ist die 1881/1882 entstandene neugotische Dorfkirche.

Im Ortsteil Kunersdorf wurde der Schlosspark, der 1824 nach Plänen von Peter Joseph Lenné gestaltet wurde, nach der Totalzerstörung im Jahr 1945 als Landschaftspark rekonstruiert.[16] Im ehemaligen Schloss, das von der Gutsherrin Helene Charlotte von Friedland bewirtschaftet wurde, schrieb Adelbert von Chamisso sein Werk Peter Schlemihls wundersame Geschichte. Der Friedhof mit der Grabkolonnade derer von Lestwitz und Itzenplitz mit neun jeweils durch dorische Säulenpaare getrennten Nischen unter durchlaufendem Gesims ist bestückt mit Stelen, Reliefs und Marmorurnen der Bildhauer Johann Gottfried Schadow, Christian Daniel Rauch und Christian Friedrich Tieck.

Westlich des Ortsteils Kunersdorf wurde Anfang der 1980er Jahre vom Ministerium für Nationale Verteidigung der DDR der Bunker Kunersdorf errichtet.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bliesdorf liegt an der Bundesstraße 167 zwischen Wriezen und Seelow.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ort sind ein Heimatverein und der SV Bliesdorf ansässig.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Carl Ludwig Hellwig (1773–1838), Komponist und Musiker, in Kunersdorf geboren
  • Georg Mickley (1816–1889), Orgelbauer, hatte in Freienwalde seine Werkstatt, in Alt-Bliesdorf geboren
  • Johannes Gobbin (1833–1881), Verwaltungsjurist, Mitglied des Preußischen Herrenhauses, in Herrnhof geboren

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Bliesdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerungsentwicklung und Flächen der kreisfreien Städte, Landkreise und Gemeinden im Land Brandenburg 2021 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen, bezogen auf den aktuellen Gebietsstand) (Hilfe dazu).
  2. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg. Gemeinde Bliesdorf
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden, siehe 1997
  4. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1998
  5. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Märkisch-Oderland. S. 18–21
  6. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  7. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)
  8. Landkreis informierte: Asylsuchende kommen nach Bliesdorf. (Memento vom 2. September 2016 im Internet Archive) In: Der Oderlandspiegel, 10. April 2015
  9. Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019
  10. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  11. Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019
  12. Kommunalwahlen im Land Brandenburg am 28.09.2008. Bürgermeisterwahlen, S. 9
  13. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014
  14. § 73 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes
  15. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019
  16. https://www.kunersdorfer-musenhof.de/geschichte/schlosspark/