Garzau-Garzin

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Garzau-Garzin führt kein Wappen
Garzau-Garzin
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Garzau-Garzin hervorgehoben
Koordinaten: 52° 32′ N, 13° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Märkisch-Oderland
Amt: Märkische Schweiz
Höhe: 76 m ü. NHN
Fläche: 26,1 km²
Einwohner: 716 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 27 Einwohner je km²
Postleitzahl: 15345
Vorwahl: 033435
Kfz-Kennzeichen: MOL, FRW, SEE, SRB
Gemeindeschlüssel: 12 0 64 153
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Hauptstraße 1
15377 Buckow (Märkische Schweiz)
Bürgermeisterin: Jana Hinkel (Interessengemeinschaft für Garzau-Garzin)
Lage der Gemeinde Garzau-Garzin im Landkreis Märkisch-Oderland
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Über dieses Bild

Garzau-Garzin ist eine amtsangehörige Gemeinde im Landkreis Märkisch-Oderland in Brandenburg. Sie wird vom Amt Märkische Schweiz mit Sitz in Buckow (Märkische Schweiz) verwaltet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Naturpark Märkische Schweiz in einer eiszeitlichen Erosionsrinne. Die Westgrenze verläuft durch das Niedermoorgebiet Rotes Luch, das die Nordsee-Ostsee-Wasserscheide bildet und das durch den Stobber zur Ostsee und durch den Stobberbach zur Nordsee entwässert wird. Durch die Gemeinde, unter anderem durch den Schlosspark Garzin, strömt das Lichtenower Mühlenfließ (auch Zinndorfer Mühlenfließ, Zinndorfer Fließ, oder Garzower Mühlenfließ), das in einer Nebenrinne eine Seenkette mit dem Langen See bei Garzin durchfließt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Garzau und Garzin sowie den bewohnten Gemeindeteilen Liebenhof und Bergschäferei und dem Wohnplatz Anitz[2].

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie der Burgwall Garzin zeigt, war die Region der heutigen Dörfer bereits spätestens zur slawischen Zeit im 8./10. Jahrhundert besiedelt. In der Deutschen Ostsiedlung wurde das ursprüngliche Angerdorf Garzau erstmals urkundlich im Jahr 1247 als Grenzort im Besitz des Klosters Zinna auf dem Barnim erwähnt. Die Ersterwähnung des Straßenangerdorfs Garzin erfolgte 1309 im Namen des Strausberger Konsuls Johanne de Garzin. Beide Dörfer waren im 14. und 15. Jahrhundert im Besitz des Adelsgeschlechts Wulkow, anschließend im Besitz der von Pfuel.[3]

Die Gemeinde entstand am 31. Dezember 2001 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Garzau und Garzin[4].

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Garzau-
Garzin
Garzau Garzin
1875 - 283 267
1910 - 288 298
1939 - 256 316
1946 - 397 381
1950 - 427 368
1971 - 266 275
1990 - 245 196
1995 - 243 223
2000 - 289 222
2001 508
2005 519
2010 687
2011 712
2012 725
2013 729
2014 691

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[5][6], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Garzau-Garzin besteht aus 10 Gemeindevertretern und der ehrenamtlichen Bürgermeisterin. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[7]

  • Interessengemeinschaft für Garzau-Garzin 4 Sitze
  • Freie Wählergemeinschaft Garzin 3 Sitze
  • Bürgerbund Garzau 1 Sitz
  • Einzelbewerber Sandro Grabert 1 Sitz
  • CDU 1 Sitz

Bürgermeisterin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jana Hinkel (Interessengemeinschaft für Garzau-Garzin) wurde in der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 mit 75,0 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren[8] gewählt.[9]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Garzau-Garzin

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg – Garzau-Garzin
  3. Matthias Friske: Die mittelalterlichen Kirchen auf dem Barnim. Geschichte – Architektur – Ausstattung. Reihe: Kirchen im ländlichen Raum, Bd. 1, Lukas Verlag, Berlin 2001 ISBN 3-931836-67-3, S. 152, 154.
  4. Bildung einer neuen Gemeinde Garzau-Garzin Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 30. November 2001. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 12. Jahrgang, Nummer 52, 27. Dezember 2001, S.892 PDF
  5. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Märkisch-Oderland. S. 22–25
  6. Bevölkerung im Land Brandenburg nach kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden 1991 bis 2014
  7. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  8. § 73 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes
  9. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hartke, Werner: Garzau, Historisch-kritische Analysen und Darstellungen zur Berliner Aufklärung, in: Miniaturen zur Geschichte, Kultur und Denkmalpflege Berlins, Kulturbund der DDR, Berlin 1982, S. 80
  • Pückler Gesellschaft e. V. Berlin (Hrsg.) Hartke, Werner und von Reichenbach, Leopold: Einige Bemerkungen über die Gärten in der Mark Brandenburg (Mitteilungen der Pückler Gesellschaft), 7. Heft 1991, Kahmann-Druck, Berlin, 1991, S. 134
  • Reimann, Christian: Der englische Garten Garzau. Ein Beitrag zu seiner Interpretation, Die GARTENkunst, Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 1/2000, S. 63–73, ISSN 0935-0519
  • Reimann, Jürgen: Die Pyramide im Landschaftsgarten Garzau und das Testament ihres Erbauers Friedrich Wilhelm Carl von Schmettau, Findling Verlag, 1. Auflage 2010, ISBN 978-3-933603-46-3, S. 96
  • Kultur- und Tourismusamt Märkische Schweiz: Die Pyramide in Garzau, Flyer, 2010

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Garzau-Garzin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien