Garzau-Garzin

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Garzau-Garzin führt kein Wappen
Garzau-Garzin
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Garzau-Garzin hervorgehoben
Koordinaten: 52° 32′ N, 13° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Märkisch-Oderland
Amt: Märkische Schweiz
Höhe: 76 m ü. NHN
Fläche: 26,1 km2
Einwohner: 470 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 18 Einwohner je km2
Postleitzahl: 15345
Vorwahl: 033435
Kfz-Kennzeichen: MOL, FRW, SEE, SRB
Gemeindeschlüssel: 12 0 64 153
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Hauptstraße 1
15377 Buckow (Märkische Schweiz)
Bürgermeisterin: Jana Hinkel (Interessengemeinschaft für Garzau-Garzin)
Lage der Gemeinde Garzau-Garzin im Landkreis Märkisch-Oderland
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Über dieses Bild

Garzau-Garzin ist eine amtsangehörige Gemeinde im Landkreis Märkisch-Oderland in Brandenburg. Sie wird vom Amt Märkische Schweiz mit Sitz in Buckow (Märkische Schweiz) verwaltet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Naturpark Märkische Schweiz in einer eiszeitlichen Erosionsrinne. Die Westgrenze verläuft durch das Niedermoorgebiet Rotes Luch, das die Nordsee-Ostsee-Wasserscheide bildet und das durch den Stobber zur Ostsee und durch den Stobberbach zur Nordsee entwässert wird. Durch die Gemeinde, unter anderem durch den Schlosspark Garzin, strömt das Lichtenower Mühlenfließ (auch Zinndorfer Mühlenfließ, Zinndorfer Fließ, oder Garzower Mühlenfließ), das in einer Nebenrinne eine Seenkette mit dem Langen See bei Garzin durchfließt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Garzau und Garzin, den bewohnten Gemeindeteilen Bergschäferei und Liebenhof sowie dem Wohnplatz Anitz.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie der Burgwall Garzin zeigt, war die Region der heutigen Dörfer bereits spätestens zur slawischen Zeit im 8./10. Jahrhundert besiedelt. In der Deutschen Ostsiedlung wurde das ursprüngliche Angerdorf Garzau erstmals urkundlich im Jahr 1247 als Grenzort im Besitz des Klosters Zinna auf dem Barnim erwähnt. Die Ersterwähnung des Straßenangerdorfs Garzin erfolgte 1309 im Namen des Strausberger Konsuls Johanne de Garzin. Beide Dörfer waren im 14. und 15. Jahrhundert im Besitz des Adelsgeschlechts Wulkow, anschließend im Besitz derer von Pfuel.[3]

Die Gemeinde entstand am 31. Dezember 2001 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Garzau und Garzin.[4]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Garzau Garzin Jahr Garzau-
Garzin
Jahr Garzau-
Garzin
1875 283 267 2001 508 2015 716
1910 288 298 2005 519 2016 458
1939 256 316 2010 687 2017 470
1946 397 381 2011 712
1950 427 368 2012 725
1971 266 275 2013 729
1990 245 196 2014 691
1995 243 223
2000 289 222

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl[5][6][7]: Stand 31. Dezember (ab 1991), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Der deutliche Rückgang der Einwohnerzahl im Jahr 2016 ist auf die Räumung des Asylbewerberheims Garzau zurückzuführen.[8]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Garzau-Garzin besteht aus 10 Gemeindevertretern und der ehrenamtlichen Bürgermeisterin. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[9]

  • Interessengemeinschaft für Garzau-Garzin 4 Sitze
  • Freie Wählergemeinschaft Garzin 3 Sitze
  • Bürgerbund Garzau 1 Sitz
  • Einzelbewerber Sandro Grabert 1 Sitz
  • CDU 1 Sitz

Bürgermeisterin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • seit 2003 Jana Hinkel (Interessengemeinschaft für Garzau-Garzin)[10]

Hinkel wurde in der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 mit 75,0 % der gültigen Stimmen für eine weitere Amtszeit von fünf Jahren[11] in ihrem Amt bestätigt.[12]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Garzau-Garzin

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil Garzau liegt an der Landesstraße L 233 zwischen Strausberg und Rehfelde.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

nach Autoren alphabetisch geordnet

  • Werner Hartke: Garzau, Historisch-kritische Analysen und Darstellungen zur Berliner Aufklärung. In: Kulturbund der DDR (Hrsg.): Miniaturen zur Geschichte, Kultur und Denkmalpflege Berlins. Berlin 1982, S. 80.
  • Werner Hartke, Leopold von Reichenbach: Einige Bemerkungen über die Gärten in der Mark Brandenburg (= Mitteilungen der Pückler-Gesellschaft. 7). Berlin 1991, S. 134.
  • Kultur- und Tourismusamt Märkische Schweiz: Die Pyramide in Garzau. Flyer 2010.
  • Christian Reimann: Der englische Garten Garzau. Ein Beitrag zu seiner Interpretation. In: Die Gartenkunst, 12 (1/2000), S. 63–73.
  • Jürgen Reimann: Die Pyramide im Landschaftsgarten Garzau und das Testament ihres Erbauers Friedrich Wilhelm Carl von Schmettau. Findling, 2010, ISBN 978-3-933603-46-3, S. 96.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Garzau-Garzin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2017 (XLSX-Datei; 223 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg. Gemeinde Garzau-Garzin
  3. Matthias Friske: Die mittelalterlichen Kirchen auf dem Barnim. Geschichte – Architektur – Ausstattung. Reihe: Kirchen im ländlichen Raum, Bd. 1, Lukas Verlag, Berlin 2001 ISBN 3-931836-67-3, S. 152, 154.
  4. Bildung einer neuen Gemeinde Garzau-Garzin Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 30. November 2001. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 12. Jahrgang, Nummer 52, 27. Dezember 2001, S. 892 PDF
  5. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Märkisch-Oderland. S. 22–25
  6. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  7. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)
  8. Aus für in zehn Jahren gewachsene Strukturen. In: Märkische Oderzeitung, 11. Mai 2016
  9. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  10. Kommunalwahlen 26.10.2003. Bürgermeisterwahlen, S. 26
  11. § 73 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes
  12. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014