Höhenland

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Höhenland führt kein Wappen
Höhenland
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Höhenland hervorgehoben
Koordinaten: 52° 42′ N, 13° 55′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Märkisch-Oderland
Amt: Falkenberg-Höhe
Höhe: 122 m ü. NHN
Fläche: 53,93 km2
Einwohner: 1026 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 19 Einwohner je km2
Postleitzahl: 16259
Vorwahlen: 033451, 033454
Kfz-Kennzeichen: MOL, FRW, SEE, SRB
Gemeindeschlüssel: 12 0 64 222
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Teichstr. 5 (Leuenberg)
16259 Höhenland
Bürgermeisterin: Helga Kowatzky (Aktionsliste Höhenland)
Lage der Gemeinde Höhenland im Landkreis Märkisch-Oderland
Altlandsberg Alt Tucheband Bad Freienwalde Beiersdorf-Freudenberg Bleyen-Genschmar Bliesdorf Buckow Falkenberg Falkenhagen Fichtenhöhe Fredersdorf-Vogelsdorf Garzau-Garzin Golzow Gusow-Platkow Heckelberg-Brunow Höhenland Hoppegarten Küstriner Vorland Lebus Letschin Lietzen Lindendorf Märkische Höhe Müncheberg Neuenhagen bei Berlin Neuhardenberg Neulewin Neutrebbin Oberbarnim Oderaue Petershagen/Eggersdorf Podelzig Prötzel Rehfelde Reichenow-Möglin Reitwein Rüdersdorf bei Berlin Seelow Strausberg Treplin Vierlinden Waldsieversdorf Wriezen Zechin Zeschdorf BrandenburgKarte
Über dieses Bild

Die Gemeinde Höhenland liegt im Landkreis Märkisch-Oderland (Brandenburg). Sie wird vom Amt Falkenberg-Höhe verwaltet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Höhenland gehört zu den sogenannten Freienwalder Barnimdörfern, da der Ort auf der Barnimhochfläche westlich von Bad Freienwalde (Oder) liegt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde Höhenland gehören die drei Ortsteile

  • Leuenberg mit 1847 ha,
  • Steinbeck mit 1378 ha,
  • Wölsickendorf-Wollenberg mit 1011 ha (Wölsickendorf) und 1146 ha (Wollenberg).

Bewohnte Gemeindeteile sind Wollenberg und Wölsickendorf, Wohnplätze sind Ausbau Tiefensee, Bahnhof, Schmiede und Sternkrug.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der freiwillige Zusammenschluss der Gemeinden Leuenberg und Steinbeck zur Gemeinde Höhenland erfolgte zum 1. Mai 2002.[3] Die Gemeinde Wölsickendorf-Wollenberg wurde per Gesetz mit der Kommunalwahl am 26. Oktober 2003 zwangseingemeindet.[4]

  • Leuenberg wurde im 13. Jahrhundert von Ritter von Löwenberg gegründet. Die Bauweise der Kirche (rechteckige Feldsteine, saubere Schichtung) weist auf eine Entstehungszeit im 13. Jahrhundert hin. Im Mittelalter gehörte ein Gut auf der Feldmark des Ortes zum Besitz des Zisterzienserinnen-Klosters Friedland. 1432 wurde der Ort von den Hussiten zerstört. Ab ca. 1450 befindet sich Leuenberg im Besitz des Adelsgeschlechts derer von Pfuel. 1618 erhält die Kirche eine Uhrglocke, die Inschrift lautet: "HANS VON PFUEL I.S.S. HANS DIETLOFF VON PFUEL AN 1618". Der Dreißigjährige Krieg zerstört Leuenberg fast völlig, auch die Kirche wird abgebrannt. 1678 begann der Oberstleutnant von Pfuel mit den ersten Wiederaufbauarbeiten. 1687 fällt Leuenberg an den Kurfürsten, der es dann der Familie von Lüderitz übergab.[5] Anfang des 18. Jahrhunderts suchte eine Heuschreckenplage den Ort heim. Der zwei Kilometer entfernte Bahnhof wurde 1898 in Betrieb genommen.[6]
  • Steinbeck: urkundliche Erwähnung des Rittersitzes Stenbeke 1375
  • Wölsickendorf-Wollenberg: Wölsickendorf wurde 1375 erstmals erwähnt. Früher hieß der Ort Welskendorp oder Welsekendorf. Die Kirche, welche Mitte des 13. Jahrhunderts errichtet wurde, ist sanierungsbedürftig und steht heute unter Denkmalschutz. Am 1. Oktober 1961 wurde der Ort mit Wollenberg zusammengeschlossen.[7]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
2002 1 073
2003 1 073
2004 1 097
2005 1 094
2006 1 075
Jahr Einwohner
2007 1 077
2008 1 063
2009 1 048
2010 1 029
2011 1 018
Jahr Einwohner
2012 1 020
2013 1 051
2014 1 036
2015 1 026

Gebietsstand des jeweiligen Jahres,[8][9] ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Höhenland besteht aus 10 Gemeindevertretern und der ehrenamtlichen Bürgermeisterin. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[10]

  • Wählergruppe Bauern und Ländlicher Raum 6 Sitze
  • Aktionsliste Höhenland 1 Sitz
  • CDU 1 Sitz
  • Einzelbewerber Ingolf Schmidt 1 Sitz
  • Einzelbewerberin Ingrid Seiffarth 1 Sitz

Bürgermeisterin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Helga Kowatzky (Aktionsliste Höhenland) wurde in der Bürgermeisterstichwahl am 15. Juni 2014 mit 62,3 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren[11] gewählt.[12]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Höhenland stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Höhenland liegt an der Bundesstraße 158 zwischen Werneuchen und Bad Freienwalde sowie an der Landesstraße L 341 zwischen Heckelberg und Wriezen.

Bahnhof Leuenberg

In Leuenberg befindet sich ein Bahnhof, mit dem der Ort ab 1898 über die Wriezener Bahn mit Berlin, Wriezen sowie dem weiter entfernten Königsberg in der Neumark (heute: Chojna) verbunden war. Seit 1998 wird der Abschnitt zwischen Tiefensee und Wriezen, an dem Leuenberg liegt, nicht mehr bedient. Nach Berlin kommt man mit den Buslinien 887 und 882 der Barnimer Busgesellschaft,[13] welche von Bad Freienwalde[14] nach Werneuchen[15] fahren, von Werneuchen aus fährt man dann weiter mit der Regionalbahnlinie RB25 bis nach Berlin-Ostkreuz.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg. Gemeinde Höhenland
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2002
  4. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003
  5. Dorfgeschichte. Abgerufen am 6. April 2017.
  6. Märkische Oderzeitung, 19. September 2005, S. 10
  7. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7.
  8. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Märkisch-Oderland. S. 22-25
  9. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  10. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  11. § 73 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes
  12. Ergebnis der Bürgermeisterstichwahl am 15. Juni 2014
  13. Barnimer Busgesellschaft. Abgerufen am 15. Juni 2017.
  14. Webseite Kurstadt und Moorheilbad Bad Freienwalde. Abgerufen am 15. Juni 2017.
  15. mindwerk ag: Stadt Werneuchen - Aktuelles aus Werneuchen. Abgerufen am 15. Juni 2017 (deutsch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Höhenland – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien