Oderaue

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Oderaue führt kein Wappen
Oderaue
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Oderaue hervorgehoben
Koordinaten: 52° 47′ N, 14° 10′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Märkisch-Oderland
Amt: Barnim-Oderbruch
Höhe: 4 m ü. NHN
Fläche: 65,91 km2
Einwohner: 1591 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 24 Einwohner je km2
Postleitzahl: 16259
Vorwahl: 033457
Kfz-Kennzeichen: MOL, FRW, SEE, SRB
Gemeindeschlüssel: 12 0 64 371
Gemeindegliederung: 7 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Freienwalder Straße 48
16269 Wriezen
Bürgermeister: Bodo Schröder
Lage der Gemeinde Oderaue im Landkreis Märkisch-Oderland
AltlandsbergAlt TuchebandBad FreienwaldeBeiersdorf-FreudenbergBleyen-GenschmarBliesdorfBuckowFalkenbergFalkenhagenFichtenhöheFredersdorf-VogelsdorfGarzau-GarzinGolzowGusow-PlatkowHeckelberg-BrunowHöhenlandHoppegartenKüstriner VorlandLebusLetschinLietzenLindendorfMärkische HöheMünchebergNeuenhagen bei BerlinNeuhardenbergNeulewinNeutrebbinOberbarnimOderauePetershagen/EggersdorfPodelzigPrötzelRehfeldeReichenow-MöglinReitweinRüdersdorf bei BerlinSeelowStrausbergTreplinVierlindenWaldsieversdorfWriezenZechinZeschdorfBrandenburgKarte
Über dieses Bild

Oderaue ist eine Gemeinde des Amtes Barnim-Oderbruch im Landkreis Märkisch-Oderland in Brandenburg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im nördlichen Teil der Landschaft Oderbruch unmittelbar östlich von Bad Freienwalde.

Klima

Der Jahresniederschlag beträgt 489 mm (Durchschnitt der Jahre 1961–1990). Die Niederschlagsmenge liegt im unteren Zwanzigstel der in Deutschland erfassten Werte. Der trockenste Monat ist der Februar, die meisten Niederschläge fallen im Juni (2,3-mal mehr als im Februar).

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche in Neuküstrinchen
Ehemaliger Bahnhof Neu Rüdnitz (2009)

Die Gemeinde besteht aus sieben Ortsteilen[2]:

Hinzu kommen die Wohnplätze Altmädewitzer Loose, Altreetzer Loose, Christiansaue, Croustillier, Paulshof, Rüdnitzer Ausbau und Zollbrücke.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Oderaue entstand am 26. Oktober 2003 durch den freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Neurüdnitz, Neuküstrinchen und Neureetz.[5] Die Gemeinden Altreetz und Zäckericker Loose wurden am selben Tag per Gesetz eingegliedert.[6] Während der Ortsteil Mädewitz von 1818 bis 1952 zum Landkreis Oberbarnim gehörte[7], war das übrige Gemeindegebiet bis 1945 ein Teil des Landkreises Königsberg Nm.[8] in der Neumark Es wurde nach Festlegung der Oder-Neiße-Grenze an den Landkreis Oberbarnim angegliedert.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
2003 1.889
2004 1.881
Jahr Einwohner
2005 1.848
2006 1.811
2007 1.799
2008 1.792
2009 1.722
Jahr Einwohner
2010 1.706
2011 1.714
2012 1.699
2013 1.685
2014 1.657
Jahr Einwohner
2015 1.605
2016 1.584
2017 1.591

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl[9][10][11]: Stand 31. Dezember, ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung besteht aus zwölf Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister.

  • Unabhängige Wählergemeinschaft 8 Sitze
  • Weitblick Oderaue 4 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 25. Mai 2014)[12]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2003–2008 Heike-Doreen Ehling[13]
  • seit 2008 Bodo Schröder[14]

Schröder wurde in der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 bei einer Wahlbeteiligung von 57,5 Prozent erneut für eine Amtszeit von fünf Jahren[15] gewählt.[16]

Dorfkirche in Altwustrow
Kirche in Altreetz

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alte Dammmeisterei in Zollbrücke

In der Liste der Baudenkmale in Oderaue stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oderaue liegt an der Landesstraße L 28 zwischen Bad Freienwalde-Gabow und dem Gemeindeteil Neukietz sowie an der L 281 zwischen Altranft und dem Ortsteil Neurüdnitz.

Eisenbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oderbrücke bei Bienenwerder

Die 1892 eröffnete Bahnstrecke Wriezen – Jädickendorf mit den Bahnhöfen Altmädewitz, Alt Reetz und Neu Rüdnitz westlich der Oder führte durch das heutige Gemeindegebiet. Das Gleis auf dem Streckenabschnitt zwischen Wriezen und der Oder wurde 1945 als Reparationsleistung demontiert, im Zusammenhang mit dem Neuaufbau der gesprengten Oderbrücke aber um 1955 wieder aufgebaut. Im Jahr 1957 konnte der Personenverkehr zwischen Wriezen und Neu Rüdnitz wieder aufgenommen werden. Die letzten Personenzüge verkehrten 1982. Die Strecke blieb aber für militärische Zwecke betriebsbereit.

Nach der Wende, um 2000 ließ die Deutsche Bahn die Strecke abbauen und auf der Trasse entstand im Jahr 2005 ein asphaltierter Radweg, Teil des Oder-Neiße-Radwegs. Die Europabrücke Neurüdnitz–Siekierki ist die längste Brücke über die Oder und wurde um 1920 gebaut. Der Viadukt besteht aus zwei hintereinander­stehenden Brücken von je 330 Metern Länge. Dieses Bauwerk ist seit Mitte der 2010er Jahre wegen massiver Schäden gesperrt. Nun hat die EU Mittel zur Sanierung freigegeben, mit deren Hilfe die Stahlträgerbrücke bis 2018/2019 wieder nutzbar gemacht werden soll. Radtouristen und Wanderer können dann die auf polnischer Seite gelegenen Moryńer Höhen und den Moryner See auf kurzen Wegen von Neurüdnitz aus erreichen.[17]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Oderaue – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2017 (XLSX-Datei; 223 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Hauptsatzung der Gemeinde Oderaue vom 29. Januar 2009 PDF
  3. Adlig Reetz und Königlich Reetz. Website des Amtes Barnim-Oderbruch, abgerufen am 4. Juli 2011
  4. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg. Gemeinde Oderaue
  5. Bildung einer neuen Gemeinde Oderaue. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 19. Februar 2003. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 14. Jahrgang, Nummer 9, 5. März 2003, S. 276 PDF
  6. Fünftes Gesetz zur landesweiten Gemeindegebietsreform betreffend die Landkreise Barnim, Märkisch-Oderland, Oberhavel, Ostprignitz-Ruppin, Prignitz, Uckermark (5.GemGebRefGBbg) vom 24. März 2003 Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg, I (Gesetze), 2003, Nr. 05, S.82, geändert durch Gesetz vom 1. Juli 2003 (Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg, I (Gesetze), 2003, Nr. 10, S. 187)
  7. Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900. Landkreis Oberbarnim. gemeindeverzeichnis.de, abgerufen am 4. Juli 2011
  8. Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900. Landkreis Königsberg (Neumark). gemeindeverzeichnis.de, abgerufen am 4. Juli 2011
  9. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Märkisch-Oderland. S. 30–33
  10. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  11. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)
  12. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  13. Kommunalwahlen 26.10.2003. Bürgermeisterwahlen, S. 26
  14. Kommunalwahlen im Land Brandenburg am 28.09.2008. Bürgermeisterwahlen, S. 9
  15. § 73 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes
  16. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014
  17. Alte Brücke zwischen Polen und Brandenburg wird saniert. In: Berliner Zeitung, 7. Juli 2017, S. 15.