Carves

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Carves
Carvas
Wappen von Carves
Carves (Frankreich)
Carves
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Dordogne
Arrondissement Sarlat-la-Canéda
Kanton Vallée Dordogne
Gemeindeverband Vallée de la Dordogne et Forêt Bessède
Koordinaten 44° 47′ N, 1° 4′ OKoordinaten: 44° 47′ N, 1° 4′ O
Höhe 87–262 m
Fläche 10,13 km2
Einwohner 104 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 10 Einw./km2
Postleitzahl 24170
INSEE-Code

Kirche Saint-Martin

Carves (okzitanisch: Carvas) ist ein Ort und eine südwestfranzösische Gemeinde (commune) mit 104 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) in der alten Kulturlandschaft des Périgord im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Carves befindet sich etwa fünf Kilometer vom Südufer der Dordogne entfernt in einer Höhe von ca. 240 m ü. d. M.; er ist etwa 27 Kilometer (Fahrtstrecke) in südwestlicher Richtung von Sarlat-la-Canéda entfernt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2012
Einwohner 153 148 138 131 112 112 107

Im 19. Jahrhundert hatte der Ort meist um die 500 Einwohner. Die Reblauskrise im Weinbau und der Verlust von Arbeitsplätzen durch die Mechanisierung der Landwirtschaft haben seitdem zu einem kontinuierlichen Bevölkerungsrückgang geführt.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis in die heutige Zeit spielt die Landwirtschaft die größte Rolle im Wirtschaftsleben der Gemeinde: Der ehemals auch hier betriebene Weinbau ist jedoch nach der Reblauskrise gänzlich aufgegeben worden; Tabak und Mais sind ebenfalls auf dem Rückzug – stattdessen dominieren Felder und Weiden, aber auch Walnuss-, Eßkastanien- und Obstbäume die Region. Auch Gänseleberpastete und Trüffel zählen zu den regionalen Spezialitäten. Einige leerstehende Häuser werden als Ferienwohnungen (gîtes) vermietet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die urkundliche Erwähnung einer Kirche im Jahr 1153 lässt auf eine mittelalterliche Siedlung in ihrer Umgebung schließen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Kirche Saint-Martin ist ein dreischiffiger, teilweise romanischer Bau des 12. Jahrhunderts, von dem im Wesentlichen der Chorbereich erhalten ist. Die seitlich abgerundete und zur Gänze verputzte Westfassade ist von einem zweigeteilten Glockengiebel (clocher mur) überhöht. Schmuckstück der Kirche ist ein Rokoko-Altarretabel mit Szenen der Passion Christi aus dem 18. Jahrhundert.
  • Ein möglicherweise bereits im 10. Jahrhundert zu Verteidigungszwecken genutzter unterirdischer Raum-, Treppen- und Gängekomplex (Cluzeau du Pétrou) ist seit 1988 als Monument historique[1] eingestuft.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Carves – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cluzeau du Pétrou, Carves in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)