Honrath

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Honrath
Stadt Lohmar
Koordinaten: 50° 54′ 27″ N, 7° 14′ 49″ O
Höhe: 162 m
Eingemeindung: 1. August 1969
Postleitzahl: 53797
Vorwahl: 02205/02206
Honrath (Nordrhein-Westfalen)
Honrath

Lage von Honrath in Nordrhein-Westfalen

Burg Honrath mit Fachwerkgiebel des Wirtschaftsgebäudes, links Turm der Kirche
Burg Honrath mit Fachwerkgiebel des Wirtschaftsgebäudes, links Turm der Kirche

Honrath ist ein Stadtteil von Lohmar im Rhein-Sieg-Kreis in Nordrhein-Westfalen.[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Honrath liegt auf einem zu drei Seiten stark abfallenden Bergrücken zwischen den Flusstälern der Agger und der Sülz. Umliegende Ortschaften und Weiler sind Jexmühle im Norden, Agger, Naafshäuschen im Osten, Windlöck und Schloss Auel im Südosten, Birken, Stumpf und Gut Rosauel im Süden sowie Meinenbroich, Wickuhl, Schlehecken und Kleineigen im Westen bis Nordwesten.[2]

Evangelische Pfarrkirche Honrath

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1885 hatte Honrath 54 Einwohner, die in neun Häusern lebten.[3]

Nach einem Adressbuch aus dem Jahre 1901 wohnten im Ort Honrath ein Pfarrer, zwei Lehrer, fünf Ackerer, ein Zimmerer, ein Maurer, ein Schuster, ein Kleinhändler und ein Wirt.[4]

Bis zum 31. Juli 1969 gehörte der Ort zu der bis dahin eigenständigen Gemeinde Wahlscheid.[5]

Zwischen Honrath und Hoven im Jexmühlenbachtal lag die Erzgrube Aurora, auf der im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts ein bescheidener Erzabbau stattfand. Es wurden mehrere Erzgänge aufgeschlossen, die Blei-, Zink- und Kupfererze führten. Ein tiefer Stollen, der unterhalb Jexmühle angesetzt worden war, erschloss diese Vorkommen. Um 1855 wurde die Grube einige Jahre von der Honrather Gewerkschaft betrieben. Produziert wurden damals 60 Tonnen Bleierz. Auf der Aggerhütte unterhielt die Honrather Gewerkschaft eine Aufbereitungsanlage, Sie stand über eine Schienenbahn mit den Gruben Aurora und Volta in Verbindung, über die das Grubenhaufwerk für die Verarbeitung antransportiert wurde. Von 1904 bis 1909 wurden die Erzlagerstätten von Aurora dann nochmals untersucht. Das Bergwerk war zu jener Zeit im Besitz der Aktiengesellschaft für Bergbau, Blei- und Zinkfabrikation zu Stolberg und in Westfalen. Die Untersuchungsarbeiten ergaben keine abbauwürdigen Neuaufschlüsse. Heute zeugen vom ehemaligen Erzabbau in dieser Gegend zahlreiche alte Abraumhalden und verfüllte Bergwerksschächte (Pingen). Eine ausführliche Darstellung der Bergbaugeschichte findent sich in der Publikation "Metallerz-Bergbau im unteren Aggertal"[6]

Kunst in Honrath: Homines sumus – Wir sind Menschen

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Evangelische Kirche in Honrath
  • Das gut erhaltene Burghaus aus dem 16. Jahrhundert, die Burg Honrath
  • Vom Dorfmarketing ins Leben gerufen ist das Projekt „Kunst in Honrath“. Mit diesem Projekt soll Honrath durch Kunst im Außenbereich attraktiver gestaltet werden.[7]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haltepunkt Honrath

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadtporträt, Lohmar in Kürze auf der Homepage der Stadt Lohmar
  2. Topographische Karte 1:25000
  3. Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland (PDF; 1,5 MB), Verlag des Königlich statistischen Bureaus, 1888, S. 120
  4. Grosses Landes-Adressbuch für die einzelnen Staaten und Provinzen des Deutschen Reiches, Hannover: Berenberg, 1901, S. 224
  5. Gesetz zur kommunalen Neugliederung des Raumes Bonn (Bonn-Gesetz) vom 1. Juli 1969; § 13
  6. Albert Seemann: Metallerz-Bergbau im unteren Aggertal. Selbstverlag, Lohmar 1990, S. 136.
  7. Kunst in Honrath auf der Homepage der Stadt Lohmar
  8. Fahrplan des Bürgerbuses Lohmar, Linie 4