Kion Group

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KION GROUP AG

Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN DE000KGX8881
Gründung 2006
Sitz Frankfurt am Main,
Deutschland Deutschland
Leitung
  • Rob Smith, Vorstandsvorsitzender
    Hasan Dandashly
    Andreas Krinninger
    Henry Puhl
    Ching Pong Quek
    Marcus A. Wassenberg
Mitarbeiterzahl 39.602[1]
Umsatz 10,3 Mrd. Euro[1]
Branche Fördertechnik
Website www.kiongroup.com
Stand: 31. Dezember 2021

Die Kion Group AG ist ein börsennotierter Anbieter von Gabelstaplern, Lagertechnik und verbundenen Dienstleistungen sowie Lieferketten-Lösungen. Das Unternehmen ist nach Toyota Material Handling der weltweit zweitgrößte Anbieter von Gabelstaplern und Lagertechnikgeräten und der Marktführer in Europa. Mit der Marke Dematic ist Kion ein führender Anbieter für den automatisierten Materialfluss mit Supply-Chain- und Automatisierungslösungen. Kion erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2021 mit mehr als 39.600 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 10,3 Mrd. Euro.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2006 gliederte die Linde AG ihre Staplersparte mit Linde Material Handling, Still und OM Carrelli Elevatori (OM) aus in die Kion Group GmbH. Diese wurde im November 2006 für 4 Mrd. Euro an die Finanzinvestoren Kohlberg Kravis Roberts & Co. (KKR) und Goldman Sachs verkauft.[2]

Im Jahr 2009 wurde das Joint Venture Kion Baoli (Jiangsu) Forklift Co., Ltd. unter der Führung der Kion Group gegründet. Die Marke Baoli produziert und vertreibt Gabelstapler. 2011 wurde das indische Gemeinschaftsunternehmen Voltas Material Handling gegründet. Es konzentriert sich auf den indischen Markt. Ende August 2012 vereinbarten Kion und Weichai eine Anteilsübernahme von 25 Prozent durch das chinesische Unternehmen. Die übrigen Anteile verblieben bei KKR und Goldman Sachs.[3] 2013 gliederte Kion die Hydrauliksparte aus der Linde Material Handling in die rechtlich eigenständige Gesellschaft Linde Hydraulics aus und verkaufte 70 % dieser Anteile an die Weichai Power.[4] Ende 2018 hielt die Kion Group noch 10 % der Anteile an Linde Hydraulics.[5]

Kion ging im Juni 2013 mit bis zu 20 % der Aktien in Streubesitz an die Börse.[6] Im Januar 2014 stieg nach einem weiteren Aktienverkauf der Streubesitz auf rund 30 %, im zweiten Quartal 2014 dann auf 40 %.[7] Im weiteren Verlauf zogen sich KKR und Goldman Sachs ganz zurück.[8] 2020 befanden sich 54,7 % der Aktien im Streubesitz, Weichai hielt 45,2 % und das Unternehmen selbst 0,1 %.[1] 2016 übernahm Kion den Anbieter für Automatisierung und Lieferketten-Optimierung Dematic.[9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Kion Group Geschäftsbericht 2021. (PDF) Kion Group AG, abgerufen am 15. September 2022.
  2. Handelszeitung: Kion Group: Linde verkauft Stapler-Sparte (Memento des Originals vom 3. Februar 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.handelszeitung.ch, 22. November 2006
  3. Focus: Roundup. Chinesisches Unternehmen steigt bei Staplerhersteller Kion ein, 31. August 2012
  4. n-tv: Weichai Power und KION Group gehen langfristige strategische Partnerschaft ein, 31. August 2012
  5. Geschäftsbericht 2018 - Anteilsbesitzliste. KION GROUP AG, abgerufen am 24. Januar 2020.
  6. FAZ: Europas größter Gabelstapler-Hersteller Kion geht am 28. Juni an die Börse, 14. Juni 2013
  7. KION Group steuert nach starkem 2. Quartal auf erfolgreiches Geschäftsjahr 2014 zu, KION GROUP AG, Pressemitteilung - PresseBox. Abgerufen am 23. April 2019.
  8. Europas größter Gabelstapler-Konzern: KKR und Goldman steigen aus. Abgerufen am 23. April 2019.
  9. DGAP-Adhoc: KION GROUP AG: KION erwirbt Dematic. Abgerufen am 23. April 2019.