Lehe (Dithmarschen)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Lehe
Lehe (Dithmarschen)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Lehe hervorgehoben

Koordinaten: 54° 20′ N, 9° 1′ O

Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Dithmarschen
Amt: Kirchspielslandgemeinden Eider
Höhe: 9 m ü. NHN
Fläche: 18,63 km2
Einwohner: 1100 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 59 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 25774, 25776
Vorwahl: 04882
Kfz-Kennzeichen: HEI, MED
Gemeindeschlüssel: 01 0 51 065
Adresse der Amtsverwaltung: Kirchspielsschreiber-Schmidt-Straße 1
25779 Hennstedt
Website: www.amt-eider.de
Bürgermeister: Rolf Thiede (WGL)
Lage der Gemeinde Lehe im Kreis Dithmarschen
Karte

Lehe ist die nördlichste Gemeinde im Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein. Die Gemeinde ist räumlich, wirtschaftlich und historisch mit der Nachbargemeinde Lunden verbunden.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lehe ist die nördlichste Gemeinde im Kreis Dithmarschen. Die nächsten größeren Ortschaften sind die Kreisstädte Heide (ca. 22 km) und Husum (ca. 21 km; Kreisstadt des nördlich angrenzenden Kreises Nordfriesland).

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind im Uhrzeigersinn im Westen beginnend die Gemeinden Oldenswort, Witzwort und Koldenbüttel (alle im Kreis Nordfriesland) sowie Sankt Annen, Lunden und Groven (alle im Kreis Dithmarschen).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf Lae wird schon 1231 in König Waldemars Erdbuch erwähnt.

Am 1. April 1934 wurde die Kirchspielslandgemeinde Lunden aufgelöst. Alle ihre Dorfschaften, Dorfgemeinden und Bauerschaften wurden zu selbständigen Gemeinden/Landgemeinden, so auch Lehe.[2]

Am 1. Juli 1936 wurden die ebenfalls 1934 gebildeten Gemeinden Dahrenwurth und Preil eingegliedert.[3] Weitere Ortsteile sind Lundenerkoog und Leherfeld.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Kommunalwahl 2013 hat die Wählergemeinschaft WGL sieben Sitze und die SPD vier Sitze in der Gemeindevertretung.[4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 24. August 1965 genehmigt.

Blasonierung: „Über blauem, durch Wellenschnitt abgeteiltem Schildfuß gespalten von Gold und Rot. Rechts am Spalt ein rotbewehrter, schwarzer halber Adler, links am Spalt eine goldene halbe Lilie.“[5]

Die Gemeinde Lehe führt in ihrem Wappen mit Adler und Lilie als zentralen Figuren die Zeichen des Dithmarscher Geschlechts der Wurtmannen. Das Dorf „Lae“ wird schon 1231 in König Waldemars Erdbuch erwähnt. Die Lage an der Eider, durch den blauen Schildfuß dargestellt, machte den Ort strategisch bedeutsam. Seit alters her waren in Lehe die bekannten Familien Swyn und Nanne ansässig. Sie gehörten als „Kluften“ dem mächtigen und angesehenen Geschlecht der Wurtmannen an, dessen Wappen mit dem halben Adler und der halben Lilie im heutigen Gemeindewappen zitiert wird. Zum Gedenken an Peter Swyn aus Lehe (1480–1537), den bedeutendsten Staatsmann der Bauernrepublik Dithmarschen, und an seinen Enkel Markus Swyn, den ersten herzoglichen Landvogt Norderdithmarschens, wurde das Wappen der Wurtmannen in das Gemeindewappen aufgenommen, dabei allerdings die Lilie golden statt silbern tingiert.

Das Wappen wurde von dem Brunsbütteler Heraldiker Willy „Horsa“ Lippert gestaltet.

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge wurde am 8. Februar 1988 genehmigt.

Auf senkrecht geteiltem, vorn roten, hinten weißen Flaggentuch das Gemeindewappen in flaggengerechter Tingierung.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kurt Dummann: Die Gemeinde Lehe an der Zeitenwende. Eine Dokumentation zum Jahr 2000. Chronik und Heimatbuch. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum 2001, ISBN 978-3-89876-029-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lehe (Dithmarschen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2018 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein (Hrsg.): Die Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 1867–1970. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein, Kiel 1972, S. 251.
  3. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein (Hrsg.): Die Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 1867–1970. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein, Kiel 1972, S. 48.
  4. Endergebnis der Kommunalwahl 2013@1@2Vorlage:Toter Link/www.amt-eider.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  5. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein