Groven (Dithmarschen)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Groven
Groven (Dithmarschen)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Groven hervorgehoben
Koordinaten: 54° 18′ N, 8° 59′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Dithmarschen
Amt: Kirchspielslandgemeinden Eider
Höhe: 2 m ü. NHN
Fläche: 7,9 km2
Einwohner: 87 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 11 Einwohner je km2
Postleitzahl: 25774
Vorwahl: 04882
Kfz-Kennzeichen: HEI, MED
Gemeindeschlüssel: 01 0 51 038
Adresse der Amtsverwaltung: Kirchspielsschreiber-Schmidt-Straße 1
25779 Hennstedt
Webpräsenz: www.amt-eider.de
Bürgermeisterin: Marie-Luise Witt
Lage der Gemeinde Groven im Kreis Dithmarschen
Karte

Groven ist eine Gemeinde im Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eider bei Wollersum um 1895
Entwässerungsgraben im Ortsteil Flehderwurth

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt direkt an der Eider. Zwischenzeitlich, nach einer Verlagerung des Flusses war der Ortsteil Nesserdeich eine Insel, Wollersum wurde gar 1593 und 1601 von der Eider ganz in die Tiefe gerissen. Bis zum Bau des Eidersperrwerks 1973 waren umfangreiche Schutzmaßnahmen notwendig, um eine Wiederholung zu verhindern.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er gliedert sich in die Ortsteile Flehderwurth, Groven, Mahde, Nesserdeich und Wollersum.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind im Uhrzeigersinn im Norden beginnend die Gemeinden Lehe, Lunden, Krempel, Rehm-Flehde-Bargen und Karolinenkoog (alle im Kreis Dithmarschen) sowie Oldenswort (im Kreis Nordfriesland).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte des Ortes wurde durch die Nähe zur Eider geprägt. Die Fähre in Wollersum diente bis zum Bau der Eider-Eisenbahnbrücke 1877 als wichtige Verbindung zwischen Dithmarschen und Nordfriesland. Wahrscheinlich wurden hier auch viele der Grabplatten auf dem Lundener Geschlechterfriedhof angeliefert.

Am 1. April 1934 wurde die Kirchspielslandgemeinde Lunden aufgelöst. Alle ihre Dorfschaften, Dorfgemeinden und Bauerschaften wurden zu selbständigen Gemeinden/Landgemeinden, so auch Groven.[2]

Am 1. Juli 1936 wurden die Gemeinden Flehderwurth, Mahde-Wollersum und Nesserdeich, die bis 1934 der Kirchspielslandgemeinde Lunden angehörten, eingegliedert.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Kommunalwahl 2013 hat die Wählergemeinschaft WGG alle sieben Sitze in der Gemeindevertretung.[4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Über silbernem Wellenschildfuß, darin ein blauer Fisch, in Grün ein silberner, schwarz aufgezäumter Pferdekopf.“[5]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landschaft bietet sich vor allem zum Wandern und Radwandern an. In Wollersum, an der alten Fähranlagestelle, liegt eine recht idyllische Badestelle der Eider.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Groven kann per Autobahn (A23) über die Autobahnzubringer Bundesstraße 5 bei Hemme oder Karolinenkoog angefahren werden.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über das Schöpfwerk Nesserdeich wird ein Großteil Nordostdithmarschens entwässert.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Groven (Dithmarschen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2015 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein (Hrsg.): Die Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 1867 – 1970. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein, Kiel 1972, S. 251.
  3. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein (Hrsg.): Die Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 1867 – 1970. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein, Kiel 1972, S. 44.
  4. Endergebnis der Kommunalwahl 2013
  5. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein