Kleve (Dithmarschen)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Kleve
Kleve (Dithmarschen)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kleve hervorgehoben
Koordinaten: 54° 18′ N, 9° 8′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Dithmarschen
Amt: Kirchspielslandgemeinden Eider
Höhe: 4 m ü. NHN
Fläche: 12,81 km2
Einwohner: 426 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 33 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 25779,
25776 (Hehm, Nordfeld)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 04836
Kfz-Kennzeichen: HEI, MED
Gemeindeschlüssel: 01 0 51 060
Adresse der Amtsverwaltung: Kirchspielsschreiber-Schmidt-Straße 1
25779 Hennstedt
Webpräsenz: www.amt-eider.de
Bürgermeister: Werner Oetjens (WGK)
Lage der Gemeinde Kleve im Kreis Dithmarschen
Karte
Reimersche Mühle in Kleve
Der Hang zwischen Geest und Marsch

Kleve ist eine Gemeinde im Norden des Kreises Dithmarschen in Schleswig-Holstein. Kleverweg, Nordfeld und Westermoor liegen im Gemeindegebiet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Kleve kommt von Kliff, Steilküste. Der Abhang von der Geest zu Eidermarsch, ein Relikt der letzten Eiszeit, wirkt so, als wäre die Marsch an seiner Kante einfach abgerissen und abgerutscht. Der höchste Punkt Kleves ist der Mühlenberg mit 15 m ü. NN, der tiefste Punkt liegt in der Eidermarsch bei Lütjenmoor mit −0,6 m NN.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind im Uhrzeigersinn im Norden beginnend die Gemeinden Drage (im Kreis Nordfriesland) sowie Hennstedt, Fedderingen, Schlichting und Sankt Annen (alle im Kreis Dithmarschen).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kleve wurde 1447 das erste Mal urkundlich erwähnt. Viele Funde aus der Steinzeit, wie Flintmesserklingen, Steinbeile, Spinnwirtel, irdene Gefäßscherben beweisen eine bedeutend frühe Besiedelung der Region.

Am 1. April 1934 wurde die Kirchspielslandgemeinde Hennstedt aufgelöst. Alle ihre Dorfschaften, Dorfgemeinden und Bauerschaften wurden zu selbständigen Gemeinden/Landgemeinden, so auch Kleve.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Kommunalwahl 2013 hat die Wählergemeinschaft WGK alle neun Sitze in der Gemeindevertretung.[3]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Von Rot und Silber durch abgerundete linke Schrägstufe geteilt. Oben ein steigendes silbernes Pferd, unten zwei blaue Wellenbalken.“[4]

Die Teilung des Wappens soll die Namensdeutung Kleves versinnbildlichen und sie beschreibt zugleich die markante topographische Situation des Dorfes am Nordrand der Dithmarscher Geest im Übergang zur Eiderniederung, dem Naturraum der Eiderstedter und Untereider Marsch. Das steigende Pferd soll die Bedeutung der Pferdezucht und des Pferdesports für Kleve symbolisieren. Durch das Gemeindegebiet führt ein dichtes Reit- und Fahrwegenetz. Die beiden Wellenfäden im Schildfuß beziehen sich auf die Eider als nördlicher Grenzfluss und die Broklandsau, welche die Landschaft um Kleve prägen. Die Farben Blau, Weiß und Rot beziehen sich auf die Landesfarben sowie Weiß und Rot zugleich auf die Farben des Kreises Dithmarschen.

Personen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kleve (Dithmarschen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2016 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein (Hrsg.): Die Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 1867 – 1970. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein, Kiel 1972, S. 251.
  3. Endergebnis der Kommunalwahl 2013
  4. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  5. http://kirche-dithmarschen.de/wordpress/archives/6607