Manuel Gräfe

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Manuel Gräfe
Manuel Gräfe
Persönliches
Name Manuel Gräfe
Geburtstag 21. September 1973
Geburtsort West-Berlin, Deutschland
Beruf Sportwissenschaftler
Vereinsinformationen
Verein Hertha Zehlendorf
Spiele nach Spielklasse
Jahre Spielklasse Spiele
seit 2001
seit 2004
seit 2007
seit 2007
2. Bundesliga
Bundesliga
Länderspiele
Europapokal
119
239
15
34
Turniere
Endspiele
Auszeichnungen
* DFB-Schiedsrichter des Jahres 2011
Stand: 31. Mai 2018

Manuel Gräfe (* 21. September 1973 in West-Berlin) ist ein deutscher Fußballschiedsrichter.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Alter von 17 Jahren legte er in Berlin seine Schiedsrichterprüfung ab. Damals spielte er selbst noch in der Jugendmannschaft von Rapide Wedding. Unter seinen Mitspielern war auch der spätere kroatische Nationalspieler Robert Kovač.

Gräfe ist seit 1999 DFB-Schiedsrichter für den Verein Hertha Zehlendorf. Seit 2001 leitet er Spiele der Zweiten Liga, seit 2004 Spiele der Bundesliga und seit Jahresbeginn 2007 auch auf FIFA-Ebene. Seinen ersten Bundesligaeinsatz hatte er am 12. September 2004 bei der Begegnung Hannover 96 gegen den SC Freiburg. Seine erste internationale Partie war die Begegnung RC Lens gegen Tschornomorez Odessa am 28. Juli 2007.

Gräfe gehörte zu den Berliner Schiedsrichtern um Lutz Michael Fröhlich, die mit ihrer Anzeige beim DFB den Fußball-Wettskandal 2005 ins Rollen brachten. Seit 2000 leitet er eine von 13 Berliner Schiedsrichtergruppen, die Schiedsrichter-Lehrgemeinschaft Zehlendorf/Steglitz. In der Saison 2010/11 wurde Manuel Gräfe vom DFB als Schiedsrichter des Jahres ausgezeichnet. Am 1. Juni 2013 leitete er das DFB-Pokalfinale zwischen dem FC Bayern München und dem VfB Stuttgart im Berliner Olympiastadion. Exakt zwei Jahre später, am 1. Juni 2015, war er Referee im Rückspiel in der Relegation zwischen dem Hamburger Sportverein und dem Karlsruher SC im Karlsruher Wildparkstadion. Dabei traf er in der letzten Minute der regulären Spielzeit eine umstrittene Entscheidung, als er ein Handspiel eines Karlsruher Spielers am eigenen Strafraum als "absichtlich" wertete; er gab Freistoß für den HSV, der so noch den Ausgleich schaffte und damit eine Verlängerung erzwang, in der er mit einem weiteren Tor in der 115. Minute den ersten Abstieg aus dem Fußball-Oberhaus verhindern konnte. Diese Freistoss-Entscheidung wurde im Nachhinein von vielen Kommentatoren als "Fehlentscheidung" kritisiert, tatsächlich handelte es sich aber um eine regelgerechte Entscheidung im Ermessensspielraum des Unparteiischen, da der Ball unzweifelhaft vom angewinkelten Unterarm des Karlsruhers abgeblockt wurde. Im Juli 2017 zeichnete das Magazin 11Freunde Gräfe als besten Schiedsrichter der Bundesligasaison 2016/17 aus.[1] Im August 2017 erregte er mediale Aufmerksamkeit, als er seinen Vorgesetzten Herbert Fandel und Hellmut Krug Mauschelei und Intransparenz bei der Schiedsrichterauswahl vorwarf.[2]

Gräfe, von Beruf Sportwissenschaftler, lebt in Berlin.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Manuel Gräfe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 11Freunde Meisterfeier 2017: Bester Schiedsrichter | Manuel Gräfe. 11Freunde, 25. Juni 2017, abgerufen am 20. August 2017.
  2. Gräfes offener Vorwurf. Sueddeutsche, 21. August 2017, abgerufen am 19. Oktober 2017.