Meyrargues

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Meyrargues
Wappen von Meyrargues
Meyrargues (Frankreich)
Meyrargues
Region Provence-Alpes-Côte d’Azur
Département Bouches-du-Rhône
Arrondissement Aix-en-Provence
Kanton Trets
Gemeindeverband Métropole d’Aix-Marseille-Provence
Koordinaten 43° 38′ N, 5° 32′ OKoordinaten: 43° 38′ N, 5° 32′ O
Höhe 186–554 m
Fläche 41,67 km2
Einwohner 3.745 (1. Januar 2015)
Bevölkerungsdichte 90 Einw./km2
Postleitzahl 13650
INSEE-Code
Website www.meyrargues.fr

Straßenbild in Meyrargues

Meyrargues (provenzalisch Mairarga) ist eine französische Gemeinde mit 3745 Einwohnern (Stand 1. Januar 2015) im Département Bouches-du-Rhône der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt zwölf Kilometer nördlich von Aix-en-Provence an der Bahnstrecke nach Pertuis. Nachbargemeinden sind Peyrolles-en-Provence, Venelles und Le Puy-Sainte-Réparade. Meyrargues liegt im Hinterland der Durance.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Nähe errichteten die Römer ein Aquädukt zur Wasserversorgung der Stadt Aquae Sextiaie (heute Aix-en-Provence). Bei Meyrargues gab es offenbar einen Stützpunkt, wo eine Garnison stationiert war. Bereits im zehnten oder elften Jahrhundert wurde eine Burg errichtet, deren Herr der Herr von Les-Baux-de-Provence war. 1308 diente die Burg als Gefängnis für 27 Tempelritter. Zwischen 1532 und 1540 wurde die Kirche des Ortes ausgebaut. 1737 brach sie zusammen und wurde wieder aufgebaut. 1868 stiftete der Kunstminister eine Statue der heiligen Katharina von Siena.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es ist umstritten, ob sich der Name von Marie-Agger ableitet, was so viel heißt wie „Lager des Marius“ (römischer Feldherr, der die Region eroberte), oder ob der Name vom Herren des Dorfes kommt. Wahrscheinlicher ist letzteres, da es allgemeinhin üblich war, Dörfer nach ihrem Besitzer zu benennen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Burg aus dem 10. oder 11. Jahrhundert
  • Kapelle Saint-Sébastien
  • Mutter-Gottes-Kapelle
  • Ruinen des römischen Aquädukts

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2008
Einwohner 1.525 2.196 2.222 2.406 2.814 3.284 3.473

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 19. Jahrhundert verlief die Route Imperiale No. 115 von Toulon nach Sisteron durch den Ort. Ab 1824 wurde die Straße im Bereich von Meyrargues als Route nationale 96 bezeichnet. Im Jahr 1964 wurde eine Ortsumgehung gebaut. 2006 wurde die Straße zur Departementsstraße D96 heruntergestuft. Die D96 stellt Richtung Venelles die Verbindung zur ca. 11 km entfernten Autobahn-Anschlussstelle Meyrargues der Autoroute A51 her, die im Jahr 1984 als Teil der Route nationale 296 Richtung Aix-en-Provence eröffnet wurde.

Eine weitere überörtliche Straßenverbindung ist die Departementstraße D561, die von hier in westliche Richtung über Le Puy-Sainte-Réparade und Charleval weiter nach Mallemort führt.

Schienenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Meyrargues liegt an der Strecke Lyon–Grenoble–Marseille. Er wurde von der PLM mit dem Abschnitt von Pertuis nach Aix-en-Provence im Jahr 1872 in Betrieb genommen. Heute wird der Bahnhof von Nahverkehrszügen der SNCF bedient. Es bestehen direkte TER-Zugverbindungen nach Sisteron, Pertuis, Marseille-St. Charles, Briançon und Gap.

Im Jahr 1882 errichtete die Compagnie des chemins de fer régionaux des Bouches-du-Rhône (ab 1913 Régie départementale des Bouches-du-Rhône) eine normalspurige Nebenbahn von Meyrargues nach Eyguières, wo Anschluss an die Linie Fontvieille-Salon-de-Provence bestand. Der Verkehr auf diese Strecke wurde 1950 eingestellt.

Von 1889 bis 1950 war Meyrargues Endpunkt der meterspurigen Eisenbahn Nizza–Grasse–Dragugnian–Meyrargues. Der Bahnhof der Compagnie des chemins de fer du Sud de la France (ab 1925 Chemins de fer de Provence) wurde im Jahr 1889 mit dem Streckenabschnitt Dragugnian–Meyrargues eröffnet. Ab 1892 verkehrten für einige Jahre durchgehende Züge nach Nizza, später endeten die Züge aus Meyrargues in Dragugnian. Die durchgehende Verbindung nach Nizza wurde 1944 durch Sprengung mehrerer Viadukte unterbrochen. Der verbleibende Verkehr Richtung Dragugnian–Tanneron endete im Januar 1950.

Das Bahngelände liegt in nordwestlicher Richtung ca. 1,5 km außerhalb des Ortskerns und ist über die D96 mit diesem verbunden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Meyrargues – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien