Roden (Unterfranken)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Roden
Roden (Unterfranken)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Roden hervorgehoben

Koordinaten: 49° 54′ N, 9° 37′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Main-Spessart
Verwaltungs­gemeinschaft: Marktheidenfeld
Höhe: 252 m ü. NHN
Fläche: 20,06 km2
Einwohner: 968 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 48 Einwohner je km2
Postleitzahl: 97849
Vorwahl: 09396
Kfz-Kennzeichen: MSP
Gemeindeschlüssel: 09 6 77 178
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile[2]
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Oberdorfstraße 21
97849 Roden
Website: www.roden.de
Bürgermeister: Otto Dümig (Wählergemeinschaft Roden/Dorfgemeinschaft Ansbach)
Lage der Gemeinde Roden im Landkreis Main-Spessart
HessenBaden-WürttembergWürzburgLandkreis AschaffenburgLandkreis MiltenbergLandkreis Bad KissingenLandkreis KitzingenLandkreis WürzburgForst LohrerstraßeRechtenbachEsselbachRuppertshüttener ForstRuppertshüttener ForstPartensteiner ForstPartensteiner ForstLangenprozeltener ForstHerrnwaldHaurainHafenlohrFürstlich Löwensteinscher ParkFrammersbacher ForstFrammersbacher ForstFrammersbacher ForstForst AuraForst AuraBurgjoß (gemeindefreies Gebiet)Burgjoß (gemeindefreies Gebiet)SchollbrunnBischbrunnThüngenPartensteinMittelsinnHaslochNeuhütten (Unterfranken)RechtenbachRechtenbachHafenlohrHafenlohrLohr am MainLohr am MainZellingenWiesthalUrspringenRothenfelsRoden (Unterfranken)RieneckRetzstadtObersinnObersinnObersinnNeustadt am MainNeuendorf (Unterfranken)MarktheidenfeldTriefensteinKreuzwertheimKarsbachKarlstadtKarbach (Unterfranken)HimmelstadtGräfendorfGössenheimGemünden am MainFrammersbachFrammersbachFellenEußenheimErlenbach bei MarktheidenfeldBirkenfeld (Unterfranken)Aura im SinngrundAura im SinngrundArnstein (Unterfranken)BurgsinnSteinfeld (Unterfranken)Landkreis SchweinfurtKarte
Über dieses Bild

Roden ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Marktheidenfeld.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinde Roden

Roden liegt zwischen Aschaffenburg (52 km) und Würzburg (32 km) am Rande des Spessarts. Nach Karlstadt am Main (Kreisstadt) sind es 15 km und nach Lohr am Main ebenfalls. Von der Autobahn A3 (Frankfurt – Würzburg) erreicht man Roden über die Ausfahrt Marktheidenfeld (Nr. 65). Dann weiter nach Marktheidenfeld, dort über die Mainbrücke und am Ende der Brücke nach links Richtung Karlstadt am Main entlang. 7 km nach Marktheidenfeld erreicht man Roden.

Roden ist eine waldreiche Gemeinde (ca. 1000 ha) am Übergang zwischen Spessart (Buntsandstein) und fränkischer Platte (Muschelkalk).

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Roden besteht aus zwei Gemeindeteilen[2], auf die sich sieben Siedlungen[3] verteilen:

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Roden ist ein Rodungsname und bedeutet gerodetes Land.[5]

Frühere Schreibweisen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:[5]

  • 1299 Rode
  • 1319 Roden
  • 1348 Rodin
  • 1421 Rodan

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Roden wurde 1348 erstmals urkundlich erwähnt und war jahrhundertelang Teil des Hochstiftes Würzburg. Es fiel im Reichsdeputationshauptschluss 1803 an die Grafen Löwenstein-Wertheim-Rosenberg. Beide gehörten ab 1500 zum Fränkischen Reichskreis. 1806 wurde Roden Bestandteil des zu Baden gehörenden Mediatamtes Steinfeld, das wiederum 1816 an Österreich abgetreten wurde. Im Generalrezess von Frankfurt 1819 kam Roden zu Bayern. Dort entstand gemäß dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juni 1976 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Ansbach eingegliedert.[6]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Roden ist in konfessioneller Hinsicht katholisch geprägt. Im Dekanat Lohr (Bistum Würzburg) existieren die Kuratie St. Cyriakus im Hauptort der Gemeinde und die Kuratie St. Hubertus in Ansbach.[7]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Otto Dümig (Wählergemeinschaft Roden/Dorfgemeinschaft Ansbach).

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahlen 2002, 2008 und 2014 führten zu folgenden Sitzverteilungen im Gemeinderat:

2002 2008 2014
Wählergemeinschaft Roden 6 6 6
Dorfgemeinschaft Ansbach 6 6 6
gesamt 12 12 12

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Eichbaum auf der linken Seite des Wappens deutet auf den Waldreichtum der Gemeinde hin, in der rechten Hälfte stellt das Wappen des Klosters Neustadt am Main den historischen Ursprung des Dorfes dar.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kleine Gewerbebetriebe und nur noch wenige Landwirte bieten kaum Arbeitsplätze vor Ort. Der überwiegende Teil der Bevölkerung pendelt nach Lohr, Marktheidenfeld oder Würzburg zur Arbeit.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche St. Cyriakus von 1710 besitzt einen Turm aus der Zeit von Julius Echter (Tabernakel 16. Jh) und eine bedeutende Kreuzigungsgruppe aus Sandstein aus dem ehemaligen Kloster Neustadt am Main (1586) auf dem Friedhof.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Roden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
WiktionaryWiktionary: Roden – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b Gemeinde Roden: Mitteilungsblatt. (online [abgerufen am 8. Juni 2014]).
  3. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111119/222942&attr=OBJ&val=1743
  4. Verwaltungsgemeinschaft Marktheidenfeld: Entwicklung der Einwohnerzahlen seit 1981. 2014 (online [abgerufen am 12. Mai 2014]). online (Memento des Originals vom 29. April 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.vgem-marktheidenfeld.de
  5. a b Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken. C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 189 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 762.
  7. Bistum Würzburg: Alle Dekanate. 2014 (online [abgerufen am 23. April 2014]).
  8. Gemeinde Roden: Kreuzigungsgruppe im Friedhof von Roden aus dem Jahre 1586. 2013 (online [abgerufen am 18. Juni 2014]).