Himmelstadt

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Himmelstadt
Himmelstadt
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Himmelstadt hervorgehoben
Koordinaten: 49° 55′ N, 9° 48′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Main-Spessart
Verwaltungs­gemeinschaft: Zellingen
Höhe: 165 m ü. NHN
Fläche: 13,42 km²
Einwohner: 1592 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 119 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97267
Vorwahl: 09364
Kfz-Kennzeichen: MSP
Gemeindeschlüssel: 09 6 77 142
Gemeindegliederung: 1 Ortsteil
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Würzburger Str. 26
97225 Zellingen
Webpräsenz: www.himmelstadt.de
Bürgermeister: Gundram Gehrsitz (CSU/Freie Bürgerliste)
Lage der Gemeinde Himmelstadt im Landkreis Main-Spessart
Hessen Baden-Württemberg Würzburg Landkreis Aschaffenburg Landkreis Miltenberg Landkreis Bad Kissingen Landkreis Kitzingen Landkreis Würzburg Forst Lohrerstraße Rechtenbach Esselbach Ruppertshüttener Forst Ruppertshüttener Forst Partensteiner Forst Partensteiner Forst Langenprozeltener Forst Herrnwald Haurain Hafenlohr Fürstlich Löwensteinscher Park Frammersbacher Forst Frammersbacher Forst Frammersbacher Forst Forst Aura Forst Aura Gemeindefreies Gebiet Burgjoß Gemeindefreies Gebiet Burgjoß Schollbrunn Bischbrunn Thüngen Partenstein Mittelsinn Hasloch Neuhütten (Unterfranken) Rechtenbach Rechtenbach Hafenlohr Hafenlohr Lohr am Main Lohr am Main Zellingen Wiesthal Urspringen Rothenfels Roden (Unterfranken) Rieneck Retzstadt Obersinn Obersinn Obersinn Neustadt am Main Neuendorf (Unterfranken) Marktheidenfeld Triefenstein Kreuzwertheim Karsbach Karlstadt Karbach (Unterfranken) Himmelstadt Gräfendorf Gössenheim Gemünden am Main Frammersbach Frammersbach Fellen Eußenheim Erlenbach bei Marktheidenfeld Birkenfeld (Unterfranken) Aura im Sinngrund Aura im Sinngrund Arnstein (Unterfranken) Burgsinn Steinfeld (Unterfranken) Landkreis SchweinfurtKarte
Über dieses Bild
Blick auf Himmelstadt

Himmelstadt ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Zellingen.

Aufgrund des „himmlischen“ Namens der Gemeinde existiert seit 1986 das „Weihnachtspostamt Himmelstadt“, das gemeinsam von Deutscher Post und der Gemeinde betrieben wird.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der beiderseits des Mains gelegenen Gemeinde existiert als eine einzige Gemarkung die Gemarkung Himmelstadt.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ursprüngliche Name besteht aus dem Personennamen der Ortsgründerin Immina und dem althochdeutschen Wort stat. Im 13. Jahrhundert wurde der erste Namensbestand in mittelhochdeutsch himel umgedeutet, was sich auch im lateinischen Namenszusatz Celiporta (Pforte des Himmels) erkennen lässt.[2]

Frühere Schreibweisen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:[2]

  • 840 Immestat
  • 1103 Himminstat
  • 1164 Himmenstat
  • 1172 Hymenstat
  • 1182 Himmistat
  • 1223 Himilstat
  • 1230 Himelstat
  • 1262 Hiemelstat
  • 1335 Himmelstat
  • 1800 Himmelstadt

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

741 ging nach dem Tod der Ortsgründerin Immina der Besitz an Bischof Burkard von Würzburg über. 840 wird der Ort als Immestat erstmals urkundlich erwähnt. Das Kloster Himmelpforten wurde in Himmelstadt durch Bischof Hermann I. von Lobdeburg gegründet. Es wurde im Jahr 1253 von Himmelstadt nach Himmelpforten bei Würzburg verlegt. Die Wirtschaftsgüter blieben bis zur Säkularisation im Jahr 1803 beim Kloster. Als Teil des Hochstiftes Würzburg, das zum Fränkischen Reichskreis gehörte, wurde Himmelstadt 1803 zugunsten Bayerns säkularisiert, dann im Frieden von Preßburg 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen, mit welchem es 1814 endgültig an Bayern fiel.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Einwohnerzahl
1840 808
1871 827
1900 808
1925 921
1939 971
1950 1230
1961 1250
1970 1425
1987 1558
2000 1752
2008 1736
2014 1597

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit März 2013 Gundram Gehrsitz (CSU/Freie Bürgerliste). Sein Vorgänger war Harald Führer (CSU/Freie Bürgerliste). Ende 2012 musste dieser sein Amt krankheitsbedingt aufgeben.[3]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 2,5 Millionen Euro, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 457.000 Euro.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortskern befinden sich laut aktueller Denkmalschutzliste 18 geschützte Baudenkmäler sowie elf geschützte Bildstöcke.[4]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 37, im produzierenden Gewerbe 592 und im Bereich Handel und Verkehr 122 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 1016 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1684. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe neun Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 103 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2104 Hektar.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundesstraße 27 führt östlich an Himmelstadt vorbei. Links des Mains führt die Staatsstraße 2300 (von Mühlbach nach Würzburg) durch Himmelstadt.

Himmelstadt verfügt rechts des Mains über einen Bahnhof an der Main-Spessart-Bahn (Würzburg-Hanau), der von der Regionalbahn stündlich bedient wird.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 75 Kindergartenplätze mit 78 Kindern
  • Volksschulen: eine Schule mit sechs Lehrern und 96 Schülern

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Himmelstadt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b Wolf-Armin Frhr. v. Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. C.H.Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 104 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. Main Post: Bürgermeister Führer hört auf, 7. Dezember 2012
  4. Himmelstadt ist reich an historischen Gebäuden. Abgerufen am 11. Juli 2013.