Spitzkiele

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Spitzkiele
Berg-Spitzkiel (Oxytropis montana)

Berg-Spitzkiel (Oxytropis montana)

Systematik
Eurosiden I
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Schmetterlingsblütler (Faboideae)
Tribus: Galegeae
Gattung: Spitzkiele
Wissenschaftlicher Name
Oxytropis
DC.

Die Spitzkiele oder Fahnenwicken (Oxytropis) sind eine Gattung in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae).

Merkmale[Bearbeiten]

Die Spitzkiele sind ausdauernde, krautige Pflanzen, die ein verholztes Rhizom bilden. Es gibt stängellose wie auch stängelbildende Arten. Die Blätter sind meist unpaarig gefiedert, die Fiederblättchen sind ganzrandig und am Grund asymmetrisch. Die Nebenblätter sind mit dem Blattstiel verwachsen, frei, oder auch miteinander verbunden.

Die Blüten stehen in achselständigen Trauben. Der Kelchblatt ist röhrig, die Kelchzähne sind annähernd gleich. Die Kronblätter sind violett, purpurn, weiß oder blassgelb. Sie sind lang genagelt, meistens frei und abfallend. Das Schiffchen hat vorne eine deutliche aufgesetzte Spitze. Das oberste Staubblatt ist frei. Der Fruchtknoten ist sitzend bis gestielt und beinhaltet meist viele Samenanlagen.

Die Blüten sind Schmetterlingsblumen mit einem einfachen Klappmechanismus. Flügel und Schiffchen sind gelenkig verbunden. Die Bestäubung erfolgt durch Hummeln, andere langrüsselige Apoideen, in Gebirgslagen häufig durch Schmetterlinge.

Die Hülsen sind häufig aufgedunsen, haben einen Fächer, häufiger sind sie durch eine falsche Längsscheidewand zweifächrig. Die Oberfläche ist kahl oder behaart. Die meist mehreren Samen sind klein, linsenförmig, nierenförmig oder kugelig.

Alpen-Spitzkiel (Oxytropis campestris)

Systematik[Bearbeiten]

Die Gattung Oxytropis wird innerhalb der Faboideae in die Tribus Galegeae gestellt. Sie wurde früher als Untergattung der Gattung Tragant, Astragalus subg. Oxytropis, geführt.

Die Gattung besteht aus rund 300 Arten.

Die in Mitteleuropa vorkommenden Arten sind:[1]

Der Gattungsname Oxytropis wurde von Augustin Pyrame de Candolle geprägt und leitet sich von den griechischen Wörtern oxys = spitz und tropis = Schiffskiel ab. Der Name bezieht such auf die am Schiffchen aufgesetzte Spitze, die die Gattung morphologisch von Astragalus unterscheidet.

Belege[Bearbeiten]

  • Siegmund Seybold (Hrsg.): Schmeil-Fitschen interaktiv (CD-Rom), Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2001/2002, ISBN 3-494-01327-6

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. M.A. Fischer, K. Oswald, W. Adler: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. Dritte Auflage, Land Oberösterreich, Biologiezentrum der OÖ Landesmuseen, Linz 2008, ISBN 978-3-85474-187-9; Siegmund Seybold (Hrsg.): Schmeil-Fitschen interaktiv (CD-Rom), Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2001/2002, ISBN 3-494-01327-6

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Spitzkiel – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien