Mesekenhagen

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Mesekenhagen führt kein Wappen
Mesekenhagen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Mesekenhagen hervorgehoben
Koordinaten: 54° 9′ N, 13° 19′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Vorpommern-Greifswald
Amt: Landhagen
Höhe: 5 m ü. NHN
Fläche: 25,52 km2
Einwohner: 1008 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 39 Einwohner je km2
Postleitzahl: 17498
Vorwahl: 038351
Kfz-Kennzeichen: VG, ANK, GW, PW, SBG, UEM, WLG
Gemeindeschlüssel: 13 0 75 091
Gemeindegliederung: 7 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Theodor-Körner-Straße 36
17498 Neuenkirchen
Webpräsenz: mesekenhagen.de
Bürgermeister: Geert-Christoph Seidlein
Lage der Gemeinde Mesekenhagen im Landkreis Vorpommern-Greifswald
Brandenburg Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Buggenhagen Krummin Lassan Wolgast Wolgast Zemitz Ahlbeck (bei Ueckermünde) Altwarp Eggesin Grambin Hintersee (Vorpommern) Leopoldshagen Liepgarten Luckow Luckow Lübs (Vorpommern) Meiersberg Mönkebude Vogelsang-Warsin Bargischow Bargischow Blesewitz Boldekow Bugewitz Butzow Ducherow Iven Krien Krusenfelde Neetzow-Liepen Medow Neetzow-Liepen Neu Kosenow Neuenkirchen (bei Anklam) Postlow Rossin Sarnow Spantekow Stolpe an der Peene Alt Tellin Bentzin Daberkow Jarmen Kruckow Tutow Völschow Behrenhoff Dargelin Dersekow Diedrichshagen Hinrichshagen (Vorpommern) Levenhagen Mesekenhagen Neuenkirchen (bei Greifswald) Weitenhagen (bei Greifswald) Bergholz Blankensee (Vorpommern) Boock (Vorpommern) Glasow (Vorpommern) Grambow (Vorpommern) Löcknitz Nadrensee Krackow Penkun Plöwen Ramin Rossow Rothenklempenow Brünzow Hanshagen Katzow Kemnitz (bei Greifswald) Kröslin Kröslin Loissin Lubmin Neu Boltenhagen Rubenow Wusterhusen Görmin Loitz Sassen-Trantow Altwigshagen Ferdinandshof Hammer a. d. Uecker Heinrichswalde Rothemühl Torgelow Torgelow Torgelow Wilhelmsburg (Vorpommern) Jatznick Brietzig Damerow (Rollwitz) Fahrenwalde Groß Luckow Jatznick Jatznick Koblentz Krugsdorf Nieden Papendorf (Vorpommern) Polzow Rollwitz Schönwalde (Vorpommern) Viereck (Vorpommern) Zerrenthin Züsedom Karlshagen Mölschow Peenemünde Trassenheide Benz (Usedom) Dargen Garz (Usedom) Kamminke Korswandt Koserow Loddin Mellenthin Pudagla Rankwitz Stolpe auf Usedom Ückeritz Usedom (Stadt) Zempin Zirchow Bandelin Gribow Groß Kiesow Groß Polzin Gützkow Gützkow Karlsburg (Vorpommern) Klein Bünzow Lühmannsdorf Murchin Rubkow Schmatzin Wrangelsburg Ziethen (bei Anklam) Züssow Heringsdorf Pasewalk Strasburg (Uckermark) Ueckermünde Wackerow Greifswald Greifswald PolenKarte
Über dieses Bild
Gristower Wiek
Blick von der Kirche zur Gristower Wiek
Kirche, Kirchhof und Pfarrhaus in Gristow

Mesekenhagen ist eine Gemeinde im Landkreis Vorpommern-Greifswald. Sie wird vom Amt Landhagen mit Sitz in Neuenkirchen verwaltet. Die Gemeinde ist die nördlichste Gemeinde des Amtes und des Landkreises Vorpommern-Greifswald. Die vorgelagerten Inseln Riems und Koos sind Exklaven der Stadt Greifswald.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mesekenhagen liegt rund fünf Kilometer nordwestlich von Greifswald, nördlich des Flusses Ryck. Mesekenhagen liegt am Greifswalder Bodden und reicht von der Gristower Wiek bis zum Kooser See. Durch die Gemeinde verläuft die Bundesstraße 105, die ehemalige B 96, von Greifswald nach Stralsund. Die Bundesautobahn 20 ist über die etwa 15 Kilometer entfernte Anschlussstelle Greifswald erreichbar. Durch das Gemeindegebiet verläuft die Bahnstrecke Stralsund–Greifswald, der Bahnhof an dieser wurde jedoch bereits aufgegeben.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Brook
  • Frätow
  • Gristow
  • Groß Karrendorf
  • Kalkvitz
  • Kowall
  • Mesekenhagen
Wüstungen und Wohnplätze in der Gemeinde
  • Klein Karrendorf (Wohnplatz)
  • Breseger (Wüstung)
  • Bucowe (Wüstung)
  • Hohenbrock (Wüstung)
  • Kalenberch (Wüstung)
  • Lieps (Wüstung)
  • Nemelendorp (Wüstung)
  • Wische (Wüstung)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brook[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brook wurde 1326 als Duvelsbrueke erstmals urkundlich genannt. Weiterhin wurden andere sehr unterschiedliche Namen gebraucht, bis 1696 der Name Brook auftauchte. Der Name bedeutet „Teufelsbruch“, weil der Ort am Greifswalder Bodden in nasser Wiesenumgebung mit Bruchwald liegt.[2]

Im Ort befand sich um 1880 (MTB) ein kleines Gut und etwas abgelegen ein Forsthaus. Südlich von Brook befanden sich vier archäologisch nachgewiesene slawische Siedlungen und östlich an der Küste zwei Schanzen aus dem 18. Jahrhundert, die wohl die Einfahrt nach Greifswald schützen sollten.

Gristow und die Gristower Wiek[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil Gristow wurde bereits im Jahr 1248 erstmals urkundlich als Cristogh erwähnt. Sein Name konnte bis heute etymologisch nicht endgültig geklärt werden, ob im Slawischen „Kreuz“ oder „Taufe“ gemeint war.[2] Gristow entstand als kleines slawisches Angerdorf und befand sich seit dem 13. Jahrhundert im Besitz einer Seitenlinie der Fürsten von Rügen, der Familie von Gristow. Diese Landadligen verkauften im 14. Jahrhundert ihre Ländereien nach und nach an die Stadt Greifswald.

Von der Ortschaft leitet sich auch der Name Gristower Wiek, einer kleinen flachen Bucht an der Westküste des Greifswalder Boddens ab. Die dreiecksförmige Bucht ist nur 2,7 km² groß und weist Tiefen von weniger als zwei Meter bis maximal vier Meter auf. Ihr vorgelagert sind die Insel Riems, die durch das auf ihr befindliche Forschungszentrum für Tierseuchen „Friedrich Loeffler“ international bekannt wurde, und die in ihrer Nähe liegenden Holme Großer Werder, Kleiner Werder, Reffbrinks, Brinkenberg und der bereits mit dem Festland verbundene Fahrenbrink als Vogelschutzgebiete.

Dieser Abschnitt der flachen Boddenküste mit der Gristower Wiek war seit Jahrhunderten Sturmhochwassern ausgesetzt. Die Sturmfluten in den Jahren 1298 und 1306 sollen die Wiek erst in ihrer heutigen Form geschaffen haben. Seinerzeit wurde in dem Bereich die alte Landstraße zwischen Stralsund und Greifswald durch das Hochwasser unpassierbar und auch die Zolleinnahmestelle an der dortigen Brücke zerstört. Im folgenden Jahr (1397) erhielt die Stadt Greifswald vom Landesherrn das Recht erteilt, eine neue Landstraße über Mesekenhagen und Kowall nach Reinberg auszubauen. Dieser Straßenabschnitt wurde somit einer der historischen Vorläufer des späteren Teils der Fernverkehrs- bzw. Bundesstraße 96. Sturmhochwasser veränderten durch Zerstörungen immer wieder den inneren Teil der Wiek, so z.B. in den Jahren 1904, 1914, 1949 und 1954, wobei die küstendynamischen Prozesse aber nicht abgeschlossen sind. Im westlichen Küstenabschnitt des Greifswalder Boddens einschließlich der Gristower Wiek sind besondere Wetter-Phänomene von Bedeutung und zu beachten:

„Meist wehen die Stürme … aus südlichen bis westlichen Richtungen und lassen besonders im westlichen Bodden für Stunden oder Tage mit bis zu 1 m … unter NN ein nordseeähnliches Watt entstehen. Kommen sie aus nördlichen bis östlichen Richtungen, so steigt der Wasserspiegel, und Sturmfluten sind die Folge. Besonders die exponierten flachen Küstenabschnitte im Südwesten des Boddens werden dann vom Ostseewasser überflutet“

– R. Bendt 1995, S. 4

In Gristow war die Landwirtschaft und Fischerei seit Beginn an eine wichtige Erwerbsmöglichkeit für die Bevölkerung. 1955 plante der Rat des Kreises Greifswald daher einen Hafen, der 1957 aus verankerten Holzspundwänden fertiggestellt wurde. Die Ausführung war jedoch mangelhaft, so dass die Gemeinde bereits nach kurzer Zeit eine zweite, vorgelagerte Wand einziehen lassen musste. Die Ränder wurden dabei mit Naturstein und Beton befestigt. 2015 erfolgte eine erneute Sanierung des Bollwerks, in dem die Gemeinde eine rückverankerte Stahlspundwand einzog. Der Hafen wird vom Hafenverein Gristow e.V. bewirtschaftet.[3] Dort hat sich bis in die jüngste Zeit der alte pommersche Brauch des jährlichen Tonnenabschlagens im Monat Mai oder zum Erntedankfest erhalten, wobei die drei besten Reiter zum „Boden-, Stäben- und Tonnenkönig“ gekürt werden. Dieser Brauch soll bis in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) zurückreichen, als die Schweden Pommern besetzten und die hiesigen Fischer ihren Tribut in dieser Form zu entrichten hatten.

Kalkvitz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kalkvitz wurde 1229 als Virtiz Calicowiz erstmals urkundlich genannt. 1313 wurde dann der ähnlich dem aktuellen Namen anzusehende Name Kalkeviz verwendet. Die Schreibweise wechselt dann noch bis zur Gegenwart oft. Der slawische Name wurde mit „Sumpf“ gedeutet.[2] Die Schreibung mit ...vitz ist eine typisch rügensche Schreibweise. Im sonstigen pommerschen Raum wird fast nur mit ...witz geschrieben, nur Rügen macht diese Ausnahme. Da die Regionen von Gristow und Brandshagen den Verwandten der Rügenfürsten gehörten ist diese Schreibung erklärlich.

Westlich von Kalkvitz gibt es eine Konzentration von vier archäologisch nachgewiesenen slawischen Siedlungen, das belegt die slawische Gründung. Ansonsten ist Kalkvitz ein kleines Gutsdorf ohne Besonderheiten gewesen.

Im 21. Jahrhundert ist das Dorf ein moderner ausgeweiteter Wohnplatz, um den alten Dorfkern konzentriert sich eine viel größere Bungalow-Freizeitsiedlung.

Groß Karrendorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Groß Karrendorf wurde 1301 als de Kerndorp erstmals urkundlich genannt. 1313 erfolgte dann die Bezeichnung mit Karrendorf. Zu dieser Zeit gehörte das Dorf der Familie Slawestorpe, um anschließend in den Besitz der Fürsten von Rügen zu fallen. Aus dem Jahr 1670 sind vier Bauern und acht Kossäten überliefert. 1787 waren es sechs Bauern, die eine Pacht an die Stadt Greifswald zahlen mussten. Aus dem Jahr 1805 ist die Existenz einer Schule überliefert. 1825 kam es vermutlich zu einer Brandstiftung, bei der ein Großteil der Gebäude zerstört wurde. Beim Wiederaufbau entstanden schließlich nur noch vier Großbauernhöfe, welche die Stadt Greifswald 1934 gegen Flächen in Ladebow eintauschte. Zwischen 1848 und 1950 errichteten die Einwohner mehrere Sommerdeiche. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurden die Höfe im Zuge der Bodenreform an Umsiedler aufgeteilt. Sie errichteten einige neuen Gebäude, so dass erstmals eine Unterscheidung in Klein und Groß Karrendorf vorgenommen wurde. Beide wurden einer LPG in Mesekenhagen angegliedert. Erst 1957 bürgerte sich der Name Groß Karrendorf ein. Der Name leitet sich von dem ursprünglichen Kern = Butterfass ab. Das wurde dann weiter „verdeutscht“ – statt Kern zu Karren.[2] Die Gemeinde gibt auf einer Informationstafel im Ort jedoch auch die Erklärung an, dass sich die Bezeichnung aus der mittelalterlichen zentralen, Kernlage des Dorfes zwischen Greifswald nach Stralsund ableiten könnte. Nach der Wende kam es zu einer regen Bautätigkeit, bei der 1998 auch die Schule saniert wurde.[4]

Groß Karrendorf ist eine kleine Ansiedlung, die aus den Höfen II. und IV., sowie dem Kerndorf besteht. Als Ortsteil auch nicht mehr geführt siehe → Klein Karrendorf.

Klein Karrendorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klein Karrendorf wurde in der Ortsliste von 1957 erstmals genannt.[2] Die Ansiedlung war vorher bereits seit 1880 lt. MTB verzeichnet und wurde nur als Hof I. und III. bezeichnet. Außer diesen Höfen gab es dort damals nur noch wenig Häuser der Landarbeiter.

Erst nach 1945 vergrößerte sich der Ort und wurde damit zu einem Ortsteil mit postalischem Namen. In der Hauptsatzung der Gemeinde wird der Ort aber nicht mehr als Ortsteil geführt, sondern nur noch Karrendorf insgesamt.

Kowall[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kowall wurde 1325 urkundlich als „Dancwarde de Kowal“ erwähnt. Kowall bedeutet im Slawischen so viel wie ‚Schmiede‘.[2]

Frätow[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frätow wurde urkundlich 1320 erstmals als Vretokowe genannt. Erst 1692 erfolgte die erste Nennung mit dem aktuellen Namen, danach aber auch noch in abweichenden Schreibweisen. Der slawische Gründungsname bedeutet so viel wie „Geschwür“, aber auch „Spindel“.[2] Neben dem Ort gab es eine spätwendische bis ins Frühdeutsche reichende Siedlung, die archäologisch nachgewiesen ist.

Frätow liegt am Gristowschen Bodden. Die Umgebung des Dorfes liegt sehr tief, sodass es bereits vor 1900 eingedeicht werden musste. Es ist ein typisches Gutsdorf mit dem dominierenden Gut und der Landarbeiterkatenzeile.

Vom Gut ist fast nichts mehr vorhanden, lediglich das Gutshaus ist noch erhalten. Das Gutshaus wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut; ehemals ein zweigeschossiges massives Traufenhaus mit Pilastergliederung und einem mit Zahnschnitt verzierten Hauptgesims. Es hat ein Krüppelwalmdach mit Falzziegeleindeckung. Der Teil mit den Wirtschaftsräumen und der Veranda wurde abgerissen, der Eingangsbereich mit Erkervorsprung, Rundbogensprossenfenstern und der Treppenaufgang an der Rückfront wurden wesentlich verändert. Auch der ehemalige Gutspark ist nicht mehr vorhanden, er wurde nach 1945 abgeholzt und überbaut.

Die Ansiedlung wird heute von Bungalow-Siedlungen dominiert. Es besteht ein kleiner Bootshafen.

Mesekenhagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mesekenhagen wurde 1325 als Mesekenhaghen urkundlich erwähnt. Es ist, wie der Namen verrät, eine deutsche Rodungsgründung. Der Namen ist aber eine slawisch – deutsche Mischform. Der Namensteil Meseken ist schwer zu deuten, wahrscheinlich nach dem slawischen Bär oder der Mitte der Rodung.[2]

Die Gemeinde besteht in ihrer jetzigen Struktur seit dem Jahre 1950. 1964 drehte Kurt Tetzlaff im Ortsteil Frätow einen Film über junge Arbeiter in der Erdölförderung mit Manfred Krug als Sprecher. In der DDR wurde der Film nie gezeigt.

Breseger (Wüstung)

Breseger wurde als bresegher 1356 erstmals urkundlich genannt. Der Name bedeutet im slawischen Sprachgebrauch so viel wie „Birkenberg“. 1582 wurde es letztmals als Breßegere genannt. Danach war es wüst. Die genaue Position der Wüstung ist bislang nicht ermittelt, die Urkunden geben nur die Lage bei Mesekenhagen und Kowall an.[2]

Bucowe (Wüstung)

Der Ort bei Gristow in der Gemeinde Mesekenhagen wurde 1313 mit in villa Bucowe urkundlich genannt. Der Ort wurde wohl bald danach wüst. Nur noch der in Liegenschaftskarten genannte Flurnamen „Bukowberg“ verweist auf die wüste Ortschaft.[2]

Lieps (Wüstung)

Nordöstlich von Frätow lag ein kleiner Ort, der 1335 mit Lypeze urkundlich genannt wurde, der slawische Name bedeutet Linde. Dieser Ort Lieps wurde um 1630 zerstört bis auf einen Hof und lag nach 1821 ganz wüst. Die Feldmark fiel an Frätow, heute zeugt nur noch ein Flurname von dem Ort.[2]

Hohenbrock (Wüstung)

Auf halbem Weg zwischen Mesekenhagen und Karrendorf lag um 1835 ein kleiner Wohnplatz mit dem Namen Hohenbrock.[2] Bis vor 1880 lt. MTB fiel er wieder wüst. Dort befand sich eine Bockwindmühle, die wohl der Grund für diese Ansiedlung war. Möglicherweise ist sie abgebrannt, wie so oft und nicht wieder aufgebaut worden, damit wurde die Siedlung überflüssig.

Kalenberch (Wüstung)

Kalenberch wurde 1313 erstmals als Kalemberghe urkundlich genannt. Der Ort wurde noch mehrmals bis 1383 erwähnt. 1351 werden Katenstellen beschrieben und 1381 bis 1383 erwarb die Stadt Greifswald dort das Eigentum an der Feldmark. Das Dorf fiel wüst. Es ist nur noch durch den Flurnamen „Kalenberg“ in den alten Liegenschaftskarten zu lokalisieren.[2]

Archäologisch sind westlich von Kalkvitz mehrere spätslawische Siedlungareale gefunden worden, mit diesen könnte die Wüstung Kalenberch zusammenhängen.

Nemelendorp (Wüstung)

Nemelendorp wurde mit dem genannten Namen 1342 urkundlich erstmals lt. PUB genannt. Die Lage ist bislang nicht exakt zu bestimmen. Es soll aber bei einem Friedhof von Mesekenhagen gelegen haben. Die Namensdeutung geht auf die slawische Silbe „Nemil“ = „nicht lieb“ zurück.[2]

Wische (Wüstung)

Der Ort wurde 1697 als „Wisch“ erstmals genannt. Später heißt er „Wische“. Es war ein Hof im Kirchspiel Gristow, der zu Greifswald gehörte und 1782 wüst fiel.[2] Wische bedeutet im niederdeutschen „die Wiese“.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gristower Kirche aus dem 14. Jahrhundert, mit Schule und Pfarrhaus
  • Boddenküste
  • Naturerlebnispark Gristow
  • Karrendorfer Wiesen/Insel Koos, Vogelschutzgebiet

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Greifswald und seine Umgebung (= Werte der deutschen Heimat. Band 14). 1. Auflage. Akademie Verlag, Berlin 1968. DNB 456799842.
  • Lutz Mohr: Zwischen Dänischer und Gristower Wiek. Der Greifswalder Vorort Wieck, der Große Stubber und der Greifswalder Bodden in Vergangenheit und Gegenwart. (Neue Greifswalder Museumshefte, Nr. 4). Greifswald 1978, DNB 790676729.
  • R. Bendt: Zwischen Insel Riems und Seebad Lubmin. Eine landeskundliche Betrachtung des südlichen Greifswalder Boddens. Hrsg. vom Umweltamt der Hansestadt Greifswald. Greifswald um 1995, OCLC 255479842.
  • Manfred Niemeyer: Ostvorpommern. Quellen- und Literatursammlung zu den Ortsnamen. Bd. 2: Festland. (= Greifswalder Beiträge zur Ortsnamenkunde, Bd. 2). Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Institut für Slawistik, Greifswald 2001, ISBN 3-86006-149-6, S. 71, 82, 89.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mesekenhagen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2015 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b c d e f g h i j k l m n o Manfred Niemeyer: Ostvorpommern. Quellen- und Literatursammlung zu den Ortsnamen. Bd. 2: Festland. (= Greifswalder Beiträge zur Ortsnamenkunde. Bd. 2), Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Institut für Slawistik, Greifswald 2001, ISBN 3-86006-149-6. S. 14 ff
  3. Informationstafel: Zur Geschichte des Gristower Hafens, aufgestellt am Hafen Gristow, Inaugenscheinnahme im Juli 2015.
  4. Informationstafel: Gemeinde Mesekenhagen – Groß Karrendorf an der Dorfstraße in Groß Karrendorf, August 2016.