Tribsees

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Tribsees
Tribsees
Deutschlandkarte, Position der Stadt Tribsees hervorgehoben
Koordinaten: 54° 6′ N, 12° 45′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Vorpommern-Rügen
Amt: Recknitz-Trebeltal
Höhe: 4 m ü. NHN
Fläche: 54,75 km²
Einwohner: 2655 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 48 Einwohner je km²
Postleitzahl: 18465
Vorwahl: 038320
Kfz-Kennzeichen: VR, GMN, NVP, RDG, RÜG
Gemeindeschlüssel: 13 0 73 093
Stadtgliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Karl-Marx-Straße 18
18465 Tribsees
Webpräsenz: www.stadt-tribsees.de
Bürgermeister: Thomas D. Molkentin (CDU)
Lage der Stadt Tribsees im Landkreis Vorpommern-Rügen
Rostock Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Rostock Landkreis Vorpommern-Greifswald Landkreis Vorpommern-Greifswald Landkreis Vorpommern-Greifswald Altenpleen Groß Mohrdorf Groß Mohrdorf Groß Mohrdorf Klausdorf (bei Stralsund) Kramerhof Preetz (bei Stralsund) Prohn Saal (Vorpommern) Barth Divitz-Spoldershagen Fuhlendorf (Vorpommern) Fuhlendorf (Vorpommern) Fuhlendorf (Vorpommern) Fuhlendorf (Vorpommern) Karnin (bei Barth) Kenz-Küstrow Löbnitz (Vorpommern) Lüdershagen Pruchten Saal (Vorpommern) Trinwillershagen Bergen auf Rügen Buschvitz Garz/Rügen Gustow Lietzow Parchtitz Patzig Poseritz Ralswiek Rappin Sehlen Ahrenshoop Born a. Darß Dierhagen Prerow Wieck a. Darß Wustrow (Fischland) Franzburg Glewitz Gremersdorf-Buchholz Millienhagen-Oebelitz Papenhagen Richtenberg Splietsdorf Velgast Weitenhagen (Landkreis Vorpommern-Rügen) Wendisch Baggendorf Elmenhorst (Vorpommern) Sundhagen Wittenhagen Baabe Gager Göhren (Rügen) Lancken-Granitz Middelhagen Sellin Thiessow Zirkow Groß Kordshagen Jakobsdorf Kummerow (bei Stralsund) Lüssow (bei Stralsund) Lüssow (bei Stralsund) Neu Bartelshagen Niepars Pantelitz Steinhagen (Vorpommern) Wendorf Zarrendorf Altenkirchen (Rügen) Breege Dranske Glowe Lohme Putgarten Sagard Wiek (Rügen) Bad Sülze Dettmannsdorf Deyelsdorf Drechow Eixen Grammendorf Gransebieth Hugoldsdorf Lindholz Tribsees Ahrenshagen-Daskow Schlemmin Ribnitz-Damgarten Semlow Altefähr Dreschvitz Dreschvitz Gingst Hiddensee Kluis Neuenkirchen (Rügen) Neuenkirchen (Rügen) Rambin Samtens Schaprode Schaprode Trent (Rügen) Ummanz (Gemeinde) Ummanz (Gemeinde) Ummanz (Gemeinde) Binz Grimmen Marlow Putbus Putbus Sassnitz Stralsund Stralsund Süderholz Zingst Zingst ZingstKarte
Über dieses Bild

Tribsees ist eine Stadt und Gemeinde in Mecklenburg-Vorpommern, Landesteil Vorpommern, im Süden des Landkreises Vorpommern-Rügen. Sie ist Sitz des Amtes Recknitz-Trebeltal und bildet für ihre Umgebung ein Grundzentrum.[2]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trebel bei Tribsees

Tribsees liegt zwischen Rostock und Greifswald an der Trebel und unweit der Recknitz in einer dünn besiedelten Region. Im Mecklenburgisch-Vorpommerschen Grenztal liegt die Stadt auf der pommerschen Seite der Trebel. Nördlich der Stadt befinden sich das Grenztalmoor sowie die Mündung der Blinden Trebel in die Trebel.

Stadt- bzw Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsteile
  • Tribsees
  • Landsdorf
  • Siemersdorf
  • Rekentin
  • Stremlow

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das sind: Hugoldsdorf im Norden, Drechow und Gremersdorf-Buchholz im Nordosten, Gransebieth im Osten, Grammendorf im Südosten, Deyelsdorf im Süden, Lindholz im Südwesten, Bad Sülze (Stadt) im Westen und Eixen im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tribsees in Stralsunder Bilderhandschrift 1615
Tribsees mit Trebelpaß-Schanzen 1760
Zeichnung der Burg „Castellanei“ von Tribsees um 1136

Tribsees[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Matrikelkarte von 1696 ist eine markante Insel eingezeichnet. Schon länger wurde an der Stelle des Gerberhofes im Norden Tribsees eine Burganlage vermutet. Bei Bauarbeiten für eine neue Trebelbrücke im Jahre 2010 traf man auf die Reste einer hölzernen Kastenkonstruktion, die man als Teil einer Slawenburg aus der mittel- bis spätslawischen Zeit (800 bis 1200) deutete.

Östlich der Stadt befindet sich ebenfalls ein großer slawischer Burgwall, die so genannte „Castellanei“. Es sind Reste eines obertägig weitgehend zerstörten, ursprünglich mehrgliedrigen Burgwalles, bei dem es sich vielleicht um die Hauptburg des früheren Landes Tribsees (Tribuzes) handelt. Bei einer Urkunde von 1136 war eine Skizze dieser Burganlage vorhanden, die bei Hasselbach 1849 modernisiert wiedergegeben wurde. Durch die wenigen Funde ist die Anlage nicht sicher genauer zu datieren.[3]

Der Name der Stadt dürfte sich aus dem Slawischen von ctreb oder ctrebez gleich Gereut, Rodung ableiten.
995 benannte der Annalist von St. Gallen die Tribeden als Stammesnamen in dem Gebiet. Die Landschaft Tribsees wurde erstmals 1136 urkundlich erwähnt,[4] eine Burg Tribsees erstmals 1140.[5] 1241 wurden in Lübeck das Tribseeser Scheffelmaß erwähnt. Von 1245 bis 1456 besaß das Kloster Neuenkamp das Patronat über die Kirche von Tribsees. 1285 erfolgte die Bestätigung des Lübischen Stadtrechts durch Fürst Wizlaw II. von Rügen, doch trat Tribsees bereits zuvor in einer Urkunde von 1267 als deutsche Stadt auf; der Rat schloss mit Stralsund einen Vergleich über die Anerkennung gegenseitiger Zeugnisse und bekräftigt ihn mit dem Stadtsiegel. Infolge des Ersten Rügischen Erbfolgekrieges kam Tribsees 1328 an Mecklenburg, das es erst 1355 nach dem Zweiten Rügischen Erbfolgekrieg an Pommern-Wolgast als Erbe der 1325 ausgestorbenen Fürsten von Rügen zurückgab.

Tribsees war ein wichtiger Grenzübergang nach Westen; in der am Ostrand der Stadt gelegenen Burg amtierte ein herzoglicher Vogt, später Amtshauptmann, der seit dem Ende des 15. Jahrhunderts auch die benachbarte Vogtei Grimmen mit verwaltete.[6]

Nach dem Kataster von 1624 zählte die Stadt Tribsees 87 ganze und 71 halbe Erben.[7]

Im Dreißigjährigen Krieg wurde Tribsees als Grenzort stärker befestigt und später von Wallenstein besetzt. Nach Ende des Krieges gehörte Tribsees zu Schwedisch-Pommern. Im Jahr 1702 brannte die Stadt fast vollständig ab. Zur Unterstützung des Wiederaufbaus wurde eine allgemeine Kollekte im Königreich Schweden veranstaltet, 1706 gab es in der Stadt bereits wieder 58 Wohnhäuser.

Am Ende des 18. Jahrhunderts hatte die Stadt etwas über 1000 Einwohner. Nach dem Wiener Kongress von 1815 wurde Tribsees, wie das ganze frühere Schwedisch-Pommern, preußisch. Der Anschluss an das Eisenbahnnetz erfolgte 1895 mit der Einweihung der Franzburger Südbahn nach Velgast.

Wie viele anderen Städte trieb die Weltwirtschaftskrise Tribsees 1931 in die Zahlungsunfähigkeit. Im Zweiten Weltkrieg, noch kurz vor Kriegsende, sprengten SS-Verbände die Eisenbahnbrücke.

Zu DDR-Zeiten gab es u.a. in Tribsees einen metallverarbeitenden VEB sowie einen Pumpenreparaturbetrieb.

1991 wurde Tribsees, ungewöhnlich für eine so kleine Stadt, Modellstadt der Städtebauförderung in den neuen Ländern. Der historische Stadtkern der Landstadt an der Trebel wurde saniert.

Königliches Hauptzollamt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tribsees war von 1821 bis 1827 Sitz des Nebensteueramtes des Hauptzollamtes Greifswald. Mit der Neuorganisation der bestehenden Hauptzollämter Greifswald, Stralsund und Wolgast wurde in Tribsees ein viertes Hauptzollamt etabliert. Es war das einzige Festlandhauptzollamt und seine Gründung Hinweis auf den immer umfangreicher werdenden Warenverkehr in das mecklenburgische Herrschaftsgebiet. Mit Inkrafttreten des Norddeutschen Bundes 1867 erübrigten sich die Aufgaben dieses Hauptzollamtes und so wurden die Gebäude am Markt der Stadt Tribsees 1869 per Auktion veräußert und der Betrieb eingestellt.

Landsdorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Landsdorf verweist auf die Zugehörigkeit zum Lande, also unmittelbar auf den Besitz der Pommern-Herzöge - den sogenannten herzoglichen Tafelgütern. Im 16. Jahrhundert hielt auch die Familie von Behr ritterschaftliche Anteile an den Gesamthufen des Gutes. Im frühen 18. Jahrhundert lässt sich die Familie von Beringe nachweisen, die 1822 die letzten Domanialhufen erwarb. 1834[8] verpachteten sie das etwa 650 Hektar unfassende Gut an einen Herrn J. Holtz. 1854 trat Herr F. Wüstenberg in das Pachtverhältnis mit den von Beringe ein. Im Jahre 1862 wurde Herr A. Eggert Pächter dieses Gutes. 1879 wird die Familie von Beringe noch als Eigentümer im Güteradressbuch erwähnt. 1888 wird Herr A. Eggert als Besitzer des Gutes in den Unterlagen geführt und dieser veräußerte es dann 1905 an Herrn F. Hahn, der das Gut bis zu seiner Enteignung 1945 besaß. Neoklassizistisches Gutshaus von nach 1862 mit Nord/Ost-Flügel von / nach 1905, dass nach 1945 sowjetische Kommandantur, dann Flüchtlingsunterkunft bzw. Wohnhaus mit Gaststätte und Konsum war und nach 2001 Ferienhaus ist. Der Gutspark ist gut erhalten und zu seinem Zustand vor 1945 noch erweitert, dafür sind aber die umfangreichen Gutsgebäude verschwunden.

Rekentin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gut Rekentin war u.a. im Besitz der Familien de Rekentin (1255–1577), von Peterswald (ab 1756), von Behr-Negendanks (19. Jh.), Westphal (ab 1859), von Bassewitz (ab 1881) und von Calließ (ab 1890); 1908 wurde das Gut aufgesiedelt. Das klassizistische Gutshaus stammt aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Das Gutshaus, die Gutsanlage und der Park sind noch weitestgehend erhalten.

Stremlow[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gutsbesitzer in Stremlow waren u.a. die Pommernherzöge und - zum geringeren Teil - das Kloster Neuenkamp sowie die Familie Adam Behr (ab 1591, möglicherweise schon seit dem 13. Jhd.), dem Georg von Behr nahm der Schwedische Feldmarschall Johan Baner 1638 das Gut und schenkte es dem Oberst Hans Wachtmeister. 1815 kaufte es der Oberst Gustav Bernhard von Hennings und 1883 Georg von Bülow (1883–1945, 650 Hektar) für 650.000 Mark. Seit 1918 war bis 1945 Herbert von Bülow der Besitzer.

Das Gutshaus stammte von nach 1883; es war durch Brand beschädigt nach 1945 Flüchtlingsunterkunft, später Verwaltungssitz der Maschinen-Traktoren-Station (MTS), dann der LPG, außerdem war im Haus der Konsum. Eigentümer wurde dann der Kreisbetrieb für Landtechnik (KFL), der nach der MTS in den Wirtschaftsgebäuden des Gutes etabliert war. In den 1970er Jahren wurde das Haus geräumt und stand danach leer. Das KFL ließ das Gutshaus 1988 wegen nicht reparabler Baumängel und Schäden abreißen.[9]

Nach 1990 etablierte sich im ehemaligen Gutsareal der „Strukturförderverein Trebeltal“. Dieser richtete in den Gebäuden Werkstätten für ABM-Projekte ein. So wurde eine Heimatstube, eine landwirtschaftliche Gerätesammlung, eine Steinofen-Brotbäckerei, ein Streichelzoo, ein Biker-Hotel und eine Slawensiedlung mit Blockhäusern, Viehställen, Brennofen, Teerschwelerei usw. aufgebaut. Park und Dorfgelände wurden restauriert und gepflegt.

Wahrzeichen des Dorfes ist eine alte Eiche mit einem Storchennest oben auf dem Stumpf.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1830 1.836
1861 3.692
1925[10] 3.168
1970[11] 4.264
2011 2.561

Kreis- und Amtszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tribsees war von 1818 bis 1945 Teil des preußischen Landkreises Grimmen in der Provinz Pommern, bis 1932 im Regierungsbezirk Stralsund, danach im Regierungsbezirk Stettin. Ab 1945 gehörte der Kreis Grimmen zum neu gebildeten ersten Land Mecklenburg-Vorpommern bzw. Mecklenburg. Von 1952 bis 1994 war Tribsees eine von drei Städten im Kreis Stralsund des Bezirkes Rostock.

Seit 1992 bildete die Tribsees zusammen mit den Gemeinden Drechow, Hugoldsdorf und Siemersdorf das Amt Tribsees, das ab 1994 zum Landkreis Nordvorpommern gehörte. Am 13. Juni 1999 wurde der Nachbarort Siemersdorf eingemeindet.[12] Am 15. Februar 2004 fusionierten die Ämter Tribsees und Bad Sülze sowie die Gemeinden Deyelsdorf, Grammendorf und Gransebieth zum Amt Recknitz-Trebeltal. Dieses gehört seit der Kreisgebietsreform 2011 zum Landkreis Vorpommern-Rügen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtvertretung und Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadtvertretung besteht aus 12 Mitgliedern. Die Wahl zum Gemeinderat am 25. Mai 2014 hatte folgende Ergebnisse:[13]

Partei/Bewerber Prozent Sitze
CDU 51,7 6
Freie Wählergem. „Wir für Tribsees“ 34,2 4
Einzelbewerber Kühnhold 11,7 2

Bürgermeister ist seit 2009 Thomas Molkentin (CDU). Er wurde bei der Kommunalwahl 2014 mit 60,5 % der Stimmen wiedergewählt.[14]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altes Wappen von Tribsees bis 2000

Das Wappen wurde am 20. Juni 2000 durch das Innenministerium bestätigt und unter der Nr. 210 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „In Silber eine rote Burg mit Zinnemauer und drei offenen Toren, zwei Seitentürmen mit Spitzdächern und Knäufen sowie einem gezinnten Mittelturm, aus dem ein gold bewehrter roter Greif aufwächst, in den Fängen einen goldenen Fahnenstock mit einer dreilätzigen Lehnfahne haltend, die im goldenen Feld einen schreitenden, rotgezungten, blauen Löwen zeigt.“

Das Wappen wurde 1999 von dem Schweriner Heraldiker Heinz Kippnick neu gezeichnet.

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge ist gleichmäßig längsgestreift von Rot und Silber (Weiß), in der Mitte liegt, auf jeweils zwei Drittel des roten und silbernen (weißen) Streifen übergreifend, das Stadtwappen. Die Länge des Flaggentuches verhält sich zur Höhe wie 5:3.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tribsees

Grünanlagen und Naherholung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gutspark Stremlow
  • Turmhügel Stremlow
  • Slawensiedlung mit Blockhäusern, Ställen, Einzäunungen, Brennofen, Teerschwelerei usw.
  • Gutspark Reckentin
  • Das „Grenztalmoor“ westlich von Tribsees mit zahlreichen Torfstichen des 18. bis 20. Jahrhunderts

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Tribsees

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist vor allen Dingen landwirtschaftlich geprägt. In Tribsees und vereinzelt in den Ortsteilen gibt es Gewerbeansiedlungen.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Tribsees, der einst Ausgangspunkt von Bahnstrecken nach Rostock, nach Velgast, nach Stralsund und nach Greifswald war, besitzt seit der Stilllegung der Eisenbahnverbindung nach Velgast keinen Bahnanschluss mehr. Im Süden der Stadt verläuft die Bundesautobahn 20 von Rostock über Neubrandenburg zum Autobahndreieck Uckermark. An der Trebel befindet sich ein Wasserwanderrastplatz.

Tribsees liegt am historischen Ostseezweig Via baltica[15] des Jakobswegs.[16]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Joachim Spalding, Theologe (* 1. November 1714 in Tribsees, † 22. Mai 1804 in Berlin)
  • Louis Douzette, Maler (* 25. September 1834 in Tribsees, † 21. Februar 1924 in Barth)
  • Karl Behrens, Ingenieur und Unternehmer (* 14. Februar 1854 in Tribsees; † 2. Juli 1906 in Halberstadt)
  • Heinrich Bandlow, Heimatdichter und Chronist (* 14. April 1855 in Tribsees, † 1933 in Greifswald), Ehrenbürger der Stadt Tribsees
  • Karl Worm, Heimatforscher und Ehrenbürger der Stadt Tribsees (* 10. August 1911 in Barth, † 18. März 1999 in Bartmannshagen)
  • Manfred Bleskin (* 13. Dezember 1949 in Landsdorf; † 21. Januar 2014 in Berlin), Journalist und Fernsehmoderator

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gustav Kratz: Die Städte der Provinz Pommern – Abriß ihrer Geschichte, zumeist nach Urkunden. Berlin 1865, S. 524–528 (Volltext).
  • Ernst Bahr, Klaus Conrad: Tribsees. In: Helge Bei der Wieden, Roderich Schmidt (Hrsg.): Handbuch der historischen Stätten Deutschlands. Band 12: Mecklenburg/Pommern. Stuttgart 1996, S. 305 f.
  • Andreas Neumerkel: Kleine Stadt an der Trebel mit bewegter Geschichte. In: Pommern. Zeitschrift für Kultur und Geschichte. Heft 4/2010, ISSN 0032-4167, S. 6–8.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Tribsees – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2014 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Regionales Raumentwicklungsprogramm Vorpommern (RREP) 2010 - zentralörtliche Gliederung mit Ober-, Mittel- und Grundzentren, abgerufen am 12. Juli 2015
  3. Kunkel-1932, Corpus-1988, Hasselbach-1849 und MTB 1880
  4. Klaus Conrad (Bearb.): Pommersches Urkundenbuch. Band 1. 2. Auflage. Böhlau Verlag, Köln/Wien 1970, Nr. 27.
  5. Klaus Conrad (Bearb.): Pommersches Urkundenbuch. Band 1. 2. Auflage. Böhlau Verlag, Köln/Wien 1970, Nr. 30.
  6. Verzeichnis der Amtshauptleute von 1483 bis 1634/38 bei Dirk Schleinert: Die Gutswirtschaft im Herzogtum Pommern-Wolgast im 16. und frühen 17. Jahrhundert. Köln/Weimar/Wien 2001, S. 286f.
  7. Stadtarchiv Stralsund, Rep. 13, Nr. 1595.
  8. Thomas Molkentin: Stadtgeschichte(n) Tribsees - Eine Stadt wird preußisch!. Hrsg.: Thomas Molkentin. 1. Auflage 2015.
  9. Eckhard Oberdörfer, Nordvorpommern, Edition Temmen, 2002, S. 145-146. ISBN 3-86108-480-5
  10. stadt.tribsees.kreis-grimmen.de, Gemeindelexikon für den Freistaat Preußen. Provinz Pommern. Nach dem endgültigen Ergebnis der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und anderen amtlichen Quellen unter Zugrundelegung des Gebietsstandes vom 1. Oktober 1932. Preußisches Statistisches Landesamt, Berlin 1932, S. 32
  11. Ortslexikon der DDR, Ausgabe 1971, Stand 1. Januar 1970
  12. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1999
  13. Wahlergebnis auf www.recknitz-trebeltal.de
  14. Wahlergebnis auf www.recknitz-trebeltal.de
  15. Via Baltica – Der Baltisch-Westfälische Weg
  16. Virtuelle Karte