Thomas Fanara

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Thomas Fanara Ski Alpin
Thomas Fanara im Oktober 2008
Thomas Fanara im Oktober 2008
Nation FrankreichFrankreich Frankreich
Geburtstag 24. April 1981
Geburtsort Annecy
Größe 170 cm
Gewicht 69 kg
Karriere
Disziplin Riesenslalom, Slalom
Verein Douanes Praz-sur-Arly
Status aktiv
Medaillenspiegel
Weltmeisterschaften 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
FIS Alpine Skiweltmeisterschaften
0Gold0 Garmisch-Partenk. 2011 Mannschaft
Platzierungen im alpinen Skiweltcup
 Debüt im Weltcup 11. Januar 2005
 Weltcupsiege 1
 Gesamtweltcup 27. (2014/15)
 Riesenslalomweltcup 4. (2013/14)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Riesenslalom 1 3 7
letzte Änderung: 19. März 2016

Thomas Fanara (* 24. April 1981 in Annecy) ist ein französischer Skirennläufer. Seine Spezialdisziplin ist der Riesenslalom.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fanara ging im Dezember 1998 erstmals bei FIS-Rennen an den Start, Rennen im Europacup folgten ab Januar 2001. Dort dauerte es aber mehrere Jahre bis er an der Spitze mitfahren konnte. In der Saison 2005/06 gelangen ihm erstmals Podestplätze und er belegte Rang sieben in der Riesenslalomwertung.

Nach einigen Siegen bei FIS-Rennen gab Fanara im Januar 2005 sein Debüt im Skiweltcup. Bereits bei seinem zweiten Rennen, dem Riesenslalom in Kranjska Gora am 26. Februar 2005, erzielte er als 23. seine ersten Weltcuppunkte. Das vorläufig beste Resultat seiner Karriere erreichte er am 7. Januar 2006 in Adelboden, wo er im Riesenslalom überraschend auf Platz fünf fuhr. Mit dieser Leistung qualifizierte er sich für die Olympischen Winterspiele 2006 in Turin. Dort schied er dann allerdings im ersten Durchgang aus. In der Saison 2006/07 konnte sich Fanara mehrmals unter den besten fünfzehn platzieren und ging erstmals auch im Weltcup bei einem Slalomrennen an den Start, konnte in dieser Disziplin aber bisher noch keine Weltcuppunkte gewinnen. Bei der Weltmeisterschaft 2007 im schwedischen Åre wurde er als bester Franzose 16. im Riesenslalom.

Die Saison 2007/08 begann Fanara mit zwei Top-10-Plätzen im Riesenslalom. In Bad Kleinkirchheim am 8. Dezember 2007 führte er nach dem ersten Durchgang, ehe er sich bei einem Sturz im zweiten Lauf das Kreuzband riss und somit für den Rest der Saison ausfiel. Im ersten Rennen des alpinen Skiweltcups 2008/09 erreichte Fanara im Riesenslalom von Sölden erneut einen fünften Platz. Insgesamt fuhr er in diesem Winter viermal unter die schnellsten zehn.

Am 6. Dezember 2009 erlitt Fanara im Riesenslalom von Beaver Creek erneut einen Kreuzbandriss.[1] Wieder fiel er für den Rest des Winters aus. Nach seiner neuerlichen Verletzungspause erreichte er im dritten Weltcup-Riesenslalom der Saison 2010/11 am 19. Dezember 2010 auf der Gran Risa in Alta Badia den dritten Rang und damit seinen ersten Podestplatz. Drei Wochen später fuhr er auch im Riesenslalom von Adelboden auf Platz drei. Bei der Alpinen Skiweltmeisterschaft 2011 in Garmisch-Partenkirchen gewann er mit der französischen Mannschaft den Mannschaftswettbewerb, im Riesenslalom wurde er Sechster.

In der Saison 2011/12 war Fanaras bestes Weltcupergebnis der fünfte Platz beim Weltcupfinale in Schladming. In weiteren drei Riesenslaloms fuhr er unter die schnellsten zehn. Im Winter 2012/13 konnte er eine Podestplatzierung und vier weitere Top-10-Platzierungen erzielen. 2013/14 wurde er zweimal Zweiter, während er bei den Olympischen Spielen in Sotschi auf den neunten Platz fuhr. Im Weltcupwinter 2014/15 hielt sich Fanara weiterhin in der Nähe der Weltspitze und erreichte dreimal einen dritten Platz. Bei der Weltmeisterschaft in Beaver Creek schied er aus, wie schon zwei Jahre zuvor in Schladming. Im Laufe der Saison 2015/16 fuhr er im Weltcup zunächst je einmal auf den zweiten und dritten Platz. Zum Saisonabschluss konnte Fanara am 19. März im Riesenslalom von St. Moritz seinen ersten Weltcupsieg feiern, nachdem er sich knapp gegen seine Teamkollegen Alexis Pinturault und Mathieu Faivre durchgesetzt hatte.

Am 4. Dezember 2016 wurde er (nach Rang 6 zum Auftakt in Sölden) auf der traditionellen «OK-Strecke» im ersten der beiden Val-d’Isère-Rennen Vierter, obwohl er sich einen Kreuzbandriss im rechten Knie zugezogen hatte. Erst zwei Tage danach teilte er auf Facebook mit, dass er die Saison nicht fortsetzen könne.[2]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thomas Fanara im Riesenslalom von Sölden 2008

Olympische Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Ort Land Disziplin
19. März 2016 St. Moritz Schweiz Riesenslalom

Europacup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nor-Am Cup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1 Sieg (Slalom in Winter Park am 28. November 2007) und zwei weitere Podestplätze

Juniorenweltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Thomas Fanara – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ski alpin: saison terminée pour Jean-Baptiste Grange, blessé au genou droit. www.nordeclair.fr, 8. Dezember 2009, abgerufen am 28. Oktober 2012 (französisch).
  2. Kreuzbandriss – Saisonende für Thomas Fanara. skionline.ch, 6. Dezember 2016, abgerufen am 6. Dezember 2016.