Ramon Zenhäusern

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Ramon Zenhäusern Ski Alpin
Ramon Zenhäusern bei seinem Weltcupsieg in Stockholm 2018
Nation SchweizSchweiz Schweiz
Geburtstag 4. Mai 1992 (27 Jahre)
Größe 202[1] cm
Gewicht 100 kg
Beruf Student
Karriere
Disziplin Slalom, Riesenslalom
Verein SC Bürchen
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 1 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Weltmeisterschaften 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Junioren-WM 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Universiade 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
0Gold0 Pyeongchang 2018 Mannschaft
0Silber0 Pyeongchang 2018 Slalom
FIS Alpine Skiweltmeisterschaften
0Gold0 Åre 2019 Mannschaft
FIS Alpine Ski-Juniorenweltmeisterschaften
0Silber0 Québec 2013 Slalom
Logo der FISU Winter-Universiade
0Gold0 Sierra Nevada 2015 Slalom
Platzierungen im Alpinen Skiweltcup
 Einzel-Weltcupdebüt 11. November 2012
 Einzel-Weltcupsiege 3
 Gesamtweltcup 14. (2018/19)
 Slalomweltcup 4. (2018/19)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Slalom 1 0 1
 Parallel-Rennen 2 0 1
 Mannschaft 1 0 0
letzte Änderung: 17. März 2019

Ramon Zenhäusern (* 4. Mai 1992) ist ein Schweizer Skirennfahrer. Er ist auf die Disziplin Slalom spezialisiert.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zenhäusern stammt aus Visp im Kanton Wallis. Er besuchte das Kollegium Brig und studiert zurzeit Wirtschaft an der Fernuni. Sein herausragendes Merkmal ist die für einen Slalomspezialisten ungewöhnliche Körpergrösse von zwei Metern. Da er Schuhgrösse 48 hat, trägt er speziell für ihn adaptierte Skischuhe.[2][3]

Im Alter von 15 Jahren nahm Zenhäusern ab November 2007 erstmals an FIS-Rennen teil, wobei sich schon früh eine Spezialisierung auf die technischen Disziplinen abzeichnete. Im Januar 2011 kam er erstmals im Europacup zum Einsatz. Seinen ersten Sieg in einem FIS-Rennen konnte er im Dezember 2011 feiern. Im selben Monat folgten die ersten Europacuppunkte, im März 2012 die erste Teilnahme an Juniorenweltmeisterschaften. Bei den Schweizer Meisterschaften 2012 verpasste er nur knapp den Slalom-Meistertitel mit 22 Hundertstel Rückstand auf Markus Vogel.[4]

Am 11. November 2012 hatte Zenhäusern sein Debüt im Weltcup, verpasste aber den zweiten Durchgang. Die ersten Weltcuppunkte gewann er am 13. Januar 2013 am Chuenisbärgli in Adelboden, wo er im Slalom auf den 22. Platz fuhr. Die Bestätigung gelang ihm eine Woche später mit Platz 21 in Wengen. Aufgrund dieser Leistungen qualifizierte er sich für die Weltmeisterschaft 2013 in Schladming. Bei der Juniorenweltmeisterschaft 2013 gewann er die Silbermedaille im Slalom, bei der Winter-Universiade 2015 in der Sierra Nevada die Goldmedaille. Am 2. Dezember 2015 siegte er in Hemsedal erstmals in einem Europacup-Slalom.

In den ersten Jahren hatte Zenhäusern Mühe, sich im Weltcup zu behaupten; er klassierte sich im Mittelfeld oder schied häufig aus (beispielsweise bei den Weltmeisterschaften 2013 und 2017). Das erste Top-10-Ergebnis in einem Weltcuprennen gelang ihm am 10. Januar 2016 im Slalom von Adelboden. Mit den Plätzen 6 in Kitzbühel und 4 in Wengen stiess er Mitte Januar 2018 in die Weltspitze vor. Am 30. Januar 2018 gewann er in Stockholm überraschend den City Event (bei seiner ersten Teilnahme überhaupt). Es war dies sein erster Sieg und sein erster Podestplatz im Weltcup, mit dem er seine steigende Form bestätigte. Am 22. Februar 2018 gelang ihm mit dem Gewinn der Silbermedaille im Slalom an den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang sein bislang grösster Erfolg. Zwei Tage später, am 24. Februar, gewann der 25-Jährige im erstmals ausgetragenen Mannschaftswettbewerb im Schweizer Team (mit Wendy Holdener, Denise Feierabend, Luca Aerni und Daniel Yule) die Goldmedaille. Bei der Abschlussfeier der Winterspiele durfte er aufgrund seiner Erfolge die Schweizer Fahne tragen. Eine Woche später fuhr er in Kranjska Gora zum ersten Mal in einem Weltcupslalom auf das Podest (dritter Platz).

Eine weitere Goldmedaille im Mannschaftswettbewerb gewann Zenhäusern bei der Weltmeisterschaft 2019 in Åre. Im Slalom wurde er Åre Fünfter. Seine gute Bilanz bei City Events baute er 2019 mit einem Sieg in Stockholm und einem Dritten Platz in Oslo aus. In Kranjska Gora fuhr er mit Laufbestzeit im zweiten Durchgang noch von Platz 7 auf Platz 1 vor und durfte seinen ersten Weltcupsieg im Slalom feiern.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olympische Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Åre 2019: 1. Mannschaftswettbewerb, 5. Slalom

Weltcupwertungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Gesamt Slalom
Platz Punkte Platz Punkte
2012/13 110. 19 44. 19
2013/14 110. 21 39. 21
2014/15 110. 29 36. 29
2015/16 82. 84 26. 84
2016/17 71. 94 26. 94
2017/18 26. 326 6. 326
2018/19 14. 521 4. 521

Weltcupsiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 5 Podestplätze in Einzelrennen, davon 3 Siege:
Datum Ort Land Disziplin
30. Januar 2018 Stockholm Schweden City Event
19. Februar 2019 Stockholm Schweden City Event
10. März 2019 Kranjska Gora Slowenien Slalom

Europacup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Ort Land Disziplin
2. Dezember 2015 Hemsedal Norwegen Slalom
19. März 2017 Innichen Italien Slalom
5. Dezember 2017 Fjätervålen Schweden Slalom

Juniorenweltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ramon Zenhäusern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Marcel W. Perren: Zenhäusern verrät exklusiv sein grosses Geheimnis. In: Blick.ch. Ringier, 11. März 2019, abgerufen am 11. März 2019.
  2. Ramon Zenhäusern: Mein WM-Start zwischen Schule und Prüfungen. skionline.ch, 13. Februar 2013, abgerufen am 13. Februar 2013.
  3. Zwei Meter-Mann im Stangenwald. (Nicht mehr online verfügbar.) skionline.ch, 12. März 2012, archiviert vom Original am 4. März 2016; abgerufen am 13. Februar 2013. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.swiss-ski.ch
  4. Die ersten beiden Plätze gingen an die Franzosen Thomas Mermillod Blondin und Gabriel Rivas, ausländische Teilnehmer erhalten jedoch keine Medaillen. Daher belegte Zenhäusern in der Slalommeisterschaft den zweiten Platz.