Wendy Holdener

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wendy Holdener Ski Alpin
Wendy Holdener ZellamSee 04.JPG
Nation SchweizSchweiz Schweiz
Geburtstag 12. Mai 1993
Geburtsort Unteriberg
Größe 167 cm
Gewicht 60 kg
Karriere
Disziplin Slalom, Riesenslalom, Kombination
Verein SC Drusberg
Status aktiv
Medaillenspiegel
WM 1 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Junioren-WM 1 × Gold 2 × Silber 1 × Bronze
FIS Alpine Skiweltmeisterschaften
0Gold0 St. Moritz 2017 Kombination
0Silber0 St. Moritz 2017 Slalom
FIS Alpine Ski-Juniorenweltmeisterschaften
0Gold0 Crans-Montana 2011 Kombination
0Silber0 Crans-Montana 2011 Abfahrt
0Bronze0 Crans-Montana 2011 Riesenslalom
0Silber0 Québec 2013 Mannschaft
Platzierungen im alpinen Skiweltcup
 Debüt im Weltcup 23. Oktober 2010
 Weltcupsiege 2
 Gesamtweltcup 6. (2015/16)
 Abfahrtsweltcup 49. (2010/11)
 Super-G-Weltcup 45. (2015/16)
 Riesenslalomweltcup 30. (2015/16)
 Slalomweltcup 3. (2015/16, 2016/17)
 Kombinationsweltcup 1. (2015/16)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Slalom 0 5 5
 Parallelrennen 1 0 0
 Super-Kombination 1 1 0
letzte Änderung: 7. April 2017

Wendy Holdener (* 12. Mai 1993 in Unteriberg)[1] ist eine Schweizer Skirennfahrerin. Sie gehört seit 2013 der Nationalmannschaft von Swiss-Ski an[2] und ist insbesondere in den Disziplinen Slalom und Riesenslalom erfolgreich. In der Saison 2015/16 gewann sie die Kombinations-Disziplinenwertung, 2017 wurde sie Weltmeisterin in der Alpinen Kombination.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wendy Holdener stammt aus Unteriberg im Kanton Schwyz, wo sie auch heute noch lebt.[3] Sie erhielt an der Sportmittelschule Engelberg eine Ausbildung als Hotelfachangestellte.[4] Die ersten FIS-Rennen bestritt sie im November 2008 im Alter von 15 Jahren. Im Winter 2009/10 fuhr sie auf dieser Stufe regelmässig unter die besten zehn und erzielte im Februar 2010 ihren ersten Sieg. Bei der Junioren-WM 2010 fuhr sie in der Abfahrt auf den fünften Platz. Auch bei den Schweizer Meisterschaften 2010 verpasste sie als Vierte der Abfahrt nur knapp eine Medaille.

Am Ende dieses Winters war Holdener in der FIS-Weltrangliste die Beste des Jahrgangs 1993 in den Disziplinen Abfahrt, Super-G und Slalom; im Riesenslalom belegte sie den zweiten Platz. Aufgrund dieser Tatsache erhielt sie die Gelegenheit, zusammen mit der Nationalmannschaft das Sommertrainingslager in Neuseeland zu absolvieren.[4] Obwohl sie im Europacup erst vier Rennen bestritten hatte, gab sie am 23. Oktober 2010 in Sölden ihr Debüt im Weltcup. Dabei fuhr sie im Riesenslalom auf den 55. Platz. Etwas mehr als einen Monat später, am 28. November 2010, gewann sie als 18. des Slaloms in Aspen die ersten Weltcuppunkte. Dieses Ergebnis egalisierte sie am 21. Dezember 2010 in Courchevel in derselben Disziplin. Bei der Juniorenweltmeisterschaft 2011 in Crans-Montana gewann Holdener die Goldmedaille in der Kombination, Silber in der Abfahrt und Bronze im Riesenslalom. Diese Erfolge sicherten ihr auch die Nomination für die Weltmeisterschaft 2011 in Garmisch-Partenkirchen, wo sie im Riesenslalom auf Platz 29 fuhr, im Slalom jedoch ausschied.

Während der Saison 2011/12 erreichte Holdener fünf Top-20-Ergebnisse im Weltcup und den Schweizer Meistertitel in der Super-Kombination. Im April 2012 wurde sie von der Schweizer Sporthilfe zur besten Nachwuchsathletin des Jahres 2011 gekürt.[5] 2012 holte sie am Saisonauftakt in Sölden mit einem 17. Platz ihre ersten Riesenslalom-Weltcuppunkte. Im Verlaufe der Saison 2012/13 konnte sich Holdener vor allem im Slalom kontinuierlich verbessern und stiess mit mehreren Top-10-Platzierungen in die Weltspitze vor. Bei der Junioren-WM 2013 gewann sie die Silbermedaille im Mannschaftswettbewerb. Die erste Weltcup-Podestplatzierung gelang ihr am 10. März 2013, als sie beim Slalom von Ofterschwang Zweite wurde.
Nachdem sie bei den Olympischen Winterspielen 2014 sowohl im Slalom als auch Riesenslalom ausgeschieden war, gewann sie mit dem Schweizer Team beim Saisonfinale in Lenzerheide am 14. März 2014 den nur zum Nationencup zählenden Mannschaftsbewerb vor den USA und Österreich. Am 29. Dezember 2014 fuhr Holdener beim Slalom von Kühtai auf Rang drei. Nicht so gut verliefen für sie die Weltmeisterschaften 2015 in den USA, wo sie im Riesenslalom auf Rang 17 kam und in ihrer Spezialdisziplin, dem Slalom, nach Rang 8 im ersten Lauf (1.02 sec. hinter der führenden Shiffrin und 0,58 sec. vom Podest entfernt) im zweiten Durchjang ausschied.
Jedoch vermochte sie im Schweizer Team am 20. März den Vorjahrserfolg zu wiederholen: In Méribel gelang der Sieg vor Schweden und Österreich.

Erste Weltcupsiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem am 29. Dezember 2015 in Lienz ein weiterer Podestplatz dazugekommen war, konnte sich Holdener gegen Ende der Saison 2015/16 nochmals deutlich steigern. Am 23. Februar 2016 feierte sie beim City Event in Stockholm ihren ersten Weltcupsieg. Es folgten je ein zweiter Platz in der Kombination von Soldeu am 28. Februar und im Slalom von Jasná am 6. März. Eine Woche später, am 13. März gelang ihr in der Kombination von Lenzerheide der zweite Weltcupsieg. Mit diesem sicherte sie sich auch den Gewinn der Kombinations-Disziplinenwertung. Letztlich gelang ihr im Schweizer Team die Wiederholung des Vorjahrsieges im Teambewerb, diesmal am 18. März 2016 in St. Moritz vor Deutschland und Schweden.

Kombinationsweltmeisterin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dank einer sehr guten Leistung in ihrer weniger starken Disziplin, der Abfahrt, und einer (erwartet) starken Leistung im Slalom holte sie (mit fünf Hundertstel Sekunden Vorsprung auf ihre Teamkollegin Michelle Gisin) am 10. Februar 2017 die Goldmedaille in der Kombination bei der Heimweltmeisterschaft in St. Moritz, womit es für das Schweizer Alpin-Damenteam die erste Goldmedaille seit Sonja Nefs Riesenslalom-Gold 2001 gab. Im Slalom wurde sie nur von Mikaela Shiffrin geschlagen und gewann die Silbermedaille. Recht beständig waren ihre Leistungen in Weltcupslaloms, denn seit einschließlich ihrem fünften Platz am 15. März 2014 in Lenzerheide beendete sie 24 Rennen, ehe sie am 3. Januar 2017 bereits im ersten Durchgang ausschied. Ihren ersten Sieg in einem Weltcup-Slalom verpasste sie am 11. März in Squaw Valley, als sie als Führende nach dem ersten Lauf und damit zuletzt Startende knapp vor dem Ziel ausschied.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcupwertungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Gesamt Abfahrt Super-G Riesenslalom Slalom Kombination
Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte
2010/11 89. 43 49. 1 - - - - 38. 26 27. 16
2011/12 67. 84 - - - - - - 31. 60 19. 24
2012/13 20. 359 - - - - 42. 14 6. 334 33. 11
2013/14 29. 234 - - - - 35. 26 10. 186 12. 22
2014/15 22. 312 - - 52. 4 46. 6 8. 266 7. 36
2015/16 6. 817 - - 45. 7 30. 51 3. 561 1. 198
2016/17 8. 692 - - 53. 4 22. 93 3. 455 3. 140

Weltcupsiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 13 Podestplätze, davon 2 Siege:
Datum Ort Land Disziplin
23. Februar 2016 Stockholm Schweden City Event
13. März 2016 Lenzerheide Schweiz Super-Kombination

Europacup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 5 Podestplätze, davon 2 Siege:
Datum Ort Land Disziplin
10. Januar 2013 Melchsee-Frutt Schweiz Slalom
22. Januar 2015 Zell am See Österreich Riesenslalom

Juniorenweltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wendy Holdener – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Steckbrief Wendy Holdener. In: gmx.ch, abgerufen am 21. Februar 2017.
  2. Selektionen Damen Ski alpin 2012/13. (PDF; 32 kB) Swiss-Ski, 18. April 2012, abgerufen am 1. Mai 2012.
  3. Portrait auf Wendy Holdeners Website, abgerufen am 21. Februar 2017.
  4. a b Wendy Holdener: Ein Talent, das noch träumen darf. skionline.ch, 3. November 2010, abgerufen am 28. November 2010.
  5. Wendy Holdener Nachwuchsathletin 2011. skionline.ch, 20. April 2012, abgerufen am 21. April 2012.