Trunkelsberg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Trunkelsberg
Trunkelsberg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Trunkelsberg hervorgehoben
Koordinaten: 48° 0′ N, 10° 13′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Unterallgäu
Verwaltungs­gemeinschaft: Memmingerberg
Höhe: 625 m ü. NHN
Fläche: 1,94 km2
Einwohner: 1704 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 878 Einwohner je km2
Postleitzahl: 87779
Vorwahl: 08331
Kfz-Kennzeichen: MN
Gemeindeschlüssel: 09 7 78 202
Adresse der Verbandsverwaltung: Benninger Str. 3
87766 Memmingerberg
Webpräsenz: trunkelsberg.de
Bürgermeister: Roman Albrecht (Grüne)
Lage der Gemeinde Trunkelsberg im Landkreis Unterallgäu
KaufbeurenLandkreis AugsburgLandkreis GünzburgLandkreis Neu-UlmLandkreis OberallgäuLandkreis OstallgäuBuxheim (Schwaben)MemmingenAmberg (Schwaben)ApfeltrachBabenhausen (Schwaben)Bad GrönenbachBad WörishofenBenningenBenningenBöhenBoos (Schwaben)Breitenbrunn (Schwaben)Buxheim (Schwaben)DirlewangEgg an der GünzEppishausenErkheimEttringen (Wertach)FellheimHawangenHeimertingenHolzgünzKammlachKettershausenKirchhaslachKirchheim in SchwabenKronburgLachen (Schwaben)Lauben (Landkreis Unterallgäu)LautrachLegauMarkt RettenbachMarkt WaldMemmingerbergMindelheimNiederriedenOberrieden (Schwaben)OberschöneggOttobeurenPfaffenhausenPleßRammingen (Bayern)SalgenSontheim (Schwaben)Stetten (Schwaben)TrunkelsbergTürkheimTussenhausenUngerhausenUngerhausenUntereggWesterheim (Schwaben)WiedergeltingenWinterriedenWolfertschwendenWoringenKaufbeurenLandkreis AugsburgLandkreis GünzburgLandkreis Neu-UlmLandkreis OberallgäuLandkreis OstallgäuLandkreis UnterallgäuMemmingenAmberg (Schwaben)ApfeltrachBabenhausen (Schwaben)Bad GrönenbachBad WörishofenBenningenBenningenBöhenBoos (Schwaben)Breitenbrunn (Schwaben)Buxheim (Schwaben)DirlewangEgg an der GünzEppishausenErkheimEttringen (Wertach)FellheimHawangenHeimertingenHolzgünzKammlachKettershausenKirchhaslachKirchheim in SchwabenKronburgLachen (Schwaben)Lauben (Landkreis Unterallgäu)LautrachLegauMarkt RettenbachMarkt WaldMemmingerbergMindelheimNiederriedenOberrieden (Schwaben)OberschöneggOttobeurenPfaffenhausenPleßRammingen (Bayern)SalgenSontheim (Schwaben)Stetten (Schwaben)TrunkelsbergTürkheimTussenhausenUngerhausenUngerhausenUntereggWesterheim (Schwaben)WiedergeltingenWinterriedenWolfertschwendenWoringenBaden-WürttembergKarte
Über dieses Bild

Trunkelsberg ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Unterallgäu und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Memmingerberg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trunkelsberg liegt direkt an der Stadtgrenze von Memmingen in der Region Donau-Iller in Oberschwaben.

Das Gemeindegebiet besteht nur aus der Gemarkung Trunkelsberg, zu der die Ortschaften Trunkelsberg und Geishof gehören.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Geishof in Trunkelsberg Anfang des 20. Jahrhunderts

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trunkelsberg hat wahrscheinlich neben Amendingen und Ungerhausen zur Gründungsausstattung des Klosters Ottobeuren Ende des 8., Anfang des 9. Jahrhunderts gehört. Im Jahre 972 beanspruchte Otto I. diese drei Ortschaften wieder als königlichen Besitz. Im Laufe der Zeit ist Trunkelsberg in den Besitz der Herrschaft Eisenburg übergegangen. Im Jahre 1455 verkaufte Heinrich VI. von Eisenburg einen Teil der Herrschaft, darunter auch Trunkelsberg, an die Memminger Patrizierfamilie Sättelin.

Der Ort blieb bis 1645 im Besitz der Familie und muss dann wohl in den Besitz der Wachter, Salzhändler aus Memmingen, übergegangen sein, die 1647 das Schloss bauen ließen. 1729 ging das Schloss Trunkelsberg mit zwei Bauernhöfen, zwei Sölden und der Gerichtsbarkeit in den Besitz von Elias Christoph Heuß über. Den Adelstitel erwarben die Heuß im Jahre 1738. Seit dieser Zeit ist das Schloss im Besitz der Herrschaft von Heuß-Blößt geblieben. Der Ort Trunkelsberg kam mit der Rheinbundakte 1806 zum Königreich Bayern. Im Jahr 1818 entstand die politische Gemeinde.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Trunkelsberg gibt es die römisch-katholische St.-Stanislaus-Kostka-Kirche, eine Filiale der römisch-katholischen Pfarrgemeinde St. Ulrich in Amendingen. Das Dorf hat keinen eigenen Pfarrer.

Die evangelischen Einwohner der Gemeinde gehören zur Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde in Memmingerberg. Regelmäßig finden in der katholischen Dorfkirche auch evangelische Gottesdienste statt.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 0753 Einwohner
  • 1970: 0911 Einwohner
  • 1987: 1400 Einwohner
  • 1991: 1562 Einwohner
  • 1995: 1671 Einwohner
  • 2000: 1792 Einwohner
  • 2005: 1784 Einwohner
  • 2010: 1760 Einwohner
  • 2015: 1683 Einwohner

Trunkelsberg ist die am dichtesten besiedelte Gemeinde im Landkreis Unterallgäu.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundestagswahl 2017[2]
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50
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30
20
10
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38,2 %
16,9 %
15,5 %
8,9 %
7,2 %
7,2 %
1,8 %
4,3 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2013
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-11,3 %p
-2,7 %p
+9,9 %p
+4,1 %p
+0,7 %p
+3,7 %p
-1,6 %p
-2,7 %p

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit Mai 2014 Roman Albrecht (* 1958) (Grüne).

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sitzverteilung bei der Gemeinderatswahl 2014 war wie folgt:[3]

  • Grüne: 5 Sitze
  • Wählervereinigung Einigkeit: 7 Sitze

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 3. April 1975 durch Bescheid der Regierung von Schwaben genehmigt.

Blasonierung: „Gespalten von Silber und Rot; vorne ein roter Sattel, hinten eine goldene Säule mit Kreuz und Fundament.“

Bestimmend für die frühere Ortsgeschichte war die heute erloschene Memminger Patrizierfamilie Sättelin, die von der Mitte des 15. Jahrhunderts an bis 1645 im Besitz des Ortes war und das „redende“ Wappen eines Sattels führte. Darauf nimmt die vordere Hälfte des Gemeindewappens Bezug. Wegen ihrer rechts- und kunstgeschichtlichen Bedeutung wird die in der Flur westlich des Ortes stehende sogenannte Friedsaul, die einst die Hochgerichtsbarkeitsgrenze der Reichsstadt Memmingen markierte, im Wappen bildhaft wiedergegeben.

Der Entwurf stammt vom Stiftsarchivar und Kreisheimatpfleger P. Aegidius Kolb und die Gestaltung des Wappens übernahm der Kronacher Karl Haas.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten sind in Trunkelsberg die katholische Kirche St. Stanislaus Kostka, das ehemalige Schloss Trunkelsberg und die ehemaligen Arbeiterhäuser der Künersberger Manufactur. Für Veranstaltungen steht die Unterallgäuhalle am östlichen Ortseingang zur Verfügung.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trunkelsberg

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe keine und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 25 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 626. Im verarbeitenden Gewerbe und im Bauhauptgewerbe gab es keine Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 sieben landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 92 ha, davon waren 35 ha Ackerfläche und 57 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt einen Kindergarten mit 75 Kindergartenplätzen und 59 betreuten Kindern (Stand: 1999), außerdem eine kleine Grundschule mit einer ersten und zweiten Klasse, die sich im Gemeindegebäude befindet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Trunkelsberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 4. Januar 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Zweitstimmen, gemäß Quelle www.wahlen.bayern.de abgerufen am 4. März 2018
  3. Kommunalwahlen in Bayern am 16. März 2014 - Ergebnisse in Schwaben, abgerufen am 18. November 2017.