Oberrieden (Schwaben)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Oberrieden
Oberrieden (Schwaben)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Oberrieden hervorgehoben

Koordinaten: 48° 5′ N, 10° 26′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Unterallgäu
Verwaltungs­gemeinschaft: Pfaffenhausen
Höhe: 580 m ü. NHN
Fläche: 20,82 km2
Einwohner: 1208 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 58 Einwohner je km2
Postleitzahl: 87769
Vorwahl: 08265
Kfz-Kennzeichen: MN
Gemeindeschlüssel: 09 7 78 183
Gemeindegliederung: 6 Gemeindeteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstraße 34
87772 Pfaffenhausen
Website: www.oberrieden.de
Erster Bürgermeister: Robert Wilhelm (Parteilos)
Lage der Gemeinde Oberrieden im Landkreis Unterallgäu
KaufbeurenLandkreis AugsburgLandkreis GünzburgLandkreis Neu-UlmLandkreis OberallgäuLandkreis OstallgäuBuxheim (Schwaben)MemmingenAmberg (Schwaben)ApfeltrachBabenhausen (Schwaben)Bad GrönenbachBad WörishofenBenningenBenningenBöhenBoos (Schwaben)Breitenbrunn (Schwaben)Buxheim (Schwaben)DirlewangEgg an der GünzEppishausenErkheimEttringen (Wertach)FellheimHawangenHolzgünzHeimertingenKammlachKettershausenKirchhaslachKirchheim in SchwabenKronburgLachen (Schwaben)Lauben (Landkreis Unterallgäu)LautrachLegauMarkt RettenbachMarkt WaldMemmingerbergMindelheimNiederriedenOberrieden (Schwaben)OberschöneggOttobeurenPfaffenhausenPleßRammingen (Bayern)SalgenSontheim (Schwaben)Stetten (Schwaben)TrunkelsbergTürkheimTussenhausenUngerhausenUngerhausenUntereggWesterheim (Schwaben)WiedergeltingenWinterriedenWolfertschwendenWoringenKaufbeurenLandkreis UnterallgäuMemmingenAmberg (Schwaben)ApfeltrachBabenhausen (Schwaben)Bad GrönenbachBad WörishofenBenningenBenningenBöhenBoos (Schwaben)Breitenbrunn (Schwaben)Buxheim (Schwaben)DirlewangEgg an der GünzEppishausenErkheimEttringen (Wertach)FellheimHawangenHeimertingenHolzgünzKammlachKettershausenKirchhaslachKirchheim in SchwabenKronburgLachen (Schwaben)Lauben (Landkreis Unterallgäu)LautrachLegauMarkt RettenbachMarkt WaldMemmingerbergMindelheimNiederriedenOberrieden (Schwaben)OberschöneggOttobeurenPfaffenhausenPleßRammingen (Bayern)SalgenSontheim (Schwaben)Stetten (Schwaben)TrunkelsbergTürkheimTussenhausenUngerhausenUngerhausenUntereggWesterheim (Schwaben)WiedergeltingenWinterriedenWolfertschwendenWoringenBaden-WürttembergKarte
Über dieses Bild

Oberrieden ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Unterallgäu. Der gleichnamige Hauptort ist Sitz der Gemeindeverwaltung.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberrieden liegt ungefähr 30 Kilometer nordöstlich von Memmingen an der Staatsstraße 2037 in der Region Donau-Iller in Mittelschwaben.

Ausdehnung des Gemeindegebietes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet besteht aus den Gemarkungen Oberrieden und Unterrieden. Es gibt 6 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Abgegangen ist der 1256 und 1616 urkundlich überlieferte Ort Vogenbach. Dessen Lage kann heute nicht mehr ermittelt werden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberrieden war vor 1800 Sitz eines Oberen und Unteren Gerichts und gehörte der Herrschaft Mindelheim. Diese war Teil des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurde die Gemeinde Unterrieden eingegliedert.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1840 1900 1925 1950 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015
Einwohner[3][4] 1037 1174 1106 1439 1140 1149 1160 1236 1224 1237 1252 1248 1237

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1185 auf 1221 um 36 Einwohner bzw. um 3 %.

Oberrieden

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundestagswahl 2017[5]
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
39,5 %
7 %
26,4 %
6,1 %
5,3 %
3,6 %
3,6 %
8,5 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2013
 %p
 20
 15
 10
   5
   0
  -5
-10
-15
-20
-25
−21,7 %p
−0,9 %p
+18,5 %p
+2,6 %p
+1,4 %p
+1,3 %p
+0,6 %p
−1,8 %p

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist Robert Wilhelm. Dieser wurde im Jahr 2014 Nachfolger von Georg Leinsle, der das Amt 12 Jahre lang bekleidete.[6] Im Jahr 2020 wurde er mit 96,1 % gewählt.[7]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wahl am 2020 hatte folgendes Ergebnis:

  • Freie Wählervereinigung Oberrieden: 7 Sitze (61,3 %)
  • Wählergemeinschaft Unterrieden: 5 Sitze (38,7 %)

Die Sitzverteilung im Gemeinderat zwischen den zwei Wählergruppen ist unverändert wie in der Amtszeit 2014–2020.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Oberrieden
Blasonierung:Geteilt von Blau und Silber mit aufgelegtem Schild, darin in Silber auf grünem Dreiberg, der mit einem silbernen Wellenbalken belegt ist, ein schreitender roter Löwe.“[8]

Das Wappen wurde vom Freisinger Heraldiker Theodor Goerge gestaltet und wurde am 26. November 1985 durch Bescheid der Regierung von Schwaben genehmigt.

Wappenbegründung: Der rote Löwe auf dem grünen Dreiberg gilt als das Wappen der Herren von Mindelberg, die bis 1363 Inhaber der Herrschaft Mindelheim waren. Noch im Wappen des Kurfürstentums Bayern von 1804 wird die Herrschaft Mindelheim durch dieses Wappenbild symbolisiert. Oberrieden teilte seit dem frühen Mittelalter die Geschicke dieser Herrschaft, die 1616 von den bayerischen Landesherren erworben wurde. Die Tingierung Silber und Blau verweist auf diesen historischen Tatbestand. Der Wellenbalken symbolisiert das Flüsschen Kammel.

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Pfaffenhausen.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Oberrieden gibt es ein Baudenkmal, die Pfarrkirche St. Martin aus dem 15. bis 19. Jahrhundert.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 im produzierenden Gewerbe 30 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort acht Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 395. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keinen, im Bauhauptgewerbe einen Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 1999 66 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1356 Hektar, davon waren 352 Ackerfläche und 1004 Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2005 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 75 Kindergartenplätze mit 50 betreuten Kindern

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Oberrieden. In: Landkreis Unterallgäu Halbband 2, Mindelheim 1987, ISBN 3-9800649-2-1, S. 1167–1171.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Oberrieden (Schwaben) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Oberrieden in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 15. August 2019.
  3. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 782.
  4. Oberrieden (Schwaben): Amtliche Statistik des LfStat
  5. Zweitstimmen, gemäß Quelle www.wahlen.bayern.de abgerufen am 4. März 2018
  6. http://www.augsburger-allgemeine.de/mindelheim/Kurz-vor-der-neuen-Freiheit-id29548191.html
  7. Wahl 2020 auf Augsburger Allgemeine.de. Abgerufen am 7. Mai 2020.
  8. Eintrag zum Wappen von Oberrieden (Schwaben) in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte