Woringen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Woringen
Woringen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Woringen hervorgehoben
Koordinaten: 47° 55′ N, 10° 12′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Unterallgäu
Verwaltungs­gemeinschaft: Bad Grönenbach
Höhe: 632 m ü. NHN
Fläche: 17,55 km2
Einwohner: 1953 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 111 Einwohner je km2
Postleitzahl: 87789
Vorwahl: 08331
Kfz-Kennzeichen: MN
Gemeindeschlüssel: 09 7 78 219
Adresse der Verbandsverwaltung: Marktplatz 1
87730 Bad Grönenbach
Webpräsenz: www.woringen.de
Bürgermeister: Volker Müller (Woringer Liste)
Lage der Gemeinde Woringen im Landkreis Unterallgäu
KaufbeurenLandkreis AugsburgLandkreis GünzburgLandkreis Neu-UlmLandkreis OberallgäuLandkreis OstallgäuBuxheim (Schwaben)MemmingenAmberg (Schwaben)ApfeltrachBabenhausen (Schwaben)Bad GrönenbachBad WörishofenBenningenBenningenBöhenBoos (Schwaben)Breitenbrunn (Schwaben)Buxheim (Schwaben)DirlewangEgg an der GünzEppishausenErkheimEttringen (Wertach)FellheimHawangenHeimertingenHolzgünzKammlachKettershausenKirchhaslachKirchheim in SchwabenKronburgLachen (Schwaben)Lauben (Landkreis Unterallgäu)LautrachLegauMarkt RettenbachMarkt WaldMemmingerbergMindelheimNiederriedenOberrieden (Schwaben)OberschöneggOttobeurenPfaffenhausenPleßRammingen (Bayern)SalgenSontheim (Schwaben)Stetten (Schwaben)TrunkelsbergTürkheimTussenhausenUngerhausenUngerhausenUntereggWesterheim (Schwaben)WiedergeltingenWinterriedenWolfertschwendenWoringenKaufbeurenLandkreis AugsburgLandkreis GünzburgLandkreis Neu-UlmLandkreis OberallgäuLandkreis OstallgäuLandkreis UnterallgäuMemmingenAmberg (Schwaben)ApfeltrachBabenhausen (Schwaben)Bad GrönenbachBad WörishofenBenningenBenningenBöhenBoos (Schwaben)Breitenbrunn (Schwaben)Buxheim (Schwaben)DirlewangEgg an der GünzEppishausenErkheimEttringen (Wertach)FellheimHawangenHeimertingenHolzgünzKammlachKettershausenKirchhaslachKirchheim in SchwabenKronburgLachen (Schwaben)Lauben (Landkreis Unterallgäu)LautrachLegauMarkt RettenbachMarkt WaldMemmingerbergMindelheimNiederriedenOberrieden (Schwaben)OberschöneggOttobeurenPfaffenhausenPleßRammingen (Bayern)SalgenSontheim (Schwaben)Stetten (Schwaben)TrunkelsbergTürkheimTussenhausenUngerhausenUngerhausenUntereggWesterheim (Schwaben)WiedergeltingenWinterriedenWolfertschwendenWoringenBaden-WürttembergKarte
Über dieses Bild

Woringen ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Unterallgäu und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Bad Grönenbach.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Woringen liegt in der Region Donau-Iller in Oberschwaben und grenzt an die Stadt Memmingen.

Ausdehnung des Gemeindegebietes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet besteht nur aus der Gemarkung Woringen.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Woringen fließt von Süden nach Norden der Zeller Bach, der bei Sommersberg entspringt und in Memmingen in die Memminger Ach mündet. Der Zeller Bach wurde im Zuge der Dorferneuerung wieder geöffnet und ist nun auf weiten Teilen wieder innerhalb Woringens zu sehen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 948 wurde der Ort in einer Urkunde über die Schenkung an das Kloster in Kempten erstmals erwähnt.[2] Die Ravensburger Bürgerfamilie Möttelin, genannt von Rappenstein, erwarb 1417 die Herrschaft in Woringen. Die Burg und das Dorf kamen 1516 an die Freie Reichsstadt Memmingen. Woringen wurde so evangelisch, nur die stiftkemptischen Untertanen im Dorf blieben katholisch. Im Jahre 1547 verkaufte Memmingen das Dorf an die Unterhospitalstiftung. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. 1806 wurde die Woringer Martinskirche abgebrochen; der dazugehörige Woringer Friedhof ist noch erhalten. Mit dem Gemeindeedikt von 1818 entstand die heutige politische Gemeinde. 1863 wurde die Bahnlinie Memmingen–Kempten mit dem Bahnhof Woringen eröffnet, der nicht mehr existiert.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1289 Einwohner
  • 1970: 1306 Einwohner
  • 1987: 1405 Einwohner
  • 1991: 1428 Einwohner
  • 1995: 1538 Einwohner
  • 2000: 1661 Einwohner
  • 2005: 1844 Einwohner
  • 2010: 1889 Einwohner
  • 2015: 1966 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundestagswahl 2017[3]
 %
60
50
40
30
20
10
0
44 %
12,4 %
12,6 %
7,2 %
7,5 %
5,4 %
4,4 %
6,5 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2013
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
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-10
-8,5 %p
-5,8 %p
+8,6 %p
+3,6 %p
+0,1 %p
+2,3 %p
-0,2 %p
-0,1 %p

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat Woringen: Wähleranteil und Gemeinderäte seit 1978

Die Republikaner

Freie Wähler

Gemeinsame
Wahlvorschläge
CSU/Freie Bürger

Gesamt Wahl-
beteiligung
Wahlperiode % Mandate % Mandate % Mandate % Gesamtanzahl der Sitze im Gemeinderat %
1978–1984 100,00 12 100 12 79,5
1984–1990 58,63 7 41,37 5 100 12 76,0
1990–1996 7,83 1 63,68 8 28,48 3 100 12 76,0
1996–2002 59,41 7 40,59 5 100 12 77,9
2002–2008 52,54 6 47,46 6 100 12 71,6
2008–2014 62,62 8 37,38 4 100 12 75,0
2014–2020 66,4 8 33,4 4 100 12 60,1
Prozentanteile gerundet. Quellen: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung[4]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit Mai 2008 Volker Müller (Woringer Liste).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 27. Dezember 1974 durch Bescheid der Regierung von Schwaben genehmigt.

Blasonierung: „Gespalten von Silber und Rot; vorne auf grünem Dreiberg ein nach links gewendeter schwarzer Rabe, hinten ein silbernes Doppelkreuz.“

Die historische Herrschaft Woringen war im Besitz der Ravensburger Patrizierfamilie Möttelin zu Rappenstein, die den Raben als sprechendes Wappen führte. 1516 erwarb die Reichsstadt Memmingen die grundherrschaftlichen Rechte in Woringen und verkaufte sie 1547 an das Unterhospital in Memmingen weiter, in dessen Besitz sie bis zur Säkularisation 1803 verblieben. Dies kommt heraldisch in der hinteren Schildhälfte durch das Spitalkreuz des Memminger Unterhospitals zum Ausdruck.

Der Entwurf und die Gestaltung des Wappens stammt vom Memminger Walter Braun.

Kirche Unser Frauen in Woringen

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft zehn, im produzierenden Gewerbe 367 und im Bereich Handel und Verkehr 72 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 76 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 599. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 47 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1067 ha, davon waren 896 ha Dauergrünfläche. Woringen verfügt an der Autobahnauffahrt über ein Gewerbegebiet.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Woringen ist durch einen eigenen Autobahnanschluss an die A 7 und die E 532 (Memmingen-Füssen) angeschlossen. Die Kreisstraße MN 19 führt durch die Gemeinde. Der Bahnhof Woringen an der Illertalbahn von Ulm nach Kempten (Allgäu) wurde im 20. Jahrhundert stillgelegt.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2009):

  • 100 Kindergartenplätze mit 67 Kindern
  • eine Volksschule mit zehn Lehrern und 171 Schülern

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Woringen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 4. Januar 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. RI II,1 n. 171, in: Regesta Imperii Online. Abgerufen am 23. November 2017.
  3. Zweitstimmen, gemäß Quelle www.wahlen.bayern.de abgerufen am 4. März 2018
  4. Gemeinderatswahlen; Wahlergebnisse zum Gemeindecode 09778219