Salgen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Salgen
Salgen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Salgen hervorgehoben

Koordinaten: 48° 8′ N, 10° 29′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Unterallgäu
Verwaltungs­gemeinschaft: Pfaffenhausen
Höhe: 558 m ü. NHN
Fläche: 23,3 km2
Einwohner: 1441 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 62 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 87775, 87757Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 08265
Kfz-Kennzeichen: MN
Gemeindeschlüssel: 09 7 78 190
Gemeindegliederung: 5 Gemeindeteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstr. 34
87772 Pfaffenhausen
Website: salgen.de
Erster Bürgermeister: Roland Hämmerle (parteilos)
Lage der Gemeinde Salgen im Landkreis Unterallgäu
KaufbeurenLandkreis AugsburgLandkreis GünzburgLandkreis Neu-UlmLandkreis OberallgäuLandkreis OstallgäuBuxheim (Schwaben)MemmingenAmberg (Schwaben)ApfeltrachBabenhausen (Schwaben)Bad GrönenbachBad WörishofenBenningenBenningenBöhenBoos (Schwaben)Breitenbrunn (Schwaben)Buxheim (Schwaben)DirlewangEgg an der GünzEppishausenErkheimEttringen (Wertach)FellheimHawangenHolzgünzHeimertingenKammlachKettershausenKirchhaslachKirchheim in SchwabenKronburgLachen (Schwaben)Lauben (Landkreis Unterallgäu)LautrachLegauMarkt RettenbachMarkt WaldMemmingerbergMindelheimNiederriedenOberrieden (Schwaben)OberschöneggOttobeurenPfaffenhausenPleßRammingen (Bayern)SalgenSontheim (Schwaben)Stetten (Schwaben)TrunkelsbergTürkheimTussenhausenUngerhausenUngerhausenUntereggWesterheim (Schwaben)WiedergeltingenWinterriedenWolfertschwendenWoringenKaufbeurenLandkreis UnterallgäuMemmingenAmberg (Schwaben)ApfeltrachBabenhausen (Schwaben)Bad GrönenbachBad WörishofenBenningenBenningenBöhenBoos (Schwaben)Breitenbrunn (Schwaben)Buxheim (Schwaben)DirlewangEgg an der GünzEppishausenErkheimEttringen (Wertach)FellheimHawangenHeimertingenHolzgünzKammlachKettershausenKirchhaslachKirchheim in SchwabenKronburgLachen (Schwaben)Lauben (Landkreis Unterallgäu)LautrachLegauMarkt RettenbachMarkt WaldMemmingerbergMindelheimNiederriedenOberrieden (Schwaben)OberschöneggOttobeurenPfaffenhausenPleßRammingen (Bayern)SalgenSontheim (Schwaben)Stetten (Schwaben)TrunkelsbergTürkheimTussenhausenUngerhausenUngerhausenUntereggWesterheim (Schwaben)WiedergeltingenWinterriedenWolfertschwendenWoringenBaden-WürttembergKarte
Über dieses Bild

Salgen ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Unterallgäu. Der gleichnamige Hauptort ist Sitz der Gemeindeverwaltung. Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Pfaffenhausen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Salgen liegt circa 11 km nördlich von Mindelheim in der Region Donau-Iller in Mittelschwaben.

Ausdehnung des Gemeindegebietes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus in Salgen

Das Gemeindegebiet besteht aus den Gemarkungen Salgen, Bronnen und Hausen.

Die Gemeinde hat 5 amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Abgegangen sind im Bereich von Hausen die Siedlungen Ringolzried, Fehrenbach, Sachsenau, Buch, Schatthausen, Ottenweiler

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Dreißigjährigen gehörte Salgen zur Herrschaft Mindelheim, die Teil des Kurfürstentums Bayern war. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Bronnen und Hausen eingegliedert.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1961[3] 1970[3] 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015
Einwohner 1120 1135 1227 1325 1398 1479 1443 1409 1448


Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1.221 auf 1.467 um 246 Einwohner bzw. um 20,2 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundestagswahl 2017[4]
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
48,1 %
8,4 %
14,5 %
9,7 %
5,5 %
2,7 %
5,3 %
5,7 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2013
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-14
-16
-18
-20
−18,8 %p
+1,0 %p
+9,8 %p
+6,0 %p
+2,4 %p
+1,5 %p
+1,3 %p
−3,2 %p

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Max Miller (* 1921; † 31. Dezember 2016[5]; Freie Wähler Salgen, Hausen, Bronnen) war 45 Jahre lang, von 1945 bis 1948 und von 1966 bis 2008 Bürgermeister. Zum Zeitpunkt des Ausscheidens war er 86 Jahre alt und dienstältester Bürgermeister in Bayern.[6]

Nachfolger von Miller war vom 1. Mai 2008 bis 30. April 2020 Johann Egger (Fr. Wählerver./Bürgerl. Block).

Erster Bürgermeister ist seit 1. Mai 2020 Roland Hämmerle. Er wurde als gemeinsamer Bewerber von Freier Wählergruppe Salgen, Wählervereinigung Hausen und Freier Wählergemeinschaft Bronnen nominiert und mit 98,9 % der Stimmen gewählt.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wahl am 15. März 2020 hatte folgendes Ergebnis:

  • Freie Wählergruppe Salgen: 5 Sitze (43,2 %)
  • Wählervereinigung Hausen: 4 Sitze (32,5 %)
  • Freie Wählergemeinschaft Bronnen: 3 Sitze (24,3 %)

Gegenüber der Amtszeit 2014 bis 2020 gewann die Wählervereinigung Hausen einen Sitz zulasten der Freien Wählergruppe Salgen, die bisher mit 6 Gemeinderäten vertreten war.

Steuereinnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2014 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 1.102.000 Euro, davon waren 415.000 Euro Gewerbesteuereinnahmen (netto).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DEU Salgen COA.svg
Blasonierung: „Über blauem Wellenschildfuß, darin eine vierblättrige goldene Rosette, ein auf einem nach oben gekrümmten roten Balken stehender, herschauender schwarzer Löwe.“[7]

Erläuterung: Der auf dem roten, nach oben gekrümmten Balken stehende, herschauende schwarze Löwe entspricht dem Wappen der Herren von Mindelberg, zu deren Herrschaftsbereich seit dem 14. Jahrhundert das Gebiet der heutigen Gemeinde Salgen gehörte. Der blaue Wellenschildfuß erinnert an die Lage der Gemeinde im moorigen Mindeltal (Salger Moos), die goldene Rosette ist dem Konventwappen des Klosters Ottobeuren entnommen, für das bereits im 11. Jahrhundert Besitz in Salgen nachweisbar ist.

Das Wappen wurde vom Heimatforscher Alois Angele entworfen und vom Heraldiker Max Reinhart aus Passau gestaltet, am 31. Juli 1979 durch Bescheid der Regierung von Schwaben genehmigt.

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge wurde am 17. September 1980 durch Bescheid der Regierung von Schwaben genehmigt.

Die Flagge ist Rot - Gelb gestreift mit aufgelegtem Gemeindewappen.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 im produzierenden Gewerbe 133 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 479. Im verarbeitenden Gewerbe gab es drei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 76 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1939 Hektar, davon waren 767 Hektar Ackerfläche und 1173 Hektar Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1999 gab es die folgende Einrichtung: einen Kindergarten mit 50 Kindergartenplätzen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Salgen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Salgen in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 15. August 2019.
  3. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 783.
  4. Zweitstimmen, gemäß Quelle www.wahlen.bayern.de abgerufen am 4. März 2018
  5. Mindelheimer Zeitung zum Tod von Miller, abgerufen am 3. Januar 2017
  6. Süddeutsche Zeitung vom 20. Februar 2008, abgerufen am 5. November 2011
  7. Eintrag zum Wappen von Salgen in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte