Kammlach

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Kammlach (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Kammlach
Kammlach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kammlach hervorgehoben
Koordinaten: 48° 3′ N, 10° 25′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Unterallgäu
Verwaltungs­gemeinschaft: Erkheim
Höhe: 600 m ü. NHN
Fläche: 26,73 km²
Einwohner: 1801 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 67 Einwohner je km²
Postleitzahl: 87754
Vorwahl: 08261
Kfz-Kennzeichen: MN
Gemeindeschlüssel: 09 7 78 180
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktstr. 1
87746 Erkheim
Webpräsenz: www.kammlach.de
Bürgermeister: Josef Steidele (Wählergemeinschaft)
Lage der Gemeinde Kammlach im Landkreis Unterallgäu
Kaufbeuren Landkreis Augsburg Landkreis Günzburg Landkreis Neu-Ulm Landkreis Oberallgäu Landkreis Ostallgäu Buxheim (Schwaben) Memmingen Amberg (Unterallgäu) Apfeltrach Babenhausen (Schwaben) Bad Grönenbach Bad Wörishofen Benningen Benningen Böhen Boos (Schwaben) Breitenbrunn (Schwaben) Buxheim (Schwaben) Dirlewang Egg an der Günz Eppishausen Erkheim Ettringen (Wertach) Fellheim Hawangen Heimertingen Holzgünz Kammlach Kettershausen Kirchhaslach Kirchheim in Schwaben Kronburg Lachen (Schwaben) Lauben (Unterallgäu) Lautrach Legau Markt Rettenbach Markt Wald Memmingerberg Mindelheim Niederrieden Oberrieden (Schwaben) Oberschönegg Ottobeuren Pfaffenhausen Pleß Rammingen (Bayern) Salgen Sontheim (Schwaben) Stetten (Schwaben) Trunkelsberg Türkheim Tussenhausen Ungerhausen Ungerhausen Unteregg Westerheim (Unterallgäu) Wiedergeltingen Winterrieden Wolfertschwenden Woringen Kaufbeuren Landkreis Augsburg Landkreis Günzburg Landkreis Neu-Ulm Landkreis Oberallgäu Landkreis Ostallgäu Landkreis Unterallgäu Memmingen Amberg (Unterallgäu) Apfeltrach Babenhausen (Schwaben) Bad Grönenbach Bad Wörishofen Benningen Benningen Böhen Boos (Schwaben) Breitenbrunn (Schwaben) Buxheim (Schwaben) Dirlewang Egg an der Günz Eppishausen Erkheim Ettringen (Wertach) Fellheim Hawangen Heimertingen Holzgünz Kammlach Kettershausen Kirchhaslach Kirchheim in Schwaben Kronburg Lachen (Schwaben) Lauben (Unterallgäu) Lautrach Legau Markt Rettenbach Markt Wald Memmingerberg Mindelheim Niederrieden Oberrieden (Schwaben) Oberschönegg Ottobeuren Pfaffenhausen Pleß Rammingen (Bayern) Salgen Sontheim (Schwaben) Stetten (Schwaben) Trunkelsberg Türkheim Tussenhausen Ungerhausen Ungerhausen Unteregg Westerheim (Unterallgäu) Wiedergeltingen Winterrieden Wolfertschwenden Woringen Baden-WürttembergKarte
Über dieses Bild

Kammlach ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Unterallgäu und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Erkheim.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kammlach liegt ca. 25 km östlich von Memmingen in der Region Donau-Iller in Mittelschwaben.

Ausdehnung des Gemeindegebietes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet besteht aus den Gemarkungen Oberkammlach und Unterkammlach.

Zu Kammlach gehören unter anderem die Weiler Höllberg, Kirchstetten, Oberkammlach, Rufen, Unterkammlach und Wideregg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kammlach war vor 1800 Sitz eines Oberen und Unteren Gerichts und gehörte zur Herrschaft Mindelheim des Kurfürstentums Bayern. Die Herrschaft Mindelheim war seit dem Frieden von Rastatt 1714 eine kurbayerische Besitzung. Eine besondere Stellung in der Weltgeschichte nimmt Kammlach durch die Schlacht von Kammlach am 13. August 1796 ein.

Am 1. Februar 1973 stürzte ein Jagdbomber der Bundesluftwaffe vom Typ F-104 Starfighter nahe Unterkammlach ab. Der Pilot Oberstleutnant Johannes Schiller vom Jagdbombergeschwader 34 konnte zuletzt ein Absturz im Ort verhindern, konnte sich vor dem Absturz aber selber nicht mehr retten und verstarb.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurden die bis dahin selbstständigen Gemeinden Oberkammlach und Unterkammlach zur neuen Gemeinde Kammlach zusammengeschlossen.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1429 Einwohner[2]
  • 1970: 1459 Einwohner[2]
  • 1987: 1483 Einwohner
  • 2000: 1748 Einwohner
  • 2011: 1777 Einwohner
  • 2014: 1831 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundestagswahl 2013[3]
 %
60
50
40
30
20
10
0
58,8 %
11,2 %
3,8 %
4,3 %
3 %
8,6 %
2,5 %
7,8 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
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Der erste Bürgermeister ist Josef Steidele (Wählergemeinschaft), die zweite Bürgermeisterin ist Birgit Steudter- Adl Amini. Bei den Landtagswahlen 2008 erreichte die CSU im Wahlkreis Kammlach 47,6 % der gültigen Gesamtstimmen. Die Freien Wähler bekamen 23,6 %, die SPD 7,5 %, dahinter die FDP mit 7 % und Bündnis 90/Die Grünen mit 3,4 %.[4]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 797.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 224.000 €.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 23. Juli 1979 durch Bescheid der Regierung von Schwaben genehmigt.

Blasonierung: „In Gold ein schwarzer Rosskamm mit dem Griff nach unten, dem ein blauer Wellenbalken unterlegt ist.“

In der benachbarten Gemeindeflur Erisried entspringt das mittelschwäbische Flüsschen Kammel (blauer Wellenbalken). Die Geschichte der Gemeinde wird im Wappen dokumentiert durch das Abzeichen der Herrn von Kammlach (Rosskamm), die aus dem Kammlacher Gebiet stammen und später in Schongau und Kaufbeuren ansässig waren. Durch die Farben Schwarz - Gold wird auf die Herrn von Frundsberg als Inhaber der Herrschaft Mindelheim hingewiesen. Durch eine Gemeindegebietsreform entstand die heutige Gemeinde Kammlach aus den ehemaligen Gemeinden Oberkammlach und Unterkammlach. Die neue Gemeinde übernahm das 1965 genehmigte Gemeindewappen von Oberkammlach.

Das Wappen wurde vom Heraldiker Rudolf Mussgnug aus Nördlingen gestaltet.

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge ist Schwarz - Gelb - Blau gestreift mit aufgelegtem Gemeindewappen.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kath. Kirche "Maria Himmelfahrt" mit Reichsbrücke

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 41, im produzierenden Gewerbe 141 und im Bereich Handel und Verkehr sieben sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 32 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 588. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 73 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1180 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergarten: 75 Kindergartenplätze mit 74 Kindern
  • Volksschule: eine mit vier Lehrern und 98 Schülern

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kammlach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 783.
  3. Zweitstimmen, gemäß Quelle www.wahlen.bayern.de abgerufen am 14. September 2014
  4. Regionalergebnisse der Landtagswahl 2008 Zuletzt gesichtet am 27. September 2010