Eppishausen

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Dieser Artikel behandelt die deutsche Gemeinde Eppishausen. Für das gleichnamige Schloss Eppishausen in Erlen im Schweizer Kanton Thurgau siehe Schloss Eppishausen.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Eppishausen
Eppishausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Eppishausen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 10′ N, 10° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Unterallgäu
Verwaltungs­gemeinschaft: Kirchheim in Schwaben
Höhe: 550 m ü. NHN
Fläche: 39,5 km²
Einwohner: 1838 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 47 Einwohner je km²
Postleitzahl: 87745
Vorwahl: 08266
Kfz-Kennzeichen: MN
Gemeindeschlüssel: 09 7 78 134
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 6
87757 Kirchheim i.Schw.
Webpräsenz: www.eppishausen.de
Bürgermeister: Josef Kerler (Gemeinschaft Eppishausen)
Lage der Gemeinde Eppishausen im Landkreis Unterallgäu
Kaufbeuren Landkreis Augsburg Landkreis Günzburg Landkreis Neu-Ulm Landkreis Oberallgäu Landkreis Ostallgäu Buxheim (Schwaben) Memmingen Amberg (Unterallgäu) Apfeltrach Babenhausen (Schwaben) Bad Grönenbach Bad Wörishofen Benningen Benningen Böhen Boos (Schwaben) Breitenbrunn (Schwaben) Buxheim (Schwaben) Dirlewang Egg an der Günz Eppishausen Erkheim Ettringen (Wertach) Fellheim Hawangen Heimertingen Holzgünz Kammlach Kettershausen Kirchhaslach Kirchheim in Schwaben Kronburg Lachen (Schwaben) Lauben (Unterallgäu) Lautrach Legau Markt Rettenbach Markt Wald Memmingerberg Mindelheim Niederrieden Oberrieden (Schwaben) Oberschönegg Ottobeuren Pfaffenhausen Pleß Rammingen (Bayern) Salgen Sontheim (Schwaben) Stetten (Schwaben) Trunkelsberg Türkheim Tussenhausen Ungerhausen Ungerhausen Unteregg Westerheim (Unterallgäu) Wiedergeltingen Winterrieden Wolfertschwenden Woringen Kaufbeuren Landkreis Augsburg Landkreis Günzburg Landkreis Neu-Ulm Landkreis Oberallgäu Landkreis Ostallgäu Landkreis Unterallgäu Memmingen Amberg (Unterallgäu) Apfeltrach Babenhausen (Schwaben) Bad Grönenbach Bad Wörishofen Benningen Benningen Böhen Boos (Schwaben) Breitenbrunn (Schwaben) Buxheim (Schwaben) Dirlewang Egg an der Günz Eppishausen Erkheim Ettringen (Wertach) Fellheim Hawangen Heimertingen Holzgünz Kammlach Kettershausen Kirchhaslach Kirchheim in Schwaben Kronburg Lachen (Schwaben) Lauben (Unterallgäu) Lautrach Legau Markt Rettenbach Markt Wald Memmingerberg Mindelheim Niederrieden Oberrieden (Schwaben) Oberschönegg Ottobeuren Pfaffenhausen Pleß Rammingen (Bayern) Salgen Sontheim (Schwaben) Stetten (Schwaben) Trunkelsberg Türkheim Tussenhausen Ungerhausen Ungerhausen Unteregg Westerheim (Unterallgäu) Wiedergeltingen Winterrieden Wolfertschwenden Woringen Baden-WürttembergKarte
Über dieses Bild

Eppishausen ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Unterallgäu und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Kirchheim in Schwaben. Der Ort bildet den genauen geographischen Mittelpunkt von Bayerisch-Schwaben.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eppishausen liegt in der Region Donau-Iller, etwa 40 Kilometer östlich von Memmingen. An die besondere Lage in der genauen geographischen Mitte von Schwaben erinnert seit 2014 ein Gedenkstein.[2][3]

Ausdehnung des Gemeindegebietes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet besteht aus den Gemarkungen Eppishausen, Haselbach, Könghausen und Mörgen. Zu Eppishausen gehören unter anderem die Orte Aspach, Ellenried, Haselbach, Könghausen, Lutzenberg, Mörgen und Weiler.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eppishausen gehörte den Grafen Fugger-Kirchheim. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zu Bayern. Diese Linie der Fugger unterstellte sich 1806 freiwillig dem Königreich Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. April 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Könghausen eingegliedert.[4] Am 1. Mai 1978 kamen Haselbach und Mörgen hinzu.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1829 Einwohner[5]
  • 1970: 1806 Einwohner[5]
  • 1987: 1816 Einwohner
  • 2000: 1880 Einwohner
  • 2011: 1756 Einwohner
  • 2012: 1775 Einwohner
  • 2014: 1826 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundestagswahl 2013[6]
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80
70
60
50
40
30
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10
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70,5 %
7,5 %
3,5 %
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1,9 %
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Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
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Bürgermeister ist Josef Kerler (Gem./F.Wgem./F.Wgr./Bürg.sch.). Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 832 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 208 T€.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 9. Juli 1951 durch Bescheid des Bayerischen Staatsministeriums des Innern genehmigt.

Blasonierung: „In Schwarz, drei (2:1) gestellte silberne Kübel mit goldenen Reifen.“

Der urkundlich erstmals im 12. Jahrhundert erwähnte Ort befand sich nach vorausgegangenem häufigen Besitzwechsel von 1470 bis 1540 im Besitz der Herren von Tanneck. Eppishausen erfuhr in dieser Zeit seine erste Förderung, sodass sich die Gemeinde zur Übernahme des Familienwappens der ehemaligen Grundherren von Tanneck entschloss.

Der Entwurf und die Gestaltung des Wappens realisierte der aus München-Solln stammende Herbert Weichenhan.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eppishausen
Dorfmitte

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 19, im produzierenden Gewerbe 261 und im Bereich Handel und Verkehr vier sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 32 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 660. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe fünf Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 88 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2136 ha, davon waren 717 ha Ackerfläche und 1420 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1999 existierte folgende Einrichtung:

  • Kindergärten: 75 Kindergartenplätze mit 56 Kindern

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vinzenz Hamp (1907–1991), Bibelwissenschaftler, ist in Eppishausen geboren

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bayerische Vermessungsverwaltung stellt geographische Mitte Schwabens im Landkreis Unterallgäu vor
  3. Augsburger Allgemeine: Mittendrin statt nur dabei
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 524.
  5. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 782.
  6. Zweitstimmen, gemäß Quelle www.wahlen.bayern.de abgerufen am 14. September 2014