Benningen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Benningen
Benningen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Benningen hervorgehoben

Koordinaten: 47° 58′ N, 10° 13′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Unterallgäu
Verwaltungs­gemeinschaft: Memmingerberg
Höhe: 601 m ü. NHN
Fläche: 11,18 km2
Einwohner: 2042 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 183 Einwohner je km2
Postleitzahl: 87734
Vorwahl: 08331
Kfz-Kennzeichen: MN
Gemeindeschlüssel: 09 7 78 118
Gemeindegliederung: 3 Gemeindeteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Benninger Str. 3
87766 Memmingerberg
Website: www.benningen-allgaeu.de
Erster Bürgermeister: Martin Osterrieder[2] (CSU/Freie Wähler)
Lage der Gemeinde Benningen im Landkreis Unterallgäu
KaufbeurenLandkreis AugsburgLandkreis GünzburgLandkreis Neu-UlmLandkreis OberallgäuLandkreis OstallgäuBuxheim (Schwaben)MemmingenAmberg (Schwaben)ApfeltrachBabenhausen (Schwaben)Bad GrönenbachBad WörishofenBenningenBenningenBöhenBoos (Schwaben)Breitenbrunn (Schwaben)Buxheim (Schwaben)DirlewangEgg an der GünzEppishausenErkheimEttringen (Wertach)FellheimHawangenHolzgünzHeimertingenKammlachKettershausenKirchhaslachKirchheim in SchwabenKronburgLachen (Schwaben)Lauben (Landkreis Unterallgäu)LautrachLegauMarkt RettenbachMarkt WaldMemmingerbergMindelheimNiederriedenOberrieden (Schwaben)OberschöneggOttobeurenPfaffenhausenPleßRammingen (Bayern)SalgenSontheim (Schwaben)Stetten (Schwaben)TrunkelsbergTürkheimTussenhausenUngerhausenUngerhausenUntereggWesterheim (Schwaben)WiedergeltingenWinterriedenWolfertschwendenWoringenKaufbeurenLandkreis UnterallgäuMemmingenAmberg (Schwaben)ApfeltrachBabenhausen (Schwaben)Bad GrönenbachBad WörishofenBenningenBenningenBöhenBoos (Schwaben)Breitenbrunn (Schwaben)Buxheim (Schwaben)DirlewangEgg an der GünzEppishausenErkheimEttringen (Wertach)FellheimHawangenHeimertingenHolzgünzKammlachKettershausenKirchhaslachKirchheim in SchwabenKronburgLachen (Schwaben)Lauben (Landkreis Unterallgäu)LautrachLegauMarkt RettenbachMarkt WaldMemmingerbergMindelheimNiederriedenOberrieden (Schwaben)OberschöneggOttobeurenPfaffenhausenPleßRammingen (Bayern)SalgenSontheim (Schwaben)Stetten (Schwaben)TrunkelsbergTürkheimTussenhausenUngerhausenUngerhausenUntereggWesterheim (Schwaben)WiedergeltingenWinterriedenWolfertschwendenWoringenBaden-WürttembergKarte
Über dieses Bild

Benningen ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Unterallgäu. Der gleichnamige Hauptort ist Sitz der Gemeindeverwaltung. Der Ort ist vor allem wegen des Benninger Rieds mit dem weltweit einzigen Vorkommen der Riednelke bekannt. Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Memmingerberg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Benningen liegt direkt an der Stadtgrenze von Memmingen in der Region Donau-Iller in Oberschwaben. Das Gemeindegebiet besteht aus der Gemarkung Benningen und einem Teil der Gemarkung Hawangen (der andere Teil der Gemarkung bildet die Gemeinde Hawangen).

Es gibt drei amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Benningen, erstmals 1152 urkundlich genannt, jedoch bereits 961 in einer Chronik erwähnt, gehörte zum Reichsstift Ottobeuren. Im Jahre 1218 wurde die Riedkapelle erbaut, die neben dem sehr geschrumpften Benninger Ried eine der Sehenswürdigkeiten der Gemeinde ist. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015
Einwohner 1528 1935 1761 1824 2004 2090 2094 2032 2058 xx xx xx xx

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1.809 auf 2.021 um 212 Einwohner bzw. um 11,7 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundestagswahl 2017[4]
 %
50
40
30
20
10
0
39,2 %
10,4 %
17 %
10,5 %
7,7 %
3,5 %
3,6 %
8,2 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2013
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
−9,8 %p
−5,8 %p
+9,3 %p
+6,0 %p
+2,2 %p
−0,4 %p
−2,1 %p
+0,6 %p
Rathaus in Benningen

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist seit 2013 Martin Osterrieder (CSU/Freie Wähler); dieser wurde am 15. März 2020 mit 92,2 % der Stimmen wieder gewählt. Sein Vorgänger Meinrad Bernhard (CSU/Überparteiliche Wählergemeinschaft/Freie Wähler) starb am 28. Juli 2013.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sitzzuteilung nach der Gemeinderatswahl am 15. März 2020 ist für die Amtszeit von Mai 2020 bis April 2026 wie folgt:

Bereits in der Amtszeit 2014 bis 2020 hatten beide Wahlvorschläge je 7 Mandate erreicht.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Benningen.svg
Blasonierung: „Gespalten von Schwarz und Silber; vorne ein wachsender goldener Abtstab, hinten drei grüne Riednelken mit roten Blüten aus einem Stock wachsend.“[5]

Wappengeschichte: Der Entwurf des Wappens stammt von Stiftsarchivar und Kreisheimatpfleger Aegidius Kolb, und die Gestaltung übernahm der Balgheimer Ewald Kühlinger. Das Wappen wurde am 4. Juli 1975 durch Bescheid der Regierung von Schwaben genehmigt.[6]

Wappenbegründung: Der Abtstab versinnbildlicht die Zugehörigkeit des Ortes zum Altbesitz des Reichsstiftes Ottobeuren bis zur Säkularisation. Darauf bezieht sich auch in Anlehnung an das Ottobeurer Konventwappen die Farbgebung Gold - Schwarz in der vorderen Schildhälfte. Die Riednelken weisen auf das Vorkommen dieser sonst seltenen Pflanze im Naturschutzgebiet Benninger Ried hin.

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge ist Gelb - Schwarz - Weiß (1:1:1) gestreift; sie kann auch mit aufgelegtem Gemeindewappen geführt werden.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche in Benningen
Benningen und Memmingen von Südosten

Zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes gehört die Pfarrkirche St. Peter und Paul mit barocker Ausstattung, die 1725 bis 1729 von Simpert Kraemer erbaut wurde.

Die Riedkapelle wurde aufgrund des Benninger Hostienwunders erbaut.

Das Naturschutzgebiet Benninger Ried – der weltweit einzige Platz, an dem die Riednelke wächst - ist die flächenmäßig größte Sehenswürdigkeit des Ortes.

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Benningen und Liste der Bodendenkmäler in Benningen

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft keine, im produzierenden Gewerbe 552 und im Bereich Handel und Verkehr 135 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 752. Im verarbeitenden Gewerbe gab es drei Betriebe, im Bauhauptgewerbe einen Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 1999 25 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 612 ha. Davon waren 218 ha Ackerfläche und 394 ha Dauergrünfläche.

Naturschutzgebiet: Benninger Ried

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde Benningen gibt es einen Kindergarten mit 75 Kindergartenplätzen und eine Grundschule. Weiterführende Schulen existieren in der nahen Stadt Memmingen und im Markt Ottobeuren.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Benningen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bürgermeister. Gemeinde Benningen, abgerufen am 30. Mai 2020.
  3. Gemeinde Benningen in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 17. August 2019.
  4. Zweitstimmen, gemäß Quelle www.wahlen.bayern.de abgerufen am 4. März 2018
  5. Eintrag zum Wappen von Benningen in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  6. https://www.benningen-allgaeu.de/de/gemeinde/dorfchronik_geschichte.php