Dirlewang

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Dirlewang
Dirlewang
Deutschlandkarte, Position des Marktes Dirlewang hervorgehoben
Koordinaten: 48° 0′ N, 10° 30′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Unterallgäu
Verwaltungs­gemeinschaft: Dirlewang
Höhe: 620 m ü. NHN
Fläche: 23,3 km²
Einwohner: 2126 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 91 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 87742,
87782 (Wallenried)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 08267
Kfz-Kennzeichen: MN
Gemeindeschlüssel: 09 7 78 127
Adresse der
Marktverwaltung:
Marktstr. 19
87742 Dirlewang
Webpräsenz: www.dirlewang.de
Bürgermeister: Alois Mayer (Überparteiliche Wählergem.)
Lage des Marktes Dirlewang im Landkreis Unterallgäu
Kaufbeuren Landkreis Augsburg Landkreis Günzburg Landkreis Neu-Ulm Landkreis Oberallgäu Landkreis Ostallgäu Buxheim (Schwaben) Memmingen Amberg (Unterallgäu) Apfeltrach Babenhausen (Schwaben) Bad Grönenbach Bad Wörishofen Benningen Benningen Böhen Boos (Schwaben) Breitenbrunn (Schwaben) Buxheim (Schwaben) Dirlewang Egg an der Günz Eppishausen Erkheim Ettringen (Wertach) Fellheim Hawangen Heimertingen Holzgünz Kammlach Kettershausen Kirchhaslach Kirchheim in Schwaben Kronburg Lachen (Schwaben) Lauben (Unterallgäu) Lautrach Legau Markt Rettenbach Markt Wald Memmingerberg Mindelheim Niederrieden Oberrieden (Schwaben) Oberschönegg Ottobeuren Pfaffenhausen Pleß Rammingen (Bayern) Salgen Sontheim (Schwaben) Stetten (Schwaben) Trunkelsberg Türkheim Tussenhausen Ungerhausen Ungerhausen Unteregg Westerheim (Unterallgäu) Wiedergeltingen Winterrieden Wolfertschwenden Woringen Kaufbeuren Landkreis Augsburg Landkreis Günzburg Landkreis Neu-Ulm Landkreis Oberallgäu Landkreis Ostallgäu Landkreis Unterallgäu Memmingen Amberg (Unterallgäu) Apfeltrach Babenhausen (Schwaben) Bad Grönenbach Bad Wörishofen Benningen Benningen Böhen Boos (Schwaben) Breitenbrunn (Schwaben) Buxheim (Schwaben) Dirlewang Egg an der Günz Eppishausen Erkheim Ettringen (Wertach) Fellheim Hawangen Heimertingen Holzgünz Kammlach Kettershausen Kirchhaslach Kirchheim in Schwaben Kronburg Lachen (Schwaben) Lauben (Unterallgäu) Lautrach Legau Markt Rettenbach Markt Wald Memmingerberg Mindelheim Niederrieden Oberrieden (Schwaben) Oberschönegg Ottobeuren Pfaffenhausen Pleß Rammingen (Bayern) Salgen Sontheim (Schwaben) Stetten (Schwaben) Trunkelsberg Türkheim Tussenhausen Ungerhausen Ungerhausen Unteregg Westerheim (Unterallgäu) Wiedergeltingen Winterrieden Wolfertschwenden Woringen Baden-WürttembergKarte
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Dirlewang ist ein Markt im schwäbischen Landkreis Unterallgäu. Er ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Dirlewang.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dirlewang liegt in der Region Donau-Iller in Mittelschwaben, etwa 30 km östlich von Memmingen.

Ausdehnung des Gemeindegebietes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet besteht aus den Gemarkungen Dirlewang, Altensteig und Helchenried.

Zu Dirlewang gehören die Orte Alesrain, Altensteig, Eberscholl, Helchenried Leutenhof, Osterlauchdorf und Wallenried. Die Ortschaften Beiburg, Holzhauserin, Luwang, Tannburg und Wichstein sind abgegangen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Besiedelt wurde das heute Gebiet des Marktes wohl schon zu römischer Zeit, was Ausgrabungen und Grabfunde beweisen. Auf dem Gemeindegebiet wurden mehrere römische Ziegeleien ergraben.[2]

Erstmals urkundlich erwähnt wurde "Durniwanc" im Jahr 919. Der bereits vor 1400 zum Markt erhobene Ort Dirlewang gehörte ab 1617 zur Herrschaft Mindelheim des Kurfürstentums Bayern, seit dem Gemeindeedikt von 1818 ist Dirlewang politische Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform schlossen sich die Gemeinden Helchenried und Altensteig am 1. April 1972 bzw. am 1. Juli 1972 an.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1840 1900 1939 1959 1961 1970 1987 2003 2012 2014
Einwohner 1071 1096 1200 1835 1617 1540 1762 2141 2033 2091

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundestagswahl 2013[4]
 %
60
50
40
30
20
10
0
52,5 %
13 %
4,7 %
6,6 %
2,5 %
7,4 %
4,1 %
9,3 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
 12
 10
   8
   6
   4
   2
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  -6
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-12
-14
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+10,3 %p
+3,1 %p
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-4,0 %p
-4,0 %p
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+4,1 %p
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Gemeinderat und Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Kommunalwahl vom 16. März 2014 nimmt die Liste „Gemeinsam für Dirlewang“ elf Sitze ein, drei Sitze gingen an die „Unabhängige Bürgergemeinschaft Altensteig“.

Bürgermeister ist Alois Mayer (Überparteiliche Wählergem.).

Gemeindefinanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2012 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 1,269 Millionen €, davon waren 294.000 € Gewerbesteuern (netto).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Rot zwischen zwei silbernen Zinnentürmen, deren Sockel aus silbernen und blauen Quadern bestehen, ein geschlossenes goldenes Tor mit Einlasspförtchen in silberner Mauer.“

Schon vor 1400 verfügte der Ort Dirlewang über das Marktrecht, aber erst 1725 wurde ihm zunächst als Siegel ein eigenes Wappen durch Kurfürst Max Emanuel II. von Bayern verliehen. Das geschichtliche Wappen des Marktes ist seinem Inhalt nach schwer zu deuten. So ist die rote Feldfarbe identisch mit der Hauptfarbe des Wappens des ehemaligen Fürststiftes Kempten, das über mehrere Jahrhunderte Dirlewang als Lehen besaß, bis es 1587 auf Hans Fugger käuflich überging. Das Tor mit Einlasstürchen zwischen zwei Türmen gab verschiedentlich Anlass für eine naive und sicher unzutreffende Auslegung des Wappenbildes für den Ortsnamen (Dirle=Türlewang=für offen). Viel wahrscheinlicher sollten aber durch das Wappenbild die seinerzeit besonderen Rechte des Marktes wie die Hohe Gerichtsbarkeit, die Freiheit von der Frondienstleistung und das Marktrecht auch unter bayerischem Recht (Farben weiß-blau) als gesichert herausgestellt werden.

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge wurde am 30. August 1990 durch Bescheid der Regierung von Schwaben genehmigt.

Die Flagge ist gelb-blau gestreift mit aufgelegtem Gemeindewappen.

Die Gestaltung der Gemeindeflagge übernahm der Freisinger Theodor Goerge.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft sieben, im produzierenden Gewerbe 207 und im Bereich Handel und Verkehr 58 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 83 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 708. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei Betriebe, im Bauhauptgewerbe sechs Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 61 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1361 ha. Davon waren 1070 ha Dauergrünfläche.

Dirlewanger Bürgerbeteiligungsbatterie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Roßkopf bei Dirlewang

Im Mai 2011 gab Bürgermeister Alois Mayer bekannt, dass es Planungen für ein Pumpspeicherkraftwerk bei Dirlewang gibt. Der Standort Dirlewang wurde aus mehreren Gründen ausgewählt:

  • regelmäßige Hochwasser, die durch einen neu errichteten Staudamm zurückgehalten werden
  • nahegeleger Roßkopf, ein ca. 700 Meter hoher Berg, auf dem der Speichersee entstehen soll
  • vorbeiführende Stromleitung mit Trafostation, von daher wäre also keine neue Leitung nötig

Das Netz wird zusätzlich mit 6,18 Megawatt belastet, das bedeutet Strom für 20.000 Menschen, der für sechs Stunden gespeichert werden kann.

Hochwasserwehr von Süden

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dirlewang liegt an der B 16, die von Roding über Regensburg nach Füssen führt. Die A 96 ist etwa drei Kilometer entfernt (Ausfahrt Mindelheim).

Der Ort ist ein Knotenpunkt im Busverkehr und liegt an den Linien 912 (Mindelheim–Dirlewang), 913(Dirlewang–Baisweil), 914 (Mindelheim–Binkenhofen) und 912 (Dirlewang–Erisried). Der nächstgelegene Bahnhof ist der etwa fünf Kilometer entfernte Bahnhof Mindelheim.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 2014 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergarten Sonnenwirbel - drei Kindergartengruppen und eine1 Kinderkrippengruppe
  • Grundschule - doppelzügig, 177 Schüler

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Ulrich Brandl und Emmi Federhofer: Ton + Technik. Römische Ziegel. Theiss, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-8062-2403-0 (Schriften des Limesmuseums Aalen. Nr. 61)
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 524
  4. Zweitstimmen, gemäß Quelle www.wahlen.bayern.de, abgerufen am 14. September 2014