Böhen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Böhen
Böhen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Böhen hervorgehoben

Koordinaten: 47° 53′ N, 10° 18′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Unterallgäu
Verwaltungs­gemeinschaft: Ottobeuren
Höhe: 783 m ü. NHN
Fläche: 20,53 km2
Einwohner: 772 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 38 Einwohner je km2
Postleitzahl: 87736
Vorwahl: 08338
Kfz-Kennzeichen: MN
Gemeindeschlüssel: 09 7 78 119
Gemeindegliederung: 26 Gemeindeteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Marktplatz 6
87724 Ottobeuren
Website: gemeinde-boehen.de
Erster Bürgermeister: Andreas Meer (FWG[2])
Lage der Gemeinde Böhen im Landkreis Unterallgäu
KaufbeurenLandkreis AugsburgLandkreis GünzburgLandkreis Neu-UlmLandkreis OberallgäuLandkreis OstallgäuBuxheim (Schwaben)MemmingenAmberg (Schwaben)ApfeltrachBabenhausen (Schwaben)Bad GrönenbachBad WörishofenBenningenBenningenBöhenBoos (Schwaben)Breitenbrunn (Schwaben)Buxheim (Schwaben)DirlewangEgg an der GünzEppishausenErkheimEttringen (Wertach)FellheimHawangenHolzgünzHeimertingenKammlachKettershausenKirchhaslachKirchheim in SchwabenKronburgLachen (Schwaben)Lauben (Landkreis Unterallgäu)LautrachLegauMarkt RettenbachMarkt WaldMemmingerbergMindelheimNiederriedenOberrieden (Schwaben)OberschöneggOttobeurenPfaffenhausenPleßRammingen (Bayern)SalgenSontheim (Schwaben)Stetten (Schwaben)TrunkelsbergTürkheimTussenhausenUngerhausenUngerhausenUntereggWesterheim (Schwaben)WiedergeltingenWinterriedenWolfertschwendenWoringenKaufbeurenLandkreis UnterallgäuMemmingenAmberg (Schwaben)ApfeltrachBabenhausen (Schwaben)Bad GrönenbachBad WörishofenBenningenBenningenBöhenBoos (Schwaben)Breitenbrunn (Schwaben)Buxheim (Schwaben)DirlewangEgg an der GünzEppishausenErkheimEttringen (Wertach)FellheimHawangenHeimertingenHolzgünzKammlachKettershausenKirchhaslachKirchheim in SchwabenKronburgLachen (Schwaben)Lauben (Landkreis Unterallgäu)LautrachLegauMarkt RettenbachMarkt WaldMemmingerbergMindelheimNiederriedenOberrieden (Schwaben)OberschöneggOttobeurenPfaffenhausenPleßRammingen (Bayern)SalgenSontheim (Schwaben)Stetten (Schwaben)TrunkelsbergTürkheimTussenhausenUngerhausenUngerhausenUntereggWesterheim (Schwaben)WiedergeltingenWinterriedenWolfertschwendenWoringenBaden-WürttembergKarte
Über dieses Bild

Böhen ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Unterallgäu und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Ottobeuren.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der gleichnamige Hauptort liegt circa 20 Kilometer südöstlich von Memmingen in Mittelschwaben und gehört der Planungsregion Donau-Iller an.

Böhen ist die höchstgelegene Gemeinde im Landkreis Unterallgäu. Der tiefste Punkt in der Gemeinde liegt bei 681 m ü. NHN an der westlichen Günz, der höchste Punkt auf 849 m ü. NHN südlich von Oberwarlins, zugleich höchster Geländepunkt im Landkreis und unweit der Stelle, wo die Landkreise Oberallgäu, Ostallgäu und Unterallgäu zusammentreffen.

Ausdehnung des Gemeindegebietes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet besteht nur aus der Gemarkung Böhen.

Es gibt 26 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[3]

Das Gemeindegebiet erstreckt sich insgesamt über eine Fläche von 2053 ha.[4]

Fläche
nach Nutzungsart[4]
Landwirt-
schafts-
fläche
Wald-
fläche
Gebäude-,
Frei- und
Betriebsfläche
Verkehrs-
fläche
Wasser-
fläche
Sport- und
Grünfläche
sonstige
Nutzung
Fläche in km² 14,22 5,17 0,52 0,49 0,10 0,03 0,01
Anteil an Gesamtfläche 69,3 % 25,2 % 2,5 % 2,4 % 0,5 % 0,1 % 0,0 %

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste bekannte Erwähnung des Ortes befindet sich im Chronicum Ottobuarum (entstanden um 1180). In der handgeschriebenen Chronik[5] wird zum Gründungszeitraum des Klosters Ottobeuren im Jahr 746 unter anderen Orten auch Behaim als angebliches Stiftungsgut erwähnt. Der Wahrheitsgehalt ist aufgrund fehlender Originalurkunden ungewiss, jedoch ist damit gesichert, dass Böhen im Jahr 1180 bereits längere Zeit existiert hat.

Böhen gehörte zum Reichsstift Ottobeuren. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Georg, Böhen

Die größte Gruppe war im Jahr 2011 mit 85,5 % (633 Personen) römisch-katholisch, gefolgt von evangelisch (ev., lt.) mit 4,9 % (36 Personen). Im Vergleich zur Volkszählung von 1987 verringerte sich der Anteil der römisch-katholischen Bevölkerung dabei um 8,7 %, wohingegen sich der evangelische um 28,6 % erhöht hat.[6]

In Böhen befindet sich die römisch-katholische Pfarrkirche St. Georg deren Ursprünge auf das 15. Jahrhundert zurückreichen. Gegen Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Langhaus erweitert.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 731 auf 770 um 39 Einwohner bzw. um 5,3 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundestagswahl 2017[7]
 %
80
70
60
50
40
30
20
10
0
57,1 %
5,4 %
14,2 %
8,8 %
4,8 %
3,3 %
2,5 %
3,8 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2013
 %p
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-14
-16
−15,2 %p
−3,8 %p
+10,6 %p
+7,2 %p
+0,1 %p
+2,2 %p
+0,7 %p
−2,0 %p

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist Andreas Meer (CSU und Freie Wählerschaft Böhen). Dieser wurde im Jahr 2014 Nachfolger von Hans Gropper (CSU/Freie Wählerschaft) und am 15. März 2020 mit 82,4 % wieder gewählt.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sitzzuteilung bei der Gemeinderatswahl 2014 war wie folgt:[8]

  • CSU/Freie Wählerschaft: 8 Sitze

Bei der Wahl am 15. März 2020 lag ebenfalls nur der Wahlvorschlag von CSU/Freie Wählerschaft vor, die erneut alle acht Mandate erhielt.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Böhen.svg
Blasonierung: „In Silber zwei gekürzte grüne Spitzen, denen ein schräger goldener Abtstab aufgelegt ist, überdeckt von einem Wellenpfahl in verwechselten Farben.[9][10]

Wappengeschichte: Der Entwurf des Wappens stammt von Stiftsarchivar und Kreisheimatpfleger Aegidius Kolb und die Gestaltung übernahm der Passauer Max Reinhart.[11]
Das Wappen wurde am 6. April 1983 durch Bescheid der Regierung von Schwaben genehmigt.[12]

Wappenbegründung: Das Gemeindewappen erinnert in heraldisch vereinfachter Form an die geografische Lage der Gemeinde in der Hügellandschaft der westlichen Günz und ihren Zuflüssen. Das Gemeindegebiet gehörte zum Urbesitz des Reichsstiftes Ottobeuren, was durch den Abtstab verdeutlicht werden soll.[13]

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge ist Gelb - Grün - Weiß (1:1:1) gestreift mit aufgelegtem Gemeindewappen.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Hauptort befinden sich mehrere Baudenkmäler, darunter die Kirche St. Georg, ein spätmittelalterliches Tuffsteinkreuz sowie das spätklassizistische Pfarrhaus von 1875.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 2012 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft fünf, im produzierenden Gewerbe 81 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort zehn Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 264. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 2010 52 (1999 noch 64) landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1472 ha. Davon waren 1485 ha (1999 1429 ha) Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2013 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergarten: 28 Kindergartenplätze mit 22 Kindern

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Böhen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bürgermeister. Gemeinde Böhen, abgerufen am 31. Mai 2020.
  3. Gemeinde Böhen in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 17. August 2019.
  4. a b Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Statistik kommunal 2010 – Eine Auswahl wichtiger statistischer Daten für den Markt Bad Grönenbach. 2013, S. 12.
  5. Lagerort: Staatsarchiv Augsburg, Sign. "Reichsstift Ottobeuren, MüB, Lit,1,1a-2"
  6. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Statistik kommunal 2010 – Eine Auswahl wichtiger statistischer Daten für den Markt Bad Grönenbach. 2013, S. 6.
  7. Zweitstimmen, gemäß Quelle www.wahlen.bayern.de abgerufen am 4. März 2018
  8. Kommunalwahlen in Bayern am 16. März 2014 - Ergebnisse in Schwaben, abgerufen am 18. November 2017.
  9. Eintrag zum Wappen von Böhen in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  10. Eintrag zum Wappen von Böhen in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  11. Zitat Eintrag zum Wappen von Böhen in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  12. Eintrag zum Wappen von Böhen in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  13. Eintrag zum Wappen von Böhen in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte