Kettershausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Kettershausen
Kettershausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kettershausen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 11′ N, 10° 16′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Unterallgäu
Verwaltungs­gemeinschaft: Babenhausen
Höhe: 545 m ü. NHN
Fläche: 26,69 km2
Einwohner: 1728 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 65 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86498
Vorwahl: 08333
Kfz-Kennzeichen: MN
Gemeindeschlüssel: 09 7 78 221
Adresse der Verbandsverwaltung: Marktplatz 1
87727 Babenhausen
Website: www.kettershausen.de
Bürgermeisterin: Susanne Schewetzky (Unabhängige Wählervereinigung)
Lage der Gemeinde Kettershausen im Landkreis Unterallgäu
KaufbeurenLandkreis AugsburgLandkreis GünzburgLandkreis Neu-UlmLandkreis OberallgäuLandkreis OstallgäuBuxheim (Schwaben)MemmingenAmberg (Schwaben)ApfeltrachBabenhausen (Schwaben)Bad GrönenbachBad WörishofenBenningenBenningenBöhenBoos (Schwaben)Breitenbrunn (Schwaben)Buxheim (Schwaben)DirlewangEgg an der GünzEppishausenErkheimEttringen (Wertach)FellheimHawangenHolzgünzHeimertingenKammlachKettershausenKirchhaslachKirchheim in SchwabenKronburgLachen (Schwaben)Lauben (Landkreis Unterallgäu)LautrachLegauMarkt RettenbachMarkt WaldMemmingerbergMindelheimNiederriedenOberrieden (Schwaben)OberschöneggOttobeurenPfaffenhausenPleßRammingen (Bayern)SalgenSontheim (Schwaben)Stetten (Schwaben)TrunkelsbergTürkheimTussenhausenUngerhausenUngerhausenUntereggWesterheim (Schwaben)WiedergeltingenWinterriedenWolfertschwendenWoringenKaufbeurenLandkreis UnterallgäuMemmingenAmberg (Schwaben)ApfeltrachBabenhausen (Schwaben)Bad GrönenbachBad WörishofenBenningenBenningenBöhenBoos (Schwaben)Breitenbrunn (Schwaben)Buxheim (Schwaben)DirlewangEgg an der GünzEppishausenErkheimEttringen (Wertach)FellheimHawangenHeimertingenHolzgünzKammlachKettershausenKirchhaslachKirchheim in SchwabenKronburgLachen (Schwaben)Lauben (Landkreis Unterallgäu)LautrachLegauMarkt RettenbachMarkt WaldMemmingerbergMindelheimNiederriedenOberrieden (Schwaben)OberschöneggOttobeurenPfaffenhausenPleßRammingen (Bayern)SalgenSontheim (Schwaben)Stetten (Schwaben)TrunkelsbergTürkheimTussenhausenUngerhausenUngerhausenUntereggWesterheim (Schwaben)WiedergeltingenWinterriedenWolfertschwendenWoringenBaden-WürttembergKarte
Über dieses Bild

Kettershausen ist eine Gemeinde und deren Hauptort im schwäbischen Landkreis Unterallgäu und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Babenhausen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf liegt circa 35 Kilometer südöstlich von Ulm und 25 Kilometer nördlich von Memmingen in der Region Donau-Iller in Mittelschwaben. Das Gemeindegebiet besteht zum größten Teil aus freier Flur, im Westen umfasst es Teile des Oberrother Waldes. In Süd-Nord-Richtung fließt die Günz hindurch. Der Ort Kettershausen ist mit dem südlich gelegenen Ortsteil Bebenhausen seit mindestens dem 19. Jahrhundert baulich verbunden. Die Bundesstraße 300 durchquert das Gemeindegebiet und den Hauptort.

Gemeindeteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde gehören folgende Ortsteile (ehemalige Gemeinden mit ihren damaligen Ortsteilen):

Die ehemaligen Gemeinden entsprechen den heutigen Gemarkungen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kettershausen wurde erstmals 1162 urkundlich erwähnt. Als Besitzer der Orte des heutigen Gemeindegebietes ist seit dem späten Mittelalter vor allem das Stift Roggenburg nachweisbar. Im 15. und 16. Jahrhundert spielten auch die Herren von Freyberg und das Zisterzienserkloster Stams in Tirol eine bedeutende Rolle in der Geschichte der Gemeinde. Ab dem 16. Jahrhundert erwarben die Fürsten Fugger-Babenhausen den Großteil des Gemeindegebietes. Von 1556 bis 1806 war Kettershausen Sitz eines Oberen und Unteren Gerichts der gleichnamigen Herrschaft der Fugger.

Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zum Königreich Bayern. Im Jahr 1818 entstand die politische Gemeinde.

Gebietsreform der 1970er[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gebietsreform in Bayern gehörte die Gemeinde zum Landkreis Illertissen. Am 1. Juli 1972 kam sie zum neu gebildeten Illerkreis, dessen Name am 1973 in Landkreis Neu-Ulm geändert wurde. 1978 wurde Kettershausen in den Landkreis Unterallgäu umgegliedert.

Am 1. Januar 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Mohrenhausen, Zaiertshofen und Tafertshofen eingemeindet,[2] Bebenhausen folgte am 1. Mai 1978.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1724 Einwohner[3]
  • 1970: 1695 Einwohner[3]
  • 1987: 1621 Einwohner
  • 1991: 1693 Einwohner
  • 1995: 1716 Einwohner
  • 2000: 1746 Einwohner
  • 2005: 1747 Einwohner
  • 2010: 1742 Einwohner
  • 2015: 1745 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundestagswahl 2017[4]
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44,5 %
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21,4 %
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5,1 %
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5,1 %
5,1 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2013
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+15,8 %p
+5,4 %p
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+1,5 %p
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Bürgermeisterin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktuelle Bürgermeisterin ist seit Mai 2014 Susanne Schewetzky (* 1977).[5]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sitzzuteilung bei der Gemeinderatswahl 2014 war wie folgt:[6]

  • Freie Wählergemeinschaft: 10 Sitze
  • Freie Wählervereinigung Tafertshofen: 2 Sitze

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindewappen wurde am 7. Juni 1983 durch Bescheid der Regierung von Schwaben genehmigt.

Blasonierung: „Unter blauem Schildhaupt, darin nebeneinander drei goldene Kugeln, in Silber eine eingeschweifte blaue Spitze, darin eine goldene heraldische Lilie, beseitet rechts von der roten Krümme eines Abtstabes, links von einer roten Roggenähre.“ Das Wappen verbindet die Wappen der ehemaligen Besitzer, das der Familie Freyberg (drei goldene Kugeln auf blauem Grund) mit dem als Hinweis auf das Kloster Stams zu verstehenden Abtstab und der Roggenähre aus dem Roggenburger Stiftswappen. Die goldene heraldische Lilie im blauen Feld ist dem Wappen der Fugger von Babenhausen entnommen. Der Entwurf des Wappens stammt von Pfarrer Johann Zahner aus Kettershausen und die Gestaltung übernahm der Tutzinger Peter Ziller.

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge ist Rot - Gelb - Blau gestreift mit aufgelegtem Gemeindewappen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche St. Michael
  • Katholische Pfarrkirche St. Michael mit einheitlicher, gut erhaltener neuromanischer Ausstattung des 19. Jahrhunderts
  • Keltenschanze, etwa 2 km nordwestlich an der Straße nach Unterroth

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1998 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 57 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 17 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es 596. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 81 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1728 Hektar, davon waren 918 Ackerfläche und 810 Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 50 Kindergartenplätze mit 56 Kindern
  • Volksschule: eine mit sieben Lehrern und 140 Schülern

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sixtus Bachmann (1754–1825) Barockkomponist, Prämonstratenser. Geboren in Kettershausen. Nach ihm ist die Sixtus-Bachmann-Straße in Kettershausen benannt.
  • Balthasar Gossner (1877–1937), Mineraloge und Kristallograph, geboren in Zaiertshofen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kettershausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 488.
  3. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 790.
  4. Zweitstimmen, gemäß Quelle www.wahlen.bayern.de abgerufen am 4. März 2018
  5. http://www.wahlen.bayern.de/kommunalwahlen/
  6. Kommunalwahlen in Bayern am 16. März 2014 - Ergebnisse in Schwaben, abgerufen am 18. November 2017