Ulrich Müther

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Ulrich Müther (* 21. Juli 1934 in Binz; † 21. August 2007 ebenda) war ein deutscher Bauingenieur und Bauunternehmer. Er entwarf und baute etwa 74[1] Schalen-Bauwerke, in der Fachsprache: doppelt gekrümmte Beton-Schalentragwerke, und wurde dadurch zu einem Exponenten der architektonischen Moderne.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ulrich Müther wurde als älterer von zwei Söhnen des Architekten Willy Müther geboren,[2] der seit 1922[3] das Baugeschäft Willy Müther. führte.[4] Sein Vater starb kurz nach dem Zweiten Weltkrieg an dessen Folgen, so dass dessen Frau, Elisabeth, das Baugeschäft weiterführte.[2] Müther absolvierte nach der Volksschule eine Lehre als Zimmermann und arbeitete ein Jahr als Geselle.[3] Einem Unternehmersohn war es damals nur als Arbeiter möglich gewesen, einen Studienplatz erhalten. Erst danach konnte er von 1951 bis 1954 Konstruktiven Ingenieurbau an der Ingenieurschule für Bauwesen Neustrelitz studieren, das er als jüngster Absolvent beendete. Eine erste Anstellung erhielt Müther von 1954 bis 1958 als Mitarbeiter im Entwurfsbüro für Industriebau in Berlin, das dem Ministerium für Aufbau der DDR unterstand.[2] Dort war er an der Projektierung von Kraftwerksbauten beteiligt und vor allem mit der Planung von Kühltürmen beschäftigt.[5] Währenddessen machte er ab 1956 bis 1963 ein Fernstudium an der Technischen Universität Dresden.

Sein Studienfreund und Architekt Ingo Schönrock (1933–2009)[1] schlug ihm nach dem Besuch eines Vortrages bei dem Pionier des Betonschalenbaus Félix Candela vor, dass Müther seine Diplomarbeit der Hyperbolischen Paraboloidschale widmete. Müther war davon fasziniert, später nannte er die „hyperbolischen Paraboloide“ kurz „Hyparschalen“. Diese bestanden aus einem Netz von Stahlträgern, das aus Geraden zweifach gekrümmte Flächen erzeugt. Damit kann eine Hyparschale auch mit geraden Brettern eingeschalt werden.[6]

Bei seinem ersten Bauprojekt handelte es sich zunächst um die Terrassenüberdachung, schließlich um den 200 m² großen Mehrzwecksaal des Ferienheimes Haus der Stahlwerker [7] in Binz für die Arbeiter des VEB Stahl- und Walzwerks Riesa (nach der Wende abgerissen, heute Hotel Vier Jahreszeiten).[2] Der Betreuer seiner Diplomarbeit an der TU Dresden, Hermann Rühle, vermittelte ihn an Reinhard Rabich am Lehrstuhl für Stahlbetonbau in Berlin. Rabich beschäftigte sich mit Membrantheorien für einschalige hyperbolische Rotationsformen, die noch heute bei Kühltürmen zur Anwendung kommen.[5] Rühle beschaffte ihm darüber hinaus ausländische Fachliteratur.[2]

1958 übernahm er die technische Leitung des familieneigenen Bauunternehmens. Das Familienunternehmen war bereits 1953 im Rahmen der Aktion Rose durch die sozialistische Staatsmacht enteignet, nach dem 17. Juni 1953 aber zunächst wieder zurückgegeben worden. 1960 erhielt das Unternehmen die Rechtsform einer Produktionsgenossenschaft des Handwerks, 1972 wurde es verstaatlicht und zum VEB Spezialbetonbau Rügen. Müthers Spezialisierung auf den Schalenbau mit dem Betonspritzverfahren konnte verhindern, dass sein Unternehmen 1972 in ein Baukombinat eingegliedert wurde.[8] [9] 1990 wurde der volkseigene Betrieb an Müther rückübertragen.[10] Im Jahr 1999 musste das Unternehmen Müther GmbH Konkurs anmelden. Dessen ungeachtet war Müther ein vielgefragter Teilnehmer auf Kongressen und Fachtagungen.[11]

Sowohl in der DDR als auch nach der Wiedervereinigung war Müther ein Einzelgänger unter den Bauingenieuren, er selbst nannte sich selbstironisch und zurückhaltend einen „Landbaumeister von Rügen“. Sein lebenslanger Lehrmeister blieb für ihn Félix Candela (1910–1997).[12]

Grabstein Müthers auf dem ev. Friedhof in Binz mit dem Signet des VEB Spezialbetonbau Rügen.

1995 gründete Müther die Christian-Müther-Stiftung „Segeln mit asthmakranken Kindern“. Er benannte sie nach seinem verstorbenen einzigen Sohn und Augenarzt Christian.[2] Asthmakranke Kinder können unter ärztlicher Aufsicht an einem dreitägigen Segeltörn teilnehmen. Ursprünglich gehörte das Segelboot Wernher von Braun. Müther holte es mit seinem Sohn Christian aus dem Schlick und restaurierte es.[8] Im Juli 2014 wurde die 25. Christian-Müther-Gedächtnisfahrt unternommen, die bis dahin 5.000 Kindern ermöglicht werden konnte. Ulrich Müther war mit Astrid von Zydowitz verheiratet.[13]

Sein umfangreiches Archiv wird seit 2006 von der Hochschule Wismar betreut.[14] 2014 wurde mit der Herausgabe einer Schriftenreihe zu Müthers Werk begonnen.[15] Ein Projekt zur Digitalisierung von Müthers Bauplänen soll 2017[16] abgeschlossen sein. Die Baupläne werden dann ins Internet gestellt.[17]

Im Ostseebad Binz wurde am 3. Oktober 2015 ein Platz an der Strandpromenade nach Müther benannt.[18]

Bauten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rettungsstation in Binz
1968 von Müther errichtet und 2004 von Müther saniert, heute als Trauraum des Standesamts genutzt.

Der Betreuer seiner Diplomarbeit an der TU Dresden, Hermann Rühle, war im Nationalen Komitee der IASS (International Association for Shell and Spatial Structures), die 1959 von Eduardo Torroja gegründet worden war. 1966 lernte er auf einer Bauausstellung in Budapest die Schalenbauer Jörg Schlaich, Josef Eibl, Stefan Polónyi und Heinz Isler kennen.[19] Diese Begegnungen inspirierten und ermutigten ihn zu neuen Versuchen mit Modellbauten aus Segeltuch und zu Gussformen aus Sandhügeln.[19]

Müthers erste selbsttragende Hyparschale war die Messehalle Bauwesen & Erdöl für die alljährliche Ostseemesse in Rostock-Schutow. Diese Doppelhalle entstand 1966 in Zusammenarbeit mit dem Rostocker Architekten Erich Kaufmann. Da Kaufmann auch der Architekt für das örtliche Wohnungsbaukombinat war,[5] verschaffte er Müther eine Reihe von Folgeaufträgen.[1]

1968 vermittelte ihm der westdeutsche Architekt Jörg Schlaich einen Studienaufenthalt in Stuttgart. Die Essener Firma Torkret stellte ihm eine Spritzbeton-Maschine für Versuchszwecke zur Verfügung.[2] Diese Maschine war für das Trockenspritzverfahren ausgelegt und kam erstmals 1968 beim Bau der Mehrzweckhalle in Rostock-Lütten Klein zum Einsatz.[1] Die Rennrodelbahn Oberhof (1969/70) ist ebenso seine Konzeption. Müther entwickelte für die Rennrodelbahn Oberhof das Nassspritzverfahren, das sich auch für schalungsloses Spritzbetonieren eignete.[1] Der Bewehrungsstahl wurde hier beidseitig durch ein feinmaschiges Drahtgewebe (Kaninchendraht) flankiert, wodurch der Spritzbeton schalungsfrei aufgetragen werden konnte.[3] Durch die Vermittlung des damals in West-Berlin lebenden Tragwerksplaners Stefan Polónyi erwarb Müther in Hessen eine Nassspritzmaschine, für die ihm eine Ausreisegenehmigung erteilt wurde.[1]

Vor allem an der Ostseeküste errichtete Müther eine Reihe spektakulärer Bauten wie etwa das Strandrestaurant Ostseeperle in Glowe (1968) als angekippte Hyparschale, deren Fensterfront sich zur See hin öffnet,[20] den Teepott. in Warnemünde und die Seenot-Rettungsstation in Binz. Die von ihm 1969 in Magdeburg erbaute Hyparschale steht seit 1990 unter Denkmalschutz. In Potsdam baute Müther das achtschalige See-Restaurant „Seerose“ als dafür vorgesehenen Kontrast und Auflockerung zu den umliegenden Plattenbauten.[21] Müthers Bauwerke wurden für die DDR ein wichtiger Exportartikel, so baute er u. a. eine Moschee in Jordanien und eine Reihe von Zeiss-Planetarien in Kuwait, Tripolis und Helsinki. Auch in Wolfsburg entwarf und baute er von 1981 bis 1983 die Kuppel des Zeiss-Planetariums, wofür im Gegenzug die Volkswagen AG 10.000 Pkws vom Typ VW Golf in die DDR lieferte.[8]

Nach 1990 waren einige der von ihm errichteten Gebäude mangels Nutzung vom Abriss bedroht und verfielen, wie etwa die Hyparschale in Magdeburg.[22] Müther nahm daher selbst die Sanierung einiger seiner Bauten an der Küste in die Hand. Nach zehn Jahren Leerstand sanierte und baute 2002 ein Rostocker Investor das ehemalige Restaurant und Warnemünder Wahrzeichen Teepott innerhalb eines halben Jahres für rund 7,5 Mio. Euro zu einem Mehrzweckgebäude um und bewahrte das Baudenkmal vor dem Abriss.[23] Der Innenraum wurde jedoch unterteilt, so dass das freitragende Dach nun scheinbar auf den Zwischenwänden aufliegt. Überregionales Aufsehen erregte der Abriss der Großgaststätte Ahornblatt in Berlin im Jahre 2000, die trotz Denkmalschutz einer konventionellen Neubebauung weichen musste.

Die Zweckbauten Müthers waren nach Ansicht des Architekturkritikers Wolfgang Kil für eine Betriebsgröße konzipiert, die nach der Wende im Allgemeinen nicht mehr profitabel für private Investoren war.[24] Da die öffentliche Hand und das Bundesvermögensamt in der Regel nur von privaten Investoren eine Nutzung erwarteten und keine eigenen Konzepte entwickelten, sind viele der Gebäude vom Verfall bedroht.

Müthers Schalenbauweise war zeitaufwendig, aber materialsparend, und entsprach daher den wirtschaftlichen Bedingungen der DDR. In der Bundesrepublik waren dagegen das Baumaterial günstig und die Arbeitskräfte teuer, daher blieben dort Schalenbauten nur eine „unwirtschaftliche Randerscheinung“.[25]

Seit 2016 werden drei Bauten Müthers saniert. Die Wüstenrot Stiftung finanziert die Restaurierung der Kurmuschel in Sassnitz, einem muschelförmig auskragenden Halbdach für Freiluftveranstaltungen.[26] Außerdem läßt die Wüstenrot Stiftung den UFO-förmigen Seenotrettungsturm in Binz renovieren.[27] Die Hyparschale in Templin wurde 2016 in das Denkmalförderprogramm des Kulturministeriums von Brandenburg aufgenommen.[28]

Werkschau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1964: Mehrzwecksaal im Haus der Stahlwerker, Binz auf Rügen (gleichzeitig Müthers Diplomarbeit); 2002 abgerissen, heute Hotel „Vier Jahreszeiten“
  • 1965: Speisesaal im Pionierlager „Ernst Thälmann“, Borchtitz auf Rügen; 2002 Umbau zu Eigentumswohnungen ()
  • 1966: Gaststätte „Inselparadies“, Baabe auf Rügen; unter Denkmalschutz, saniert ();
  • 1966: Messehalle (mit Erich Kaufmann und Günther Ackermann), Rostock-Schutow (); heute Autohaus mit Werkstatt
  • 1966: Konsum-Pavillon, Rostock, abgerissen vor 1970
  • 1967: Buswartehalle, Binz auf Rügen (; ursprünglich als Versuchsschale für die Mehrzweckhalle in Rostock-Lütten Klein), saniert
  • 1967: Kulturzentrum „Bürgergarten“ (mit Horst Mallek), Templin, (), verfallen
  • 1967–1968: Gaststätte „Teepott“ (mit Erich Kaufmann, Carl-Heinz Pastor und Hans Fleischhauer), Warnemünde (); 2002 saniert
  • 1968: Mehrzweckhalle, Rostock-Lütten Klein (; mit Erich Kaufmann, Carl-Heinz Pastor und Hans Fleischhauer); heute Einzelhandelszentrum, 2004 saniert
  • 1968: Gaststätte „Ostseeperle“ (mit Hans-Otto Möller), Glowe auf Rügen (); 2005–2009 saniert, baugleiche Gaststätten in Hohenfelden, Eberswalde und Halle
  • 1968: Raststätte (mit Ingo Schönrock), Lonnewitz[29] ()
  • 1968: Gaststätte auf dem Heinrich-Heine-Felsen (mit Hans-Otto Möller), Halle; um 1995 abgerissen
  • 1968: Gaststätte im Tierpark (mit Hans-Otto Möller), Eberswalde (); saniert
  • 1969–1970: Rennrodelbahn Oberhof (; mit Udo Gurgel und W. Möbius); 1987 saniert
  • 1969: Mehrzweckhalle Hyparschale in Magdeburg, (), unsaniert
  • 1969: Kiosk (mit Horst Mallek), Templin, (; baugleich mit Buswartehalle in Binz) saniert als Strandbad-Kiosk in Nutzung
  • 1969: Stadthalle (mit Karl Kraus und Kurt Ihloff), Neubrandenburg (); Dach saniert
  • 1969: Betriebsgaststätte PGH Tonfunk (mit Ingo Schönrock), Ermsleben; 2003 abgerissen, baugleich mit Gaststätte in Döbeln
  • 1970: Gaststätte „Kosmos“ (mit Wolfgang Reinhard, Robert Waterstraat und Kurt Tauscher), Rostock Südstadt; heute Einzelhandelszentrum, 1991 totalsaniert und überformt, 2008 umgebaut ()
Strandgaststätte „Seeblick“ am Stausee Hohenfelden, 2013
  • 1970: Strandgaststätte „Seeblick“ am Stausee Hohenfelden (mit Hans-Otto Möller), Hohenfelden ()
  • 1970: Ausstellungszentrum „Hyparschale“ im Kulturpark, zusätzliche Ausstellungshallen Rotehorn (mit Horst Freytag und Günther Ackermann), Magdeburg; Ausstellungshallen abgerissen ()
  • 1970: Parkgaststätte „Bürgergarten“ (mit Ingo Schönrock), Döbeln; 1995 abgerissen, baugleich mit Gaststätte in Ermsleben
  • 1970: Buswartehalle (Architekt: Dietrich Otto), Dranske auf Rügen; um 1993 abgerissen
  • 1971: Buchkiosk im Kurpark (mit Stefan Polónyi, ursprünglich Versuchsbau), Baabe auf Rügen, ()
  • 1971: Katholische Christuskirche (mit Gisbert Wolf, Rudolf Lasch und Kurt Tauscher), Rostock Zentrum (); 2003 technische Kontrolle
  • 1971: Fußumbauung Fernsehturm (lediglich Ausführung durch Müther, mit Walter Herzog und Heinz Aust), Berlin
  • 1971: Speisesaal „Haus Herta“, Binz; abgerissen
  • 1972: Gaststätte „Panorama“ (mit Georg Schneider), Schwerin; 1993 umgebaut ()
  • 1972: Ruderzentrum Blasewitz (mit Ingo Schönrock), Dresden (); 2005 saniert
  • 1972: Vier Finnhütten als Schlafräume im Pionierlager „Ernst Thälmann“ (Architekt: Dietrich Otto), Borchtitz auf Rügen; eine Hütte stürzte nach einer Erosion ins Meer, 2002 Umbau zu Eigentumswohnungen ()
  • 1972: Großplastik (lediglich Ausführung durch Müther, mit Horst Freytag), Magdeburg, Elbuferpromenade ()
  • 1972: Mehrzweckgaststätte „Baltic“, Rostock-Lütten Klein; 2010 abgerissen
  • 1972–1973: Großgaststätte Ahornblatt (mit Gerhard Lehmann, Rüdiger Plaethe und Helmut Stingl), Berlin; 2000 abgerissen
  • 1973: Kaufhalle (mit Peter Baumbach und Dieter Jastram), Rostock Evershagen; 2005 umgebaut ()
  • 1973: Gaststättenkomplex „Szczecin“ (mit Hans-Christian Brümmer), Rostock-Lütten Klein; 2009 abgerissen, baugleich mit den Gaststättenkomplexen „Riga“, „Stadt Stralsund“ und Magdeburg-Nord
  • 1973: Gaststättenkomplex „Riga“ (mit Hans-Christian Brümmer), Rostock-Lütten Klein; heute Einkaufszentrum, saniert ()
  • 1973: Ladenvorbau für Industrievertrieb RFT (mit Horst Freytag), Magdeburg, Julius-Bremer-Straße; unsaniert ()
  • 1973: Reparatur- und Kraftfahrhalle (mit Horst Malleck), Templin; (), saniert
Buswarteraum in Buschvitz, 2011
  • 1974: Buswartehalle (Architekt: Dietrich Otto), Buschvitz auf Rügen, (); baugleiche Buswartehalle in Dranske
  • 1974: Schülergaststätte, Bergen-Süd; 2002 abgerissen
  • 1974: Raumflugplanetarium „Juri Gagarin“ (mit Carl Zeiss Jena), Cottbus ()
  • 1974: Faulbehälter, Rostock-Bramow, 1994 abgerissen
  • 1975: Mensa der Ingenieurhochschule Wismar (mit Arno Claus Martin und Siegfried Fischer); heute genutzt als Diskothek „Mensakeller“ ()
  • 1975: Rettungsstation der Strandwache I (Architekt: Dietrich Otto), Binz auf Rügen; 1993 abgerissen
  • 1975: Gaststätte „Bördestube“ (mit Hans-Christian Brümmer), Magdeburg-Nord, 2004 abgerissen
  • 1975: Gaststättenkomplex „Stadt Stralsund“ (mit Hans-Christian Brümmer), Stralsund Knieper-West; heute verschiedene Geschäfte, 1991–1995 umgebaut ()
  • 1975: Betriebsgaststätte Kombinat Ingenieur-, Tief- und Verkehrsbau (mit Otto Dabel), Rostock Zentrum; Dierkower Damm, 2015 saniert, heute öffentliche Kantine neben der Michaelschule ()
  • 1975: Gaststätte „Kosmos“ (mit Horst Freytag), Magdeburg-Reform ()
  • 1977: Schwimmbadüberdachung ehemaliges ZK-Heim (mit Kurt Tauscher), Sellin auf Rügen; heute „Cliff-Hotel“, saniert ()
  • 1977: Mehrzweckraum für das Gemeindezentrum „Knieper West“ der evangelischen St. Nikolaigemeinde (Architekt: Dietrich Otto), Stralsund Knieper-West ()
  • 1978: Schwimmbadüberdachung Rügen-Hotel, Sassnitz; 1996 saniert ()
  • 1978: Blumenpavillon, Magdeburg ()
  • 1978: Urlauberrestaurant „Szczecin“ (mit Robert Waterstraat), Binz auf Rügen, 1999 saniert, heute IFA-Hotel-Restaurant „Gryf“ ()
  • 1978: Kaufhalle, Rostock-Schmarl ()
  • 1980: Orchesterpavillon Naturbühne Ralswiek; einzige Hyparschale in Holzkonstruktion, 2012 abgerissen
  • 1980: Katholische Kirche St. Josef und Lukas (mit Dietrich Otto, Erhard Russow und Harald Heyde), Neubrandenburg; Dach saniert
  • 1980–1983: Raumflugplanetarium „Spacemaster“ (mit Volker Kersten, Erich Martinoff, Hans Struhk, Gertrud Schille und Carl Zeiss Jena), Wolfsburg
  • 1981: Rettungsstation der Strandwache II (Architekt: Dietrich Otto), Binz auf Rügen; 2004 saniert(, als Trauraum des Standesamtes in Nutzung)
  • 1983: Uferpavillon und Restaurant „Seerose“ (mit Dieter Ahting), Potsdam ()
  • 1983–1986: Rennschlitten- und Bobbahn (mit Udo Gurgel), Altenberg
  • 1985: Großplanetarium der Ernst-Abbe-Stiftung (mit Antje Dombrowski und Carl Zeiss Jena), Jena; 1996 abgerissen
  • 1985: Radsporttrainingsbahn Dynamo, Rostock; 2005 saniert ()
  • 1985: Eisschnelllaufbahn, Berlin
  • 1985: Sporthalle (mit Frank Siepelt und Harry Neumann), Gingst auf Rügen ()
  • 1986: Planetarium im Museum am Schölerberg (mit Carl Zeiss Jena), Osnabrück ()
  • 1987: Zeiss-Großplanetarium im Thälmann-Park (mit Gottfried Hein, Hubert Schlotter und Carl Zeiss Jena), Berlin ()
  • 1987: Musikpavillon „Kurmuschel“, Sassnitz (mit Dietmar Kuntzsch und Otto Patzelt); 2006 renoviert ()
  • 1987: Radrennbahn, Cottbus
  • 1989: Zeiss-Kleinplanetarium im Vonderau-Museum (mit Carl Zeiss Jena), Fulda
  • 1992: Planetarium im Zoologischen Garten (mit Carl Zeiss Jena), Leipzig; seit 1995 nicht mehr als Planetarium genutzt
  • 1992: Michael-Kirche, Hannover, anthroposophische Christengemeinschaft [30] (lediglich Ausführung durch Müther, mit Büro GRBV Hannover)

Im Ausland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 21. Januar – 7. Februar 2003 in Berlin, Ausstellungsforum der Fakultät Architektur der TU Berlin: „Die Betonschalen des Ulrich Müther“.[32]
  • 11. – 30. November 2006 in Templin (Brandenburg), Multikulturelles Centrum: „Kühne Solitäre – Baukunst statt Plattenbau. Die Hyparschalen des Baumeisters Ulrich Müther.“[33]
  • 5. März – 11. April 2009 in Zürich, Architekturforum Zürich: „Ulrich Müther. Schalenkonstruktionen“.[34]
  • 22. August – 19. September 2010 in Heringsdorf, Kunstverein Usedom: „Offene Räume – Bauten von Ulrich Müther“.[35]
  • 12. September – 27. September 2009 im Festspielhaus Hellerau, Dresden: „Fotoausstellung Maix Mayer zu Werken von Ulrich Müther (1934 bis 2007).“[36]
  • 11. – 22. Februar 2014 in Magdeburg, City-Carre Magdeburg: „HyparAktiv“.[37]
  • 27. Februar – 6. April 2014 in Stuttgart, architekturgalerie am weißenhof: „Ulrich Müther – In Beton gegossen“.[14]
  • 28. Juli – 28. September 2014 in Binz, Museum Ostseebad Binz: „Ulrich Müther – in Beton gegossen.“[38]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Erich Kaufmann, Ulrich Müther: Messehalle in Rostock. In: Deutsche Architektur. 15, 11, 1966, S. 676–679.
  • Constructions of Double Curvature Shells for Planetariums. In: Bulletin of the IASS. 1979. ISSN 0304-3622
  • Engineering Design and Construction of Doubly Curved Shells for Roof Supporting Structures. In: Stefan Polónyi (Hrsg.): IASS. Symposium Spatial Roof Structures. 3 Tagungsbände. Dortmund 1984.
  • Spritzbeton-Kuppel des Planetariums Wolfsburg. In: Beton- und Stahlbetonbau. Heft 3, 1985, S. 57–59. ISSN 0005-9900, doi:10.1002/best.198500100.
  • Die praktische Anwendung des modernen Schalenbaues. In: Manfred Specht (Hrsg.): Spannweite der Gedanken. Zur 100. Wiederkehr des Geburtstages von Franz Dischinger. Springer Verlag, Berlin 1987, ISBN 3-662-09966-7, S. 111–121.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

- chronologisch -

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Für den Schwung sind Sie zuständig. Dokumentarfilm, Deutschland, 58 Min., Produktionsjahr: 2002, Erscheinungsjahr: 2006, Buch und Regie: Margarete Fuchs, Filmdaten (Memento vom 5. Oktober 2008 im Internet Archive).[39]
    Die Dokumentation erhielt den Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts 2003.[40]
  • Ulrich Müthers Schalenbauten. Reise-Reportage, Schweiz, Deutschland, 2009, 4:26 Min., Regie: Joerg Pfeiffer, Produktion: Spiegel online, Reihe: km42, Internetveröffentlichung: 25. September 2009, Inhalt, online-Video inaktiv, Videokopie:.[41]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ulrich Müther – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Datenbanken

Artikel

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f Tanja Seeböck: Ulrich Müthers Schalenbauten im Bauwesen der DDR. In: Deutschland-Archiv. hrsg. von Bundeszentrale für Politische Bildung (bpb), Bielefeld, 45 (2012), 4, S. 694–702.
  2. a b c d e f g Klaus Stiglat: Ulrich Müther. In: Bauingenieure und ihr Werk. Ernst & Sohn, Berlin 2004, ISBN 3-433-01665-8, S. 258–262.
  3. a b c N.N.: Der Landbaumeister von Rügen. (Memento vom 17. Mai 2010 im Internet Archive). In: Pommerland Agentur. Juni 2007, mit Bilderstrecke.
  4. N.N.: smow Blog Designkalender: 21. Juli 1934 – Happy Birthday Ulrich Müther!. In: smow.de. 21. Juli 2015, mit Bilderstrecke.
  5. a b c Jan Lubitz: Ulrich Müther 1934–2007. In: architekten-portrait.de. März 2015.
  6. Jürgen Joedicke: Schalenbau. Konstruktion und Gestaltung. [Shell architecture], Reinhold, Stuttgart 1963, S. 27.
  7. Foto: Hyparschalendach über dem Gesellschaftsraum im Ferienheim „Haus der Stahlwerker“ in Binz, 1964. In: Deutschland-Archiv. 2012, aufgerufen am 18. Januar 2017.
  8. a b c Kai Michel: Nach der Utopie. In: Brand eins. 2003, Heft 9.
  9. Karl Drebenstedt: Biografie Ulrich Müther. In: TU Cottbus. aufgerufen am 4. Februar 2017.
  10. Ulrich Müther. In: Institut für Auslandsbeziehungen (ifa), 21. Juli 2014.
  11. Uta von Debschitz: Architektur: Ulrich Müthers Ostseeperlen. In: Spiegel online. 17. September 2003.
  12. Ausstellungsankündigung: Ulrich Müther. Schalenkonstruktionen. (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive). In: Architekturforum Zürich. März 2009, (PDF-Datei, 168 kB, 3 S.).
  13. Holger Vonberg: Segeln mit asthmakranken Kindern. In: wirsindinsel.de. 16. Juli 2014, aufgerufen am 18. Januar 2017.
  14. a b Müther-Ausstellung in Stuttgart. Betonkopf. In: der architekt. 11. März 2014.
  15. Veröffentlichungen. In: Müther-Archiv Wismar. aufgerufen am 19. Januar 2017.
  16. .Das Müther-Archiv. In: Müther-Archiv Wismar. aufgerufen am 19. Januar 2017.
  17. Iris Leithold: .Eleganz in DDR-Beton. Platz für Müther in Baugeschichte gesucht. In: Mitteldeutsche Zeitung. 16. März 2014.
  18. Maik Trettin: Binz. Platz an der Promenade nach Ulrich Müther benannt. In: Ostsee-Zeitung. 4. Oktober 2015.
  19. a b Katinka Corts: Müthers Freilichtmuseum. In: TEC21. Nr. 22, 2006, S. 7.
  20. Wilfried Dechau: Nachruf. Ulrich Müther, 1934–2007. (Memento vom 24. Dezember 2010 im Internet Archive). In: Bauwelt, Nr. 35, 2007, (PDF; 322 kB).
  21. Bild: Restaurant Seerose, Potsdam. In: nathusius-r.de. aufgerufen am 30. Oktober 2014.
  22. Hyparschale: Moderne in Gefahr. (Memento vom 27. September 2007 im Internet Archive) In: BauNetz. 2004.
  23. Jürgen Tietz: Swingende Strandarchitektur. Schalenbauten von Ulrich Müther an der Ostseeküste. (Memento vom 14. Juni 2007 im Internet Archive) In: Neue Zürcher Zeitung. 8. Oktober 2002.
  24. Wolfgang Kil im Dokumentar-Film «Für den Schwung sind sie zuständig».
  25. Uta von Debschitz: Ostseeperlen. (Memento vom 31. Oktober 2007 im Internet Archive). In: mare. Nr. 39, August/September 2003.
  26. Udo Burwitz: Sassnitz. Wüstenrot Stiftung saniert Kurmuschel. In: Ostsee-Zeitung. 11. Januar 2016.
  27. Anne Friederike Ziebarth: Rügen: Berühmte Müther-Bauten werden saniert. In: Ostsee-Zeitung. 30. März 2016.
  28. Benjamin Lassiwe: Kirchen, Schlösser, Plattenbauten. In Brandenburg 2016 rund 35 Millionen Euro in Sanierung bedrohter Bauwerke investiert. In: Lausitzer Rundschau. 5. Januar 2017.
  29. sahraguate: Raststätte Lonnewitz / Oschatz. Foto vom 22. Dezember 2016. In: Flickr. 22. Dezember 2016, abgerufen am 24. Dezember 2016.
  30. Galerie. In: Die Christengemeinschaft. Michael-Kirche | Hannover.
      Stiftungsprojekte. Michaelkirche Hannover. In: Stiftung Berneburg. aufgerufen am 4. Januar 2017; (Ortsangaben in kirchbau.de).
  31. Naziha Arebi: Libya. The Tripoli Planetarium. In: Brownbook. May/June 2015; mit Fotostrecke, darunter der Grundriss M1:100.
  32. Kühne Solitäre. Ausstellung „Die Betonschalen des Ulrich Müther“ in Berlin eröffnet. In: BauNetz. 20. Januar 2003.
  33. Baukunst statt Plattenbau. Müther-Ausstellung in Templin. In: BauNetz. 8. November 2006.
  34. Ulrich Müther. Schalenkonstruktionen. In: Architekturforum Zürich. 2009, Fotos.
  35. Offene Räume. Müther-Ausstellung in Heringsdorf. In: BauNetz. 18. August 2010.
  36. Fotoausstellung Maix Mayer zu Werken von Ulrich Müther (1934 bis 2007). In: hellerau.net. 2009.
  37. Ausstellung Hypar-aktiver Studenten. (Memento vom 29. Oktober 2014 im Webarchiv archive.is). In: Volksstimme. 12. Februar 2014.
  38. Julius Reinsberg: Ulrich Müther lockt nach Binz. In: moderneREGIONAL. 20. Juli 2014.
  39. Film-Seite von «Für den Schwung sind Sie zuständig»
  40. Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts 2003 (Memento vom 11. Juni 2011 im Internet Archive)
  41. Joerg Pfeiffer: Ufo am Strand: Die Schalenbauten von Ulrich Müther. In: Spiegel online. / YouTube, 25. September 2009.