Freie Universität Bozen

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Freie Universität Bozen
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Motto Dreisprachig und interkulturell
Gründung 1997
Ort Bozen, Italien
Rektor Paolo Lugli
Studierende ca. 3.508, davon 1.000 in Brixen und 240 in Bruneck (Mai 2013)[1]
Mitarbeiter ca. 350
davon Professoren 108 (Professoren und Forscher auf Planstelle, Juni 2011)
Website www.unibz.it

Die Freie Universität Bozen (englisch Free University of Bozen-Bolzano; italienisch Libera Università di Bolzano; ladinisch Universitá Liedia de Bulsan) wurde 1997 in Bozen (Südtirol, Italien) gegründet und umfasst fünf Fakultäten. Sie gehört zusammen mit den Universitäten Innsbruck und Trient zu den größten Bildungseinrichtungen der Europaregion Tirol–Südtirol–Trentino. Sie unterhält neben ihrem Hauptsitz in Bozen auch Standorte in Brixen und Bruneck.

Die mehrsprachige Universität bietet die Lehrveranstaltungen ihre Studiengänge auf Deutsch, Englisch oder Italienisch an. Zudem gibt es an der Fakultät für Bildungswissenschaften auch einzelne Lehrveranstaltungen in ladinischer Sprache. Die Studienbewerber der unibz müssen sich sprachlichen Aufnahmeverfahren unterziehen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siegel der Universität
Universitätsbibliothek Bozen
Außenstelle Brixen der Freien Universität Bozen

Die Freie Universität Bozen (unibz) wurde 1997 mit zwei Fakultäten (Wirtschaftswissenschaften in Bozen und Bildungswissenschaften in Brixen) gegründet. 1998 wurde die Bibliothek der Freien Universität Bozen eröffnet. Es folgten die Fakultäten für Informatik und Design und Künste. Die letzte Fakultätsgründung erfolgte im Jahr 2007 mit der Fakultät für Naturwissenschaften und Technik.

Die innerstädtisch gelegenen Universitätsgebäude in Bozen wurden von den Zürcher Architekten Matthias Bischoff und Roberto Azzola geplant, die einen international ausgeschriebenen Architekturwettbewerb für sich entscheiden konnten.[2] Der Brixner Standort wurde ebenfalls als Ergebnis einer internationalen Auslobung nach einem Entwurf der Stuttgarter Architekten Regina Kohlmayer und Jens Oberst 2004 gebaut.[3]

Fakultäten und Studiengänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
    • Bachelor in Wirtschaftswissenschaften und Betriebsführung
    • Bachelor in Ökonomie und Sozialwissenschaften
    • Bachelor in Tourismus-, Sport- und Eventmanagement (am Standort Bruneck)
    • Master in Unternehmensführung und Innovation
    • Master in Ökonomie und Management des öffentlichen Sektors
    • Master in Accounting und Finanzwirtschaft
    • PhD in Management and Economics
  • Fakultät für Informatik
    • Bachelor in Informatik
    • Master in Informatik
    • Master in Computational Data Science
    • Master in Computational Logic
    • Master in Software Engineering
    • PhD in Computer Science
  • Fakultät für Design und Künste
    • Bachelor in Design und Künste
    • Master in Ökosozialem Design
  • Fakultät für Naturwissenschaften und Technik
    • Bachelor in Industrie- und Maschineningenieurwesen
    • Bachelor in Agrarwissenschaften und Umweltmanagement
    • Master in Industrial Mechanical Engineering
    • Master in Environmental Management of Mountain Areas
    • Master in Energy Engineering
    • Master in Food Sciences for Innovation and Authenticity
    • Master in Horticultural Science
    • Master in Viticulture, Enology and Wine Marketing
    • PhD in Mountain Environment and Agriculture
    • PhD in Sustainable Energy and Technologies
    • PhD in Food Engineering and Biotechnology
  • Fakultät für Bildungswissenschaften (Standort Brixen)
    • Bachelor in Sozialarbeit
    • Bachelor in Sozialpädagogik
    • Bachelor in Kommunikations- und Kulturwissenschaften
    • Master in Bildungswissenschaften für den Primarbereich
    • Master in Innovation in Forschung und Praxis der Sozialen Arbeit
    • Master in Musikologie
    • PhD in Allgemeiner Pädagogik, Sozialpädagogik, Allgemeiner Didaktik und Fachdidaktik

Forschungszentren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2004 wurde das Kompetenzzentrum Sprachen eingerichtet, das sich mit Spracherwerb, Sprachenlernen und generell mit mehrsprachigen Interaktionsformen befasst. Geleitet wird es von der Sprachwissenschaftlerin Rita Franceschini. Ende 2013 wurde an der unibz auch das Zentrum für Regionalgeschichte gegründet, dessen Leitung der Historiker Oswald Überegger übernahm.

Leitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rektoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Präsidenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studentische Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studentenvertreter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wahlen der Studentenvertreter finden im Regelfall alle zwei Jahre statt. Sie können jedoch auch zwischen zwei Wahlterminen im Zeitraum von November bis Januar auf Antrag der Studentenvertreter ausgerufen werden, wenn Ämter unbesetzt sind. Gewählt werden gemäß der Wahlordnung in der Fassung vom Oktober 2010 studentische Vertreter für den Universitätsrat (ein Sitz), den Senat (zwei Sitze – einer für Bozen, einer für Brixen), die Fakultätsräte (zehn Sitze, zwei pro Fakultät), die Studiengangsräte sowie den Beirat für Chancengleichheit (zwei Sitze). Die ersten Studentenvertreterwahlen haben 2002 stattgefunden.[4][5]

Kikero[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kikero (Eigenschreibweise kikero) ist ein Freizeit- und Kulturverein, der bereits kurz nach Gründung der Universität ins Leben gerufen wurde. Er organisiert regelmäßige Veranstaltungen wie beispielsweise den Debattierclub und feste jährliche Projekte wie den Universitätsball. Auch das Print-Magazin flyer wird von kikero herausgegeben.

S.C.U.B.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sports Club University Bolzano kümmert sich um die Organisation regelmäßiger sportlicher Aktivitäten und Trainings. Einmal im Jahr werden die Bolzano Snowdays veranstaltet, zu denen Studenten aus zahlreichen Universitäten Europas eingeladen werden. Mit dabei waren unter anderem Studenten von Universitäten aus Spanien, Deutschland, Österreich, Frankreich und Italien.

Südtiroler HochschülerInnenschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Südtiroler HochschülerInnenschaft ist die wichtigste Südtiroler Studentenvertretung. Neben dem Hauptsitz in Bozen gibt es sieben Außenstellen in großen Universitätsstädten in Österreich und Italien. Die sh.asus wurde 1955 gegründet, das Hauptaugenmerk der Tätigkeit ist die gewerkschaftliche Interessensvertretung der in Südtirol Studierenden und der Südtiroler Studierenden im Ausland. Die sh.asus definiert sich als interethnischer Verein.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Universitas est: Essays und Dokumente zur Bildungsgeschichte in Tirol/Südtirol – Saggi e documenti sulla storia della formazione in Tirolo/Alto Adige – Essays and documents on the history of education in Tyrol/South-Tyrol – Articui y documenc sun la storia dla formazion tl Tirol/Südtirol, hrsg. von Hans Karl Peterlini und Hannes Obermair, 2 Bde., Bozen: Bozen-Bolzano University PressEdition Raetia 2008, 972 S. mit zahlreichen Abb. ISBN 978-88-7283-316-2
  • Jens Woelk: «Forschung und Lehre in Südtirol: Europäische Akademie und Freie Universität Bozen». In: Die Verfassung der Südtiroler Autonomie, Baden-Baden: Nomos 2005, S. 435–448.
  • Klaus Kempf, Franz Berger: «The Library as a Service Point. The Case of the Bozen University Library: Planning, Building, Financing». In: Liber Quarterly 10, 2000, S. 108–116.[6]
  • Christine Plieger-De Biasi, Thomas Simma: Freie Universitat Bozen – Libera Universita di Bolzano – Free University of Bozen/Bolzano. The Architecture Competition for the Main Site, Wien/Bozen: Folio 1998. ISBN 978-3-85256-105-9

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Freie Universität Bozen - Libera Università di Bolzano – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Daten, Zahlen, Fakten 2011@1@2Vorlage:Toter Link/www.unibz.it (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF; 852 kB)
  2. Bischoff & Azzola – Freie Universität Bozen@1@2Vorlage:Toter Link/www.bischoffkopp.ch (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  3. Baunetz – Gangkreuz und Kreuzgang
  4. Verordnung zur Wahl der Studentenvertreter in den Gremien der Freien Universität Bozen. Genehmigt mit Beschluss des Gründungsrates Nr. 87 vom 11.02.2000 […] Abgeändert mit Beschluss des Universitätsrates Nr. 55 vom 22.10.2010. In: unibz.it. 22. Oktober 2010, archiviert vom Original am 31. Januar 2012; abgerufen am 21. Februar 2018 (PDF; 275 KB).
  5. Election of the Student Representatives in the Advisory Bodies of the Free University of Bozen/Bolzano. In: unibz.it. Archiviert vom Original am 18. Februar 2013; abgerufen am 26. Februar 2018 (englisch).
  6. Open Access Digizeitschriften

Koordinaten: 46° 29′ 52,5″ N, 11° 20′ 58″ O