Alsenz
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Donnersbergkreis | |
| Verbandsgemeinde: | Alsenz-Obermoschel | |
| Höhe: | 224 m ü. NN | |
| Fläche: | 12,88 km² | |
| Einwohner: |
1750 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 136 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 67821 | |
| Vorwahl: | 06362 | |
| Kfz-Kennzeichen: | KIB | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 3 33 003 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Schulstraße 16 67821 Alsenz |
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| Webpräsenz: | ||
| Ortsbürgermeister: | Klaus Zepp (CDU) | |
| Lage der Ortsgemeinde Alsenz im Donnersbergkreis | ||
Alsenz ist eine Ortsgemeinde im Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz. Sie ist Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde Alsenz-Obermoschel, der sie auch angehört. Alsenz ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort und gemäß Landesplanung als Grundzentrum ausgewiesen.[2]
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Lage [Bearbeiten]
Der Ort liegt im Alsenztal, das Teil des Saar-Nahe-Berglands ist. Zur Gemeinde gehören auch die Wohnplätze Am Wasserhaus und Bahnwärterhaus Ohlbach.[3]
Klima [Bearbeiten]
Der Jahresniederschlag beträgt 606 mm. Die Niederschläge sind niedrig. Sie liegen im unteren Viertel der in Deutschland erfassten Werte. An 22 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monate ist der April, die meisten Niederschläge fallen im Juni. Im Juni fallen 1,8 mal mehr Niederschläge als im April. Die Niederschläge sind recht gleichmäßig übers Jahr verteilt. An 30 % der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.
Geschichte [Bearbeiten]
Alsenz wurde erstmals 775 urkundlich erwähnt. 1532 wurde in Alsenz die Reformation eingeführt. Ab dem 16. Jahrhundert wurden rund um Alsenz permische Sandsteine (Rotliegend) abgebaut. 1606 wurde in Alsenz eine Münze eingerichtet. Die Darstellung des Münzbildes beinhaltet mit einem Löwen die Wild- und Rheingrafenschaft, mit beiden Salmen die Grafschaft Salm und mit einem Querbalken die Herrschaft Vinstingen.
Die jüdische Gemeinde erbaute 1765 die spätbarocke Synagoge, die heute noch existiert.
1903 wurde eine Eisenbahnlinie von Alsenz nach Obermoschel eröffnet, die jedoch bereits 1935 wieder geschlossen wurde.
Politik [Bearbeiten]
Gemeinderat [Bearbeiten]
Der Gemeinderat in Alsenz besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.
Sitzverteilung im Gemeinderat:[4]
| Wahl | SPD | CDU | WGR | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| 2009 | 7 | 6 | 3 | 16 Sitze |
| 2004 | 7 | 6 | 3 | 16 Sitze |
Wappen [Bearbeiten]
Die Blasonierung des Wappens lautet: „Geteilt und oben von Silber und Blau gespalten; vorne ein linksgewendeter, rot bewehrter Löwe, hinten ein rot bewehrter goldener Löwe; unten in Grün ein breiter silberner Wellenbalken“.
Das 1959 genehmigte Wappen fasst sämtliche ehemaligen Siegelbilder zusammen und stellt somit die Zugehörigkeit der Gemeinde in der Geschichte dar. Es zeigt die Löwen von Veldenz und Nassau-Weilburg sowie den namensgebenden Fluss Alsenz.[5]
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Im Zentrum des Ortes befindet sich das Renaissance-Rathaus, 1578 erbaut. Das Gebäude besteht aus einem gemauerten Erdgeschoss mit Rundbogen sowie Fachwerk im Obergeschoss.
Das Pfälzische Steinhauermuseum, das Museum für Heimatgeschichte und die Nordpfalzgalerie nutzen ebenfalls Räume im Rathaus. Der nassau-weilburgische Amtshof, erbaut etwa 1780, die 1756 erbaute ehemalige Synagoge, sowie die aus dem 18. Jahrhundert stammende protestantische Kirche, prägen das Ortsbild.
Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Alsenz
Vereine [Bearbeiten]
Der größte Verein ist die Turn- und Sportgemeinde (TuS) 1884/1919 Alsenz e. V. (Abt.: Fußball, Tennis, Volleyball, Damengymnastik, Karate…)
Verkehr [Bearbeiten]
Alsenz liegt an den Bundesstraßen 48 (Bingen – Bad Bergzabern) und 420 (Nierstein – Ottweiler). Die Alsenztalbahn verbindet Alsenz mit Bingen und Kaiserslautern.
Schulen [Bearbeiten]
Die Nordpfalzschule mit etwa 400 Schülern ist die erste Notebookschule in Rheinland-Pfalz. Als Grund- und Realschule plus bietet die Nordpfalzschule (kurz NPS) Abschlüsse von Grundschule, Haupt- und Realschule. Ab der 5. Klasse arbeiten die Schülerinnen und Schüler mit schuleigenen Laptops oder im PC Labor im Rahmen des zweistündigen MIF-Unterrichtes (MedienInformatik). Die Schule hat im Rahmen einer Gesamtkonferenz beschlossen die Methodik nach Klippert verbindlich anzuwenden. Hierzu erfolgt eine mehrjährige externe Fortbildung des gesamten Kollegiums zum „Haus des Lernens“.
Söhne und Töchter der Gemeinde [Bearbeiten]
- Jacob Müller (1822–1905), Rechtsanwalt, Versicherungskaufmann und Politiker
- Adolf Boyé (1869–1934), deutscher Diplomat, Staatssekretär im Auswärtigen Amt und Gesandter in Peking
- Wilhelm Frick (1877–1946), Politiker (NSDAP), MdR, Reichsinnenminister, Reichsprotektor von Böhmen und Mähren
- Karl König (1910–1979), Politiker (SPD)
- Hermann Arnold (1912–2005), Sozialhygieniker
- Alfred Schrick (1919–2007) Ltd. Ministerialrat und Autor, u. a. Mitherausgeber des Alsenzer Wörterbuch (2 Bände, 1998)
Weblinks [Bearbeiten]
- Internetpräsenz der Ortsgemeinde Alsenz
- Die außergewöhnliche Kanzel der protestantischen Kirche in Alsenz
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2011 (PDF; 755 kB) (Hilfe dazu)
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 88 (PDF; 2,3 MB)
- ↑ Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat
- ↑ Klemens Stadler: Deutsche Wappen – Bundesrepublik Deutschland. Band 2: Die Gemeindewappen von Rheinland-Pfalz und Saarland, Bremen, Hamburg, Westberlin, Angelsachsen-Verlag, Bremen 1966.
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