Göllheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Göllheim
Göllheim
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Göllheim hervorgehoben
49.5922222222228.0483333333333244Koordinaten: 49° 36′ N, 8° 3′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Donnersbergkreis
Verbandsgemeinde: Göllheim
Höhe: 244 m ü. NN
Fläche: 18,02 km²
Einwohner:

3690 (31. Dez. 2011)[1]

Bevölkerungsdichte: 205 Einwohner je km²
Postleitzahl: 67307
Vorwahl: 06351
Kfz-Kennzeichen: KIB
Gemeindeschlüssel: 07 3 33 026
Adresse der Verbandsverwaltung: Freiherr-vom-Stein-Straße 1 - 3
67307 Göllheim
Webpräsenz: www.goellheim.de
Ortsbürgermeister: Dieter Hartmüller (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Göllheim im Donnersbergkreis
Obermoschel Niedermoschel Unkenbach Finkenbach-Gersweiler Waldgrehweiler Schiersfeld Sitters Alsenz Oberndorf (Pfalz) Mannweiler-Cölln Winterborn (Pfalz) Kalkofen (Pfalz) Niederhausen an der Appel Münsterappel Oberhausen an der Appel Gaugrehweiler Seelen Rathskirchen Teschenmoschel Bisterschied Ransweiler Stahlberg Bayerfeld-Steckweiler Sankt Alban (Pfalz) Gerbach Würzweiler Ruppertsecken Dielkirchen Katzenbach (Donnersbergkreis) Schönborn (Pfalz) Dörrmoschel Reichsthal Gundersweiler Gehrweiler Imsweiler Rockenhausen Höringen Schweisweiler Falkenstein (Pfalz) Winnweiler Lohnsfeld Wartenberg-Rohrbach Münchweiler an der Alsenz Gonbach Sippersfeld Breunigweiler Imsbach Börrstadt Steinbach am Donnersberg Ramsen (Pfalz) Kerzenheim Eisenberg (Pfalz) Göllheim Dreisen Standenbühl Lautersheim Biedesheim Ottersheim Bubenheim (Pfalz) Zellertal Einselthum Immesheim Albisheim (Pfrimm) Rüssingen Weitersweiler Marnheim Bennhausen Jakobsweiler Dannenfels Bolanden Kirchheimbolanden Mörsfeld Kriegsfeld Oberwiesen Orbis Morschheim Ilbesheim (Donnersbergkreis) Bischheim (Donnersberg) Rittersheim Stetten (Pfalz) Gauersheim Landkreis Bad Kreuznach Landkreis Alzey-Worms Landkreis Kusel Landkreis Kaiserslautern Landkreis Bad DürkheimKarte
Über dieses Bild
Göllheim Ortsansicht

Göllheim ist eine Ortsgemeinde im Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz. Sie ist Verwaltungssitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde, der sie auch angehört. Göllheim ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort und gemäß Landesplanung als Grundzentrum ausgewiesen.[2]

Inhaltsverzeichnis

Geographie [Bearbeiten]

Geographische Lage [Bearbeiten]

Göllheim liegt in der Pfalz zwischen dem Göllheimer Hügelland und der Kaiserstraßensenke.

Zu Göllheim gehören auch die Wohnplätze Am Ruhweg, Auf der Füllenweide, Esper und Gundheimerhof.[3]

Klima [Bearbeiten]

Der Jahresniederschlag beträgt im langjährigen Mittel ca. 556mm. Die Niederschläge sind niedrig. Sie liegen im unteren Viertel der in Deutschland erfassten Werte. An 12 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monate ist der Januar, die meisten Niederschläge fallen im Juli. Im Juli fallen 1,6 mal mehr Niederschläge als im Januar. Die Niederschläge variieren nur minimal und sind gleichmäßig übers Jahr verteilt. An nur 4 % der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.

Die Fa. Meteomedia betreibt eine Wetterstation vor Ort. An der Finanzierung beteiligten sich die Gemeinde und die Ortsgruppe Donnersberg des Vereins Pollichia. Die Daten der Station werden auf einer elektronischen Schautafel in der Nähe des Rathauses angezeigt. Sie gehen auch in den Wetterbericht ein, der von der Fa. im Fernsehprogramm der ARD und des SWR3 täglich präsentiert wird.

Geschichte [Bearbeiten]

Am 2. Juli 1298 fand mit der Ritterschlacht bei Göllheim (auch „Schlacht auf dem Hasenbühl“ genannt) ein bedeutendes Ereignis der mittelalterlichen Reichsgeschichte statt, in der der römisch-deutsche König Adolf von Nassau fiel. Die Schlacht war der Endpunkt des Kampfes zwischen Adolf von Nassau und Albrecht I. von Österreich um die Königswürde des Heiligen Römischen Reiches.

Bis zur Französischen Revolution war Göllheim Sitz eines Amtes der Grafschaft Nassau-Weilburg (zeitweilig Nassau-Saarbrücken). 1798 wurde Göllheim Hauptort (chef-lieu) im Département Donnersberg unter französischer Herrschaft. 1816 kam der Ort auf Beschluss des Wiener Kongresses an den bayerischen Rheinkreis.

Die Synagoge der jüdischen Gemeinde wurde im Zuge der Novemberprogrome 1938 verwüstet und das Gebäude wurde 1971 abgebrochen. 1939 wurde die Gemeinde Teil des Landkreises Kirchheimbolanden und 1969 des Donnersbergkreises.

Politik [Bearbeiten]

Das Rathaus von Göllheim
Die Kriegsberghütte des PWV Göllheim
Ludwigsplatz

Gemeinderat [Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Göllheim besteht aus 20 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Sitzverteilung im Gemeinderat:[4]

Wahl  SPD   CDU  Grüne  FWG  Gesamt
2009 3 8 1 8 20 Sitze
2004 4 7 1 8 20 Sitze

Bürgermeister [Bearbeiten]

  • seit 2009 Dieter Hartmüller (CDU)

Gemeindepartnerschaften [Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]

Museen [Bearbeiten]

Das „Uhlsche Haus“ von 1898 beherbergt seit 1978 das Heimatmuseum. Ein Schwerpunkt der Sammlung bildet die Schlacht auf den Hasenbühl. Außerdem gibt es auch Ausstellungsräume im Kerzenheimer Tor.

Bauwerke [Bearbeiten]

Siehe: Liste der Kulturdenkmäler in Göllheim

Parks [Bearbeiten]

Seit 2010 ist in dem aufgelassenen Steinbruch Dachsberg, der zu dem ortsansässigen Zementwerk der Fa. Dyckerhoff gehörte, ein Geopark bzw. ein sog. Tertiärpark eingerichtet. Er liegt zwischen Göllheim und Marnheim und ist in der Nähe des Elbisheimerhofes von der Landesstraße L449 aus frei zugänglich. Mehrere Schautafeln erläutern Geologie, Flora und Fauna entlang eines ca. 1 km langen Rundwegs.

Regelmäßige Veranstaltungen [Bearbeiten]

  • Jährlich findet das „Göllheimer Torbogenfest“ statt, das inzwischen eine regionale Bedeutung erlangt hat.
  • Außerdem findet in Göllheim noch die „Göllheimer Vorweihnacht“ statt, meistens am ersten Wochenende im Dezember.
  • Zusätzlich findet jedes Jahr Anfang Mai ein Motorradtreffen statt, welches sich über ein ganzes Wochenende hinzieht.

Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]

Verkehr [Bearbeiten]

Die Gemeinde Göllheim ist über die A 63 (MainzKaiserslautern) und die Bundesstraße 47 (WormsMichelstadt, auch „Nibelungenstraße“ genannt) sowie die ehemalige B 40 an den überregionalen Verkehr angebunden.

Ansässige Unternehmen [Bearbeiten]

Größte Arbeitgeber im Ort sind die Strack Tiefbau GmbH, die Zementfabrik Dyckerhoff (gehört zur Dyckerhoff AG, die im MDax gelistet ist) und die Firma Linde Gas Deutschland. Früher war in Göllheim auch die Feuerwerksfabrik Feistel ansässig, die durch zwei größere Unglücksfälle (Brand des Fabrikationsgebäudes an einem Silvesterabend, Explosion eines unterirdischen Bunkers) in die Schlagzeilen kam.

Öffentliche Einrichtungen [Bearbeiten]

Göllheim beherbergt als Sitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde deren Verwaltung. Außerdem gibt es ein therapeutisches Kinderzentrum im Ort.

Bildung [Bearbeiten]

Göllheim verfügt über eine Realschule plus mit angegliederter Fachoberschule, sowie eine Grundschule, die von Schülern der ganzen Region besucht werden. Außerdem gibt es einen Gemeinde- sowie einen evangelischen Kindergarten. Die öffentliche Gemeindebücherei ist an den südwestdeutschen Bibliotheksverbund angeschlossen.

Söhne und Töchter der Gemeinde [Bearbeiten]

  • Heinrich Ullmann (1872–1953), Architekt, Landschaftsmaler und Photograph
  • Emil Straus (1899–1985), Pädagoge, Diplomat und Politiker (CVP)

Literatur [Bearbeiten]

  • Alexander Thon: Göllheim. In: Jürgen Keddigkeit (Hrsg.): Pfälzisches Burgenlexikon. Beiträge zur pfälzischen Geschichte Bd. 12/2, Institut für Pfälzische Geschichte und Volkskunde, Kaiserslautern 2002, S. 196f, ISBN 3-927754-48-X.

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Göllheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2011 (PDF; 755 kB) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 89 (PDF; 2,3 MB)
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen