Winnweiler

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Winnweiler
Winnweiler
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Winnweiler hervorgehoben
49.5691666666677.8538888888889240Koordinaten: 49° 34′ N, 7° 51′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Donnersbergkreis
Verbandsgemeinde: Winnweiler
Höhe: 240 m ü. NHN
Fläche: 21,81 km²
Einwohner: 4709 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 216 Einwohner je km²
Postleitzahl: 67722
Vorwahl: 06302
Kfz-Kennzeichen: KIB, ROK
Gemeindeschlüssel: 07 3 33 503
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Jakobstraße 29
67722 Winnweiler
Webpräsenz: www.winnweiler.de
Ortsbürgermeister: Rudolf Jacob (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Winnweiler im Donnersbergkreis
Obermoschel Niedermoschel Unkenbach Finkenbach-Gersweiler Waldgrehweiler Schiersfeld Sitters Alsenz Oberndorf (Pfalz) Mannweiler-Cölln Winterborn (Pfalz) Kalkofen (Pfalz) Niederhausen an der Appel Münsterappel Oberhausen an der Appel Gaugrehweiler Seelen Rathskirchen Teschenmoschel Bisterschied Ransweiler Stahlberg Bayerfeld-Steckweiler Sankt Alban (Pfalz) Gerbach Würzweiler Ruppertsecken Dielkirchen Katzenbach (Donnersbergkreis) Schönborn (Pfalz) Dörrmoschel Reichsthal Gundersweiler Gehrweiler Imsweiler Rockenhausen Höringen Schweisweiler Falkenstein (Pfalz) Winnweiler Lohnsfeld Wartenberg-Rohrbach Münchweiler an der Alsenz Gonbach Sippersfeld Breunigweiler Imsbach Börrstadt Steinbach am Donnersberg Ramsen (Pfalz) Kerzenheim Eisenberg (Pfalz) Göllheim Dreisen Standenbühl Lautersheim Biedesheim Ottersheim Bubenheim (Pfalz) Zellertal Einselthum Immesheim Albisheim (Pfrimm) Rüssingen Weitersweiler Marnheim Bennhausen Jakobsweiler Dannenfels Bolanden Kirchheimbolanden Mörsfeld Kriegsfeld Oberwiesen Orbis Morschheim Ilbesheim (Donnersbergkreis) Bischheim (Donnersberg) Rittersheim Stetten (Pfalz) Gauersheim Landkreis Bad Kreuznach Landkreis Alzey-Worms Landkreis Kusel Landkreis Kaiserslautern Landkreis Bad DürkheimKarte
Über dieses Bild
Ortsteil Alsenbrück-Langmeil vom Donnersberg aus gesehen
Die Igelborner Hütte der Ortsgruppe Winnweiler des Pfälzerwald-Vereins

Die Ortsgemeinde Winnweiler liegt im Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz und ist Verwaltungssitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde, der sie auch angehört. Winnweiler ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort und gemäß Landesplanung als Grundzentrum ausgewiesen.[2]

Geographie[Bearbeiten]

Winnweiler liegt im Saar-Nahe-Bergland sowie am Rand des Landschaftsschutzgebietes „Donnersberg“.

Die Gemeinde gliedert sich in die Ortsteile:[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals erwähnt wurde die Ortschaft 891 als Winidowilari, „Siedlung der Wenden“[4]. Später hat die Ansiedlung viele Jahrhunderte zur Grafschaft Falkenstein gehört, wurde dann lothringisch und gelangte bis zur Französischen Revolution an die Habsburger. In dieser Zeit war es Sitz des österreichischen Oberamtes Winnweiler, eines Bezirks des Landesteils Vorderösterreich.

1816 wurde es wie die gesamte Pfalz Teil des Königreiches Bayern und teilte die wechselvolle Geschichte dieser Region. 1946 wurde es Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Zu Winnweiler gehört schon seit der ersten Erwähnung 891 mit Unterbrechung von 1797 bis zu dessen erneuten Eingemeindung am 7. Juni 1969 der Ortsteil Hochstein. Die bis dahin eigenständigen Gemeinden Alsenbrück-Langmeil und Potzbach wurden am 10. Juni 1979 eingemeindet.[5]

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Winnweiler bezogen auf das heutige Gemeindegebiet; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

Jahr Einwohner
1815 1.989
1835 2.829
1871 2.874
1905 2.979
1939 2.744
Jahr Einwohner
1950 3.123
1961 3.474
1970 3.566
1987 3.744
2005 4.799

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Winnweiler besteht aus 20 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[6]

Wahl SPD CDU FDP GRÜNE Gesamt
2009 6 8 3 3 20 Sitze
2004 8 7 3 2 20 Sitze

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Silber ein bewurzeltet grüner Eichenbaum mit zwei goldenen Eicheln in goldenen Eichenschüsseln“.

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Winnweiler ist über die Bundesautobahn 63 (MainzKaiserslautern) und die Bundesstraße 48 (BingenBad Bergzabern) an das überregionale Straßennetz angebunden. Der Streckenabschnitt Bingen–Winnweiler war dabei bereits eine Reichsstraße (R 40). Außerdem war in Langmeil ein Bahnhof an der Alsenztalbahn (Kaiserslautern–Bingen) vorhanden, der allerdings seit Dezember 2006 nicht mehr bedient wird, da die Nachfrage aufgrund der besser gelegenen Bahnhöfe Winnweiler und Enkenbach sowie seit der Eröffnung des Haltepunkts Münchweiler an der Alsenz im Jahr 1999 deutlich zurückgegangen war. Hier zweigt die Zellertalbahn (Monsheim–Langmeil) ab. Diese Strecke wird seit einigen Jahren an Sonn- und Feiertagen im Sommer wieder für den Ausflugsverkehr genutzt. Hierbei fahren die Züge von Monsheim über Langmeil nach Hochspeyer.

Unternehmen[Bearbeiten]

In der Pfalz bekannt ist das Bier der ortsansässigen Privatbrauerei Bischoff (Winnweiler). Die Firma Mobotix entwickelt und fertigt seit 2009 ihre IP-Kameras im Gewerbepark Langmeil.

Bildung[Bearbeiten]

Neben der Montessori-Grundschule bietet der Ort noch die Realschule plus Albert-Schweitzer-Schule. Darüber hinaus gibt es im Ort das Wilhelm-Erb-Gymnasium, eine ehemalige Lateinschule. Die nächste Universitätsstadt ist Kaiserslautern.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Winnweiler – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 92 (PDF; 2,2 MB)
  4. Wolfgang Haubrichs: Winnweiler und Umgebung im Jahre 891, in: Werner Rasche, Ortsgeschichte von Winnweiler mit Alsenbrück-Langmeil, Hochstein und Potzbach, Winnweiler 1991
  5. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Seiten 200 und 201 (PDF; 2,5 MB)
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen