Donnersbergkreis
| Wappen | Deutschlandkarte |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz |
| Verwaltungssitz: | Kirchheimbolanden |
| Fläche: | 645,46 km² |
| Einwohner: |
75.488 (31. Dez. 2011)[1] |
| Bevölkerungsdichte: | 117 Einwohner je km² |
| Kfz-Kennzeichen: | KIB |
| Kreisschlüssel: | 07 3 33 |
| NUTS: | DEB3D |
| Kreisgliederung: | 81 Gemeinden |
| Adresse der Kreisverwaltung: |
Uhlandstraße 2 67292 Kirchheimbolanden |
| Webpräsenz: | |
| Landrat: | Winfried Werner (SPD) |
| Lage des Donnersbergkreises in Rheinland-Pfalz | |
Der Donnersbergkreis ist ein Landkreis in der Region Pfalz (Rheinland-Pfalz).
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Der Donnersbergkreis mit seinem Verwaltungssitz Kirchheimbolanden und dem Autokennzeichen KIB liegt im Norden der Pfalz. Der überwiegende Teil seiner Fläche gehört zum Nordpfälzer Bergland. Dessen höchste Erhebung, der Donnersberg (687 m ü. NN), zugleich höchster Berg der Pfalz, wurde zur Namensgebung herangezogen. Im Süden hat der Landkreis Anteil am Pfälzerwald, im Osten – mit dem Zellertal – am Weinbaugebiet Pfalz, im Norden auch am Weinbaugebiet Nahe. Von Süd nach Nord durchquert den westlichen Bereich des Landkreises die Alsenz, ein Nebenfluss der Nahe.
Nachbarkreise sind von Norden im Uhrzeigersinn Bad Kreuznach, Alzey-Worms, Bad Dürkheim, Kaiserslautern und Kusel.
Geschichte [Bearbeiten]
Der Landkreis wurde 1969 durch die Zusammenlegung der beiden Landkreise Kirchheimbolanden und Rockenhausen gebildet, wobei nur in Grenzbereichen geringfügige Anpassungen vorgenommen wurden. Die beiden Kreise waren 1939 aus den ehemaligen bayerischen Bezirksämtern hervorgegangen, die 1818 als Landkommissariate im Rheinkreis geschaffen worden waren. Bis 1815 gehörten sie dem französischen Departement Donnersberg an.
Politik [Bearbeiten]
Kreistag [Bearbeiten]
Der Kreistag des Donnersbergkreises besteht aus 38 gewählten Mitgliedern und dem Landrat als Vorsitzendem. Die Wahlen zum Kreistag am 7. Juni 2009 hatten folgendes Ergebnis:[2]
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2009 |
Sitze 2009 |
% 2004 |
Sitze 2004 |
% 1999 |
Sitze 1999 |
|
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 34,5 | 13 | 34,6 | 13 | 42,6 | 16 |
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 28,6 | 11 | 31,6 | 12 | 30,9 | 12 |
| FDP | Freie Demokratische Partei | 8,8 | 3 | 7,1 | 3 | 5,9 | 2 |
| GRÜNE | Bündnis 90/Die Grünen | 7,4 | 3 | 6,9 | 3 | 5,0 | 2 |
| LINKE | Die Linke | 4,6 | 2 | – | – | – | – |
| FWG | Freie Wählergruppen | 16,1 | 6 | 19,7 | 7 | 15,6 | 6 |
| Gesamt | 100 | 38 | 100 | 38 | 100 | 38 | |
| Wahlbeteiligung in Prozent | 59,1 | 62,8 | 69,3 | ||||
Landräte [Bearbeiten]
| 1969–1971 | Adolf Wilhelm Rothley (SPD) |
| 1971–1981 | Karl Ritter (SPD) |
| 1981–1991 | Klaus Rüter (SPD) |
| seit 1991 | Winfried Werner (SPD) |
Wappen [Bearbeiten]
- Beschreibung
Durch eine eingebogene grüne Spitze, darin eine goldene strahlende Sonne, von Gold und Silber gespalten, rechts ein rotes, links ein blaues sechsspeichiges Rad (Wappen-Genehmigung vom 4. September 1981)
- Bedeutung
Die beiden Räder entstammen den früheren Kreiswappen von Kirchheimbolanden und Rockenhausen. Dabei führten früher die Herren von Bolanden das rote Rad, die Hohenfelser Seitenlinie das blaue Rad. Die eingebogene Spitze versinnbildlicht den Donnersberg als Namensgeber des Kreises, die Farbe grün den Waldreichtum der Gegend, und die Sonne steht für die Rebflächen im Osten und Norden des Kreises.
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Wirtschaft [Bearbeiten]
Größere Industriestandorte fehlen. Die Wirtschaft setzt auf Tourismus, punktuell auch auf Weinbau.
Verkehr [Bearbeiten]
Individualverkehr [Bearbeiten]
Der Donnersbergkreis wird von der Bundesautobahn 63 Mainz–Kaiserslautern durchquert. Ferner berührt die A 6 Saarbrücken–Waidhaus (auch: Via Carolina genannt) den Südrand des Kreises. Mehrere Bundesstraßen durchziehen das Kreisgebiet, darunter die B 47 (Worms–Michelstadt, auch Nibelungenstraße genannt) und B 48 (Bingen–Bad Bergzabern).
ÖPNV [Bearbeiten]
Im Alsenztal betrieb die Pfälzische Nordbahn seit 1870 eine Bahnlinie von Kaiserslautern bis Winnweiler und seit 1871 bis Bad Münster am Stein. Davon zweigte in Langmeil seit 1872/73 die Donnersbergbahn nach Marnheim ab, von wo 1873/74 die Strecke nach Kirchheimbolanden - Alzey weiterging, während die Zellertalbahn nach Monsheim führte.
Von Grünstadt her kam 1876 noch die Eistalbahn nach Eisenberg hinzu, die erst 1932 durch die Deutsche Reichsbahn über Ramsen bis Enkenbach ins Alsenztal weitergeführt wurde. Nur drei Jahre später wurde das Netz bei einem Höchststand von 80 Kilometer wieder verkleinert, als die schmalspurige Anschlußbahn stillgelegt wurde, die 1903 durch die Pfalzbahn von der Stadt Obermoschel zur Station Alsenz (4 Kilometer) an der Hauptstrecke eröffnet worden war.
Die weiteren Einstellungen des Personenverkehrs reduzierten die Bahnen bis auf 30 Kilometer Länge:
- 1935: Alsenz–Obermoschel (Schmalspurbahn) =M=, 4 Kilometer
- 1945: Kirchheimbolanden–Marnheim, 6 Kilometer
- 1951: Alzey–Morschheim–Kirchheimbolanden, 6 Kilometer (30. Mai 1999 reaktiviert)
- 1976: Grünstadt–Eisenberg–Eiswoog–Enkenbach, 11 Kilometer (29. Mai 1994 bis Eisenberg, 28. Mai 1995 bis Ramsen, 12. August 2001 bis Eiswoog reaktiviert)
- 1983: Langmeil–Marnheim–Monsheim, 23 Kilometer (26. Mai 2001 im Ausflugsverkehr reaktiviert)
Damit ist das Schienennetz im Kreisgebiet wieder mehr als verdoppelt worden. Für den ÖPNV gibt es außerdem 15 Buslinien.
Energieversorgung [Bearbeiten]
Das Kreisgebiet durchziehen eine Pipeline für Erdgas der Saar Ferngas Transport GmbH sowie die NATO-Pipeline Zweibrücken–Fürfeld.
Städte und Gemeinden [Bearbeiten]
(Einwohner am 31. Dezember 2011[3])
Verbandsgemeinden mit ihren verbandsangehörigen Gemeinden:
(Sitz der Verwaltung der Verbandsgemeinde *)
Weblinks [Bearbeiten]
- Literatur von Donnersbergkreis im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Literatur über Donnersbergkreis in der Rheinland-Pfälzischen Landesbibliographie
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2011 (PDF; 755 kB) (Hilfe dazu)
- ↑ Wahlergebnisse der Kreistagswahlen, der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2011 (PDF; 755 kB)
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