Landkreis Bad Kreuznach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Bad Kreuznach Deutschlandkarte, Position des Landkreises Bad Kreuznach hervorgehoben49.827.69Koordinaten: 49° 49′ N, 7° 41′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Verwaltungssitz: Bad Kreuznach
Fläche: 863,72 km²
Einwohner: 155.306 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 180 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: KH
Kreisschlüssel: 07 1 33
Kreisgliederung: 118 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Salinenstraße 47
55543 Bad Kreuznach
Webpräsenz: kreis-badkreuznach.de
Landrat: Franz-Josef Diel (CDU)
Lage des Landkreises Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz
Niederlande Belgien Frankreich Luxemburg Baden-Württemberg Hessen Nordrhein-Westfalen Saarland Frankenthal (Pfalz) Kaiserslautern Koblenz Landau in der Pfalz Landau in der Pfalz Ludwigshafen am Rhein Mainz Pirmasens Speyer Trier Worms Zweibrücken Landkreis Ahrweiler Landkreis Altenkirchen (Westerwald) Landkreis Alzey-Worms Landkreis Bad Dürkheim Landkreis Bad Kreuznach Landkreis Bernkastel-Wittlich Landkreis Birkenfeld Landkreis Cochem-Zell Donnersbergkreis Eifelkreis Bitburg-Prüm Landkreis Germersheim Landkreis Kaiserslautern Landkreis Kusel Landkreis Mainz-Bingen Landkreis Mayen-Koblenz Neustadt an der Weinstraße Landkreis Neuwied Rhein-Hunsrück-Kreis Rhein-Lahn-Kreis Rhein-Pfalz-Kreis Landkreis Südliche Weinstraße Landkreis Südwestpfalz Landkreis Trier-Saarburg Landkreis Vulkaneifel WesterwaldkreisKarte
Über dieses Bild

Der Landkreis Bad Kreuznach ist ein Landkreis im Zentrum von Rheinland-Pfalz, Deutschland. Er ist (im Uhrzeigersinn von Norden angefangen) umgeben vom Rhein-Hunsrück-Kreis sowie von den Landkreisen Mainz-Bingen, Alzey-Worms, Donnersbergkreis, Kusel und Birkenfeld.

Geografie[Bearbeiten]

Der Kreis Bad Kreuznach umfasst im Osten Teile des Rheinhessischen Tafel- und Hügellandes, im Süden des Nordpfälzer Berglandes und im Westen und Norden des Hunsrücks. Die Hauptachse im Kreis bildet die Nahe, welche von Westen durch Kirn, Bad Sobernheim und Bad Kreuznach fließt und den Kreis im Norden verlässt. Der Kreis Bad Kreuznach (Kfz-Kennzeichen KH) bildet mit Teilen des Landkreises Mainz-Bingen und des Donnersbergkreises das Weinbaugebiet Nahe.

Geschichte[Bearbeiten]

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts war das Gebiet des heutigen Landkreises Bad Kreuznach in verschiedene kleinere und größere Territorien aufgeteilt.

1794 wurde das Linke Rheinufer während des Ersten Koalitionskrieges besetzt, 1798 wurde das Gebiet von der französischen Direktorialregierung nach französischem Vorbild reorganisiert. Das Gebiet des späteren Kreises Kreuznach war bis 1814 in das Rhein-Mosel-Departement und das Saardepartement aufgeteilt. Nach dem Ende der französischen Herrschaft im linksrheinischen Gebiet (1814) wurde die Region auf dem Wiener Kongress (1815) dem Königreich Preußen zugesprochen. Unter der preußischen Verwaltung wurde 1816 der Kreis Kreuznach im Regierungsbezirk Koblenz neu gebildet, der von 1822 zur Rheinprovinz gehörte.

1932 wurde der Kreis Kreuznach mit dem Kreis Meisenheim zusammengelegt. Bei der Kreisreform 1969 wurde das Kreisgebiet um einige Gemeinden der aufgelösten Landkreise Rockenhausen und Alzey erweitert, musste allerdings auch einige Gemeinden, die zum Teil auch am Rhein lagen, an andere Landkreise abgeben. Der Name des Kreises wurde dabei in Bad Kreuznach geändert.

Politik[Bearbeiten]

Kreistagswahl 2009
Gewichtetes Ergebnis
 %
40
30
20
10
0
37,0 %
32,9 %
9,9 %
8,8 %
8,0 %
3,4 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2004
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
-3,0 %p
-1,0 %p
+2,5 %p
-1,8 %p
-0,2 %p
+3,4 %p

Kreistag[Bearbeiten]

Sitz der Kreisverwaltung

Der Kreistag des Landkreises Bad Kreuznach besteht aus 50 gewählten Mitgliedern und dem Landrat als Vorsitzenden. Im Kreistag bilden die CDU, die FDP und die Grünen eine Koalition, womit der Landkreis Bad Kreuznach einer der wenigen Landkreise in Deutschland ist, in denen eine sogenannte Jamaika-Koalition regiert. Die Kreistagswahl am 7. Juni 2009 führte zu folgendem Wahlergebnis:[2]

Parteien und Wählergemeinschaften %
2009
Sitze
2009
%
2004
Sitze
2004
%
1999
Sitze
1999
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 32,9 16 33,9 17 41,0 21
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 37,0 19 40,0 20 41,8 21
FDP Freie Demokratische Partei 9,9 5 7,4 4 4,7 2
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 8,0 4 8,2 4 5,8 3
LINKE Die Linke 3,4 2
FWG Freie Wählergruppen 8,8 4 10,6 5 6,7 3
gesamt 100,0 50 100,0 50 100,0 50
Wahlbeteiligung in % 55,3 59,2 62,2

Landräte[Bearbeiten]

Der Landrat wird in direkter Wahl für acht Jahre gewählt. Bei der Wahl 2008 setzte sich Franz-Josef Diel (CDU) durch. Er trat sein Amt im Sommer 2009 an.

  • 1816–1818: Damian Bitter
  • 1818–1846: Ludwig Philipp Hout
  • 1846–1861: Gustav Wilhelm von Jagow
  • 1861–1902: Otto Ludwig Agricola
  • 1903–1920: Erwin von Nasse
  • 1920–1933: Erich Müser (Ausweisung 1923–1924)
  • 1924:00000 Otto Ehrensberger (vertretungsweise)
  • 1933–1936: Hellmuth Rademacher
  • 1936–1940: Nikolaus Simmer
  • 1940–1945: Konrad Noell
  • 1945:00000 Philipp Palm
  • 1945–1946: Fritz Sieben
  • 1946–1967: Philipp Gräff
  • 1967–1990: Hans Schumm
  • 1990–1991: Walter Zuber (SPD)
  • 1991–2009: Karl-Otto Velten (SPD)
  • seit 2009: Franz-Josef Diel (CDU)

Wappen[Bearbeiten]

Beschreibung

Geteilt: oben in Schwarz ein wachsender, rot gekrönter und rot bewehrter goldener Löwe, unten in vier Reihen geschachtelt in Blau und Gold (Wappen-Genehmigung 13. September 1939)

Bedeutung

Der Löwe symbolisiert die ehemals kurpfälzischen Gebietsteile, der untere Schildteil die Besitzungen der Vorderen Grafschaft Sponheim.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Der Landkreis ist landwirtschaftlich (Wein, Weizen, Raps, Gerste, Mais sowie Viehzucht) geprägt. Lediglich im Osten im Umkreis von Bad Kreuznach ist eine dichtere Konzentration von mittelständischen Unternehmen, vor allem in Produktion und Logistik, festzustellen. Wichtige Zweige sind neben Maschinenbau und Fertigung von Ersatzteilkomponenten vor allem die Weinindustrie, insbesondere Abfüll- und Kellertechnik. Auch der Tourismus spielt im Rahmen der Vermarktung des Naheweines, der Kurstädte Bad Kreuznach und Bad Münster am Stein-Ebernburg, Teilen des Nordpfälzer Berglandes sowie des Hunsrücks eine zunehmend wichtige Rolle.

Verkehr[Bearbeiten]

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Im Osten des Landkreises Bad Kreuznach streift die Bundesautobahn 61 (Ludwigshafen–Koblenz) das Kreisgebiet. Ferner durchziehen die Bundesstraßen 41, 48, 421 und 428 den Landkreis. Ganz am südlichen Rand verläuft die B 420.

Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

(Einwohner am 31. Dezember 2012[3])

Verbandsfreie Städte
Bad Kreuznach Kirn Biebelsheim Pfaffen-Schwabenheim Pleitersheim Volxheim Hackenheim Frei-Laubersheim Neu-Bamberg Fürfeld Tiefenthal (Rheinhessen) Traisen (Nahe) Norheim Altenbamberg Hochstätten Feilbingert Hallgarten (Pfalz) Niederhausen (Nahe) Oberhausen an der Nahe Duchroth Bad Sobernheim Auen (Hunsrück) Bärweiler Daubach (Hunsrück) Ippenschied Kirschroth Langenthal (Hunsrück) Lauschied Martinstein Meddersheim Merxheim (Nahe) Bad Sobernheim Monzingen Nußbaum Odernheim am Glan Rehbach (bei Sobernheim) Seesbach Staudernheim Weiler bei Monzingen Winterburg Bretzenheim Dorsheim Guldental Langenlonsheim Laubenheim Rümmelsheim Windesheim Daxweiler Dörrebach Eckenroth Roth (bei Stromberg) Schöneberg (Hunsrück) Schweppenhausen Seibersbach Stromberg (Hunsrück) Waldlaubersheim Warmsroth Kirn Bärenbach (bei Idar-Oberstein) Becherbach bei Kirn Brauweiler (Rheinland-Pfalz) Bruschied Hahnenbach Heimweiler Heinzenberg (bei Kirn) Hennweiler Hochstetten-Dhaun Horbach (bei Simmertal) Kellenbach Königsau Limbach (bei Kirn) Meckenbach (bei Kirn) Oberhausen bei Kirn Otzweiler Schneppenbach Schwarzerden Simmertal Weitersborn Abtweiler Becherbach (Pfalz) Breitenheim Callbach Desloch Hundsbach Jeckenbach Lettweiler Löllbach Meisenheim Raumbach Rehborn Reiffelbach Schmittweiler Schweinschied Allenfeld Argenschwang Bockenau Boos (Nahe) Braunweiler Burgsponheim Dalberg (bei Bad Kreuznach) Gebroth Gutenberg (bei Bad Kreuznach) Hargesheim Hergenfeld Hüffelsheim Mandel (Gemeinde) Münchwald Oberstreit Roxheim Rüdesheim (Nahe) Schloßböckelheim Sankt Katharinen (bei Bad Kreuznach) Sommerloch (bei Bad Kreuznach) Spabrücken Spall Sponheim Waldböckelheim Wallhausen (bei Bad Kreuznach) Weinsheim (bei Bad Kreuznach) Winterbach (Soonwald) Rhein-Hunsrück-Kreis Landkreis Birkenfeld Landkreis Mainz-Bingen Hessen Landkreis Alzey-Worms Landkreis Kusel DonnersbergkreisVerbandsgemeinden in KH.svg
Über dieses Bild

Verbandsgemeinden mit ihren verbandsangehörigen Gemeinden:

(Sitz der Verbandsgemeinde *)
  1. Biebelsheim (657)
  2. Frei-Laubersheim (1026)
  3. Fürfeld (1547)
  4. Hackenheim (2073)
  5. Neu-Bamberg (916)
  6. Pfaffen-Schwabenheim (1311)
  7. Pleitersheim (339)
  8. Tiefenthal (128)
  9. Volxheim (1086)
  1. Altenbamberg (728)
  2. Duchroth (565)
  3. Feilbingert (1645)
  4. Hallgarten (772)
  5. Hochstätten (635)
  6. Niederhausen (563)
  7. Norheim (1493)
  8. Oberhausen an der Nahe (360)
  9. Traisen (534)
  1. Auen (183)
  2. Bad Sobernheim, Stadt * (6429)
  3. Bärweiler (243)
  4. Daubach (226)
  5. Ippenschied (145)
  6. Kirschroth (258)
  7. Langenthal (97)
  8. Lauschied (555)
  9. Martinstein (304)
  10. Meddersheim (1323)
  11. Merxheim (1479)
  12. Monzingen (1642)
  13. Nußbaum (456)
  14. Odernheim am Glan (1690)
  15. Rehbach (48)
  16. Seesbach (536)
  17. Staudernheim (1393)
  18. Weiler bei Monzingen (475)
  19. Winterburg (203)
  1. Bärenbach (507)
  2. Becherbach bei Kirn (395)
  3. Brauweiler (69)
  4. Bruschied (276)
  5. Hahnenbach (537)
  6. Heimweiler (410)
  7. Heinzenberg (29)
  8. Hennweiler (1235)
  9. Hochstetten-Dhaun (1647)
  10. Horbach (43)
  11. Kellenbach (252)
  12. Königsau (71)
  13. Limbach (315)
  14. Meckenbach (392)
  15. Oberhausen bei Kirn (913)
  16. Otzweiler (215)
  17. Schneppenbach (256)
  18. Schwarzerden (249)
  19. Simmertal (1834)
  20. Weitersborn (246)
  1. Bretzenheim (2514)
  2. Dorsheim (721)
  3. Guldental (2502)
  4. Langenlonsheim * (3767)
  5. Laubenheim (785)
  6. Rümmelsheim (1344)
  7. Windesheim (1790)
  1. Abtweiler (208)
  2. Becherbach (890)
  3. Breitenheim (398)
  4. Callbach (393)
  5. Desloch (365)
  6. Hundsbach (386)
  7. Jeckenbach (247)
  8. Lettweiler (220)
  9. Löllbach (212)
  10. Meisenheim, Stadt * (2833)
  11. Raumbach (413)
  12. Rehborn (737)
  13. Reiffelbach (234)
  14. Schmittweiler (203)
  15. Schweinschied (173)
  1. Allenfeld (192)
  2. Argenschwang (350)
  3. Bockenau (1250)
  4. Boos (371)
  5. Braunweiler (623)
  6. Burgsponheim (252)
  7. Dalberg (246)
  8. Gebroth (169)
  9. Gutenberg (990)
  10. Hargesheim (2788)
  11. Hergenfeld (496)
  12. Hüffelsheim (1318)
  13. Mandel (905)
  14. Münchwald (296)
  15. Oberstreit (284)
  16. Roxheim (2367)
  17. Rüdesheim * (2546)
  18. Sankt Katharinen (355)
  19. Schloßböckelheim (396)
  20. Sommerloch (429)
  21. Spabrücken (1140)
  22. Spall (159)
  23. Sponheim (794)
  24. Waldböckelheim (2237)
  25. Wallhausen (1575)
  26. Weinsheim (1851)
  27. Winterbach (483)
  1. Daxweiler (800)
  2. Dörrebach (689)
  3. Eckenroth (226)
  4. Roth (269)
  5. Schöneberg (628)
  6. Schweppenhausen (907)
  7. Seibersbach (1330)
  8. Stromberg, Stadt * (3215)
  9. Waldlaubersheim (779)
  10. Warmsroth (448)

Partnerschaften[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Wahlergebnisse der Kreistagswahlen, der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz
  3. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Landkreis Bad Kreuznach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien