Offenbarung des Johannes

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Johannes schaut auf Patmos die Visionen der Offenbarung, Altarbild von Hans Memling, 1479
Bamberger Apokalypse (um 1000): „Siehe, ein großer, roter Drache, der hatte sieben Häupter und zehn Hörner und auf seinen Häuptern sieben Kronen, und sein Schwanz fegte den dritten Teil der Sterne des Himmels hinweg und warf sie auf die Erde. Und der Drache trat vor die Frau, die gebären sollte, damit er, wenn sie geboren hätte, ihr Kind fräße“ (Offb 12,3b-4 LUT).

Die Offenbarung, genauer die Offenbarung des Johannes oder die Apokalypse (Offb 1,1: griech.: ἀποκάλυψις apokalypsis, wörtl. „Enthüllung“) ist das letzte Buch des Neuen Testaments. Es ist das einzige prophetische Buch des Neuen Testaments und zugleich eine Trost- und Hoffnungsschrift für die im Römischen Reich unterdrückten Christen.

Der Verfasser Johannes richtet sich als Ich-Erzähler in Form eines Briefes zunächst in den Sieben Sendschreiben an sieben Gemeinden in Kleinasien im östlichen Hinterland von Ephesus. Diese wurden vom Apostel Paulus theologisch geprägt und litten nun unter Verfolgung oder zumindest unter starken Einschränkungen.[1] Seit dem Mittelalter wird die Offenbarung des Johannes in 22 Kapitel unterteilt.

Verfasser[Bearbeiten]

In der frühen Kirche war man seit dem zweiten Jahrhundert überzeugt, dass es sich bei dem Ich-Erzähler Johannes um den Apostel Johannes (Joh 21,2) bzw. den Autor des Johannesevangeliums, also den Evangelisten Johannes handele. In der Ostkirche war dies umstritten, und die Offenbarung war dort lange Zeit nicht Teil der kanonischen Schriften.

Papias († um 140) schrieb dem Buch einen apostolischen Ursprung zu, ebenso Justin der Märtyrer († 165): „Ferner hat einer, der bei uns war, Johannes hieß und zu den Aposteln Christi gehörte, in einer Offenbarung prophezeit.“[2] Irenäus sagt ausdrücklich, dass der Apostel Johannes Verfasser der Offenbarung gewesen sei, auch Clemens von Alexandria († um 215) und Tertullian († nach 220) bestätigen das. Origenes († um 254) schrieb: „Johannes endlich, der an der Brust Jesu gelegen, hinterließ ein Evangelium […] Er schrieb die Apokalypse.“

Diese Auffassung wird in der heutigen kontinentaleuropäischen Exegese praktisch nicht mehr vertreten (vgl. aber unten Datierung). Als Argumente werden sprachliche, inhaltliche und formale Abweichungen angeführt. Der Verfasser der Offenbarung nehme keine Paulus vergleichbare apostolische Autorität für sich in Anspruch. Er nennt dafür „dreimal seinen Namen“ (1,4 EU 9EU; 22,8 EU),[3] während es der Autor des Johannesevangeliums vermeide, seinen Namen zu nennen.[4]

Der Verfasser gilt heute mehrheitlich als frühchristlicher Prophet, der sich zu einer Gruppe von Propheten zählt; so spricht er von seinen „Brüdern, den Propheten“ (22,9 EU). Sprache und Gedankenwelt weisen auf eine Herkunft aus dem palästinischen Judenchristentum hin. Im Text selbst beschreibt er, dass er auf der Insel Patmos vor Ephesus in der Verbannung lebe (1,9).[5] Daher heißt dieser Johannes der Offenbarung im englischen Sprachraum auch Johannes von Patmos (John of Patmos).

Empfänger[Bearbeiten]

Die Schrift ist in Form eines Briefes verfasst und richtet sich mit den sieben Sendschreiben an die sieben Gemeinden in Ephesus, Smyrna, Pergamon, Thyatira, Sardes, Philadelphia und Laodizea (1,11 EU). Die Seligpreisungen und der Buchabschluss sowie die Symbolik der Siebenzahl legen jedoch nahe, einen weiteren Adressatenkreis anzunehmen.[6]

Datierung[Bearbeiten]

Die Datierung der Offenbarung ist in der Forschung umstritten.[7] Sowohl für eine späte Datierung (81–96) als auch für eine frühe (68–69) gibt es ernstzunehmende Gründe.[8] „Schon die Kirchenväter waren in der Frage Nero oder Domitian gespalten“, einige vertraten sogar beide Auffassungen, wenn auch in verschiedenen Schriften.[9]

Spätdatierung[Bearbeiten]

Die Annahme, die Offenbarung sei in der Regierungszeit Domitians entstanden (ca. 95), stützt sich auf frühkirchliche Autoren wie Viktorin, Hieronymus, Irenäus[10] und Euseb, die berichten, Johannes sei zur Zeit Domitians auf Patmos gewesen.[11] Da die Verbannung des Johannes aber möglicherweise schon früher begonnen hat, hängt die Beantwortung der Datierungsfrage nicht zwingend von der Verfasserfrage ab.
Als stützendes Argument für die Spätdatierung wird die politische Situation angeführt, die in der Offenbarung vorausgesetzt werde: Während Rom in der Apostelgeschichte noch als Staatsmacht erscheint, die Paulus dank seines römischen Bürgerrechtes bewahrt, ist Rom in der Offenbarung rein negativ besetzt („Hure Babylon“, Offb. 17 EU). Dieses Argument spricht aber mindestens ebenso für die Zeit Neros; denn unter Domitian fand keine groß angelegte Christenverfolgung statt,[12] unter Nero hingegen schon.[13]

Frühdatierung[Bearbeiten]

Die Annahme, das Buch sei auf das Ende der Regierungszeit Neros zu datieren (ca. 65–68), hält die Angabe bei Irenäus weder für eindeutig noch unbedingt verlässlich. Clemens von Alexandrien schreibe hingegen klar, dass die Offenbarungen an die Apostel „unter Nero aufhörten“.[14] Da Clemens nun den Apostel Johannes eindeutig für den Verfasser der Offenbarung hielt,[15] bedeute dies, dass nach Clemens’ Auffassung auch die Offenbarungen an Johannes unter Nero endeten.

Thomas Schirrmacher weist darauf hin, dass der bei Clemens nicht namentlich genannte Tyrann nur den Tyrannen schlechthin bezeichnen könne. Außerdem hätte Johannes, wenn man Clemens’ weiteren Aussagen glauben wolle, nach der Verbannung, also zwischen seinem 90. und 100. Lebensjahr, von Ephesus aus weite Reisen unternommen, wäre „gerannt und in vollem Galopp geritten“. Dies sei für einen Greis jedoch nur schwer vorstellbar.[16]

In der Exegese hat die Auffassung, das Tier mit der Zahl 666 sei mit Kaiser Nero zu identifizieren, die weiteste Verbreitung gefunden. Zählt man nämlich die Zahlenwerte der hebräischen Buchstaben seines Namens (נרון קסר neron kesar) zusammen, kommt man auf 666. Eine Verschlüsselung sei allerdings – so das Argument für die Frühdatierung – nur dann notwendig und sinnvoll gewesen, solange Nero noch am Leben war. Allein über Nero seien als einzigen römischen Kaiser mehrere Zahlenrätsel überliefert.[17] Eine gewisse Unsicherheit bleibt darin, dass vielleicht auch ein späterer Kaiser als wiedererstandener Nero gemeint sein konnte.

Friedrich Engels datierte die Schrift in die Zeit unmittelbar nach Nero, in die Regierungszeit Kaiser Galbas, vom 9. Juni 68 bis zum 15. Januar 69. Er interpretierte die sieben Häupter des Tieres (des Antichrists) als römische Kaiser. Nach einem zu Galbas Zeit umlaufenden Gerücht sei nämlich Nero (das sechste Haupt) nur vorgeblich verstorben, lebe aber in Wirklichkeit und werde nach dem siebten Haupt (Galba) noch einmal als achtes Haupt wiederkehren (vgl. Offb 17,8-11 EU).[18]

Inhalt[Bearbeiten]

Die Hure Babylon, Darstellung aus dem Hortus Deliciarum der Herrad von Landsberg, um 1180
  1. Vorwort 1,1-3
  2. Sieben Sendschreiben 1,4–3,22
    1. Briefliche Einleitung – Gruß an die sieben Gemeinden 1,4-8
    2. Die Beauftragungsvision 1,9-20
      Johannes bekommt vom himmlischen Christus in einer Vision den Auftrag, alles aufzuschreiben.
    3. An die Gemeinde in Ephesus 2,1-7
    4. An die Gemeinde in Smyrna 2,8-11
    5. An die Gemeinde in Pergamon 2,12-17
    6. An die Gemeinde in Thyatira 2,18-29
    7. An die Gemeinde in Sardes 3,1-6
    8. An die Gemeinde in Philadelphia 3,7-13
    9. An die Gemeinde in Laodizea 3,14-22
  3. Prophetische Visionen 4,1–22,5
    1. Vision vom thronenden Gott im Himmel 4,1-11
      Um den Thron Gottes, von dem Blitze, Stimmen und Donner ausgehen, stehen 24 andere Throne auf denen die 24 Ältesten sitzen. Ringsum stehen sieben Fackeln und vier Lebewesen (Gestalten) voller Augen (Löwe, Stier, Mensch, Adler).
    2. Das Buch mit den sieben Siegeln 5,1-14
      Das Lamm bekommt vom Gott eine mit sieben Siegeln versiegelte Buchrolle
    3. Die Öffnung der sieben Siegel 6,1–8,1
      1. Die ersten vier Siegel (die vier apokalyptischen Reiter) 6,1-8
        1. Das erste Siegel 6,1-2
          Ein weißes Pferd erscheint, der Reiter (der Sieger) hat einen Bogen
        2. Das zweite Siegel 6,3-4
          Ein feuerrotes Pferd erscheint, der Reiter hat ein Schwert
        3. Das dritte Siegel 6,5-6
          Ein schwarzes Pferd erscheint, der Reiter hat eine Waage
        4. Das vierte Siegel 6,7-8
          Ein fahles Pferd erscheint, der Reiter heißt „der Tod" und bekommt die Macht über ein Viertel der Erde
      2. Die letzten drei Siegel 6,9–8,5
        1. Das fünfte Siegel 6,9-11
          Es erscheinen die Seelen der Märtyrer, die ein Gericht verlangen
        2. Das sechste Siegel 6,12-17
          Nach Erdbeben und kosmischen Erscheinungen wird der Himmel wie eine Buchrolle zusammengerollt. Die Menschen verbergen sich in den Bergen.
        3. Die Bewahrung der Gemeinde 7,1–17
          144000 Gottesknechte aus allen Stämmen Israels bekommen ein Siegel auf die Stirn. Eine unzählige Menschenschar aus allen Nationen sammelt sich mit Palmzweigen um den Thron Gottes, und es weidet sie das Lamm.
        4. Das siebte Siegel 8,1-5
          Es tritt eine halbe Stunde Stille im Himmel ein. Danach bekommen sieben Engel sieben Posaunen.
    4. Blasen in die sieben Posaunen 8,6–11,19
      1. Die ersten vier Posaunen 8,6-13
        1. Die erste Posaune 8,7
          Hagel und Feuer mit Blut vermischt fallen aufs Land. Ein Drittel der Erde wird verbrannt.
        2. Die zweite Posaune 8,8-9
          Ein brennender Berg fällt ins Meer. Ein Drittel der Lebewesen im Meere und ein Drittel der Schiffe werden vernichtet.
        3. Die dritte Posaune 8,10-11
          Ein Stern namens „Wermut“ fällt in Flüsse und Quellen. Ein Drittel des Wassers wird bitter und viele Menschen sterben durch das Wasser.
        4. Die vierte Posaune 8,12-13
          Die Sonne, der Mond und die Sterne verlieren ein Drittel ihrer Leuchtkraft. Ein Adler ruft drei mal „Wehe“.
      2. Die letzten drei Posaunen (die drei „Wehe“) 9,1–11,19
        1. Die fünfte Posaune 9,1-12
          Der Schacht des Abgrunds wird geöffnet. Es kommen Heuschrecken mit ihren König Abaddon daraus, um die Menschen ohne Gottessiegel fünf Monate lang zu quälen.
        2. Die sechste Posaune 9,13-21
          Es werden vier am Euphrat gefesselten Engel losgebunden. Ein Drittel der Menschheit wird durch Feuer, Rauch und Schwefel, aus Mäulern abertausender Pferde, getötet. Trotzdem wollen sich die übrigen Menschen nicht bekehren.
        3. Auftrag der Prophetie des Endgeschehens 10,1–11,2
          Ein Engel mit einem Büchlein kommt vom Himmel herab und gibt es dem Johannes zum Essen. Dann bekommt Johannes ein Messstab für Vermessung des Tempels Gottes.
        4. Das Zeugnis der beiden Propheten 11,3-14
          Zwei mächtigen Propheten legen 1260 Tage lang ein Zeugnis ab. Getötet durch das Tier werden sie dreieinhalb Tage auf der Straße gelassen, dann werden sie auferweckt und steigen in den Himmel hinauf. Dabei stürzt ein Zehntel der Stadt ein und 7000 Menschen kommen um.
        5. Die siebte Posaune 11,15-19
          Die 24 Ältesten loben Gott, dass er die Herrschaft angetreten hat. Der Tempel Gottes wird geöffnet, und die Bundeslade wird sichtbar. Es kommt ein Beben und schwerer Hagel.
    5. Der Kampf des Satans gegen das Volk Gottes 12,1–14,5
      1. Die Frau und der Drache („Der Mythos der Apokalypse“)[19] 12,1-18
        Es erscheinen eine gebärende Frau und ein Drache mit sieben Köpfen und zehn Hörnern, der das Kind verschlingen will. Die Frau gebiert einen Sohn, der zu Gott wird, und flieht in die Wüste für 1260 Tage. In einem Kampf im Himmel besiegen Michael und seine Engel den Drachen und seine Engel und stürzen sie auf die Erde. Der Drache schafft nicht, die Frau mit Wasserstrom zu besiegen, weil die Erde verschlingt das Wasser. Der Drache beschließt, Krieg gegen die Nachkommen der Frau zu führen und geht an den Strand des Meeres.
      2. Die beiden Tiere 13,1-18
        Ein Tier mit zehn Hörnern und sieben Köpfen steigt aus dem Meer. Es bekommt für 42 Monate Macht über alle Völker, lästert Gott und bekämpft die Heiligen. Ein anderes Tier mit zwei Hörnern, der falsche Prophet, steigt aus der Erde. Es bringt die Menschen dazu, das erste Tier anzubeten, und zwingt sie sich mit der Zahl seines Namens, 666, zu kennzeichnen.
      3. Das Lamm und die seinen 14,1-5
        Das Lamm steht auf dem Berg Zion. Bei ihm sind 144000 Menschen, die seinen und seines Vaters Namen auf der Stirn tragen. Die 144000, die jungfräulich sind, singen vor dem Thron Gottes ein neues Lied, das nur sie lernen konnten.
    6. Das Gericht 14,6–20,15
      1. Die Ankündigung des Gerichts 14,6-13
        Drei Engel kündigen an, das jüngste Gericht, den Fall Babylons und die Bestrafung deren, die das erste Tier anbeten. Eine Stimme ruft „Selig die im Herrn sterben“.
      2. Ernte und Weinlese 14,14-20
        Weil die Frucht reif geworden ist, schleudert der Menschensohn eine Sichel auf die Erde. Ein Engel schleudert ein Winzermesser, um Trauben vom Weinstock zu ernten. Die Kelter des Zornes Gottes wird getreten und es strömt daraus Blut.
      3. Das Erscheinen der sieben Engel mit den sieben letzten Plagen 15,1
      4. Die Überwinder des Tiers singen Gott ein Loblied 15,2-4
      5. Die sieben Schalen des Zorns Gottes 15,5–16,21
        1. Die Übergabe der Schalen 15,5-8
          Die sieben Engel mit den sieben Plagen bekommen von einem der vier Lebewesen (Gestalten) sieben goldene Schalen gefüllt mit dem Zorn Gottes.
        2. Die erste Schale wird über das Land gegossen 16,2
          An den Menschen mit dem Kennzeichen des Tiers bildet sich ein böses und schlimmes Geschwür
        3. Die zweite Schale wird über das Meer gegossen 16,3
          Das Meer wird zu Blut und alle Lebewesen im Meer sterben
        4. Die dritte Schale wird über die Flüsse und Quellen gegossen 16,4-7
          Das Wasser wird zu Blut
        5. Die vierte Schale wird über die Sonne gegossen 16,8-9
          Die Menschen verbrennen in der Hitze. Trotzdem bekehren sie sich nicht.
        6. Die fünfte Schale wird über den Thron des Tiers gegossen 16,10-11
          Es kommt Finsternis über das Reich des Tiers. Die Menschen bekommen Angst, trotzdem lassen sie nicht von ihrem Treiben ab.
        7. Die sechste Schale wird über den Euphrat gegossen 16,12-16
          Das Wasser in Euphrat trocknet aus. Drei unreine Geister aus dem Maul des Tiers und des falschen Propheten führen die Könige zu Harmagedon zum Kampf am großen Tag Gottes.
        8. Die siebte Schale wird über die Luft gegossen 16,17-21
          Es folgen Blitze, Donner und ein gewaltiges Erdbeben. Die Städte stürzen ein, alle Inseln und Berge verschwinden. Gewaltige Hagelbrocken stürzen auf die Menschen herab und die Menschen verfluchen Gott.
      6. Die Hure Babylon und das Tier 17,1-18
        Die Mutter der Huren (die Göttin Roms) betrunken vom Blut der Heiligen, sitzt auf einem scharlachrotem Tier. Ein Engel verkündet den Fall der Frau und des Tiers.
      7. Der Untergang Babylons 18,1-8
        Es werden Tod, Trauer, Hunger und Feuer über die Stadt kommen. Wie sie in Prunk und Luxus lebte, soll sie Qual und Trauer erfahren.
      8. Die Klage über den Untergang Babylons 18,9-24
        Die Könige, die Kaufleute und die Schiffsherren weinen und klagen. Freut euch ihr Heiligen, Gott hat die Stadt um euretwillen gerichtet.
      9. Jubel im Himmel und Ankündigung der Hochzeit des Lammes 19,1-10
      10. Der Reiter auf dem weißen Pferd (Christus) siegt über das Tier und den falschen Propheten 19,11-21
        Dem Reiter, mit den Namen „Der treue und wahrhaftige“, „Das Wort Gottes“ und „König der Könige und Herr der Herren“, folgt das Heer des Himmels. Aus dem Mund des Reiters kommt ein scharfes Schwert. Die beiden Tieren und die versammelten Könige der Erde werden besiegt und in den See von brennendem Schwefel geworfen.
      11. Das Tausendjährige Reich 20,1-6
        Ein Engel fesselt den Drachen (den Satan) und verschließt ihn für tausend Jahre im Abgrund. Alle die an dem Zeugnis Jesu festgehalten hatten und getötet wurden, gelangen zum Leben (die erste Auferstehung) und herrschen mit Christus zusammen.
      12. Der letzte Kampf und der endgültige Sieg über den Satan 20,7-10
        Nach tausend Jahren wird der Satan freigelassen und sammelt alle Völker für den Kampf gegen die Heiligen. Es fällt Feuer vom Himmel und verzehrt sie. Der Satan wird in den See von brennendem Schwefel geworfen, wo auch das Tier und der falsche Prophet sind. Sie werden in alle Ewigkeit gequält.
      13. Das Weltgericht 20,11-15
        Die Erde und Himmel verschwinden. Das Buch des Lebens wird aufgeschlagen. Die übrigen Toten auferstehen und werden nach ihren Werken gerichtet. Wer nicht im Buch des Lebens verzeichnet ist, wird in den Feuersee geworfen. Der Tod und sein Reich (Unterwelt) werden in den Feuersee geworfen.
    7. Die neue Welt Gottes 21,1–22,5
      Es entstehen ein neuer Himmel, eine neue Erde und das neue Jerusalem, die Braut des Lammes, mit zwölf Toren und zwölf Grundsteinen, auf denen die Namen der zwölf Apostel stehen. Der Gott wohnt in der Mitte seines Volkes. Der Tod und Leid sind nicht mehr da. Und es gibt keinen Tempel in der Stadt, denn Gott ist der Tempel. Vom Thron Gottes und des Lammes geht das Wasser des Lebens aus, an dem die Bäume des Lebens stehen.
  4. Epilog 22,6-21
    Selig ist, der die Worte dieses Buches bewahrt. Wer aber etwas dem Buch hinzufügt oder wegnimmt, dem wird Gott Plagen zufügen, und ihm Anteil am Baum des Lebens wegnehmen. Komm Herr Jesus (Maranatha)! Die Gnade des Herrn Jesus sei mit allen!

Motivik[Bearbeiten]

Die Apokalypse ist eine zusammenhängende allegorische Komposition, die sich der zeitgenössisch etablierten, aber nicht notwendigerweise biblischen, Symbolwerte von Tieren, Farben und Zahlen bedient. Der Autor greift umfänglich auf die alttestamentliche Prophetie (vor allem die Propheten Jesaja, Ezechiel und das Buch Daniel) und ihre Bildersprache zurück. Auch frühjüdische apokalyptische Motive sind vielerorts präsent.
Die Deutung der einzelnen Bilder oder Erzählungen ist oftmals umstritten. Beispielsweise wären die folgenden Bezüge möglich:[20]

  • die 4 steht für eine kosmische Gesamtheit
  • die 7 steht für Vollkommenheit. Entsprechend können auch die adressierten sieben Gemeinden als Stellvertreter der gesamten Christenheit verstanden werden.[21]
  • die 3,5 steht für die zweite Hälfte der letzten Jahrwoche (siehe Daniel, Kap. 11 und 12)
  • die 12 ist auf die zwölf Stämme Israels und die zwölf Jünger Jesu beziehbar
  • die 42 Monate, in denen das Tier Macht über die Erde besitzen soll, stellen die Hälfte eines siebenjährigen Sabbatjahreszyklus dar
  • 666 ist der Zahlenwert, der den Namen des Tieres verschlüsselt (Offb 13,17-18 EU)
  • der Drache steht für Satan
  • das Tier aus dem Meer kann auf die „totalitäre endzeitliche Staatsmacht“[22] bezogen werden
  • das Tier vom Land kann als „Personifizierung des politischen Propagandaapparats“[22] verstanden werden.

Kanonisierung[Bearbeiten]

Die Offenbarung war in der alten Kirche sehr umstritten, besonders in den östlichen Teilen des Römischen Reichs. Verschiedene Kirchenväter sprachen sich gegen die Aufnahme des Buches in den Kanon der Bibel aus und sprachen von einer Fälschung, so z. B. Gaius (um 200 n.Chr. in Rom), wovon Eusebius berichtet (Kirchengeschichte 3,28):

„Zur erwähnten Zeit lebte, wie wir erfahren haben, Cerinth, der Führer einer anderen Häresie. Gaius, den wir schon oben zitiert haben, schreibt über ihn in seiner Untersuchung: ‚Und Cerinth gibt uns in Offenbarungen, die den Anschein erwecken, als wären sie von einem großen Apostel geschrieben, wunderliche Berichte, von welchen er fälschlich behauptet, daß sie ihm von Engeln gegeben worden seien. Er sagt nämlich, daß nach der Auferstehung das Reich Christi auf Erden sein werde und daß die Leiber in Jerusalem leben und sich wiederum Leidenschaften und Vergnügungen hingeben werden. Und im Widerspruch mit den Schriften Gottes und in verführerischer Absicht erklärt er, daß ein Zeitraum von tausend Jahren in freudiger Hochzeitsfeier verfließen werde.‘“

Erst mit dem 39. Osterfestbrief des Athanasius (367) wird die Apokalypse von fast allen damaligen Christen im Westen als gültiger Teil des Bibelkanons anerkannt. In den gegenwärtigen Ostkirchen wird die Offenbarung als einzige neutestamentliche Schrift nie im Gottesdienst verlesen. Da die Liturgie insgesamt als Offenbarung verstanden wird, bedeutet dies einen in der Praxis nicht voll kanonischen Status der Offenbarung. Die Syrisch-Orthodoxe Kirche erkennt die Offenbarung des Johannes überhaupt nicht an und druckt sie auch in ihren Bibeln nicht ab.

Textüberlieferung und Stil[Bearbeiten]

Möglicherweise wegen der Diskussion um ihre Kanonizität wurde die Offenbarung seltener abgeschrieben als die anderen Bücher des Neuen Testaments. Von den 320 erhaltenen Unzialen bietet nur ein rundes Dutzend Texte aus der Offenbarung und auch davon nur ganz wenige den gesamten Text.

Das Griechisch der Offenbarung ist mit Semitismen versetzt und weicht des öfteren von der üblichen Grammatik der Koiné ab. Im Stil und in der Wortwahl zeigen sich auch Unterschiede zu allen anderen Büchern des Neuen Testaments. Hinzu kommt, dass wegen der schwer deutbaren Aussagen beim Abschreiben häufiger als sonst in die Textüberlieferung eingegriffen wurde; entsprechend zeigen sich starke Abweichungen im überlieferten Textbestand. Von allen Büchern des Neuen Testaments ist es das Buch mit den größten textkritischen Problemen. Abweichend zu den übrigen Teilen des Neuen Testaments gilt der Codex Alexandrinus als wichtigster Textzeuge noch vor dem Codex Sinaiticus, während beim Codex Vaticanus der Schluss verlorenging und der Text der Offenbarung somit nicht erhalten ist.

Rezeption und Wirkungsgeschichte[Bearbeiten]

„Das springende Lamm Gottes mit den sieben Augen, umgeben von zwei Engeln“, Fresko von Herbert Boeckl, Nordwand der Engelkapelle, Basilika Seckau

In den allgemeinen Sprachschatz eingegangen sind die Wendungen:

  • Buch mit sieben Siegeln, vgl. Offb 5.
  • Das A und O bezieht sich auf Offb 22,13: „Ich bin das Alpha und Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.“
  • Lamm Gottes: Christus als Lamm Gottes wird in der Liturgie angerufen und ist ein häufiges Bildmotiv in der Kunst geworden.

In der Ostkirche wurde die Apokalypse wenig beachtet, in der Westkirche war die Ansicht über die Schrift positiver. Dennoch diskutiert die Theologie die Bedeutung der Offenbarung des Johannes bis heute. Auch Martin Luther wusste mit ihr wenig anzufangen: „Mein Geist will sich in dies Buch nicht schicken.“

In verschiedenen Gruppen spielte immer wieder der Begriff des Tausendjährigen Reichs (Offb 20,4 EU) eine besondere Rolle, der im Nationalsozialismus sogar politisch umgedeutet wurde. Heute wird die Offenbarung besonders im Glaubensverständnis chiliastischer Gruppierungen wie der Zeugen Jehovas, der Christadelphians und der Adventisten berücksichtigt.

Neben den Büchern Daniel und Ezechiel, den Endzeitreden Jesu in den synoptischen Evangelien sowie dem Ersten und dem Zweiten Thessalonicher-Brief des Paulus hat die Offenbarung des Johannes größten Einfluss auf die Entwicklung der Eschatologie ausgeübt.

Der amerikanische Theologe Charles C. Ryrie hat vier verschiedene Auslegungstraditionen ausgemacht: Die präteristische, die historische, die idealistische sowie die futuristische oder wörtliche Auslegung. Der Präterismus gehe davon aus, dass sich die Aussagen der Offenbarung bereits in den ersten christlichen Jahrhunderten erfüllt haben. Die historische Auslegung gehe davon aus, dass der Verlauf der Kirchengeschichte in der Offenbarung vorgeschattet werde. Für die idealistische Auslegung sei die Offenbarung eine bildhafte Darstellung, welche geistliche Prinzipien aufzeige. Bei der futuristischen Auslegung werde das Buch ab Kapitel 4 als Bericht von heute noch nicht eingetroffenen Ereignissen interpretiert.[23]

Der österreichische Komponist Franz Schmidt vertonte Teile des apokalyptischen Textes in dem Werk Das Buch mit sieben Siegeln. Das Oratorium wurde 1938 in Wien uraufgeführt. Der Vers „Das Lamm, das erwürget ist“ (5,12 EU) erscheint als Schlusschor in der Bachkantate Ich hatte viel Bekümmernis. Derselbe Vers wird auch von Georg Friedrich Händel zum Abschluss seines Messias verwendet.

Nichttheologische Interpretationen[Bearbeiten]

Die Bildersprache der Offenbarung hat über die Jahrhunderte hinweg nicht nur Kirchenväter und Theologen verschiedener Kirchen und Sekten, sondern auch weltliche Schriftsteller und Künstler angeregt, nach Interpretationen zu suchen. Der Interpretationsrahmen wird dabei sehr weit gefasst, aufgrund der Annahme, dass eine wissenschaftliche Erklärung reinen Prophetien ohnehin nicht gerecht werden könne. Beispielsweise hält sich der Autor Daniel Rubinstern[24] zugute, in den Texten eine sogenannte Mysteriensprache erkannt und daraus etwa 700 Symbole und deren zeitliche Abfolge entschlüsselt zu haben. Demnach entsprächen etwa die ersten sechs Siegel und die ersten sechs Posaunen zwölf geistigen und gesellschaftlichen Fesseln, die zur Entmündigung des Bürgers in heutiger Zeit führen und ihn seiner sozialen und finanziellen Freiheiten berauben. Weitere psychologische, politische und soziale Deutungen entstehen in reicher Fülle.

Friedrich Engels („Das Christentum wurde, wie jede andere große revolutionäre Bewegung, von den Massen geschaffen“)[25] deutete die Offenbarung in marxistischem Sinne als „authentisches Bild eines beinah primitiven Christentums“.[26]

Siehe auch[Bearbeiten]

Apokalyptisches Lamm auf dem Buch mit sieben Siegeln, Johann Heinrich Rohr, um 1775

Literatur[Bearbeiten]

Antike exegetische Kommentare
Neuere exegetische Kommentare
  • David Edward Aune: Revelation. 3 Bände. Word Books, Dallas 1997; Nelson, Nashville 1998 (ausführlicher wiss. Kommentar)
  • William Barclay, Offenbarung des Johannes, Reihe Auslegung des Neuen Testaments, Neukirchen-Vluyn 1970, ISBN 3-7615-4517-7
  • Gregory K. Beale: The Book of Revelation. A Commentary on the Greek Text. The New International Greek Testament Commentary. Eerdmans, Grand Rapids 1999, ISBN 0-8028-2174-X
  • Jacques Ellul: Apokalypse. Die Offenbarung des Johannes - Enthüllung der Wirklichkeit, Neukirchen-Vluyn 1981
  • Heinz Giesen: Die Offenbarung des Johannes. Regensburger Neues Testament. Pustet, Regensburg 1997, ISBN 3-7917-1520-8
  • Traugott Holtz: Die Offenbarung des Johannes. (NTD) Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2008, ISBN 978-3-525-51387-3
  • Bruce J. Malina: Die Offenbarung des Johannes. Sternvisionen und Himmelsreisen. Kohlhammer, Stuttgart 2002, ISBN 3-17-014241-0 (kulturanthropologische Exegese)
  • Bruce J. Malina, John J. Pilch: Social Science Commentary on the Book of Revelation. Fortress, Minneapolis 2000, ISBN 0-8006-3227-3 (sozialgeschichtliche Exegese)
  • Robert H. Mounce: The Book of Revelation. The new international commentary on the New Testament. Eerdmans, Grand Rapids 1998, ISBN 0-8028-2537-0
  • Hubert Ritt: Die Offenbarung des Johannes. Die Neue Echter Bibel 21. Echter, Würzburg 1986 (20004)
  • Pierre Prigent: Commentary on the Apocalypse of St. John. Mohr Siebeck, Tübingen 2001
  • Jürgen Roloff: Die Offenbarung des Johannes. Zürcher Bibelkommentare. TVZ, Zürich 20013
  • Akira Satake: Die Offenbarung des Johannes. Kritisch Exegetischer Kommentar 16. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2008, ISBN 978-3-525-51616-4
  • Ben Witherington III: Revelation. New Cambridge Bible Commentary. University Press, Cambridge 2003; ISBN 0-521-00068-8
  • Klaus Wengst: "Wie lange noch?" Schreien nach Recht und Gerechtigkeit - eine Deutung der Apokalypse des Johannes. Kohlhammer, Stuttgart 2010
Rezeptionsgeschichte
  • Douglas W. Lumsden: And Then the End Will Come: Early Latin Christian Interpretations of the Opening of the Seven Seals. Studies in Medieval History and Culture 1. Garland, New York 2001, ISBN 0-415-92961-X
  • Beda Venerabilis: Opera, Band 2,5: Expositio apocalypseos. Hrsg. v. Roger Gryson. Corpus Christianorum Series Latina 121, A. 2001; ISBN 2-503-01213-2
  • Oecumenius: Commentarius in Apocalypsin. Hrsg. v. Marc De Groote. Traditio exegetica Graeca 8. Peeters, Leuven 1999, ISBN 90-429-0236-1
  • Richard K. Emmerson (Hrsg.): The Apocalypse in the Middle Ages. Cornell University Press, Ithaca 1992, ISBN 0-8014-9550-4
  • Jürgen Brokoff: Die Apokalypse in der Weimarer Republik. Fink, München 2001, ISBN 3-7705-3603-7
  • Werner Thiede: Die Johannesapokalypse in der Deutung christlicher Sekten. EZW-Texte Information 130. Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen, Stuttgart 1996
Sonstige wissenschaftliche Literatur
  • David E. Aune, Arwed Arnulf: Artikel Johannes-Apokalypse/Johannesoffenbarung. In: RGG4, Bd. 4, ISBN 3-16-146944-5, S. 540–549 (mit weiterer Literatur)
  • Otto Böcher: Die Johannesapokalypse. Erträge der Forschung 41. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1988 (19984); ISBN 3-534-04905-5 (zusammenfassende Darstellung der Forschung bis 1988)
  • David L. Barr (Hrsg.): Reading the Book of Revelation. A Resource for Students. SBL Resources for Biblical study 44. Society of Biblical Literature, Atlanta 2003, ISBN 1-58983-056-3
  • Robert L. Muse: The Book of Revelation. An Annotated Bibliography. Garland Reference Library of the Humanities 1387. Garland, New York-London 1996, ISBN 0-8240-7394-0 (Bibliografie 1940–1990)
  • Bernie L. Calaway: Revealing the Revelation. A Guide to the Literature of the Apocalypse. International Scholars Publisher, San Francisco 1998, ISBN 1-57309-155-3
  • Wilfrid J. Harrington: Sacra Pagina: Revelation. Michael Glazier 1993, ISBN 978-0814658185
  • Klaus Gamber: Das Geheimnis der sieben Sterne. Zur Symbolik der Apokalypse. Pustet, Regensburg 1987, ISBN 3-7917-1140-7
  • Heinrich Kraft: Die Bilder der Offenbarung des Johannes. Lang, Frankfurt a. M.-Berlin 1994, ISBN 3-631-47290-0
  • Elisabeth Schüssler Fiorenza: Das Buch der Offenbarung. Vision einer gerechten Welt. Kohlhammer, Stuttgart 1994, ISBN 3-17-012489-7
  • Mathias Rissi: Die Hure Babylon und die Verführung der Heiligen. Eine Studie zur Apokalypse des Johannes [Beiträge zur Wissenschaft vom Alten und Neuen Testament Heft 136 = Folge 7, Heft 16]. Kohlhammer, Stuttgart 1995, ISBN 3-17-012988-0
  • Thomas Johann Bauer: Das tausendjährige Messiasreich der Johannesoffenbarung. Eine literarkritische Studie zu Offb 19,11 – 21,8. de Gruyter, Berlin-New York 2003, ISBN 3-11-017689-0.
  • Hermann Braun: Ein Brief über die Offenbarung des Johannes. In: Die kleine Prophetin - Kirche leiten. FS Gerrit Noltensmeier. Hrsg. von Martin Böttcher, Arno Schilberg, Andreas-Christian Tübler. Wuppertal 2005, S. 37-46.
  • Hartmut Sommer: Der Thron im Himmel - Die Höhle der Apokalypse des Johannes auf Patmos im Ägäischen Meer. In: Die großen Mystiker Darmstadt, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 2008, ISBN 978-3-534-20098-6.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Apokalypse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Offenbarung des Johannes – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Bibeltext[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Jürgen Roloff: Einführung in das Neue Testament. Reclam: Stuttgart, 2003, S. 248.
  2. Dialog mit Tryphon, 8,1,4.
  3. Jürgen Roloff: Die Offenbarung des Johannes (Zürcher Bibelkommentare), 3. Aufl. Zürich 2001. S. 16.
  4. William Barclay: Offenbarung des Johannes 1, Neukirchen-Vluyn 1970, S. 20.
  5. Jürgen Roloff: Einführung in das Neue Testament, Stuttgart 2003, S. 247 f. Zum Bibelverweis siehe auch: Offb 1,9 EU.
  6. Michael Bachmann: Die Johannesoffenbarung, in: Karl-Wilhelm Niebuhr (Hrsg.): Grundinformation Neues Testament: eine bibelkundlich-theologische Einführung, Vandenhoeck und Ruprecht: Göttingen 2000, S. 347-348.
  7. Umfangreiche Darstellung der Positionen der letzten 200 Jahre in Kenneth L. Gentry: Before Jerusalem Fell: Dating the Book of Revelation, Victorious Hope Publishing 2010, ISBN 9-78-098-262060-1.
  8. D. A. Carson, Douglas J. Moo, Leon Morris: An Introduction to the New Testament, Zondervan: Grand Rapids (MI), 1992, S. 473-476.
  9. Thomas Schirrmacher: Gründe für die Frühdatierung der Offenbarung vor 70 n. Chr., S. 7 (PDF).
  10. Irenäus: Adv. haer., V, 30,3 (engl., deutsch). Wie Johann Jakob Wettstein bereits 1751 aufgezeigt hat, ist die Übersetzung des Textes nicht eindeutig. Kenneth L. Gentry nennt weitere Autoren, die diese Problematik bestätigen (Before Jerusalem Fell, S. 48+50-53).
  11. William Barclay: Offenbarung des Johannes 1, Neukirchen-Vluyn 1970, S. 22.
  12. F. J. A. Hort: The Apocalypse of St John I-III: The Greek Text with Introduction, Commentary, and Additional Notes, MacMillan: London, 1908. S. xiv-xxxiii. - George E. Ladd: A Commentary on the Revelation of John, Wm. B. Eerdmans: Grand Rapids (MI), 1972, S. 8: Es gebe „keinen Beweis dafür, dass im letzten Jahrzehnt des ersten Jahrhunderts eine offene und systematische Verfolgung der Kirche stattfand.“
  13. Eine Außenseiterposition nimmt Thomas Witulski ein. Er datierte die Offenbarung in die Zeit Kaiser Hadrians (117–138 n. Chr.), den er mit dem endzeitlichen Tier identifiziert (Die Johannesoffenbarung und Kaiser Hadrian, Göttingen 2007). Witulskis These wird von den Fachwelt weitgehend abgelehnt.
  14. Clemens: Quis Salvus Dives, Verschiedenes, Abschnitt 7,17.
  15. Clemens: Quis Salvus Dives, Abschnitt 42, Verschiedenes Abschnitt 6,13.
  16. Thomas Schirrmacher: Gründe für die Frühdatierung der Offenbarung vor 70 n. Chr. (PDF, 280 KB), in: David Chilton: Die große Trübsal. Reformatorischer Verlag Beese, Hamburg 1996, ISBN 3-928936-12-3, S. 134-135.
  17. Bei Sueton: Nero, 39,2 und in den Sibyllinischen Oraklen: 5,28-31. John A. T. Robinson hielt daher Offb 13,18 für „die christliche Version eines bekannten Spieles“. (Wann entstand das Neue Testament?, S. 246).
  18. Friedrich Engels: Das Buch der Offenbarung; 1883; MEW 21:14 f.
  19. Jürgen Roloff: Die Offenbarung des Johannes; Zürcher Bibelkommentare; Zürich: TVZ, 20013; S. 123.
  20. Hier nach H. Ritt, Art. Offenbarung des Johannes, in: LThK 3, S. 997.
  21. Michael Bachmann: Die Johannesoffenbarung, in: Karl-Wilhelm Niebuhr (Hrsg.): Grundinformation Neues Testament: eine bibelkundlich-theologische Einführung, Göttingen 2000, S. 347.
  22. a b Ritt, l. c.
  23. Charles C. Ryrie: Die Offenbarung verstehen. Durchblick und Klarheit über das faszinierendste Buch der Bibel. Christliche Verlagsgesellschaft, Dillenburg 2011, ISBN 978-3-89436-875-3, S. 8-10.
  24. Daniel Rubinstern: Das Buch El'azar, ISBN 978-3-942611-00-8
  25. Engels, l.c.
  26. Engels, l.c.