BMW K 1200 S
| BMW | |
|---|---|
| K 1200 S (K40) | |
| Hersteller: | BMW |
| Verkaufsbezeichnung | K 1200 S |
| Produktionszeitraum | 2005 bis 2009 |
| Klasse | Sporttourer |
| Motordaten | |
| Reihenmotor mit 4 Zylindern | |
| Hubraum (cm³) | 1157 |
| Leistung (kW/PS) | 123/167 bei 10.250 min-1 |
| Drehmoment (N m) | 130 bei 8.250 min-1 |
| Höchstgeschwin- digkeit (km/h) |
280 |
| Getriebe | 6 |
| Antrieb | Kardanantrieb |
| Bremsen | vorn Ø 320 mm Doppelscheibenbremsen hinten Ø 265 mm Scheibenbremse |
| Radstand (mm) | 1571 |
| Maße (L × B × H, mm): | 2182 × 1221 × 905 |
| Sitzhöhe (cm) | 82,5 |
| Leergewicht (kg) | 248 |
| Nachfolgemodell | BMW K 1300 S |
Die BMW K 1200 S ist ein Motorrad der Kategorie Sporttourer des deutschen Fahrzeugherstellers BMW und war bis Ende 2008 das stärkste Serienmotorrad aus deutscher Produktion. Das vollverkleidete Motorrad wurde im Juli 2004 vorgestellt und ab Frühsommer 2005 verkauft. Ursprünglich war der Verkaufsstart schon im Herbst 2004 vorgesehen, musste aber wegen Qualitätsproblemen im Werk verschoben werden. Das S in der Verkaufsbezeichnung bedeutet Sport, der interne Werkscode lautet K40. Vergleichbare Konkurrenzmodelle sind die Suzuki Hayabusa 1300 oder Kawasaki ZZR 1400.
Inhaltsverzeichnis |
Beschreibung [Bearbeiten]
Motor [Bearbeiten]
Für die K-Modelle ab der K 1200 S hatte BMW Motorrad einen völlig neuen wassergekühlten Vierzylindermotor entwickelt. Der Reihenmotor wurde mit querliegender Kurbelwelle eingebaut und die Zylinderbank mit 55° extrem weit nach vorne geneigt. Das Triebwerk ist mit zwei obenliegenden Nockenwellen und vier Ventilen pro Zylinder, elektronischer Einspritzung und geregeltem Drei-Wege-Katalysator ausgestattet.
Bei einem Hubraum von 1.157 cm³ erzeugt der Motor eine Nennleistung von 123 kW (167 PS) bei einer Drehzahl von 10.250 min-1. Das maximale Drehmoment gibt der Hersteller mit 130 Nm bei 8.250 min-1 an. Die Höchstgeschwindigkeit wird offiziell mit über 200 km/h angegeben; laut Testberichten sind es etwa 280 km/h. Die Beschleunigungswerte liegen nach diesen Tests von 0 auf 100 km/h bei 2,8 Sekunden, von 0-200 km/h bei ca. 8,5 Sekunden. [1]
Fahrwerk [Bearbeiten]
Das Fahrwerk ist eine modifizierte und gewichtsreduzierte Weiterentwicklung der bis dato bei den K 1200-Modellen verbauten Elemente und besteht aus einem Kastenprofilrahmen aus Aluminium. Das Hinterrad wird von einer Einarmschwinge aus Aluminiumguss mit Paralever geführt, das Vorderrad von einem Zentralfederbein mit dem erstmals in einem Serienmotorrad verwendeten Duolever-Hebelsystem; einer Evolution des bisherigen Telelever. Die Federvorspannung und die Zugstufendämpfung hinten können per Hand (auf Wunsch auch elektronisch) hydraulisch stufenlos eingestellt werden, bei der Sonderausstattung Electronic Suspension Adjustment (ESA) ist auch die Druckstufe hinten und die Zugstufe vorne elektronisch einstellbar. Die elektronischen Verstellmöglichkeiten können auch während der Fahrt genutzt werden.
Vollgetankt und ohne Fahrer wiegt die Maschine 248 kg, die Zuladung wird mit 202 kg angegeben. Die offiziellen Verbrauchswerte auf 100 km liegen bei 4,7 Liter (Super Plus, bei konstant 90 km/h) bzw. bei 5,5 l (bei konstant 120 km/h). Bei zügigen Testfahrten wurden gemischte Verbrauchswerte von 6,3 l Super Plus gemessen. Der Listenpreis für die Basisversion lag im Herbst 2006 bei 15.200 Euro.
Bremsen [Bearbeiten]
Die BMW K 1200 S war serienmäßig mit dem Integral-ABS von FTE automotive ausgestattet, bei dem der Handbremshebel gleichzeitig auf das Vorder- und Hinterrad wirkt. Das System hatte konstruktive Schwächen.[2][3] Seit Mitte August 2006 wird das Motorrad daher mit dem Teilintegral-ABS von Continental Teves (ohne Bremskraftverstärker) ausgeliefert. Auf Wunsch ist auch eine konventionelle Bremsanlage erhältlich.
K 1300 S [Bearbeiten]
Im Oktober 2008 wurde auf der Motorradmesse Intermot anlässlich des 25-jährigen Bestehens der K-Reihe die Weiterentwicklung der K 1200 S vorgestellt, die K 1300 S. Der Hubraum wurde durch Aufbohren der Zylinder um einen Millimeter und Verlängerung des Hubs um 5,3 Millimeter auf 1.293 cm³ erhöht, das Getriebe, der Auspuff, das elektronische Fahrwerk (jetzt ESA 2 genannt) und der Kardanantrieb überarbeitet. Das Gesamtgewicht stieg damit auf 258 kg, die Motorleistung auf 175 PS und das Drehmoment auf 140 Nm. Der Verkaufsstart wurde für Februar 2009 mit einem Basispreis von 15.750 Euro angekündigt.
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BMW K 1300 S von 2009 in Beverungen an der Weser / rechte Seitenansicht
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BMW K 1300 S von 2009 in Beverungen an der Weser / linke Seitenansicht
Weblinks [Bearbeiten]
- BMW Motorrad Deutschland
- Fahrbericht BMW K 1200 S: Neuer Maßstab bei den Sportmotorrädern. In: YAHOO! Autos. 1. September 2005.
- Frank Mertens: K 1200 S: Innovationsträger von BMW. In: AUTONEWS24. 3. August 2004.
- Helmut Heusler: BMW K 1200 S. Motor Analyse. In: BMW Motorräder Nr. 13. MO Sonderheft. 23. März 2005. 26-37
- Rückrufaktion der K-Baureihe: Korridierende Umlenkhebel am Federbein
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Frank Mertens: BMW-Motorradchef Diess: Wir wollen mit der K 1200 S den Wettbewerb gewinnen. In: AUTONEWS24. 2. August 2004.
- ↑ Christian Wüst: BMW-Motorräder haben Probleme im Bremssystem. In: DER SPIEGEL 27/2005. 2. Juli 2005.
- ↑ Jörg Reichle: Gefahr - Gebremstes Vertrauen. In: SÜDDEUTSCHE ZEITUNG. 4. Juli 2005.
Supersportler: S 1000 RR | HP4
Sporttourer: F 800 GT | K 1300 S
Tourer: R 1200 RT | K 1600 GT | K 1600 GTL
Enduros: G 450 X | G 650 GS | F 700 GS | F 800 GS | R 1200 GS | R 1200 GS Adventure
Naked Bikes: F 800 R | R 1200 R | K 1300 R
Roller: C 600 Sport | C 650 GT | BMW C evolution (Prototypen)
Vorkriegszeit – Einzylinder: R 39 | R 2 | R 3 | R 4 | R 35 | R 20 | R 23
Vorkriegszeit – Boxer: R 32 | R 37 | R 42 | R 47 | R 52 | R 57 | R 62 | R 63 | R 11 | R 16 | R 7 (Prototyp) | R 12 | R 17 | R 5 | R 6 | R 51 | R 61 | R 66 | R 71 | WR 750 (Rennmotorrad)
Zweiter Weltkrieg: R 75 (Wehrmachtsgespann)
Nachkriegszeit: R 24 | R 25 | R 25/2 | R 25/3 | R 51/2 | R 51/3 | R 67/2 | R 68
Vollschwingen-BMW 1955 bis 1969: R 26 | R 27 | R 50 | R 60 | R 69 | R 50/2 | R 60/2 | R 50 S | R 69 S
„Strich-Fünfer“ 1969 bis 1973: R 50/5 | R 60/5 | R 75/5
„Strich-Sechser“ 1973 bis 1976: R 60/6 | R 75/6 | R 90/6 | R 90 S
„Strich-Siebener“ 1976 bis 1985: R 60/7 | R 75/7 | R 80/7 | R 100/7 | R 100 S | R 100 RS | R 100 RT | R 100 CS
„Kleine“ Zweizylinder-Boxer 1978 bis 1985: R 45 | R 65 | R 65 S | R 65 GS
Zweizylinder-Boxer 1980 bis 1997 (letzte Zweiventil-Boxer): R 80 G/S | R 80 ST | R 80 | R 80 RT | R 80 GS | R 80 R | R 100 GS | R 100 GS Paris-Dakar | R 100 R | R 100 RS Classic | R 100 RT Classic
Vierventil-Boxer mit 850 bis 1.200 cm³ 1993 bis 2006 (1. Generation): R 850 GS | R 850 RT | R 850 R / R Comfort | R 850 C | R 1100 R | R 1100 RS | R 1100 S | R 1100 GS | R 1100 RT | R 1150 RT | R 1150 R | R 1150 R Rockster | R 1150 RS | R 1150 GS | R 1150 GS Adventure | R 1200 C | R 1200 CL
Vierventil – Boxer mit 1.200 cm³ ab 2004 (2. Generation, „EVO-Boxer“): R 1200 S | R 1200 ST
F- und G-Baureihe (Einzylinder und Reihen-Zweizylinder): F 650 | F 650 ST | F 800 ST | F 800 S | G 650 Xchallenge | G 650 Xcountry | G 650 Xmoto | F 650 GS
K-Baureihe (Drei- und Vierzylinder-Reihenmotoren): K 75 | K 75 C | K 75 S | K 75 RT | K 100 | K 100 RS | K 100 RT | K 100 LT | K 1 | K 1100 LT | K 1100 RS | K 1200 GT | K 1200 LT | K 1200 R | K 1200 RS | K 1300 GT
HP-Reihe: HP2 Enduro | HP2 Sport | HP2 Megamoto
Roller: R 10 (Prototypen) | C1