Bersteland

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Dieser Artikel beschreibt den Ortsteil Freiwalde der Gemeinde Bersteland in Brandenburg. Für die gleichnamige deutsche Ortsbezeichnung von Lesica (Międzylesie) siehe dort.
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Bersteland führt kein Wappen
Bersteland
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bersteland hervorgehoben
51.96194444444413.74638888888954Koordinaten: 51° 58′ N, 13° 45′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Dahme-Spreewald
Amt: Unterspreewald
Höhe: 54 m ü. NHN
Fläche: 29,53 km²
Einwohner: 902 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 31 Einwohner je km²
Postleitzahl: 15910
Vorwahl: 035474
Kfz-Kennzeichen: LDS
Gemeindeschlüssel: 12 0 61 017
Adresse der Amtsverwaltung: Hauptstraße 41
15938 Golßen
Webpräsenz: www.unterspreewald.de
Bürgermeister: Manfred Mietusch
Lage der Gemeinde Bersteland im Landkreis Dahme-Spreewald
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Die Gemeinde Bersteland liegt im Landkreis Dahme-Spreewald (Brandenburg) und ist Mitglied des Amtes Unterspreewald.

Sie entstand am 1. Februar 2002 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden und heutigen Ortsteile Freiwalde, Niewitz und Reichwalde.[2]

Geografie[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet liegt im Osten des Baruther Urstromtales am Flüsschen Berste. Die Berste, die südlich von Luckau entspringt und in Bersteland in Richtung Osten abbiegt, mündet wenige Kilometer weiter in Lübben (Spreewald) in die Spree. Das Gelände erreicht nahe dem Ortsteil Niewitz 85 m ü. NN.

Geschichte[Bearbeiten]

Ortsteil Freiwalde[Bearbeiten]

Die Kirche in Freiwalde

1345 taucht der Ort erstmals in einer Urkunde auf. Die Dorfkirche (rechteckiger neogotischer Bau) stammt aus dem Jahr 1871.

Ortsteil Reichwalde[Bearbeiten]

Reichwalde (wendisch Rikowald, Rychwald) wurde 1170 erstmals urkundlich erwähnt.

Auf einem von Sümpfen umgebenen wendischen Wall erbauten im 12./13. Jahrhundert die Herren Strehle und Bieberstein die „Burg Reichwalde“. Die Burg war das Zentrum einer kleinen Adelsherrschaft, die Herrschaft Reichwalde, die um 1400 elf bis dreizehn Dörfer umfasste. Diese wurde 1414 verkauft und löste sich auf. Der größere Teil kam an die Stadt Luckau, ein kleinerer Teil ging an die Herrschaft Storkow (und später an das Amt Storkow). Die Burg wurde abgebrochen.

Ortsteil Niewitz[Bearbeiten]

Die Kirche in Niewitz

Wie für Freiwalde gilt auch für Niewitz 1345 als das Jahr der frühesten urkundlichen Nennung.

Die noch gut erhaltene Struktur einer Rundsiedlung ist wendischen Ursprungs. Der Name des Ortes kommt vom niedersorbischen Wort nieva = fruchtbarer Acker.

Bis 1950 wurden in Niewitz Ziegel hergestellt, die ihr Material aus den nahegelegenen Tongruben bezogen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Das Gewerbegebiet im Ortsteil Freiwalde, zu dem auch die Autobahntank- und Rastanlage Freiwalde gehört, beschäftigt viele Einwohner. In Niewitz wird das Speewaldpark-Hotel mit 200 Betten betrieben.

Verkehr[Bearbeiten]

Durch das Gemeindegebiet führt die Bundesautobahn 13 (Berlin–Dresden). Die Ausfahrt Freiwalde bildet die Verbindung zur hier die Autobahn kreuzenden Bundesstraße 115 (Lübben–Jüterbog). Der nächste Bahnhof liegt im nahen Schönwald an der Bahnlinie Berlin–Cottbus.

Motorisierung in Bersteland 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Zugelassene PKW (zum 1.1.)[3] 582 577 584 591 589 592 607
PKW je 1.000 Einwohner (31.12.Vj.) 631 620 638 639 644 653 673

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Bersteland und in der Liste der Bodendenkmale in Bersteland stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Denkmale.

  • Fachwerkkirche im Ortsteil Niewitz aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts
  • ehemalige Wassermühle im Ortsteil Reichwalde
  • Dorfkern im Ortsteil Reichwalde
  • Bauernstube am Sandberg im Ortsteil Freiwalde
  • Fachwerkgehöft in der Dorfstraße 12 im Ortsteil Freiwalde

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung seit 1875.
- Blaue Linie: Bevölkerungsentwicklung des Gebietes in den heutigen Grenzen (2013).
- Gepunktete Linie: Normierte Bevölkerungsentwicklung des Landes Brandenburg.
Bersteland:
Bevölkerungsentwicklung in den Grenzen von 2013. [4]
Jahr Einwohner
1875 1 256
1890 1 357
1910 1 259
1925 1 111
1933 1 104
1939 1 101
1946 1 471
1950 1 198
1964 982
1971 936
Jahr Einwohner
1981 891
1985 889
1989 894
1990 870
1991 850
1992 839
1993 837
1994 831
1995 834
1996 886
Jahr Einwohner
1997 903
1998 919
1999 929
2000 929
2001 930
2002 911
2003 937
2004 937
2005 934
2006 937
Jahr Einwohner
2007 923
2008 930
2009 916
2010 925
2011 915
2012 907
2013 902

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bersteland – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2002
  3. Kraftfahrt-Bundesamt Statistik Fz3
  4. Die Quellen der Daten finden sich detailliert in den Wikimedia Commons Population Projection Brandenburg at Wikimedia Commons