Bestensee

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bestensee
Bestensee
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bestensee hervorgehoben
52.2513.6536Koordinaten: 52° 15′ N, 13° 39′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Dahme-Spreewald
Höhe: 36 m ü. NHN
Fläche: 37,79 km²
Einwohner: 6860 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 182 Einwohner je km²
Postleitzahl: 15741
Vorwahl: 033763
Kfz-Kennzeichen: LDS
Gemeindeschlüssel: 12 0 61 020
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Eichhornstr. 4-5
15741 Bestensee
Webpräsenz: www.bestensee.de
Bürgermeister: Klaus-Dieter Quasdorf (Wählervereinigung – Quasdorf für Bestensee e.V.)
Lage der Gemeinde Bestensee im Landkreis Dahme-Spreewald
Alt Zauche-Wußwerk Bersteland Bestensee Byhleguhre-Byhlen Drahnsdorf Eichwalde Golßen Groß Köris Halbe Heideblick Heidesee Jamlitz Kasel-Golzig Königs Wusterhausen Krausnick-Groß Wasserburg Lieberose Lübben Luckau Märkisch Buchholz Märkische Heide Mittenwalde Münchehofe Neu Zauche Rietzneuendorf-Staakow Schlepzig Schönefeld Schönwald Schulzendorf Schwerin Schwielochsee Spreewaldheide Steinreich Straupitz Teupitz Unterspreewald Wildau Zeuthen BrandenburgKarte
Über dieses Bild

Bestensee ist eine Gemeinde im Landkreis Dahme-Spreewald im Land Brandenburg der Bundesrepublik Deutschland.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Bestensee – circa 35 Kilometer südlich von Berlin gelegen – erstreckt sich von Königs Wusterhausen im Norden bis zum Amt Schenkenländchen im Süden. Im Osten grenzt die Gemeinde Bestensee an die Gemeinde Heidesee und im Westen an die Stadt Mittenwalde.

Innerhalb des Gemeindegebietes befinden sich 12 Seen. Das sind: Kleiner (Freudenthaler) Tonsee, Großer (Kameruner) Tonsee, Pätzer Tonsee, die aus Tongruben entstanden, in denen bis in die 1920er Jahre Ton für die Ziegelproduktion abgebaut wurde. Die drei Kiesseen im Westen der Gemeinde entstanden nach Einstellung des Kiesabbaus ebenfalls in den 1920er Jahren durch natürliche Grundwasserflutung. Todnitzsee, Seechen, Klein Bestener See und Bauernsee sowie Pätzer Vorder- und Hintersee bildeten sich nach der letzten Eiszeit.

Der Glunz-Graben (Glunze), der auf 1,2 Kilometer Länge durch ein Auwaldgebiet fließt, verbindet Pätzer Vordersee und Todnitzsee.

Die höchste Erhebung innerhalb des Gemeindegebietes ist der Kahlkopf am Ostufer des Pätzer Hintersees mit rund 77 Metern über NN.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Klein Besten und Groß Besten; seit 1. April 1938 Gemeinde Bestensee[2]

Ortsteil Pätz; eingemeindet am 26. Oktober 2003[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort und sein Name lassen sich auf die slawische Siedlung „Bestwin“ zurückführen, welche laut einer Urkunde 1375 gegründet wurde. Der slawische Gründungsname kann als „guter Holunder“ gedeutet werden. Noch heute prägen Holundersträucher das Ufer des Klein Bestener Sees. Per Erlass vom 7. Januar 1938 des Oberpräsidenten der Provinz Brandenburg wurde die Gemeinde Klein Besten am 1. April 1938 in die Gemeinde Groß Besten eingegliedert. Zunächst sollte die neu gebildete Gemeinde den Namen Groß Besten führen. Auf Anordnung des Oberpräsidenten der Provinz Brandenburg wurde für die neu gebildete Gemeinde jedoch der Name Bestensee festgelegt. Die historischen Ortskerne (Dorfauen) der beiden Alt-Dörfer Groß Besten und Klein Besten sind sehr gut erhalten.

Religion[Bearbeiten]

In Bestensee arbeiten Kirchen-Gemeinden evangelischer, neuapostolischer und katholischer Konfession. Im Ortsteil Groß Besten gibt es eine evangelische Feldsteinkirche nebst Alt-Friedhof. Circa ein Kilometer westlich davon befindet sich der heutige Groß Bestener Friedhof. Ein weiterer, im Jahr 1892 angelegter Friedhof befindet sich im Ortsteil Klein Besten[2]. Im Ortsteil Pätz befindet sich eine evangelische Kapelle mit Friedhof.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1875 751
1890 987
1925 2285
1933 2929
1939 3583
1946 4231
1950 4089
1964 4113
1971 4145
1981 4215
Jahr Einwohner
1985 4494
1989 5782
1990 5755
1991 5777
1992 6216
1993 5960
1994 5978
1995 5978
1996 5939
1997 5990
Jahr Einwohner
1998 6139
1999 6238
2000 6319
2001 6301
2002 6313
2003 6290
2004 6534
2005 6669
2006 6601
2007 6666
Jahr Einwohner
2008 6651
2009 6672
2010 6732
2011 6579
2012 6740

Quellen: Die detaillierten Quellen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg und des brandenburgischen Landesamtes für Bauen und Verkehr sowie der Bertelsmann-Stiftung finden sich unter Population Projection Brandenburg in den Wikimedia Commons

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde besteht aus 18 Ratsfrauen und Ratsherren, mit dem hauptamtlichen Bürgermeister.[4] Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 brachte für den Rat folgende Sitzverteilung:

3
1
10
1
3
10 
Von 18 Sitzen entfallen auf:

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeisterwahl 2009 Wahlbeteiligung: 72,4 %[6]
Kandidaten Prozente
Klaus-Dieter Quasdorf (UWV Quasdorf)
  
67,4 %
Kerstin Rubenbauer (LINKE)
  
20,1 %
Heinz Marek Wegener (Wegener)
  
11,0 %
Klaus Beier (NPD)
  
1,6 %

Klaus-Dieter Quasdorf ist seit 1993 parteiloser Bürgermeister der Gemeinde Bestensee, nachdem zuvor Gerd Kruligk (SPD) abgewählt wurde.[7] Bei der Bürgermeisterwahl am 27. September 2009 konnte sich der bisherige Amtsinhaber Klaus-Dieter Quasdorf von der Unabhängigen Wählervereinigung - Quasdorf für Bestensee e.V. (UWV Quasdorf) gegen 3 Konkurrenten behaupten und wurde erneut wiedergewählt.[8]

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 1. September 1995 genehmigt.

Blasonierung: „Von Gold und Blau durch Schräglinkswellenschnitt geteilt; oben ein grünes Kastanienblatt, unten ein schräglinks gestürzter silberner Fisch.“[9]

Der goldene Teil symbolisiert den Märkischen Sand und der blaue die vielen Seen. Weil es viele (und alte) Kastanien in Bestensee gibt, ist ein Kastanienblatt vorhanden. Der silbern schräglinks gestürzte Fisch steht für die vielen Angelmöglichkeiten

Das Wappen wurde vom Heraldiker Frank Diemar gestaltet.

Partnerschaften[Bearbeiten]

Die Gemeinde unterhält partnerschaftliche Beziehungen zur Gemeinde Havixbeck in Nordrhein-Westfalen und zur Gmina Przemęt im Powiat Wolsztyński (Polen).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Feldsteinkirche in Groß Besten
Ehemalige Dorfschule („Rote Schule“) in Groß Besten
Ehemaliges Königliches Forsthaus in Bestensee

In der Liste der Baudenkmale in Bestensee und in der Liste der Bodendenkmale in Bestensee stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale.

Bauwerke[Bearbeiten]

Die Feldsteinkirche im Ortsteil Groß Besten stammt aus dem 14. Jahrhundert.

Der Bahnhof im Ortsteil Groß Besten wurde 1878 errichtet.

Die Landkost-Arena wurde 2007 errichtet. Hier werden die Heimspiele des Volleyball-Bundesligisten Netzhoppers KW-Bestensee ausgetragen.

Parks[Bearbeiten]

Am 27. April 2006 wurden die ersten Bäume für den Generationenwald gepflanzt.

Bestenseer können anlässlich verschiedener Jubiläen (runde Geburtstage, Hochzeiten, Geburten, aber auch zum Andenken an Personen) einen Baum im Wald der Generationen pflanzen.

Naturschutzgebiete[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Bestensee befindet sich im Schnittpunkt der Bundesstraßen 179 und 246. Nach Königs Wusterhausen sind es etwa sieben Kilometer, nach Lübben 55 Kilometer, nach Storkow 22 Kilometer und nach Zossen 17 Kilometer. Berlin ist etwa 35 Kilometer entfernt.

Bestensee hat seit dem 15. Juni 2009 eine Anschlussstelle zur Bundesautobahn 13 (Berlin–Dresden). Diese befindet sich an der Kreuzungsstelle der Autobahn mit der Bundesstraße 246. Der Berliner Ring (Bundesautobahn 10) ist etwa zehn Kilometer entfernt.

Bestensee verfügt über einen Bahnhof, an dem die Regionalbahn der Linie RB 14 (Senftenberg – Flughafen Schönefeld – Berlin – Nauen) im Stundentakt hält. In den Abendstunden wird die Linie RB 14 durch den Regional-Express der Linie RE 2 (Cottbus – Berlin – Rathenow) ersetzt. Von Mai 2010 bis zum 1. September 2011 wurde ein Teilstück der Bahnstrecke Berlin–Görlitz zwischen Königs Wusterhausen und Lübbenau erneuert. Hierbei bekam auch der Bahnhof Bestensee neue, barrierefreie Bahnsteige.[10]

Kindergarten[Bearbeiten]

Bestensee verfügt über zwei Kindergärten: das Kinderdorf in der Zeesener Straße in Groß Besten und den Waldkindergarten im Ortsteil Pätz.

Schule[Bearbeiten]

Die Bestenseer Grundschule (ehemalige Gesamtschule) im Ortsteil Groß Besten in der Goethestraße 15 wurde im Jahre 2003 grundsaniert und erweitert. Das eingeschossige Nebengebäude wurde um eine Etage aufgestockt, wird heute überwiegend von den Klassenstufen 1 und 2 genutzt und beherbergt die Mensa. Mit Schuljahresbeginn 2010 wurde das Nebengebäude um einen KInderhort erweitert.

Bibliothek[Bearbeiten]

Die Bestenseer Bibliothek befindet sich in der Waldstraße 31.[11]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Harry Schäffer (* 1930, † 2013), gebürtiger Bestenseer, Lehrer und bis 1989 Ortschronist
  • Harald Effenberg (* 1957), Schauspieler
  • Heinrich Mauersberger (1909–1982), Erfinder, Ehrenbürger von Bestensee, wo er ab 1967 lebte

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bestensee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b http://www.mediapur.de – Ortschronik von Bestensee
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003
  4. Gemeindevertretung Bestensee 2014
  5. http://www.wahlen.bestensee.de/gw2014.html
  6. <http://www.wahlen.brandenburg.de/bmwahlen/1206102000/h>
  7. Ortschronik von Bestensee
  8. Bürgermeisterwahl in Bestensee 2009
  9. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  10. Wieder Zugverkehr auf Bahnstrecke Berlin-Cottbus
  11. http://www.bestensee.de/index.php?id=444