Heidesee

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Heidesee (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Heidesee
Heidesee
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Heidesee hervorgehoben
52.25083333333313.76535Koordinaten: 52° 15′ N, 13° 46′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Dahme-Spreewald
Höhe: 35 m ü. NHN
Fläche: 135,67 km²
Einwohner: 6864 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 51 Einwohner je km²
Postleitzahl: 15754
Vorwahlen: 033763, 033767, 033768
Kfz-Kennzeichen: LDS
Gemeindeschlüssel: 12 0 61 217
Gemeindegliederung: 11 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Lindenstraße 14b
15754 Heidesee
Webpräsenz: www.gemeinde-heidesee.de
Bürgermeister: Siegbert Nimtz (UWGH)
Lage der Gemeinde Heidesee im Landkreis Dahme-Spreewald
Alt Zauche-Wußwerk Bersteland Bestensee Byhleguhre-Byhlen Drahnsdorf Eichwalde Golßen Groß Köris Halbe Heideblick Heidesee Jamlitz Kasel-Golzig Königs Wusterhausen Krausnick-Groß Wasserburg Lieberose Lübben Luckau Märkisch Buchholz Märkische Heide Mittenwalde Münchehofe Neu Zauche Rietzneuendorf-Staakow Schlepzig Schönefeld Schönwald Schulzendorf Schwerin Schwielochsee Spreewaldheide Steinreich Straupitz Teupitz Unterspreewald Wildau Zeuthen BrandenburgKarte
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Heidesee (niedersorbisch Wysoki jazor) ist eine amtsfreie Gemeinde im Nordosten des Landkreises Dahme-Spreewald in Brandenburg in Deutschland. Der Name leitet sich von den vielen Heiden und Seen im Gemeindegebiet ab.

Geografie[Bearbeiten]

Heidesee liegt etwa 30 Kilometer südöstlich des Stadtzentrums von Berlin und zehn Kilometer östlich der ehemaligen Kreisstadt Königs Wusterhausen in einer Heidelandschaft mit Wäldern (vorwiegend Kiefernwälder), Seen, Flüssen und Kanälen. Die Ortsteile umschließen die Blossiner Heide. Die Gemeinde liegt zwischen dem Wolziger See, dem Fluss Dahme und dem Oder-Spree-Kanal am Südrand des Berliner Urstromtals. Die Landschaft wurde durch die Weichseleiszeit (vor etwa 10000 bis 20000 Jahren) geformt.

Ausdehnung des Gemeindegebiets[Bearbeiten]

Die Gemeinde Heidesee reicht im Norden von der Bundesautobahn 12 und der Grenze des Landkreises Dahme-Spreewald bis zur Bundesstraße 246 im Süden und von der Bundesstraße 179 im Westen bis zur Grenze des Landkreises Dahme-Spreewald im Osten.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

An Heidesee grenzen folgende Gemeinden: Storkow (Mark), Tauche, Münchehofe, Groß Köris, Bestensee und Königs Wusterhausen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Heidesee untergliedert sich nach der Hauptsatzung[2] in die folgenden elfOrtsteile und vier bewohnte Gemeindeteile[3]:

Dazu kommen noch die Wohnplätze: Bergschäferei, Bindow-Dorf, Bindow-Süd (Bendow połdnjo), Dudel, Forsthaus Dubrow, Forsthaus Frauensee, Forsthaus Prieros, Forsthaus Sauberg, Kolberger Ablage, Neubrück-West, Neustadt, Pläns, Prieros-Ziegelei, Prierosbrück, Prieroser Mühle, Sandschäferei, Schliebenbusch, Siedlung am Dolgenhorst, Siedlung Uhlenhorst, Siedlung Waldfrieden, Streganz-Pechhütte, Streganzberg und Wolziger Kolonie[3].

Geschichte[Bearbeiten]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Die Gemeinde entstand im Zuge der Gebietsreform am 26. Oktober 2003 aus dem (freiwilligen) Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden Bindow, Blossin, Dannenreich, Friedersdorf, Kolberg und Prieros.[5] Die Gemeinden Dolgenbrodt, Gräbendorf, Gussow, Streganz und Wolzig wurden zum selben Datum per Gesetz in die neu gebildete Gemeinde Heidesee eingegliedert. Gleichzeitig wurde auch das von 1992 bis 2003 existierende Amt Friedersdorf aufgelöst.[6]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Heidesee:
Bevölkerungsentwicklung in den Grenzen von 2013. [7]
Jahr Einwohner
1875 3 760
1890 4 176
1910 4 530
1925 4 745
1933 5 053
1939 5 532
1946 7 152
1950 7 235
1964 6 503
1971 6 403
Jahr Einwohner
1981 5 959
1985 5 828
1989 5 683
1990 5 655
1991 5 593
1992 5 550
1993 5 540
1994 5 717
1995 5 750
1996 5 906
Jahr Einwohner
1997 6 130
1998 6 554
1999 6 598
2000 6 777
2001 6 886
2002 6 947
2003 7 069
2004 7 021
2005 7 035
2006 7 078
Jahr Einwohner
2007 7 082
2008 7 041
2009 7 058
2010 7 039
2011 6 946
2012 6 903
2013 6 864

Sozialgeschichte[Bearbeiten]

In der Spreenhagener Straße 1 im Ortsteil Wolzig wurde 1929 ein Jüdisches Jugend- und Pflegeheim erbaut, in dem straffällig gewordene Jugendliche im Sinne der Reformpädagogik resozialisiert wurden. Im Juni 1933 überfielen SA-Männer das Heim und verschleppten 40 Jugendliche und fünf Erzieher nach Berlin und weiter in das KZ Oranienburg. Das Haus wurde NS-Organisationen übertragen und ist seit 1948 Alters- und Pflegeheim.

Politik[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2008[8][9]
Wahlbeteiligung: 58,61 % (2003: 59,91 %)
 %
30
20
10
0
25,40 %
20,89 %
13,71 %
13,35 %
12,84 %
7,79 %
6,04 %
keine
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2003
 %p
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
+0,76 %p
+11,40 %p
-5,88 %p
-2,37 %p
-1,05 %p
+3,04 %p
+6,04 %p
-11,91 %p
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
b 2003: PDS

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Die Gemeindevertretung der Gemeinde Heidesee besteht aus 18 Abgeordneten und setzt sich folgendermaßen zusammen:

  • UWGH: 5 Sitze (+1)
  • LINKE: 4 Sitze (+2)
  • UWG: 3 Sitze (–1)
  • SPD: 2 Sitze (–1)
  • CDU: 2 Sitze (±0)
  • B.f.B.: 1 Sitz (±0)
  • FDP 1 Sitz (+1)

(Stand: Kommunalwahl am 28. September 2008)

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der Bürgermeister der Gemeinde Heidesee ist Siegbert Nimtz (parteilos).

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 3. Juni 2004 genehmigt.

Blasonierung: „Schräggeteilt von Gold und Blau, oben ein geädertes, grünes Eichenblatt mit Frucht, unten ein stehender silberner Reiher.“[10]

Die Gemeinde Heidesee hat als Wappen das Wappen der vormals eigenständigen Gemeinde Gräbendorf übernommen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Das Heimatmuseum in Prieros

In der Liste der Baudenkmale in Heidesee und in der Liste der Bodendenkmale in Heidesee stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale.

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

  • Bundesautobahn 12, Anschlussstelle Friedersdorf
  • Bundesstraße 246, Ortsteile Gräbendorf und Prieros
  • Regionalbahnanschluss RB36 der Ostdeutschen Eisenbahn, Bahnhof Friedersdorf
  • Segelflugplatz in Friedersdorf (ICAO-Code: EDCF)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Heidesee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Lesefassung der Hauptsatzung der Gemeinde Heidesee (zuletzt geändert durch die Erste Änderungssatzung vom 1. September 2009)
  3. a b Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg - Gemeinde Heidesee
  4. a b c d e f g h i j ISBN 3-515-08664-1 Die Ortsnamen des Kreises Beeskow-Storkow; Seiten 226 bis 228
  5. Bildung einer neuen Gemeinde Heidesee. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 15. Mai 2002. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 13. Jahrgang, Nummer 22, 29. Mai 2002, S. 562 PDF
  6. Sechstes Gesetz zur landesweiten Gemeindegebietsreform betreffend die Landkreise Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Oder-Spree und Spree-Neiße (6.GemGebRefGBbg) vom 24. März 2003, Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg, I (Gesetze), 2003, Nr. 05, S. 93
  7. Die Quellen der Daten finden sich detailliert in den Wikimedia Commons Population Projection Brandenburg at Wikimedia Commons
  8. http://www.statistik-berlin-brandenburg.de/Publikationen/Stat_Berichte/2008/SB_B7-3-5_j05-08_BB.pdf
  9. http://www.wahlen.brandenburg.de/kw2003/kg/ergebnisse/gemeinde/2012.html
  10. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg